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Thema: ~ el árbol del matorrales ~
Sexy Star

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~ el árbol del matorrales ~ 16.01.2011 23:40 Forum: Sonstige

Nicole: "Alles begann mit einem Apfel..."

Es war ein wunderschöner Abend für diese kältliche Jahreszeit. Der Himmel war in tiefstem blau getaucht und verziert mit unzähligen kleinen, weißen Sternen die mit ihren funkelnden Äuglein zu uns hinab blickten. Nun, vielleicht nicht direkt zu uns, doch eher zu einer anderen Person die über die Weidelandschaft wandert. Eine Gestalt weiblicher Formen mit einem eng umliegenden schwarzen Mantel, derren Schritte sanft und vorsichtig über die einzelnen Grashalme treten, sie knicken und brechen bis sie im Boden versunken sind. Diese Druidin, so wirkte sie mit den einzelnen großen Blättern auf die Schulter angenäht, trug einen violetten Stab mit sich. Dieser hatte hellgrün leuchtende Verzierungen und an der Spitze war etwas brennende Faser angebunden der ihr den Weg leuchtete.

Nicole: "Die Schätze der Erde, sie begannen alle mit einem einzelnen Apfel."

Aus der Entfernung zieht sich Kamera nun näher an das Geschehen heran. Man erkennt nun, dass die Figur – welche ganz offensichtlich Sexy Star sein musste – auf einen großen Baum zusteuerte welcher mit zwei Metern Platz von kleinen Büschen umgeben war. An der hochgewachsenen Pflanze hingen unzählige Äpfel unterschiedlicher Reifegrade. Manche sind bereits zu Boden gefallen und bildeten ein vitaminreiches Minenfeld um die Borke herum. Unter der tiefgezogenen Kappas der Diosa bewegt sich etwas. Es durchwandert ihren Nacken, lässt ihn breiter erscheinen wie eine Art Schlauch. Selbst von vorne erkannte man nichts, sondern starrte in das schwarze Nichts ihrer schattenschenkenden Kaputze.

Nicole: "Zufälle, Schicksal, Kontingenz, Karma... man kann es nennen wie man möchte, alles begann mit einem Apfel und von diesem wird auf ewig ein Neubeginn eingeläutet. Evolution, Revolution, Erfindung. Alles Ergebnisse einer einzelnen Frucht."

Das Feuer an ihrem Stab knisterte aufgeregt als sie sich in die Hocke begab und ihren Mantel ausbreitete. Anschließend griff sie einen Apfel vom Boden und warf ihn einmal lässig in die Luft ehe sie aufstand und zur Baumkrone hinaufschaute.

Nicole: "Die meisten von euch – ein minimaler Bruchteil davon nicht – sehen eine Sache und akzeptieren die Gegebenheiten so wie sie erscheinen. Ihr seht ein Spiel und wollt es spielen. Belanglos ob ihr es könnt oder nicht. Lasst euch davon frustrieren, probiert es einige Male bis ihr das vorgegebene Ziel erreicht habt. Ihr seht einen Spiegel und blickt hinein. Ihr seht eure Haut, überprüft sie nach Unebenheiten und anderen Feinden der Makellosigkeit bis ihr euch als bestmöglichst aussehend anseht. Ihr seht eine Frucht und wenn euch danach ist, esst ihr sie ohne einen einzigen Gedanken auf die Kehrseite zu verwerfen."

Die Mexikanerin drückte den Apfel gegen den schwarzen Stoff ihrer Robe und polierte ihn glänzend bis er das Mondlicht zu reflektieren vermochte. Eine Duftprobe folgte als sie die Frucht unter ihre Nase hielt und mit ihrem minzigen Atem befeuchtete um ihn abermals zu an der Robe zu reiben. Wieder begann sich etwas unter ihrer Kaputze zu bewegen.

Nicole: "Es gibt unzählige Beispiel für die Torheit der menschlichen Natur. Früher war es eine Kleinigkeit die ihm das Leben gekostet haben. Heute sind es Kleinigkeiten die den Nimbus verletzen und jemandem das Leben nimmt. Denn der Nimbus - die Oberfläche – ist nun das Leben. „Herz“ ist nur noch ein Wort. Moral ist nur noch ein Wort. Wahrheit ist nur noch ein Wort."

Ein beherzter Biss in den Apfel folgte. Es floppte als sich ihre Zähne tief in die Frucht bohrte und ein Stück davon abbrach wie bei einem Eisgletscher der sich von einem Schneeberg gelöst hatte um ins Tal niederzusauen. Während Starlet kaute, streckte eine schwarze Schlange ihren Kopf neugierig unter der Kaputze der Diosa hervor. Es schien eine Art Kobra zu sein, aber dafür war der Kopf zu schmal. Auch für eine Klapperschlange war sie zu klein, doch die lederne Haut schien mit Säure überzogen, wenn man der Intensität ihrer Glätte glauben schenken konnte. Ein Wind kam auf und durchwehte die unübersichtlich vielen Äste des Urgetüms von einem Baum.

Nicole: "In einer Welt der Gesetze - der Ausuferung von Idealen – sind alle gleich und doch akzeptiert es niemand. Egoismus ist des Menschen Last – ein Fluch -, eine Bürde. Eine Natur kann man jemandem schlecht vorwerfen, nicht? Und dennoch... Jeder hält sich für etwas Besonderes, aber niemand ist es. Anders zu sein als alle anderen. Aus der Masse hervorzutreten und aufzufallen. Aber es sind Wunschgedanken. Träume und Illusionen. Denn selbst diese verwünschten Träumer, die Norm, verlangen nach Gesellschaft. Und jeder, der gesellig ist, zeigt sich als Beweis dafür, dass er kein Individualist ist – dass er nicht anders ist. Ein Fisch in einem Bach, einer von vielen und keiner von allem."

Starlet biss erneut in den Apfel und kaute die Stücke immer kleiner. Die Schlange auf ihrer Schulter, noch immer halb versteckt in der Kappas ihrer Meisterin, schnellte plötzlich hervor und grub ihre n giftigen Zahn ebenfalls in die verfluchte Frucht welche Adam und Eva die Unsterblichkeit gekostet hatten. Der Blick unserer Diosa weilte noch immer verträumt in den Baumkronen. Es glich schon fast einem betörenden Tanz wie er seine Äste im Rhythmus der Natur bewegte.

Nicole: "Stellt euch vor, jeder existierende Vorgang der voranschreiten kann wäre ein Baum. Ein kahles Stück Holz, nackt und verletzlich. Es saugt seine Energie aus der Erde und stärkt damit seine Äste. Ein mühseeliger Prozess der Wochen und Monate dauert. Erst wenn jeder Zweig ausreichend gestärkt ist, kann der Baum anfangen Blätter zu befruchten. Grüne Schnippsel keimen auf, saftig und ansehnlich bis er eine stolze Pracht erreicht und jeder noch so ehrenhaften Poesie wert sei. Irgendwann beginnt er Früchte zu produzieren, ein weiterer Fortschritt der viel Kraft in Anspruch nimmt. Doch irgendwann sind die Äpfel reif und können gepflückt werden. Nahrhaft sind sie, denn der Samen des Baumes entspringt aus dem Besten was der Boden ihm schenken konnte."

Inzwischen hatte Sexy Star zur Hocke zurückgefunden und ließ den Apfel, in welchen sie zweimal herzhaft hineingebissen hatte, zu Boden fallen. Er purzelte ein Stück ehe er auf einer fruchtigen Schlucht die Lust am torkeln verlor. Mit der freien Hand nun strich sie über das feine Gras am Boden. Weit und breit gab es nichts anderes als diesen grünen Teppich. Niemand würde einen davon missen oder verarzten wenn er umknickte oder zerrissen würde. Aber ein fehlender Baum würde auffallen.

Nicole: "Und nun, wo der erste Apfel gefallen ist und man weiß, wie er schmeckt, beginnt man eine andere Frucht zu pflanzen. Einen Busch der womöglich Johannesbeeren mit sich bringt. Klein und in Massen, bitter und säuerlich, aber ausreichend und schön. Dennoch ist es kein Vergleich zu dem ersten aller Früchte. Ein weiterer Nachteil des Strauchs ist, dass er sich auf dem Boden befindet. Jedes Kleinkind kann sich daran gütlich tun, denn es wird förmlich serviert. Und gerade deswegen ist an diesem Busch nichts Besonderes. Diese Beeren würden nie sehen, was der Archetyp zu sehen vermag..."

Die Schlange, welche immer mehr an Mut gewann, schlängelte sich aus der Kaputze der Chaos Gaia der Starlets. Sie kroch mit ihrer tierischen Eleganz am Oberarm der zierlichen Kriegerin entlang bis sie plötzlich bestimmend am Hals gepackt wurde. Ehe sie sich versah flog sie bereits durch die Luft und landete in einem der Büsche, welche ganz deutlich Johannesbeeren trugen. Starlet begann zu lächeln.

Nicole: "Nun, Ashley… als Vertreterin der Moderne wirst du keinen blassen Schimmer haben wovon ich rede, gleich einem Blick ins Zwielicht deines Spiegels, nicht wahr? Benebelt sind deine Sinne von Engstirnigkeit und mit Kurzsicht geschwängert, die dich zum Nonsens verleiten. Und dabei könnte man jedesmal meinen, du seist umgehend ausgelaugt nach möglichen Präventivschläge der Offensive. Nicht zu vergessen die Überforderung. Verpasst man etwas, wenn man deiner kakophonischen Stimme nicht lauscht? Wohl kaum. Bildung ist anders, Rhetorik stets auf der gegenüberliegenden Seite der Erdkugel, egal wo du dich befindest.."

Ein feixes Grinsen ummalte die schattierten giftig grünen Lippen der Diosa als sie wieder aufstand und die letzten Meter zum Baum hinter sich brachte. Mit anmutiger Lässigkeit, lehnte sie sich mit dem Rücken an das Holz und starrte hinauf zu den übriggebliebenen Äpfel denen es noch nicht erlaubt war fallen zu dürfen.

Nicole: "Ich hoffe, du erwartest keine Ehrfurcht von uns Starlets. Denn wenn du nach dieser suchst, wirst du dich auf eine Weltreise begeben bei der du weder Wasser, noch Nahrung finden wirst. Durstig bist du, eindeutig. Nicht, weil du frei von Herausforderungen aufgewachsen bist. Nicht, weil deine verwelkte Blume auf fruchtlos schwammigem Boden gepflanzt wurde. Oder deine mangelnde Erfahrung dich in deiner kleinen Welt der Egozentrik eingeschlossen hat wie einen Menschen aus leicht enzündlichem Stroh. Sondern weil du zur Königin der Wüste geworden bist!"

Plötzlich wirbelte Sexy Star in einer ihrer vielen geübten Sequenz des Vaapad den brennenden Stab durch die Luft. Dies geschah so schnell, dass das Feuer nicht ganz mitkam und mit der Kombination des schwach geübten menschlichen Auges konnte man das erkennen, was beabsichtigt war. Irgendeine Art Symbol feuerte das Gaia Starlet in die Luft ehe die brennende Spitze ihrer geliebten Waffe in den Boden gerammt wurde. Wie eine unsichtbare Feuersbrunst zog der nähere Umkreis eine unsichtbare Zerstörung mit sich die sämtliches Gras Stück für Stück durchnitt und gänzlich verbrannte. Nach wenigen Sekunden war sämtlicher Rasen verschwunden und einzig das über blieb war eine trockene Ebbenlandschaft die seit Jahren keinen Tropfen Wasser mehr gesehen haben musste. Statt wehendes Gras beherrschten nun kullernde Sandpartikelschwaden die Szenerie und der vorig so fruchtbare Boden hatte sich in etwas gänzlich gegenteiliges verwandelt. Alles schien verändert, die Wüste war zurückgekehrt. Einzige Starlet, der Baum die von der Schlange infizierte Gebüsch blieb über.

Nicole: "Der Stolz der dich zeitweise erfüllt ist nur ein schwacher Hauch der Vergangenheit den du glaubst gezähmt zu haben. Die Erfolge die du bisher erreichen konntest waren ein Witz im Gegensatz zu deiner Vorzeit. Du brüstest dich mit Siegen über Schwächlinge. Britani Knight, die seit Monaten kein Match mehr gewann. Lacey, die sich lieber mit ihren neuen Freundinnen beschäftigen wollte. Ich, die dir den Sieg förmlich geschenkt hat. Sicher wirst du sagen, dass ich mich gegen den Verlust gewehrt habe. Natürlich habe ich das. Aber im Grunde bist du, im Vergleich zu der Queen of the Ring oder der ersten Starlet Championesse Shelly Martinez, ein Nichts. Das Staubkorn auf einem Möbelstück. Was würde mir ein Sieg über etwas derartigem schon einbringen? Nichts. Rachegelüste, Missgunst und derlei empfand ich damals nicht für dich, warum sollte ich dich nicht ziehen lassen? Ich hoffte darauf, dass dich die anderen Wölfe zerfleischen, aber da habe ich mich getäuscht. Die Elite ist ins Exil gezogen, alles was dir bleibt und dessen Ruhm du einheimsen kannst sind die halbherzigen Auswürfe deiner Generation. Kinder die spielen wollen. Kinder die das Motto besitzen „dabei zu sein ist alles“. Kinder, Ashley, wehrlose *Kinder* denen du das Eis einfach wegnehmen kannst!"

Starlet lächelte schwach, schon fast schief unter dem Ausbruch ihrer Maskerade als sie die Kaputze nach hinten schlug und die Kamera mit ihren rostigen Schraubaugen fixierte.

Nicole: "Du hast keinen blassen Schimmer von der Starlet Division. Du hast keinen Respekt vor dem Boden den wir geschaffen haben, dem Apfelbaum den wir mühsam gesäht haben, nur damit eine Göre wie du ihn einfach wieder absägen kann. Dabei bist du, wie bereits erwähnt, keine große Nummer sondern kannst nur Feuer schaffen wenn du ein Feuerzeug hälst. Du versteckst dich hinter deinen Freunden die dir Zuspruch geben. Freunde, die dir das sagen was du hören willst und nicht das, was den Tatsachen entspricht. Freunde, deren Meinungen schon an Gültigkeit verloren haben wenn sie den nötigen Atem einsaugen um ihre Lieder zu sprechen. Kinder, die am Johannesbeerstrauch naschen wollen, weil ihnen die Äpfel zu sammeln zu mühsam ist. Und darauf bildest du dir tatsächlich etwas ein?"

Ein lautes Lachen schallt durch die Gegend. Doch wer auf ein Echo wartet, sollte vergebene Dinge tun. Bei jedem Aufwippen ihrer Brust zur Einatmung frischer Luft, um das schelmische Gelächter aufrecht zu halten, bewegeten sich ihre Schultern erfreut wie bei einem griesgrämigen Schurken der sich über den Superhelden und seinen tollkühnen Gerechtigkeitssinn mockierte. Auch als sie weitersprach ließ der Beigeschmack von Hohn und amüsiertem Geschmunzel nicht nach.

Nicole: "Ein gutes Beispiel ist deine Beteuerung um die ungeschlagene Championesse. Wie bereits erwähnt, deine Konkurrenz ist übersichtlich und schwach. Würde das Office keine Lieblinge haben die mehr wert sind als andere, hättest du dein Gold schon längst verloren."

Abwinkend wandt sich die blonde Diosa von der Kamera ab, präsentierte ihr kalt den Rücken und widmete sich wieder dem Apfelbaum. Dabei bemerkte sie, wie das Feuer an ihrem Stab mit dem Busch liebäugelte, nach Vernichtung rief und sich immer wieder leicht nach vorne beugte um sein Ziel zu erreichen. Aber Starlet blieb standhaft und schnüffte verächtlich aus als hätte sie Gift eingeatmet.

Nicole: "Ungeschlagene Championesse… wie viele Titelverteidigungen hast du hinter dich gebracht seitdem du das Gold errungen hast? Eine? Gegen Britani Knight? Durchaus, darauf kannst du dein Glashaus bauen, denn dieses Match hat dein Leben bestimmt. Es von grundauf verändert, nicht wahr? Du strahlst und dein Leben ist erfüllt von Stolz weil du einen Niemand besiegt hast. Doch statt Applaus erntest du Spucke. Wie verdient."

Verächtlich verzog das Gaia Starlet ihre Miene und blickte nicht weniger positiv gestimmt zu den Büschen hinunter die wenige Zentimeter von ihr entfernt standen. Allein der Blick hätte schon lodernde Flammen heraufbeschwören müssen.

Nicole: "Du hast das große Glück mit Castagnoli an der Seite zu kämpfen. Jemand, der dich durch das Match ziehen wird wie weißes Halluzinogen, auf dein zerbrechliches Hinterteil Acht gibt und dich beschützt wie es für eine zweibeinige Prinzessin üblich ist. Aber glaube mir, das wird dich nicht retten denn dein Busch wird brennen bis nichtsmehr von dir übrig bleibt. Dafür kann und werde ich sorgen! Du wirst Tränen in den Augen haben und wir alle werden davon kosten. Hmmm, brenne!"

Ihre letzten Worte glichen einem Schlachtruf der zum letzten Gefecht ausrief. Die knisternde Stabspitze schnellte nach vorne und befriedigte ihren Drang nach Zerstörung und Auslösung als es die Johannesbeerensträucher in Brand setzte. Erneut schallte lautes Gelächter durch das Terretorium das immer schelmischer wurde.

~ closed ~

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16.01.2011 19:39 Forum: Sonstige

Ihre imaginären im Schatten verschluckten Ohren lauschten seinen Worten als seien es Klänge aus einer Elfenharfe, gespielt von den zärtlich spitzen Fingern eines dieser Volksmenschen die ihr ganzes Leben nichts anderes taten als an ihrem Spiel zu feilen. Gelegentlich blitzten ihre Augen aus dem Dunkeln hervor wie bei einem Raubtier das seine Beute beobachtete und einen Augenblick des Präventivschlags nach dem anderen hinauszögerte um sich zuerst an der Optik zu weiden. Dabei lag es nicht an dem Mann selbst, der diese Vorstellung heraufbeschwor, sondern seine Worte die das Starlet in die Vergangenheit zurück versetzte.

Bisher hatte Sexy Star keine Hilfe abgeschlagen. Abyss war ein stolzer Schüler und obwohl dieses prächtige Rind schon seit Ewigkeiten nichtmehr auf ihrer Seite stand um an ihrer Weide zu grasen, barg sie einen gewissen Stolz an seine Entwicklung bis er seinen eigenen Baum fällte. Flake hatte sie geholfen, auch wenn diese nun nicht mehr so präsent schien wie sie es sein sollte. Thorn hatte sie geholfen und auch Shelly, obwohl sie nie darum gebeten haben. Aber Mutter Theresa war diese Nihilistin dennoch nicht. Alles hatte seine tiefere Absicht.

Starlet schloss die Rede und Erbittung des Mannes mit einem genügsamen Grinsen ab. Noch immer stand sie ansonsten fast regungslos da, zupfte sich nur gelegentlich am Ärmelstück ihrer Robe und tauchte mit den geglätteten Händen wieder unter die Beuge ihrer geknickten Arme.

Obwohl sich innerlich bereits ein Feuerdunst ausbreitete, das Pech anzündete und auf seinen Eindringling inform von Ashley Lane warf, sie amüsierend beobachtete wie die Championesse brennend und kreischend im Kreis rannte und nach Wasser und Gnade flehte, wirkte sie äußerlich völlig ruhig als ließe sie all die Komplimente und Anstiftungen zur Rückeroberung gänzlich kalt. Lediglich das Aufflackern ihrer Augen waren eine sanfte Andeutung auf das, was sich im Innenleben dieser zierlichen Hülle abspielen könnte.

Nicole: "Euch ist bewusst, dass ich diesen Titel nie in meinen fleischigen Händen gehalten habe? Dass ich in diesem Gauntlet Match gegen Shelly Martinez versagte? Und die weiteren Male danach? Und die jüngste Zeit zuvor?"

Der Wortklang war ein merkwürdiger. Statt sich anzupreisen und - wie es sich als Kämpfernatur gehörte - die eigenen Schwächen zu vertuschen, zeigte sie ihm die üblen Tatsachen in seiner gänzlichen Nacktheit. Verschwieg dabei, dass das Gold sie nicht interessierte und sie mehr darauf fixiert war ihren Schützling voranzutreiben. Keine Ausflüchte, keine Erklärung. Und dennoch zauberte sich ein Lächeln auf ihre grünen Lippen das von der Frau des Teufels persönlich stammen musste und mehr Gift in sich trug als es eine spitzzüngige Schlange je könnte.

Nicole: "Man ehrte mich mit der Benennung dieser Division, machte mich somit zu ihrer Mutter, gewiss. Aber an ihrer Spitze selbst habe ich nicht gestanden. Dort war und ist noch immer jene die dorthin gehört und vor sich her schläft wie ein schafreissender Drache – Shelly Martinez."

Obwohl der Groll gegen diese Frau noch immer tief saß aufgrund der miserablen Behandlung gegen ihr Alter Ego und der endlosen Arroganz dieses pflaumenmatschenden Miststücks, klangen ihre Worte neutral und objektiv, als würde sie jemanden belehren wollen. Shelly war förmlich ungeschlagen und nicht umsonst Rekordhalterin der Siegesserie unter den Starlets ehe diese Klassenclownstochter Faith Lehaine aufgetaucht war. Die Reyna del reynas knirschte mit den Zähnen bei dem Gedanken daran. Es klang als würde sie auf Knochen kauen und sie einzeln zerspalten.

Nicole: "Vielleicht weiß ich um Euer Befinden. Vielleicht auch nicht. .... Wer weiß? Was macht es für einen Unterschied? Ihr seid zornig. Wenn Ihr mich damit infiziert, wem überlassen wir dann das Denken? Zorn macht uns stark, das ist sicher. Aber ebenso blind. Man beginnt zu vertrauen wo man es nicht sollte. Zu misstrauen wo man es nicht sollte. Aber wer kann schon in die Zukunft blicken?"

Während Starlet sprach grub sie eine ihrer Hände aus und ließ sie vor ihrer Brust schweben. Vorsichtig legte sie das Handgelenk um mit der Innenfläche nach oben, knickte die Finger leicht als hielt sie etwas wertvolles in der Hand – eine imaginäre Kugel die sie mit verträumtem Blick anstarrt und beobachtet als barg in ihr ein kostbares Geheimnis das gelüftet werden wollte. Kraulend zogen sich ihre Finger durch die Luft um das Nichts in ihren Händen zur Rotation zu bewegen.

Nicole: "Aber ich verstehe, was Ihr meint. Ich verstehe, wonach Ihr Euch sehnt, was Ihr verlangt und erwartet. Ich kann Euch sagen, dass ich gewillt bin Euch zu helfen. Gewillt bin. Eure Kriegerin zu sein um dem Feind seinen Torso zu entreissen bis er würgend nach Namen gurgelt die unsere Buchstaben tragen..."

Die Hand schloss sich und zerdrückte die unsichtbare Kugel in ihrer Mitte, zerberstete dieses Glas in unzählige Bruchstücke und selbst dann war es ihr noch nicht genug. Die Fingernägel bohrten sich tief ins Hautgewebe hinein bis sich die Scherben tief genug hinein geschnitten haben um ein Quell des Lebenssaftes zu öffnen. Noch immer war es ihr nicht genug, denn sie sah Ashley darin ertrinken während sich ihre Fingersegmente allmählich weiß färbten und das Grinsen von den Lippen der Diosa verschwandt.

Nicole: "Ich hasse die Moderne und jeden der darin sich einnistet wie eine Fliege. Günstige Varianten von Argumenten, basierend auf einem Grund von Nichts, umgeben von Rendevous mit den Reichen die ihnen suggerieren erfolgreich gewesen zu sein. Einbildung ist auch eine Bildung und noch hat dieses Weibsbild nichts präsentieren können, das sie berechtigt auf diesem Thron zu sitzen. Es wird mir ein Vergnügen sein, sie von diesem Schimmel zu holen das sie davon trug."

Zorn und Bitterkeit lag in ihrer Stimme die merklich damit zu kämpfen hatte nicht dieser Rage zu verfallen vor der sie vor wenigen Momenten gewarnt hatte. Stolz war eine Sache die ein Sieger sich gönnen durfte. Aber das Privileg von Hohn und Spott hatte man sich zu verdienen. Von diesem Privileg war eine Ashley Lane meilenweit entfernt. Wenn die restliche Elite der Starlet Division dieses unzüchtige Mädchen nicht stillen wollte, dann muss es eben jemand anderes tun die sich damit auskannte, wenn es darauf ankam - Sexy Star.

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15.01.2011 05:22 Forum: Sonstige

Ein Schatten erhob sich. Schwach und doch unnachgiebig im trotzigen Kampf gegen die Physik. Eine Straßenlaterne sollte die Verliererin sein, die sich paralell zum Abschluss des Hausecks befand und nur einen gebrochenen angsetzten Schein in diese Gasse warf. Eine störrische Person die dem Boden keinerlei Rampenlicht zu gönnen scheint, stellte sich lavierend in den Weg. Doch statt das Gesicht – die Identität der Kreatur – zu beleuchten, war es der zierlich wirkende Rücken, der von einer schwarzen Robe bedeckt war das ihr bis knapp über die Knöchel reichte. Eine Kaputze bedeckte ihr Haupt und zog sich tief in das verborgene Gesicht, was es durch den unpraktischen Lichtwurf unmöglich machte erkannt zu werden. Geräuschlos treten der enganliegende Stoff ihrer Schuhe über den Boden. Sie scheint zu schweben oder schlichtweg ihre Körperanspannung geschickt anzupassen, um eine solche Stille trotz der Weiterentwicklung ihres zu behenden Weges suggerieren zu können. Der dunkle Schatten wandert weiter. Vorbei an zerfallenen Kartons, miefendem Müll und kleineren Pfützen die als Ergebnis des Regens am Vortag hinterlassen wurden.

Es schien, als würde dieser Abfall ihr Erscheinen mit Apathie kommentieren. Womöglich verschwörerisch tuschelnd entfernt des Lichtes um sich ihrer Falschheiten nicht eingestehen zu müssen. Der Schatten immerhin verbarg Dinge, die nicht gesehen werden sollen. Zwiespältige Zungen selbst, schaffen sich einen solchen. Jeder Zwiespalt trennt ein Element in zwei Einzelne – meisstens feste – Objekte, die dann widerrum ihren eigenen Schatten werfen, während die Helligkeit lediglich auf die Oberfläche prallt, welche zumeisst nur eine schickliche Dekoration besaßen, entzogen aus einem Kompendium für simplifizierte Gedankengänge – Masken aus feuchten Wasserfarben.

Diese Gestalt, feminin wie die Statur der ihren wirkt, näherte sich dem Mann zielstrebig. Doch in den langsamen Bewegungen, dem fast zerbrechlich wirkenden Levitieren, lag Geduld und Entschlossenheit. Schon bald, nichtmehr lange, blieb sie vor dem Fremden stehen. Die Kaputzenform senkte sich zur Begrüßung inform einer knappen Verbeugung, ehe die Schattenfigur ihre Position berichtigte und ihm Einzelheiten aus der Dunkelheit offenbarte, die sie als gesuchte Zielperson identifizierten. Ihre zarten Hände waren wie Wühlmäuse unter den verschränkten Armbeugen verschwunden. Die Robe war teilweise geöffnet, sodass man einen Blick auf den enganliegenden schwarzen Bodysuit werfen konnte, welcher mit moosgrün-weißen Umschlägen und kleineren gestickten Triskell Symbolen eindeutig einer Person zuzuschreiben war – Sexy Star – die Mutter aller Starlets.

Das dunkle Zwielicht im Inneren der Kaputze blieb trotz Korrektur der Stellung verborgen. Lediglich ein glänzend grüner Mund schattierte schwach aus dem Dunklen hervor und wirkte wie ein verhehlendes Grinsen das stolz an Unschärfe gewann und nur schwer in diesem schwarzen Loch zu finden war. Man musste schon kleinlich sein, analytisch mit der Präzision eines Physikers schauen um es zu erkennen.

Nicole: "Ihr wirkt nervös, Herr. Ich hoffe, niemand hatte sich verspätet..."

Ungewöhnlich freundlich klangen die spitzzüngigen Worte der Ironie seitens der Diosa, welches sie mit einem beigefügten Grinsen untermalte. Schnell wurde es aus der Blässe radiert als sie ihren Kopf anhob und zum Himmel zu blicken schien, der von beiden Dächern der umliegenden Gebäude fixiert und förmlich gefangen wurde wie zwei Mauern über die er sich zu kämpfen hatte um die Welt bezaubern zu können.

Nicole: "Manche Dinge geschehen zu früh. Manche zu spät. Manche überhaupt nicht. Und oft fragt man sich, warum?"

Ihr maskiertes Gesicht gewann mit dem Blick hinauf an Deutlichkeit. Die Strahlen der Laterne streichelten über ihre kleine Nase, reflektierte auf den giftiggrünen Lippen und legte einen warmen Filter über ihren stoffbesetzten Kiefer.

Nicole: "Viele, - alle – Dinge bedürfen einer Berichtigung. Dinge wurden falsch gemacht, Musikstücke fehlkomponiert, Operetten falsch besetzt, Schriftstücke fehlinterpretiert..."

Die sublime Art war allgegenwärtig in dieser Welt um welche sich zu kämpfen sich nichtmehr sonderlich lohnt, gäbe es da nicht diese Regel der Physik und diesen närrischen Gedanken nach Technologie. Einst, hätte ein einzelner Mensch niemals die Welt verändern können. Doch heute bedarf es nur einen einzigen Knopf um sie nicht nur zu verändern, sondern auch zu vernichten. Und um einen Knopf zu bedienen, muss man nichtmal mehr ein Mensch sein.

Nicole: "Wenn ein Feuer brennt, ruft man die Männer in der schwarzgelben Garderobe. Bei einem Herzstillstand zieht man einen Chirug zu Rate. Und bei Missetaten sind es Gesetzeshüter, die dafür verantwortlich sind. So wie ich das sehe, benötigt ihr jeden Einzelnen davon. Warum ruft Ihr dann nach mir, Herr?"

Neugierig knickte sie ihren Kopf ein wenig zur Seite, das es dem Licht erlaubte in die Höhle des Löwens zu spähen. Ihre nussbraunen Augen glänzten hervor wie zwei säuregetränkten Rostnägel die zum Abschuss bereit gegeben wurden und sich nun in die Gedanken des Mannes zu bohren versuchten.

Thema: ~ la eón ~
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~ la eón ~ 19.12.2010 17:37 Forum: Sonstige

Ihre Kappas war tief ins Gesicht gezogen, damit die schlaffe Sonne sie nicht mit ihrer verletzenden Kenntlichkeit bestrahlen konnte. Die feinen Linien der blonden Diosa waren versteckt unter einer Maske um der Aufmerksamkeit von Fremden zu entgehen. Da dies nicht reichte, hoffte sie, dass der Schatten der Kaputze den Rest erledigen würde. Einzig ihr blasser Unterkiefer glänzte aus der Dunkelheit hervor. Verhärmt und trocken waren die Mundwinkel hinab gezogen und schlug tiefe Furchen in dieses sonst so glatte und elegante Gesicht, während die schwarzen Stiefel, so enganliegend um ihre Waden drückt als wäre es eine zweite Haut, über den Schnee knarzten. Das Wetter setzte der Reina del Reinas ordentlich zu. Obwohl sie darauf trainiert war ihre indolente Sinne soweit zu bündeln, dass sie einen Kokon der widerstandsfähigen Immunität aufbauen konnte, gelang es ihr heute sowie den letzten Wochen nicht. Sie zitterte unter dem dünnen schwarzen Stoffumhang unter welchem sie auch nicht mehr als ihren hautengen schwarzgrünen Bodysuit trug. Sich etwas wärmer anzuziehen wäre eine Schwäche und würde dazu führen, dass sie aus Wut einen Spiegel zerschlagen müsste wenn sie hineinblickte.

Nun waren es schon 6 Matches die das Starlet hinteinander verlor. Nicht weil sie unfähig war, ganz und gar nicht. Wenn sie wirklich wollen würde, hätte sie gewonnen. Doch stattdessen verfiel sie zerstreuten Gedanken die sich wie Salz über den Schnee legten und diesen aufsaugten um anderen, wie ihrer Schülerin Kristin Flake, den Weg zu ebnen. Ein Opfer das sie bereitwillig hinnahm und dennoch war ihr nichtmehr wohl dabei. Dieses Gefühl das sich konvulsiv in ihrem Körper ausbreitete, stimmte sie melancholisch und machte sie wütend. Warum schaffte sie es nichtmehr diese Mauer aufzubauen um ihr dissidentes Paradigma einer Philosophie aufrecht halten zu können? Hatte Greed womöglich rechter als ihr lieb war?

Das Wirken der düsteren Lady glich einem schwarzen Filzstrich über einer weißen Landschaft mit einem grauen Himmel an dem die Sonne um Einlass kämpfte. Mit ihrer schwarzen Sillouette konnte die Diosa ein Teil eines Gemäldes sein. Ein unkenntlicher Wanderer dem die Jahreszeit merklich zusetzte, orientierungslos über den Grund watend mit nichts als einer schneebedeckten Wüste um sich herum. Nicht einmal ein Grashalm, Stein oder Baum stand herum. Bis zum Horizont erkannte man in allen Richtungen nichts anderes als eine einzige, geradlinige Ebene. Wie lange kann ein Mensch - nein... Wie lange kann Sexy Star diesen Weg noch gehen – nein... Wie lange können ihre schwachen Beine diese Läster noch tragen?

Nicole: "... denn der Stern, repressiv wie er war, schien oben am Himmel und lächelte mit missgünstigen Zügen auf seine Bewohner herab. „Werdet Ihr wohl?“, blaffte er und ließ eine Ziege vom Himmel fallen die vor einem Kind landete und für einen tiefsitzenden Schreck sorgte. „Werdet Ihr wohl jetzt?!“ Eine Frau ritt heran auf einem weißen Schimmel und nivellierte vor dem Getümmel. „Wenn ihr nicht Willens seid euch selbst zu helfen, dann werde ich diesen Stern für euch jagen!“, rief sie und zog ihr Schwert. Gemeinsam mit ihrem Pferd ritt sie im Kreis. Tagelang. In der Hoffnung tat sie es, dass sie irgendwann hinaufreiten könnte. Ihr Wille war stark und irgendwann... verdurstete sie und starb. Das Volk erlebte eine neue Flutwelle des Zorns während die Frau in den Himmel ritt. „Wer wart Ihr doch gleich?“, fragte der Mann an der Pforte dessen Türe ewig offen stünden. „Ich bin gekommen um den Stern zu töten“, sprach sie und versengte ihr Schwert in des Mannes Brust. Doch statt sie mit einem qualvollen Aufschrei zu belohnen, lächelte er und ließ sie passieren wo ihr eine endlose Treppe entgegen kam. Diese stieg sie hinauf und kam wenige Tage später an. Ohne einen Atemzug sah sie ihn in seinem schwarzen Meer und kicherte als er einen Blitz zur Erde schickte. „Bist du, den ich töten muss?“ Der Stern wandt sich ihr zu und musterte die Frau zunächst. Dann nickte er und stahl eine Ziege um sie in ein Dorf zu werfen. Ohne ein weiteres Wort zückte die Frau ihr Schwert und sprang los. Ihre Klinge bohrte sich tief in den Stern hinein, riss sein Gestein aus der Haut, brachte ihn zum bluten und ließ funkelnde Pigmente regnen. Ohne eine Gegenwehr verstarb der Stern und widmete jede Sekunde dem Schaden der Erdlinge. Nun war er tot und die Frau hatte ihre Mission erfüllt. „Wollt Ihr zurückkehren oder gar die Dankbarkeit des Volkes erleben?“, fragte der Torwächter als sie die Treppen hinunter marschierte. „Nein“, sagte die Frau, „Bringt mir einfach nur etwas Wasser und eine Wolke auf der ich schlafen kann.“"

Noch immer glich die Landschaft einem düsteren Bildnis in gleichsamer Rotation eines bewegten Stilllebens. Keinerlei Abwechslung unter diesen Sphären, der Hauch von Nichts infizierte die Luft und verdichtete das Ambiente. Gelegentlich neigte sich Starlets Kopf zu Boden und starrte auf die Ebenen am Boden die sobald durch ihren leichtfüßen Stiefel versengt würden. Es war kein Gedanke wert über eine hinterlassene Fährte nachzudenken, denn immerhin pendelte der flexible Stab an ihrer Hüfte und rasselte leise vor sich hin.

Nicole: "Nichts ist wie es scheint, meine Tochter. Ich werde dich nicht hassen, nicht dich verurteilen, noch Mitleid mit dir haben. Deine bloße Anwesenheit erfüllt mich mit Stolz, aber musst du lernen den Kopf in den Nacken zu legen und nach oben zu schauen..."

Starlet blieb stehen und blickte nachdenklich in steifer Haltung hinauf in den Himmel. Die Umrisse der Wolken waren schwer zu erkennen. Alles scheint so verwischt und gleich. Ein grauer Farbtopf der nicht einmal Helligkeit oder Dunkelheit kannte. Wie konnte ein Stern durch diese Dichte hindurch sehen? Stieß er willkürlich seine Mächte aus?

Nicole: "... dort würdest du deinen Stern finden wenn du genau hin siehst. Dort würdest du deine Ritterin sehen, wie sie dich ansieht und darauf wartet bis du deinen Stern gefunden hast. Mein Stern, meine Tochter, mein Stern. Nicht dein Stern. So gehe weiter..."

Ihr Kopf neigte sich zurück in die Ausgangsposition ehe ihre Füße sie weiter durch das kühle Weiß trugen. Ein schwaches Lächeln zeichnete sich auf ihre wohlgeschwungenen Lippen, derren Mundwinkel aus einem natürlichen Prozess heraus bereits eine Schablone für ein keckes Grinsen geformt zu haben. Allerdings war Sexy Star nicht unbedingt für ihre gute Laune bekannt so barg ein Lächeln immer etwas unheilvolles.

Nicole: "Wir hatten noch nicht das Vergnügen, meine Tochter. Nach deiner Geburt wurdest du mir weggenommen. Sehr hätte ich mich auf eine Bekanntschaft gefreut, doch blieb es mir vorenthalten wie das Treffen vieler meiner Töchter. Ich frage mich, wie du wohl bist? Ähnlich raffgierig wie die Meissten? Oder bist du eine Prinzessin? Ich werde es ja bald erfahren wenn sich unsere Fäuste kreuzen. Womöglich birgst du ein gewisses Potenzial, doch ist mir zu Ohren gekommen, dass dich eine gewisse Trägheit belastet. Warum? Ist jeder Berg zu steil für dich? Lass mich dich anschieben bis zur Spitze, damit du wieder hinunter rollen und es dann selbst versuchen kannst."

Plötzlich blieben ihre Stiefel stehen. Ihr Kopf hob sich erneut und diese verborgenen Augen schienen direkt in die Kamera zu blicken. Das angedeutete Lächeln verschwand und die Höhle der Mutter unserer Starlet Division wirkte dunkel und gefährlich als sich die Tonlage veränderte.

Nicole: "Das tue ich nicht aus Freundlichkeit, geehrte Tochter. Wirst du bestehen, werde ich den Stolz weiter tragen und dein Name wird sich mir ins Gedächtnis brennen in kalligrafischen Formen einer Elfenschrift gleich. Versagst du jedoch... werde ich zur Reiterin und mich um den größten aller deiner Sterne kümmern und seinen Platz einnehmen. Ob ich diese Profession dauerhaft ausübe, oder ihn nur kurzweilig übe um dir etwas zu nehmen das dich am Leben hält... das überlasse ich dir, meine funkelnd glitzerne Tochter. Das überlasse ich dir..."

Die Stimme der blonden Diosa schwächte gegen Ende immer mehr ab bis nur noch ein schwaches Flüstern übrig blieb. Abgeschlossen wurde der Vortrag mit einem kurzen Ausstoß eines amüsierten Brummens, ehe Sexy Star ihren Weg in die Ewigkeit fortsetzt und das Bild sich allmählich schwärzt.

Thema: ~ desarrollo mental ~
Sexy Star

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~ desarrollo mental ~ 02.12.2010 05:58 Forum: Sonstige

Akt I
~ pantano mental~

Nach dem ersten Duell gegen ihre Meisterin benötigte Kristin Zeit um sich zu sammeln. Mit der Unachtsamkeit die sie dort an den Tag gelegt hatte wurde sie mit einem gebrochenen Backenzahn und einer endlos wirkenden Zeit bestraft, in der die Suche nach Rache ins Nichts führte. Sexy Star war nirgends zu finden. So musste Atera Lex ein anderes Ventil finden an dem sie ihren Zorn auslassen konnte. Es gab viel zu verarbeiten, nachzudenken und zu kalkulieren um den dichten Nebel auf ihrem Weg einzudämmen. Diese Möglichkeit fand sie in einem verlassenen Polizeirevier in Downtown.


Es war Abend. Die Lichter auf den Straßen fackelten in fruchtlosem orange, denn die Stadt hatte kein Geld um die Reparaturen zu bezahlen. Eine dunkle Gestalt huschte durch die Straßen. Sie war so schnell unterwegs, dass man sie lediglich verschwommen wahrnehmen konnte. Irgendwann stoppte sie und stand in anmutiger Haltung vor einem alten zweistöckigem Betongebäude. Es sah vernachlässigt aus, fiel in den Slums aber nicht weiter auf. Vor dem Türrahmen lagen Scherbenstücke. Womöglich hatten sie einst in ihrer zusammengesetzten Form der Glastür den Hauch von Eleganz geschenkt.

Vorsichtig trat die dunkle Gestalt durch die Tür und fand sich vor einer mit Schutzglas umgebenen Rezeption wieder. Der Schreibtisch dahinter war unordentlich, die Schubladen herausgerissen und umgefallene Papierstapel waren zu einem neuen Teppich über dem Boden verteilt. Die Pflanzen waren eingegangen, die Überzüge der Sitzbänke aufgeschnitten wie eine Haut aus der weiße Wolle herausqwoll. Vereinzelt lagen leere Spritzen herum, aus manchen war etwas Blut getropft und auf dem Boden ausgetrocknet. Wer weiß welche Randstolperer hier gelegentlich hausten um sich das Leben zu *versüßen*.

Die Gestalt fuhr ihren Arm aus und betätigte den Lichtschalter. Statt den Raum zu beleuchten, knisterte es an der Decke bevor die Glühbirne explodierte und es bissige Funken aus dem Anschlus herausregnete. Mit genügend Abstand umkreiste die Person das Zentrum des Raums um nicht unnötigen Lärm zu machen wenn sie durch die kleinen Scherben trat. Dann öffnete sie eine angelehnte rostige Zellentür um tiefer in das Gebäude einzudringen. An den kahlen Wänden waren Pinwände aufgehängt, mit Textpassagen aus dem Gesetzbuch die mit rotem Filzstift überschrieben wurden und nun irgendwelche Propaganda über Freiheit und Moral beinhalteten. Steckbriefe wurden durchgestrichen oder halbherzig heruntergerissen. Der Stadtplan hing unangetastet daneben. Lediglich die Stecknadeln wurden versetzt und markierten irgendwelche abgelegenen Hintergassen von Downtown.

Etwas weiter ging es zum Keller. Eine dicke Eisentür versperrte den Weg. Es war mit einem Schloss versehen das knapp zwei Finger breit war. Kaum vorzustellen wie der dazugehörige Schlüssel wohl aussehen musste. Aber war sie unverschlossen. Also hob die Gestalt ihren Arm aus dem schwarzen breiten Umhang und drückte den Griff nieder. Ächztend setzten rieben die Scharniere ineinander und das Öl kreischte als die schwere Tür sich allmählich öffnete. Die zierliche Gestalt musste beide Hände nutzen um sie überhaupt bewegen zu können. Ein kleiner Spalt reichte ihr völlig aus um hindurchzuschlüpfen ehe das Eisen hinter ihr lauthals ins Schloss knallte.

Im Keller war es stockfinster. Man konnte nichtmal die Hand vor Augen sehen, schon gar nicht wenn die Hände in schwarzen Handschuhen geschlüpft waren. Aber nun konnte man Geräusche vernehmen. Sie krachten in mal größeren und mal kleineren Abständen herum und kamen mit plötzlicher Lautstärke. Von den Wänden weiter getragen verrieten die Geräusche die Form des fortführenden Ganges. Lauschend wurde der wandernde Schall in den Ohren eingeprägt während man vorsichtig einen lautlosen Schritt nach dem anderen setzte. Am Ende des Korridors schien Licht aus einem Raum hinaus. Doch es reichte nicht bei weitem bis zum Eingang reflektiert zu werden. Also blieb nur die Hoffnung, dass nichts Umgeworfenes auf dem Boden lag über das man stolpern konnte. Kleinigkeiten die den Fluss des Schalls nicht störten. Umso näher man dem Ende des Ganges kam, desto deutlicher wurden die Geräusche. Es waren vereinzelte explosionsartige Schüsse. Mit jedem Meter wurden sie lauter und ließen nur erahnen, welch zerstörerische Kraft von ihnen ausgehen könnte.


Kristin ließ verbissen das Magazin aus dem Griff ihrer Desert Eagle in ihre Hand fallen. Sie knallte es auf den Tisch der Box und griff eines der angereihten vollen Ammo Packs. Es wurde förmlich ins Patronenlager reingeschlagen, ehe sie den Lauf zurück zog und schussbereit ein Ziel am Ende der Schussanlage anvisierte. Dass ihre weißen Strähnen ihr dabei des öfteren ins Gesicht fielen störte sie nicht. Ein Schuss blitzte durch den Raum, riss ein Loch in den Kopf der Papierfigur und bohrte sich tief in die bereits durchlöcherte Wand dahinter. Sieben weitere Schüsse folgten bis Atera nachladen musste.


???: "Wenn man fällt, neigen die Meißten dazu sich aufzufangen. Andere landen auf dem Boden. Die Wenigsten weiter unten. Vorausgesetzt, natürlich, man hat keine lästigen Freunde die einem diese kostbaren und lebenswichtigen Erfahrungen verweigern wollen."

Blitzschnell riss die Albinoelfe ihre geladene Waffe herum und zielte auf den Ursprung dieser Hohn triefenden Stimme. In ihrer breiten schwarzen Kutte war Sexy Star mit verschränkten Armen an der Wand gelehnt, darunter schimmerte der körperbetonte schwarzgrüne Bodysuit hervor. Sie wirkte, als würde sie Atera schon eine ganze Weile beobachten und amüsierte sich über den stetig abbauenden Frust ihrer Schülerin, nur um ihm wieder auf die Beine zu helfen damit er weiter atmen konnte. Sie klappte ihre Kaputze zurück und strich sich elegant durch die goldblonden Haare während Atera hinter der Eagle verbissen mit den Zähnen knirschte

Kristin: "Suizidgefährdet?"

War alles was die Soldatin herausbrachte während der Lauf keine Sekunde lang von seinem lebendigen Ziel abwich. Zu ihrer weiteren Verwirrung schien Starlet dieses gefährliche Spiel mit dem Leben keineswegs zu kümmern. Stattdessen lächelte sie dünn im Mundausschnitt ihrer Maske und blinzelte mit einer gewissen Grazie mit ihren Augen.

Nicole: "Warum stets jeder annimmt, dass ich mich vor dem Tod fürchte, frage ich mich."

Kristin: "Es könnte eine deiner undurchsichtigen Maskeraden sein."

Nicole: "Weiß man nicht was man sagen soll, greift man stets zu dem naheliegensten Wortspiel. Sehr amüsant die Kleine."

Schmunzelte Starlet verwegen und zupfte sich die schwarze Drachenmaske zurecht die durch das Rückschlagen der Kappas etwas verrutscht war. Danach näherte sie sich ihrer Schülerin mit anmutigen Schritten während Ateras Hände kalt und blutdürstig verharrten ohne auch nur einen Moment zu zittern. Ein normaler Mensch hätte zu zittern begonnen, wäre nervös geworden und an Körperwärme verloren. Aber kein Navy Seal.

Kristin: "Was willst du, Star? Mir wieder den Arsch aufreissen und mich verspotten?"

Starlet blieb stehen und schien für einen Moment geknickt. Dann spitzte sie die Augen als würde sie über ihre folgenden Worte nachdenken. Ateras Pupillen blitzten auf als erkenne sie darin die Bestätigung ihrer Annahme. Als würde ihre Meisterin nach einer Ausrede suchen die genau das aussagen sollte, aber so verallgemeinert verpackt wäre, dass man zu alternativen Gedankengänge gezwungen würde. Diese würde Starlet greifen, umkehren und als die ihre verkaufen. Das zumindestens schien ihre rhetorische Macke zu sein mit der sie mysteriös wirken sollte. Aber ihre Schülerin glaubte das System herausgefunden zu haben.

Nicole: "Hm, fast. Ich finde, dass es an der Zeit ist Euch meinen Meistern vorzustellen."

Die Augenbrauen des Navy Seals verengten sich skeptisch. Bisher hatte sie keinen einzigen Test ihrer Meisterin bestanden, warum sollte ihr plötzlich solch eine *Ehre* zuteil werden? Die Eagle bewegte sich kein Stück von der Recusitari weg. Atera hatte aus dem vergangenen Duell gelernt. Jede Unachtsamkeit würde sie mit gnadenlosem Blut, Schweiß oder Tränen bezahlen.

Kristin: "Woher der Sinneswandel?"

Nicole: "Sinneswandel? Wenn Ihr meint, dass es einer wäre, lasse ich Euch den Gedanken."

Inzwischen war die Reina del Reinas bei ihrer Schülerin angekommen und bekam den Lauf der Eagle auf die Brust gedrückt. Eine falsche Bewegung und Starlets Brustkorb würde in Stücke zerrissen. Todesmut mag man es nennen, Besserwissen wäre aber wohl der passendere Ausdruck. Atera würde nicht schießen. Es gab zuviel das ihr Interesse weckte um das Zentrum ihrer Neugier einfach auszulöschen. So zuckten Starlets Mundwinkel zu einem fast mütterlichen und fürsorglichen Lächeln hinauf.

Nicole: "Zuletzt hieß ich Euch willkommen auf meinem Pfad. Ich habe *verloren* und wurde *belohnt*. Euer Schicksal soll das Gleiche sein. Vielleicht versteht Ihr dann etwas besser."

Ohne eine Antwort abzuwarten wandte Starlet ihr den Rücken zu und schritt voran, mit stiller Geste ihr zu folgen. Atera jedoch blickte nachdenklich zu Boden und wägte die Gegebenheiten ab. Welchen Grund hätte sie schon Starlet zu vertrauen? Konnte ihr überhaupt irgendjemand trauen? Nein, beschloss sie und richtete die Eagle auf ihre Meisterin. Plötzlich zerflog ein Schuss die Lüfte des Raums und düste auf Starlet zu. Blitzschnell reagierte sie, zückte ihren violetten Stab und lenkte die Kugel mit einer meisterhaften Sequenz aus dem Soresu hinauf zur Decke. Vorwurfsvoll schlug sie danach ihren Blick zur Albinoelfe welche lediglich verschmitzt lächelte.

Kristin: "Hätte ja klappen können… Wärt Ihr gestorben, gäbe es keinen Grund Euch weiter zu folgen."

Atera zuckte mit den Schultern und steckte ihre Waffe in den Holster. Der Blick Sexy Stars erhärtete sich für einen Augenblick bis sie an Steifheit nachließ und ihrer Schülerin lächelnd zunickte.

Nicole: "In der Tat, meine Liebe. In der Tat."




Akt II
~ desierto mental ~

Etwas später fanden sich beide auf dem Parkplatz im Hinterhof des Reviers wieder. Der Boden war ramponiert und an manchen Stellen von der Erde durch Pflanzen aufgerissen. Schwärze durchzog den Himmel wie einen Mantel an dem Sterne schimmerten als wurden sie für diesen Moment frisch poliert. Auch hier funktionierten die Laternen nicht richtig. Sie blitzten gelegentlich auf, doch die brennenden Mülltonnen in der Ferne schenkten zumindestens ein wenig Licht das andauerte. Starlet setzte einen Schritt nach dem anderen während Atera sich mit deutlichem Abstand umschaute und nach den erwähnten Meistern suchte von denen Starlet angeblich ihre Lehren erhielt. Dabei entdeckte sie eine kleine offensichtliche Kiste an der ihre Meisterin vorbeigelaufen war. Die Diosa blieb plötzlich stehen und wandte sich zu ihr um. Ihr Gesichtsausdruck wirkte neutral aber ebenso erwartungsvoll.

Nicole: "Es sind zwei an der Zahl und eine handvoll weiterer, derren Einfluss allerdings so gut wie bedeutungslos ist. Ihr habt Euch wacker geschlagen, darum sollt Ihr die Wahl haben welchem Meister Ihr zuerst begegnet. Jenem körperlichen, der auf dem einfachsten, triebvollsten und deutlichsten aller Wege wandelt. Oder jenem, derren geistlicher Weg der steinigste, härteste und anspruchsvollste beider ist?"

Atera grübelte während Starlet sich ihres Mantels entledigte, ihn sorgsam zusammenfaltete und beiseite legte. Dann griff sie zu ihrem spezifisch angefertigten teleskopialen Stab aus Moissanit und zog ihn vorsichtig auseinander bis er seine volle Länge erreicht hatte.

Kristin: "Die letzten Wochen waren hart genug und mein Kopf dröhnt. Stellt mich Eurem einfachen Meister vor. Triebvoll klingt doch nett. Vielleicht zaubert er mir ein Laufband und ich darf ein wenig sprinten."

Nicole: "Ja… sprinten… Ich hatte gehofft, dass Ihr diesen auswählen würdet. Es ist viel weniger verwirrend und kanonischer als den Geist zu bevorzugen."

Elegant wirbelte Starlet ihren Stab zur Seite und schob ihrer Schülerin die primitive Holzkiste entgegen bevor sie sich weitere Meter von ihr entfernte. Atera gluckste denn sie hatte da so eine Ahnung, dass niemand ihr ein Laufband bringen würde und es wiedermal ordentliche Dresche gäben würde. Doch ehe sie beweisen würde, dass sie diesmal nicht so dumm wäre um mit Messern zu hantieren, kniete sie sich nieder und öffnete den Deckel des Mitbringels ihrer Meisterin.

Darin entdeckte sie zwei merkwürdige Handschuhe die von Stroh gepolstert wurden. Erstaunt und sprachlos zugleich hob Atera sie heraus. Diese Handschuhen hatten mit den Handelsüblichen nichts gemein. Sie wirkten altertürmlich und aus Bronze geschlagen, grob verschmiedet mit einem entsprechenden Gewicht. Seltsame Verzierungen inform von Schlangen und arabischen Schriftzeichen waren darauf. Skeptisch legte sich Atera diese Handschuhe um und spürte, dass sich im inneren des Ellenschilds noch etwas anderes versteckte. Im Handschutz befand sich eine Metallstrebe, die sie umfasste wenn sie eine Faust bildete. Ein merkwürdiger Riegel war darin angebracht den man verschieben und offenbar einrasten konnte. Neugierig wie sie war, drückte sie den Riegel beiseite und plötzlich zischte eine ca 25cm lange Metallklinge aus dem Ellenschild heraus. Atera erschrak und da sie die Lederbänder der Faustwaffe nicht um ihre Hand gebunden hatte, riss die Wucht der heraussausenden Klinge den Handschuh um und hätte ihr so beinahe den Bauch aufgeschlitzt.

Nicole: "Ihr habt unter amerikanischen Elite Soldaten gedient. Euch wurde gelehrt mit der ehrenlosen Handfeuerwaffe umzugehen, oberflächliche Spionage durchzuführen und die grundlegendste Anatomie des Menschen beigebracht. Ebenso wie ihr diese mit alltäglichen Substanzen, unterschiedlichen Elementen oder simplen körperlichen Einsatz manipulieren könnt. Konservative Waffen wie Schusswaffen, Dolche und Fäuste sind Eure Freunde. Jeder kennt sie. Sie kann Euren Gegner nicht überraschen denn er weiß um ihre Vor- und Nachteile. Sodurch werdet ihr einfacher zu lesen, egal welche Technik oder Strategie anwendet. Aber wie steht es um Eure Flexibilität? Wisst Ihr was das ist? Was es bedeutet, diese Waffe tragen zu dürfen?"

Ihre Augen funkelten vor Neugierde als sie ihre Schülerin betrachtete, welche ausgiebig diese seltenen Waffen studierte. Atera hatte die Lederriemen fest um ihre Unterarme gebunden und spielte bereits fasziniert mit dem Riegel um sich an seine Funktion, die Wucht des Ausstoßes und die Kraft zu gewöhnen, welche nötig war um die Klingen wieder einzuziehen. Sie hatte ihrer Meisterin zugehört, gluckste mehrmals und schüttelte den Kopf. Starlet nickte und begann um die Albinoelfe herumzulaufen.

Nicole: "Man nennt diese Waffen Katar. Lacey besitzt eine modifizierte Version davon an ihrem Revolver. Früher im alten Indien, bevor der Untergang dieser Welt mit dem Pazifismus besiegelt wurde, gab es dort bereits ein schwaches Flüstern. Die Maharajas und Sultane waren es Leid geworden, unzählige Soldaten in einem offenen Krieg zu verlieren. Also wählten sie jeweils einen ihrer Elite Krieger aus die diesen Disput in einem Kampf um Leben und Tod auskämpften. Dabei verwendeten sie Fäuste, Säbel und diese Waffen."

Erneut pfiff der violette Kampfstab der Recusitari wirbelnd durch die Luft. Zufrieden bemerkte sie, dass ihre Schülerin offenbar um ihre Rolle zu verstehen begann. Es wirkte, als sähe Atera dieses Geschenk als eine Art Entschuldigung an. All die Schmerzen schienen vergessen. Obwohl Starlet noch einige weitere Worte hatte die sie loswerden wollte, zwang diese graue Zufriedenheit sie dazu, ein paar Zwischenlektionen zu überspringen.

Nicole: "Die Art und Weise wie Ihr es anstarrt... so jämmerlich werden Eure Gegner dreinschauen wenn Ihr sie zukünftig einsetzen werdet. Aber noch seid Ihr nicht meine Elite Soldatin. Noch seid Ihr jämmerlich und so blöd, dass Ihr Euch damit schon in der ersten Sekunde fast selbst damit getötet habt. Dabei hättet Ihr es in diesem Moment so sehr verdient, Ihr unfähige Närrin!"

Die Worte wurden mit Hohn gezuckert und spöttischem Honig versüßt während Starlet nach dem nötigen Salz suchte um die Wunde zum kochen zu bringen. Auch wenn sie die nötige Stelle und das effektivste Mineral nicht gefunden hatte, spürte sie den Zorn in ihrer Schülerin wachsen. Es brodelte nur schwach, aber vielleicht erhitzte sich ihr Gemüt noch weiter wenn Ateras Fehler mit weiterem Zynismus gesalzen würde.

Kristin: "Du hasst es wenn Andere anfangen dich leiden zu können, oder? Erging es Abyss genauso?"

Nicole: "Ihr könntet ihn fragen. Aber glaube ich, dass Ihr aufgrund Eurer Unfähigkeit dieses Treffen nicht überleben würdet."

Emotionslosigkeit und ein Hauch von Verachtung lag in ihren Worten und verstärkte somit den Zorn ihrer Schülerin welche nun aufstand und die Klingen aus ihren Kavars schießen ließ. Mit diesen neuen Waffen fühlte sie sich stärker und glaubte wohl tatsächlich, dass sie nun eine Bedrohung für ihre Meisterin darstellen könnte. Aber wer schenkte, nein... wer erlaubte ihr dieses Machtgefühl denn? Daran dachte Atera nicht sondern genoss die schwach lodernde Flamme die sich in ihrer Aura manifestierte. Ihr weißer Kopf war leicht gesenkt was ihre Augen verdunkelte und schon fast bedrohlich wirken ließ.

Kristin: "Und wenn ich mich mit ihm gegen dich verbünden würde?"

Nicole: "Dann würdet Ihr beide meine Ideologie bestätigen und mich zur zweifachen Märtyrerin machen. Obwohl ich stark bezweifle, dass Chris Parks sich jemals mit jemand anderem gegen mich verbünden würde. Für diese Selbsttäuschung hat er zuviel gelernt und er würde Euch allein aufgrund Eurer Idee schon als das abtun was Ihr noch immer seid. Minderwertig als Individuum, kaum mehr als ein nerviges Insekt das nur im Team zu etwas gut ist."

Da war es – das Salz – zumindestens für den Augenblick. Während Ateras Venen sich mit kleinen Stößen frischem Zorn füllten, tat es Starlet ihr gleich. Nur weitaus effektiver ohne überhaupt provoziert werden zu müssen. Sie manipulierte ihren eigenen Verstand und entgegnete der Verachtung mit offenen Armen um sie als kanalsierte Wut durch ihren Körper rauschen zu lassen. Adrenalin wurde ausgeschüttet und füllte ihre Adern, durchflutete ihre Muskeln und suggerierten eine kontrollierte Panik um ihre körperlichen Fähigkeiten deutlich anzuheben. Nicht auf ein Maximum - das wäre zuviel für ihre noch untrainierte Schülerin die ihrer Meisterin ohnehin schon in soweit allem unterlegen war. Aber ging es nun darum den einfachsten Weg aufzuzeigen, die Macht von gebündeltem Zorn zu demonstrieren und sie daran kosten zu lassen. Ihr zu präsentieren zu was Atera irgendwann im Stande sein könnte wenn sie nur aufmerksam genug lernen würde.

Der Wille nach Frieden und Gemeinschaft schwächte den Menschen und dezimierte seine Fähigkeiten auf ein Minimum. Er musste nichtmehr um sein Überleben kämpfen, er musste nichtmehr umsichtig sein. Der Luxus schmierte ihm Honig ums Maul und einzig was er lernen musste war diesen richtig auszukosten und zu wissen, welchen Honig er wem in welcher Form an welche Stelle zu schmieren hatte. Die Starken waren genausoviel wert wie die Schwachen. Sie mussten zurückhalten, sie wurden gebremst und auf das Niveau derer niedergedrückt, die sie zu beschützen hatten. Sie verweigerten sich ihrem Potenzial um diese Scheinheiligkeit aufrecht zu halten. Und dies führte eine endlose Kette von Ereignissen nach sich, die diese einst so fähigen Kreaturen allmählich auslöschen würde. Umweltverschmutzung aufgrund der Globalisierung, Überbevölkerung aufgrund der Menschenrechte sowie Meinungs- und Religionsfreiheit die es im Grunde nicht einmal gab und geben wird, was zumindestens die Schwachen als fehlgeleiteten Mob rebellieren ließ. Das System war eine reine Fiktion ohne Zukunft und es wurde Zeit etwas daran zu ändern. Einzelne Individuen herauszupicken um ihnen die Augen zu öffnen, sie zurück auf den Pfad der Fähigen zu bringen. Einen Pfad, an dem der einzelne Mensch sein Existenzrecht noch begründen könnte. Ein Pfad, an dem er sich noch als Jäger, ohne jegliches Hilfsmittel, gegen jedes Tier der Welt behaupten könnte. In der er als dominierendes Individuum herausstach, nicht als ausbeutende Macht der Masse. Abyss war eine unterdrückte Seele, eine gewaltvolle Kreatur die sich zum Überleben zurückhalten musste. Ein kostbares Individuum im Exil, wie Starlet ihn betrachtete. Eine Verschwendung war es, dass er sich freiwillig wieder an die Ketten legte. Kristin Flake, eine weitere talentierte unterdrückte Seele die ihre Fähigkeiten an das Wohl des Volkes verschwendete. Auch sie würde eines Tages das Aushängeschild der Menschheit in ihrer allerhöchsten Form sein können. Und dann gab es da noch Winter...

In diesen Gedanken kochte Starlets Wut fast über und war nur noch schwer in den Griff zu bekommen. Es blendete ihren Geist, stärkte ihren Körper aber enorm. Und dadurch, dass sich Wut im Grunde so schnell und simpel aufbauen ließ, war dies der einfachste Weg um an Stärke zu gewinnen. Und schließlich verlor Starlet die Kontrolle und das Duell begann...




Akt III
tropica mental

Inmitten eines Waldes, nicht weit entfernt der meißtgenutzten Trainingshalle der UPW, stand ein kleines Häuschen aus Holz. Es war umgeben von frischen grünem Gras und gesundenen Bäumen die noch genügend Kraft hatten ein paar Blätter zu tragen. Der Boden war äußerst fruchtbar und nahr an Kraftstoffen. Ein einsamer Weg, kaum mehr ein Schleichweg, führte von dem entlegenen Häuschen tief in den Wald hinein. Rauch kam aus dem Schornstein und Licht brannte im Inneren. Rund um das Haus herum waren neben saftigem Gras auch einige gemischten Kräuter gepflanzt, sowie ein kleines Gemüsebeet im hinteren Teil. Trotz der kalten Jahreszeit schienen sie munter vor sich her zu wachsen.

Das Innere des Hauses war klein und geräumig, aber gemütlich. Es war in zwei Räume aufgeteilt. Im Größeren hingen Regale an der Wand auf denen sich alchemistische Utensilien anreihten. Dazwischen standen ein paar Bücher über Religion, Philosophie, Alchemie oder Kampfkünste. Ein Arbeitstisch stand vor dem Fenster, an dem ein Stuhl beigestellt war. Weitere alchemistische Werkzeuge standen auf der Arbeitsfläche wie Mörser und Stößel in der ein grünes Sekret zusammengemischt wurde, einige Sträucher waren zu einem Strauß gebunden, leere Marmeladengläser waren aufgetürmt, Pipetten lagen herum und ein paar weitere Gläser mit unterschiedlichen Flüssigkeiten und Pilzen reihten sich vor dem Fenster. Dann gab es noch ein kleines Beistelltischchen, sowie eine Art Schaukelstuhl in der Ecke auf dem ein Buch über Voodoo lag mit unzähligen Lesezeichen zwischen den Seiten. Im offenen Karmin köchelte ein blubbernder Kessel vor sich hin. Direkt davor lag ein Teppich aus Bärenfell auf dem ein schwarzgoldener Schäferhund schlief.

Im hinteren Teil war der zweite und kleinste Raum. Er bat wirklich nur minimalst Platz. Ein Bett stand darin, direkt daneben ein weiterer Beistelltisch und dann war nur wenige Zentimeter Platz bis schon die Wand kam. Am Fuße des Bettes waren einige gefüllte Leinensäcke verstaut.

Es sind inzwischen zwei Tage her seit Atera ihr Duell gegen Starlet auf dem Parkplatz elendig verloren hatte. Sie war schier chancenlos und nicht nur durch die neuen Waffen in ihren Möglichkeiten eingeschränkt. Starlets unerbittliche Wut verwehrte ihr jegliche Chance zum Konter, ließ ihr keine Möglichkeit sich zu wehren sondern dreschte spottend wie eine wildgewordene Berserkerin auf ihre benachteiligte Schülerin ein. Selbst als Kristin das Bewusstsein verlor dauerte es einige Momente bis die Recusitari es schaffte, ihre Wut zu bändigen. Schon nach dem ersten Schlag hatte sie Ateras Verteidigung problemlos durchbrochen. Die Gegenwehr war bemitleidenswert was Starlets Zorn und Verachtung noch weiter entfachte.

Doch nun ruhte die geschlagene Navy Seal in diesem Bett mit weißem Bezug. Ihre Augen waren blau geschwollen, die Lippe aufgeplatzt und ihr ehemals so weißes Gesicht war mit roten Striemen überzogen. Sicherlich war auch der ein oder andere Knochen gebrochen worden. Auf ihrer Stirn weilte ein heisser blutdurchtränkter Waschlappen. Neben dem Bett saß Sexy Star und wirkte besorgt. Sie hatte einen Bottich mit heißem Wasser daneben gestellt, brachte ihrer Schülerin Suppe und bearbeitete die Verletzungen mit ihren natürlichen Heilstoffen. Atera war bisher nicht aufgewacht und zum ersten Mal konnte man in den Augen der Diosa wohl tatsächlich so etwas wie Reue und Mitgefühl entdecken. Sie hatte zweifellos maßlos übertrieben. Die zierliche Albinoelfe war nunmal kein fleischiger Muskelberg wie Abyss, der diese Schläge mit knirschenden Zähnen einstecken konnte. Es war nur eine Frage der Zeit bis Kristin aufwachen würde und die vorbereitete Suppe trinken, die ihren Körper viel schneller heilen würde als es die äußerlichen Behandlungen könnte. Das Schüsselchen stand schon bereit. In ihr blubbernde eine miefige rote Suppe - aus u.a. Alraune, Eisenhut und Grog - die Abyss bereits zweimal für Starlet zubereitet hatte um sie zu heilen.

Die blonde Diosa tupfte mit einem dampfenden Lappen die Wangen ihrer Schülerin ab. Dann stand sie auf und ging in den Wohnbereich. Der Hund öffnete die Augen, seine Ohren stellten sich neugierig auf und er begann mit seinem buschigen Schwanz zu wedeln als sie an ihm vorbei lief. Starlet setzte sich an den Arbeitstisch, griff einen der Sträucher und nahm das Skalpell. Mit chirugischer Präzision sizierte sie den Stengel, schnitt vorsichtig die Aussenrinde ab um das pelzige Innere der Pflanze herauszuschaben und in den Mörsel zu geben. Sie schnitt das gesamte Innere des Stengels heraus, legte ihn dann beiseite und wiederholte den Vorgang bei den nächsten drei Sträuchern. Danach vermischte sie den weißen Pelz mit dem grünen Muß. Anschließend griff sie zu einem gefüllten Marmeladenglas und holte ein dünnes Netzhandtuch worin sie das grüne Gemanschte legte. Anschließend presste sie jede kleinste Flüssigkeit aus dem Pflanzenknäul und ließ es anschließend zurück in den Mörser fallen um es dort in feinsten Staub zu mahlen. Dann hörte sie ein gequältes Seufzen aus der Schlafkoje und rannte rasch hin.

Kristin: "… mmmmhmmm… was… was ist passiert?..."

Ihre Augen versuchten sich zu öffnen. Eins schaffte es, das andere hatte es durch das dicke blaue Auge etwas schwerer.

Nicole: "Ihr könnt Euch an nichts erinnern?"

Trotz des schuldhaften und gewissensbeissendem Blick klang ihre Stimme auf irgendeine Art und Weise dennoch schon fast vorwurfsvoll.

Kristin: "…mhmm… ein bisschen blabla… dann etwas wahh wahh... und dann bumm... gab ich dem Boden einen French Kiss..."

Nicole: "Wie geht es Eurem Hals?"

Kristin: "… wenn du mich hören kannst… ist er noch dran... glaube ich... ich sehe dich... das ist ein Zeichen... aber ich glaube... kein gutes Zeichen..."

Ihren merkwürdigen Sinn für Humor hatte sie zumindestens nicht verloren. Starlet lauschte ihrem Atem um anhand der Klarheit und dem Rhythmus auf ihren Körperzustand schließen zu können. Sie beschloss, dass er kräftig genug sein musste um sich aufsetzen und trinken zu können. Also half sie Atera sich zu setzen, obwohl diese darauf eher weniger Lust zu haben schien. Wie ein kleines Kind quängelte sie. Wer konnte es ihr verübeln? Aber sie musste die Medizin zu sich nehmen und im Liegen trank es sich nicht gut, zumal der Rachen etwas geknickt wäre und nur unnötige Schmerzen mit sich zog. Nachdem Kristin erst einmal saß, verlor sie die Motivation sich wieder hinzulegen, denn allein die Anstrengung ihrer Bauchmuskeln fühlten sich an als würde sie innerlich ausgebrannt werden. Starlet griff zur Schüssel, fuhr sie zum Mund ihrer Schülerin und kippte die rote pampige Medizin vorsichtig hinein.

Nicole: "Trink. Das wird Euch stärken und den Heilprozess immens beschleunigen."

Nach dem ersten Schluck dieser widerlichen Brühe verweigerte Kristin zuerst die weitere Verköstigung. Aber Starlet blieb unnachgiebig, umfasste mit der freien Hand grob ihren Kiefer und drückte die Wangen ihrer Schülerin zusammen um sie zum Trinken zu zwingen. Immerhin hatte Kristin die Wahl nach ihrem eigenen Ermessen zu trinken, oder nach Starlets Einschätzung. Atmen konnte sie noch immer durch die Nase, also hatte ihre Schülerin keinen Grund zum quängeln. Nachdem die Schüssel in einem Zug geleert war, stellte Starlet sie auf den Tisch. Kristins Oberkörper fiel erleichtert nach hinten in das weiche Kissen.

Kristin: "… örks… und ich frage mich immernoch… warum du keinen Kerl hast... bei diesen exquisiten... Kochkünsten..."

Scherzte Kristin und atmete tief durch. Sie spürte es schon wie diese eklige Pampe ihren Körper nach und nach wieder auf Vordermann brachte. Es war wie ein Schmerzmittel das sie die körperlichen Reaktionen der Wunden nichtmehr allzu sehr empfinden ließ. Die Augenlider wurden leichter und die Arterien arbeiteten wieder auf Hochtouren um die Wunden zu heilen.

Kristin: "… was ist das fürn Zeug gewesen?..."

Nicole: "Hustensaft?"

Kristin: "Hustensaft… natürlich… und ich bin eine Afrikanerin die eine neue Hautfarbe wollte..."

Kristin kicherte über diesen Witz, womit sie wiedermal die Einzige war. Aber womöglich fand auch Starlet ihren kleinen Witz als einzige lustig. Hier tragen zwei völlig unterschiedliche Welten von Humor aufeinander die sich einfach nicht miteinander vertragen konnten. So wechselte Starlet stillschweigend den Waschlappen und legte einen neuen auf die weißgerötete Stirn ihrer Schülerin.

Kristin: "Als ich schlief habe ich geträumt. Von dir. Deinen Worten. Ich glaube, ich habe sogar deine Gedanken gesehen…"

Nicole: "So? Habt Ihr das?"

Beiläufig rückte Starlet die Decke zurecht und lief hinüber zu den Leinensäcken. Einen von ihnen öffnete sie und grub eine kleine handvoll Nüsse heraus. Anschließend setzte sie sich auf die Bettkante und begann ihre Schalen zu zertrennen.

Kristin: "Ja… du bist eine Misanthropin. Du hasst jeden Menschen, willst ihnen aber helfen. Du fürchtest den Tod nicht. Auf der einen Seite sehnst du ihn herbei, auf der anderen willst du ihm entgehen. Du bildest mich aus. Machst mich schwach um stark zu sein. Aber ich verstehe die Logik dahinter nicht."

Nicole: "Logik? Warum? Damit Ihr dem ein Urteil beizüchten könnt? Damit Ihr es in Gut oder Schlecht kategorisieren könnt? Die Logik ist das Ende eines Denkprozesses. Sie grenzt Euch in dem ein was Ihr fantasieren, denken oder sagen dürft. Damit andere, einfache Menschen die Schwarz-Weiß Maler sind, Euch besser verstehen können. Aber zeichnet sich ein Individuum nicht dadurch aus, dass es seltener als rar verstanden wird?"

Dem Schäferhund ist es im Wohnzimmer zu langweilig geworden. Das Feuer knisterte, doch schien sich das eigentliche Tun im Schlafzimmer abzuspielen. Zudem war ihm nach etwas Aufmerksamkeit die er schließlich bei Sexy Star inform von sanften Streicheleinheiten bekam während sie ihre Nüsse aß.

Nicole: "Nun könnte ich Euch über die Entwicklung unzähliger Individuum erklären, aber beschränken wir uns auf uns. Warum habt Ihr Euch mir angeschlossen, Atera?"

Kristin: "Mhm, weil du mir versprochen hast mir bei meiner Suche nach meiner Tochter zu helfen."

Nicole: "Und wie viel habt Ihr bis jetzt über sie in Erfahrung bringen können?"

Kristin: "Nichts…"

Nicole: "Ihr habt schwere Zeiten an meiner Seite erlebt und bleibt dennoch bei mir. Warum?"

Kristin: "… Weil… du mir Sachen beibringen kannst..."

Nicole: "Ihr wurdet von Lacey angegriffen. Und es dürstet Euch offenbar nicht nach Rache. Warum ist das so?"

Kristin: "Ich… ich weiß nicht."


Nicole: "Nachdem ich Euch so schwer misshandelt habe, sitze ich dennoch hier und versorge Euch statt Euch wie das Mal davor einfach liegen zu lassen. Warum denkt Ihr, habe ich das getan?"

Kristin: "Ich weiß es nicht."

Nicole: "Denkt Ihr, dass Ihr durch Eure Ausbildung bei mir starker werdet?"

Kristin: "Ja… schon…"

Nicole: "Stark genug um Eure Tochter aus eigener Kraft zu finden? Ihren Vater zu verschonen obwohl er seinen Dolch tief in Euren Schenkel gebohrt hatte, weil er so jämmerlich ist, dass er Euch von Eurem eigentlichen Kurs nicht abbringen könnte?"

Kristin: "Ich glaube ich verstehe worauf du hinaus willst..."

Nicole: "Ach tatsächlich?"

Amüsiert warf Starlet sich eine weitere Nuss in den Mund nachdem sie ihre Schülerin mit dem zweiten Meister bekannt gemacht hatte – dem Geistigen. Obwohl die Reina del Reinas immernoch bezweifelte, dass Atera wirklich verstand, akzeptierte sie es und erkannte dennoch, dass ihre Schülerin etwas neues lernte. Ob sie es auch richtig anwendete würde die Zeit zeigen.

Nicole: "Ruht Euch nun aus. Ich bringe Euch noch etwas *Hustensaft* für dessen Einnahme Ihr meine Hilfe dann nichtmehr brauchen werdet. Ich werde in den Wald gehen und ein paar Vorräte suchen. Fühlt Euch wie zuhause."

Atera nickte stillschweigend und grübelte über das Gespräch mit ihrer Meisterin. Sexy Star nahm die Schüssel und ging, dicht gefolgt von ihrem Hund, zurück ins Wohnzimmer um die Schüssel mit weiterer roter Suppe aus dem Kessel zu füllen. Als sie zurückkehrte ins Zimmer und das müffige Heilmittel auf den Beistelltisch stellte, bemerkte sie, dass Atera bereits eingeschlafen war. Starlet lächelte.

Nicole: "Noch immer habt Ihr nichts verstanden. Aber bald, meine Kleine, bald."

Fürsorglich strich sie ihrer Schülerin durch das schneeweiße Haar. Leise verließ sie das Zimmer und schloss die Tür hinter sich. Der Schäferhund wartete bereits vor der Eingangstür und wedelte mit dem Schwanz. Starlet warf sich einen Beutel über die Schulter, öffnete den Eingang und ging gemeinsam mit ihrem tierischen Freund ein wenig im Garten ihrer *Mutter* spazieren.

Thema: ~ guerra de almohadas ~
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~ guerra de almohadas ~ 26.11.2010 22:34 Forum: Sonstige

Es war ein erholsamer und ruhiger Abend. Die Nacht war sternenklar und der Mond strahlte in seiner majestätischen Pracht am Himmel wie das gutmütige Lächeln einer Mutter das in weiter Ferne zu seinen Kindern hinunterschaute um sie zu beobachten. Einer ihrer neugierigen Blicke war auf einen zwielichtigen Friedhof fixiert der weit entfernt von dem Areal der UPW ruhte. Stille herrschte, die Toten schliefen und die Bäume hielten hochachtungsvoll ihre vereinzelt hinterbliebenen Blätter beisammen um die geschwächten Seelen nicht mit wildem Geraschel zu wecken. Zwielicht herrschte. Ein dünner Nebelschwaden hing über den steinernen Gräbern und der Wind pfiff leise das Lied der Freiheit.

Wenn man von dem Kieselweg der Anlage abkam und etwas quer Feld ein zwischen den Gräbern umherwanderte, hörte man irgendwann das stumpfe Klirren von Metall das wiederholt auf einen betonierten Gegenstand einschlug. Darunter war das ächzende Seufzen und mühevolle Gestöhne einer Frau zu hören. Etwas weiter dem unsichtbaren Trampelpfad folgend entdeckte man schließlich bei näherer Betrachtung eine weibliche Person.

Zuerst hätte man sie aufgrund ihrer engen dunklen Kleidung, die mit dem Schatten der Nacht verschmolzen war, nicht bemerkt. Aber diese umher sausenden blonden Strähnen ihres dunkelgoldnen Haars war unübersehbar. Mit einem rasselnden Stab, der ungefähr ihrer Körpergröße besaß, schlug sie in wilden meisterhaften Schwingungen und Stößen auf eine Reihe von Grabsteinen ein. Dabei drehte und wandt sie sich so elegant wie eine Ballettänzerin. Sie schlug nach links, drehte sich um zur anderen Seite zu schlagen. Dann traf sie einen trockenen Baum, der toter nicht wirken konnte mit seinen abgebogenen Ästen, wirbelte ihren Stab wie ein magisches Schild um ihren Körper um hinter sich einen weiteren Grabstein umzustoßen. Als sie sich umdrehte wurden die Vermutungen bestätigt. Es handelte sich bei dieser Kampfakrobatin um Sexy Star. Ihr Körper war so durchgeschwitzt, dass sie schon seit Stunden trainieren musste um ihre Kleidung und Maske derart zu durchnässen. Zwar war hechelte sie vor lauter Atemnot, doch wurde die Geschwindigkeit ihrer Angriffe in keinster Weise beeinflusst und waren noch immer mit dem bloßen Auge kaum erkennbar wenn der Stab durch die Luft schoss und auf ein Element hinabblitzte.

Die Niederlage gegen Ashley Lane hatte ihr schwer zu schaffen gemacht und ihr den Boden unter den Füßen genommen. Bisher hatte es ausser Shelly Martinez niemand geschafft die Diosa in einem fairen Kampf zu besiegen. Auch wenn Fairness die Rüstung von Dummköpfen war, blieb die Anwesenheit von Colt Cabana nicht ausser Acht und ehe dieser auf hinterhältige Gedanken kam, zog es Starlet vor ihn präventiv zurechtzuweisen. Natürlich schwächte sie sich selbst damit, aber den Fokus lediglich auf Ashley zu richten hätte den Kampf zu einfach gemacht. Eine Unterschätzung die Starlet teuer bezahlen musste. Eifer spiegelte sich in ihren glühenden Augen wieder und der Zorn zauberte glänzende Sterne auf ihre verbissen zusammengedrückten weißen Zähne. Noch einmal würde ihr das nicht passieren. Wäre ihre Schülerin etwas vorausschauender, wäre so eine Katastrophe nicht geschehen. Aber stattdessen muss die Mexikanerin immer ein Auge auf sie richten. Alleine könnte Sexy Star eine Leistung von 160% abliefern. Mit ihrer Schülerin beschränkte sich der prozentuale Potenzial, steigerte jedoch die Möglichkeiten für alternative Dinge wie Politik, Tücke und Heimlichkeit. Alles hatte nunmal seinen Preis und es gab keinerlei Gründe der wahren Dulce Rivas etwas Licht zu schenken.

Noch immer hallten die Erfahrungen im Death Valley durch ihren Hinterkopf. Man hatte ihr den Besuch der Nekropole nicht gestattet und stattdessen einen Grabwächter auf sie gehetzt. Es war eine ähnliche Dankbarkeit wie Abyss ihr am Ende schenkte. Man opferte seine Gesundheit, man opferte Zeit, man beschenkte andere mit einem persönlichen Rückhalt um sämtliche Fähigkeiten in derren Ausbildung zu investieren. Aber statt sich für die Hilfe zu bedanken, lächzten sie sich die Finger danach einem das Rückgrat zu brechen. Sie waren allesamt Verräter! Nicht nur, dass sie Nicole verraten haben, sondern dass sie sich selbst verraten haben – dass ihreAusbildung nicht effektiv genug war um sie verständlich zu machen damit sie die grauen Töne dieser Welt erkennen konnten.

Die Wut der Recusitari wurde zu einer Leitfigur und pulsierte frisches Blut durch ihren Körper. Der Zorn machte sie schneller, widerstandsfähiger und kräftiger, allerdings durch die Einhaltung der Vaarpadschen Kampfhaltung auch berechenbarer und empfindlicher für Gegenkonter. Aber das war nur ein geringes Opfer für den daraus gewonnenen Profit der nun inform eines pulverisierten Schlags durch einen der Grabsteine hämmerte und ihn in zwei Teile brach. Mit einem weiteren rasselnden Wirbel des Sands in ihrem violetten Stab der die Wucht absorbierte, verkleinerte sich der Stab immer weiter bis er nur noch halb so lang war wie Starlets Unterarm. Teleskopiale Waffen waren nicht nur praktisch sondern auch ungeheuer stabil wenn man die richtigen Materialien dafür verwendete. Der Schmied war ein wahrer Meister seines Fachs und die grünen Glyphen genau auf Starlets Kampfstile abgestimmt, was seine Zerstörungskraft nur noch unheilvoller machte. Eine Waffe die sie mit Stolz trug.

Stillschweigend stand die Reina de Reinas nun da und ließ spielerisch den zusammengeführten Stab durch ihre Finger gleiten ehe er an ihrer Hüfte befestigt wurde. Der Atemn verlangsamte sich bis er und sein Nebel gänzlich zu verschwinden schienen. Als hätte sie sich keinster körperlichen Anstrengung unterziehen müssen, erstarrten ihre Schultern und der abfällige Blick der nihilistischen Attentäterin weilte absorbierend auf dem hinterlassenen Schaden des Grabsteins.

Kristin: "Schon wieder am Gräber schänden? Soll ich den Undertaker rufen damit ihr ne Selbsthilfegruppe gründen könnt?"

Selbstverständlich brauchte sich die Mexikanerin nicht umzudrehen um zu wissen, welch spitzzüngiges Mundwerk da mit ihr gesprochen hatte. Kristin hatte sich erfolgreich angeschlichen und beendete das Training der Diosa mit ihrem juvenilen Humor, was an der starren Haltung und den steifen Zügen des Gesichtes ihrer Meisterin jedoch nichts veränderte.

Nicole: "Ehre ist etwas für Narren. Ruhm und Respekt bringt den Toten nichts."

Die absenkende Gefühlskälte in ihrer Stimme, derren ausgesprochene Worte schon fast von Verachtung geprägt waren, erstickte vorerst jeglichen Scherz der auf der Lippe ihrer Schülerin auf seinen Einsatz wartete. Starlet war durchaus bewusst, dass Kristin diese Meinung nicht teilte, sich aber unschuldig und aussenstehend genug fühlte um kein schlechtes Gewissen zu bekommen. Noch immer ungeschliffen war ihre Moralvorstellung, aber alles würde mit seiner Zeit kommen. Die letzten Wochen waren zermürbend für beide, das machte jeden Moment der Qual zu einem Moment neuer Lektionen die sie beide noch zu lernen hatten. Vielleicht war Starlet gerade deswegen so frustriert. Noch immer gab es genügend Spielraum für neue Rückschläge obwohl sie dachte, diese hinter sich gelassen zu haben. Ihre letzten 4 Matches hatte sie in Folge verloren, was sehr sehr bitter war für die einst so hochgeachtete Kopfzerbersterin.

Kristin: "Du hast gegen die Championesse wohl Eindruck hinterlassen. Man gewährte dir Zugang ins Titelrennen. #1 Contendership…"

Verbitterung und einen Hauch von Enttäuschung schwang wie ein Dunstnebel hinter den Worten der Albinoelfe mit. Dinge die von Starlet müde belächelt wurden. Es war wie rohes Metallerz abzuschlagen und sich zu ärgern, dass sich keine Diamanten darin befanden. Zu oberflächlich war der Blick der nicht weitreichend genug war um zu erkennen, dass auch das Metallerz eine kleine Goldgrube sein konnte. Wenn auch nur für den Moment. Aber die Fähigkeit des Sondieren und des Schürfens würde ihre Schülerin schon noch erlernen. Auf die ein oder andere Weise. Statt Starlet, welche stillschweigend den musternden Blick auf ihre Schülerin warf, war es Kristin selbst die erneut ihre Stimme erhob.

Kristin: "Ich fühle mich irgendwie hintergangen. Von dir und den Anderen. Sicher, ich habe mich noch nicht beweisen können. Aber bin ich doch #1 Contender! … Bin ich nicht #1 Contender?"

Nun erfüllte Unsicherheit und Missmut den zierlich durchtrainierten in schwarz gekleideten Körper von Kristin Flake während sie über das steifgefrorene Gras schaute als würde sie darin eine Antwort suchen. Sie wusste um die Torheit ihrer Worte, und dass sie missgünstig gegenüber ihrer Meisterin klang. Mit dem abgesenkten Blick versuchte sie Abstand zu gewinnen, wie ein verschüchtertes kleines Mädchen das soeben petzte und ein schlechtes Gewissen bekam. Aber statt ihre Laune aufzuheben und in Brillianten zu verwandeln, schwieg Starlet weiter mit emotionslosen Blick auf Kristin gerichtet, als erwarte sie noch weitere Worte oder ihr gefiel die Aussicht in den tiefen Brunnen, in welchem ihre Schülerin verzweifelt versuchte hinaufzuklettern und nach dem nicht vorhandenen Arm der Mexikanerin zu greifen.

Kristin: "Es ist ne reine Verarsche. Sie reden immer von Ehre und den Regeln, dass sich niemand über einen #1 Contender stellen darf. Aber das ist Bullshit! Ich werde übergangen, Lacey wurde übergangen... Du hast verloren aber DU wirst belohnt. Ich reisse mir den Arsch auf und bekomme nichts, obwohl ich Championesse sein sollte! Sollte ich nicht Championesse sein?"

Zähneknirschen war zu vernehmen als Atera über den Rasen trat und die Hände in ihren Hosentaschen versenkte. Ihr war kalt geworden, weshalb sich ihre Schultern aufbäumten und auf einer Höhe zu ihren dezent schattierten Wangenknochen standen. Die blauen Tattoos verkrümmten sich als sie das Gesicht runzelte und einen flüchtigen Blick hinüber zu Starlet wagte. Ungewiss wie ihre Meisterin auf diesen offenkundigen Neid reagieren würde.

Nicole: "Also habe ich es Eurer Meinung nach nicht verdient?"

Kristin: "Das… So meine ich das nicht."

Nicole: "Erklärt es mir... Werdet transparent..."

Es waren die gleichen Worte die ihr Kevin Thorn einst entgegen geschleudert hatte, was im Grunde nichts anderes war al seine Aufforderung zur absoluten Offenbarung. Nicht um zu helfen, sondern um das Vorhandene zu sehen, es am Hals zu packen und den denkenden Kopf vom handelnden Körper abzutrennen, sodass am Ende nur noch ein psychisch lediertes Werkzeug überblieb. Starlet war damals klug genug um diese Fratze zu erkennen, ob es Atera auch ist? Atera stammelte vor sich hin, unsicher wie sie ihre Worte verpacken soll ohne missverstanden zu werden. Ihre Sätze sollten in Samthandschuhen gepackt werden, Starlets Gedanken streicheln um sie aufzuklären und gleichzeitig zu besänftigen ohne so zu wirken, als würde man nach ihrem Status trachten.

Immerhin revolutionierte die Mexikanerin gemeinsam mit ihrem ehemaligen Schüler die Handlungsmöglichkeiten der Starlets. Das Thema Gewalt zwischen Männern und Frauen war nichtmehr so untypisch und mit Lacey und Greed schon fast Normalität, ja sogar schon fast Unterhaltung.

Kristin: "Ich… habe Eure Aufträge ausgeführt, allesamt nach Eurer Ansicht mit Erfolg geprägt. Daher finde ich, dass ich diesen Spot verdient hätte. Ich wurde mehrfach geopfert, abgestochen, angeschossen, verletzt und fast getötet. Findest du nicht, dass~?"

Nicole: "Nein."

Mit scharfer Geste unterbrach sie die Diosa und blickte sie vorwurfsvoll an. Obgleich es amüsant war ihre Schülerin derart in ihren Empfindungen verstrickt zu sehen, wurde die merkliche Zurückhaltung, womöglich aus Furcht vor einer Strafe, zu einer Geduldsprobe die Starlet mit diesem mageren Profit nicht weiter dulden wollte.

Nicole: "Ihr wart tapfer und leidenschaftlich in Euren Taten, ja. Ihr habt getan was getan werden musste, durchaus. Euch wurde ein Versprechen gegeben das gebrochen wurde, sehr wohl. Doch anstatt Dankbarkeit oder Anerkennung zu ergreifen, versauert Ihr auf dem Boden und schimmelt, ungeschützt unter dem triefenden Regen, vor Euch her wie ein fallengelassenes Stück Brot das gelegentlich von einem gelangweilten Dahergelaufenen zur Seite getreten wird. Willkommen in meiner Position, junge Atera."

Wie eine Selbstverständlichkeit, so neutral und unbeschwert klangen die Worte der maskierten Dame was sie zwischendurch mit einem gelegentlichen Nicken der Zustimmung untermalte, als würde sie ihrer Schülerin in diesem Augenblick etwas lehren wollen. Aber Kristin verstand nicht. Der Ausdruck ihres weißen Gesichts war leer und die Augen weilten wieder über den Boden.

Plötzlich stieß sie etwas gegen ihren Solarplexus und brachte sie aus dem Gleichgewicht. Sie taumelte zurück und stolperte bis sie auf dem Boden landete. Es begann zu nieseln. Erschrocken hob sie ihren Kopf und blickte in das emotionslose Gesicht ihrer Meisterin, welche ihren teleskopialen Kampfstab ausgezogen hatte und auf ihre Schülerin gerichtet hielt.

Nicole: "Wenn Tränen der Traurigkeit Eure Freunde sind, dann könnt Ihr meine Verachtung erwarten! Eure Zurückhaltung widert mich an, sie macht mich krank! Als würde ich einem Verhungernden beim Sterben zuschauen, ohne ihn erlösen zu dürfen um mir sein Gejaule nicht länger anzuhören zu müssen. Ihr wollt Euren Shot? Dann seid die Soldatin die Ihr glaubt zu sein und erobert dieses Recht! Zerstückelt die Schutzweste die Euch umgibt und reisst an Euch wonach es Euch verlangt! In dieser Welt ist kein Platz für unterwürfige Schwächlinge!"

Elegant wirbelt sie mit ihrem Stab herum und zaubert einen aufflackernden violettgrünen Schirm vor sich ehe die sonst so harmlos wirkende Waffe schlagartig quer über ihren Rücken gezogen kleben blieb. Starlets schwarze Stiefel rutschten knirschend über den nassen, von kleinen Steinen übersähten Boden in Kampfposition des Varpaad. Ihre freie Hand wanderte nach vorne um ihre Schülerin herausfordernd mit dem tanzenden Finger beizufordern.

Kristin: "So gerne ich dir jetzt ein paar reinhauen würde... ich habe keinen Stab. Nur ein Messer. Und meine sonstigen Waffen haben allesamt kleine Freunde die ausnahmsweise schneller sind als du."

Starlet schmunzelte verächtlich und wirbelte erneut den Stab vor sich um ihn über die andere Seite an ihrem Rücken entlang zu fixieren. Dann drehte sie ihre violette Waffe vertikal nach vorne und verpasste der aufgestandenen Kristin einen heftigen Schlag gegen ihr spitzes Kinn der sie noch einmal zu Boden schickte. Die aufgebrachte Wucht zirkulierte Starlet mit weiteren Drehungen aus ehe sie die Spitze ein paar Millimeter in den Erdboden versengte. Atera war erschrocken und hielt sich den Mund. Rotes Blut drückte sich zwischen die schmalen Freiräume ihrer blassen Finger. Ihr Kiefer bewegte sich vorsichtig als würde sie auf etwas kauen. Als sie die Hand wegnimmt spuckt sie einen kleinen Fleischfetzen heraus. Offenbar hatte sie sich bei dem Schlag auf die Zunge gebissen. Zorn stieg in ihre auf und schob ihre wulstigen Augenbrauen beisammen.

Kristin: "Das wirst du mit Blut bezahlen, du Wahnsinnige!"

Auf den plötzlichen Umschwung der Gefühle ihrer Schülerin und der folgenden Drohung, umspiegelte die Spur eines zufriedenen Lächelns die Wangen ihrer Meisterin als hätte ihr soeben das *kleine Mädchen* gesagt, dass sie es endlich ihren Eltern petzen würde. Starlet ließ ihren Stab abermals erwartungsvoll und in magischer Roration durch die Luft fahren. Dann verlagerte sie das Gewicht auf ein Bein und schob das andere zur Seite während sie die Arme ausbreitete um in die Soresu Form überzugehen. Immerhin wollte sie ihre Schülerin nicht vernichten sondern... nur etwas verärgern, sie zum verzweifeln bringen und sehen, welches Aggressionspotenzial in ihr freigesetzt werden kann. Atera griff hinter sich und zog ihre beiden Kampfmesser aus dem Gürtel. Die Klingen waren nicht sonderlich lang, vielleicht 8cm und etwas um die 3cm breit. Auf einer Seite waren sie geschärft, auf der anderen Seite gezackt mit einer Art Wiederhaken knapp über dem Griff. Allzweckdienlich eben. Starlet seufzte. Die Pistolen hätte sie eher begrüßt um eindrucksvoll ihre Reflexe in Szene setzen zu können. Wenn Atera ihrem langen Stab mit Messern begegnete, würde sich die Mexikanerin enorm zügeln müssen um sie nicht direkt ausser Gefecht zu setzen.

Kristin: "Glaub ja nicht, dass dir das noch einmal~!"

Und wieder zischte der Stab durch die Luft und verpasste Atera eine knallende Ohrfeige mit einem kleinen Souvenir inform eines länglichen roten Striches auf ihrer Wange. Es kam so plötzlich und der Schmerz so stechend schnell, dass ihre Augen kleine schockierte Tränen ausspuckte. Unbegreiflich war es ihr wie schnell die Diosa sein konnte. Wahnsinn spiegelte sich in den zitternden Pupillen der Albinoelfe wieder bis sich ihr Gesichtsausdruck verzerrte und sie mit Kampfgeschrei in die Offensive sprang. Starlet wich mehrmals aus und schlug gelegentlich nach den Handgelenken um sich wieder zurückzuziehen.

Soresu war keine offensive Technik. Sie erlaubte eine Geschwindigkeit die auf Reflexe, Konter und Leichtfüßigkeit basierte. Sinn dieser Form war es, die Angriffe des Gegners ohne große Mühe abwehren zu können, Kraft zu sparen und durchschnaufen zu können während man mit wenigen Handgriffen für ausreichende Deckung sorgen konnte. Allerdings benötigte es eine gewisse Ausgeglichenheit. Emotionen dürfen keinerlei Einfluss nehmen und auch die Gedanken mussten nahezu ausgeschaltet werden. Der Geist hatte zu reagieren. Impulse obsiegten und handelten intuitiv. Den stetig wachsenden Zorn in ihrer Schülerin zu sehen, derren Feuer mit jedem Schlag wilder glühte, bescherte Starlet diese nötige *Leere*.

So war es auch ein einfaches gegen die Stärke eines Abyss widerstehen zu können und das Duell zu einem zähen, hartnäckigen Dauerlauf zu machen. Während Atera sich mit ihrem Guerilla Nahkampftraining mit einer Mischung aus CQC, etwas Karate und Kickboxen abmühte, kam die Reyna del Reyna nicht einmal ins Schwitzen, was noch weiteres Öl in das Feuer ihrer Schülerin goss.

Nach mehreren vergeblichen Sequenzen die Atera binnen weniger Sekunden zusammengestellt hatte und vergeblich auf einen Treffer hoffte, wich sie zurück und schnaufte wild vor sich wie ein Marathonläufer der sich abgerackert hatte nur um als dritter durchs Ziel zu rennen. Starlet lächelte und wirbelte lässig den Stab vor sich ehe sie ihn wieder in die Erde stampfte. Dann schaute sie an sich herunter und hob leicht die Ellenbogen in die Breite.

Nicole: "Hm… kein Blut. Seid Ihr Euch sicher, dass Ihr schon an Eurem Vorhaben arbeitet?"

Fast schon aalglatt kam es ihr über die Lippen. Auf ein Grinsen verzichtete sie. Die Art wie sie diese Worte aussprach war Hohn genug.

Kristin: "Du… du… kämpfst nicht… fair! Du schummelst…! … Irgendwie…!"

Nicole: "Fair."

Spuckte Starlet wie abgestandenen Saft aus ihrem Mund und verzog grimmig die Miene.

Nicole: "Zwei gleichaltrige Kinder veranstalten eine Kissenschlacht. Der Kleinere steht auf dem Bett, doch der Größere der auf dem Boden steht trifft ihn viel öfter und heftiger. ‚Das ist nicht fair’, sagte der Kleinere. Also tauschten sie die Plätze. Nun traf der Größere nichtmehr, der Kleinere aber umso mehr. Weil der Größere sich bücken musste um noch eine Chance zu haben. ‚Das ist nicht fair’, sagte der Größere und der Kleine weinte."

Atera schnaufte noch immer und dachte über diese Worte nach. Sie grübelte förmlich auf der Suche nach der Botschaft, behielt ihre Gegnerin aber genau im Auge. Und sie tat gut daran.

Kristin: "Du bist die Größere?"

Nicole: "Ich bin unfair…!"

Weitere spöttische Worte über das Verkennen dieser Lehre über die Ansichtsweise von Fairness zischte Starlet heraus ehe ihr Stab die Luft zerteilte und Atera an der Schläfe erwischte. Ein Knockout der die Albinoelfe in eine andere Welt schickte. Überrascht über die Unachtsamkeit ihrer Schülerin, legt ihre Meisterin den Kopf auf die Schulter um den leblosen Körper skeptisch zu beäugen. Danach schüttelte sie enttäuscht den Kopf und griff sich an die Stirn um die schwarze Maske zurechtzurücken.

Nicole: "Ihr müsst noch so viel lernen..."

Seufzte die Recusitari, wendete sich auf dem Absatz und überließ Atera ihrer Ohnmacht. Starlet blickte nicht zurück sondern verschwand lautlos in den nebeligen Schatten des Friedhofs. Nach kurzer Zeit kam die Albinoelfe wieder zu sich. Sie schüttelte den Kopf, denn er dröhnte und plärrte irgendwelche Geräusche in ihre Hörmuschel. Dann analysierte sie grob ihre nähere Umgebung. Sie erinnerte sich. Der Friedhof. Das Duell. Das Gerede von irgendeiner Kissenschlacht und schließlich der Schlag gegen ihren Schädel. Starlet war verschwunden und hatte sie alleine gelassen. Grimmig verzog Atera die Miene und steckte ihre Messer ein.

Kristin: "Miststück… "

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21.11.2010 19:06 Forum: Parking Lot

Der Geduldsfaden der Fremden war also erwartungsgemäß vorzeitig geplatzt und zog sie zurück in den arktischen Schatten aus dem sie gekommen war. Als ein symbolisches Präsent hatte sie eine Schneekugel hinterlassen, das die nihilistische Lady zuerst nicht bemerkte. Zu sehr war sie im Geiste auf die Fremde fixiert und betrachtete das Verschwinden als bittersüßes Unentschieden.

Ein brennender Funken der Hoffnung ließ Starlet auflächeln, dass die Fremde in einem der garantiert kommenden schwachen Momente an die Worte der Diosa zurückdenken würde. Die Nachfolgerin kehrte der Vorgängerin den Rücken. Wo einst das Bestreben nach Perfektion auf einzelne Individuen übertragen werden sollte, ist der neue Versuch eine globale Überredungskunst in Richtung des Nichts, was im Grunde nicht mehr war als ein kurzes Streicheln über die Oberfläche. Dies mochte bei dem einfachen Pöbel funktionieren, wenn es an die Wand gestellt wurde. Jene derren weitere Existenz kein Gewinn für die Natur wäre da diese Menschen Schlichtdenker waren. Aber für die wahren Gewinne, für Menschen oder Nichtmenschen, Individuen die präventiv handelten wenn es von Nöten war, reichte ein bloßes Streicheln nicht aus.

Starlet hob mit ihren dünnen Fingern die halbrunde Schneekugel auf und hielt es begutachtend in ihrer hageren, feingliedrigen Handfläche. Der schwimmende Schnee erinnerte sie an die tosenden Eiswinde des Berges auf dem sich das Grab von Kargash befand. Es erinnerte sie an jenen Tag an dem sie einer Intuition folgend dorthin gereist war. Abyss war ihrem Ruf gefolgt und half ihr nicht nur dabei das Medaillon der Recusitari zu erlangen, sondern auch ihre Ketten zu zerbersten und zeitgleich eine neue Lektion über die Nichtexistenz von Freund und Feind zu erlernen. An jenem Tag wurde Nicole entgültig befreit und Dulce Maria Garcia Rivas bis auf einen kontrollierbaren Rest in den Äther geschickt.

Nicole: "Oh Fremde, was für eine kontemplative Kreatur Ihr doch seid."

Leise flüsterte sie die Worte heraus während sie die Kugel drehte und sanft schüttelte um die kleine Miniatur-Starlet mit neuem Schnee zu überschütten.

Nicole: "Mag dieses Treffen ein Zufall oder Schicksal sein. Unsere Wege werden sich noch einmal kreuzen. Hoffentlich werden Eure Augen und Ohren dann etwas offener sein..."

Die Schneekugel wird auf ihrem Schoss verstauht um zu einem späteren Zeitpunkt weitergetragen zu werden. Ein zufriedenes Lächeln spiegelte sich in den Reflexionen der Diosa wieder als sie abermals ihren Kopf senkte und die Augen schloss, denn es war ein perfekter Moment für eine besinnliche Meditation.

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21.11.2010 16:37 Forum: Parking Lot

Nicole: "Dass Ihr lediglich nur redet macht Euch zu einer weiteren degenerierten Prophetin die das Weltende verkündet, einer austauschbaren Botschafterin und Eure kaltgestellte Frage fleht in ihrem Kern förmlich nach Einsicht, sonst würdet Ihr nicht derart weit ausholen um mich von Euren... Vorstellungen zu überzeugen. Kaum mehr als ein alkoholtrunkener Heimatloser der seinen Verfall auf eine anstehende Apokalypse münzt."

Regungslos verharrte Starlet in der Position mit dem Rücken zur Fremde gewand um sie in der verzerrten Reflexion der Spiegel zu beobachten. Wahrlich war ein gewisser Sarkasmus nicht zu überhören, aber mit ihren profanen Übertreibungen hatte diese Diosa schon so manchen unbeabsichtigt von sich gestoßen, wenngleich das Rückweichen der Zweiten eine völlige Bestätigung einer schlimmen Vermutung der Mexikanerin darstellte. Bei verstärkten Überforderungen weichen die Schwachen immer gerne zurück. Entweder um zu fliehen oder um Anlauf zu nehmen und diese Wand mit genügend Wucht niederreissen zu können. Starlet schwieg mehrere Sekunden bis sie die Augen schloss.

Nicole: "Auch ich erkenne Eure schlummernde Macht, Fremde. Ich sehe sie in ihrer Wiege liegen, wie sie sich in ihre Decke kuschelt, gefangen in einem Alptraum aus Seidenstoffen und Wollpolster. Sie beobachtet Euch, sie beobachtet mich und ihr feuriger Blick bereitet mir Unbehagen. Aber noch immer schlummert sie und wartet sehnsüchtig darauf erwachen zu können um die Aufgabe Eurer Mutter zu ihrer Zufriedenheit erfüllen zu können. Aber Ihr zieht es vor sie in ihrem Koma zu behalten. Vielleicht aus Angst vor ihrer Macht, vielleicht aus Furcht vor Euch selbst oder vielleicht aus Eifersucht um nicht durch sie ersetzt zu werden da Ihr sonst erkennen würdet, dass Ihr falsch gelegen habt mit Eurem belächelnden Pazifismus."

Neugierig spekulierende Melodien glitten hinaus und umschmeichelten die Fremde mit rauhem Sandpapier und Kratzbürsten. Starlet wusste wie es ist, eine schlummernde Macht in sich gefangen zu halten. Wie zermürbend es ist, diese zu erwecken und aus ihrem Alptraum, den der Wirt schaffte, zu befreien. Doch umso pathetischer der innere Schrei wenn es schließlich soweit ist und man sich frei von Ketten entfalten kann. Wenn man seine Fähigkeiten ausbaute und die von der Natur beschenkten Talente meisterhaft zu beherrschen versuchte. Dun Möch über sich selbst zu erlangen.

Nicole: "Mit Sicherheit habt Ihr nicht alle Gefühle von Bord geworfen, sind sie doch wie ein schleimiges Sekret das immer wieder den Weg zur Empfindung von Hoffnung entdeckt. Die Menschen dort draussen nennt Ihr glücklich und ihr Leben sei erfüllt, und doch werden sie Euch belächeln, so wie ich Euch belächle wenn ich den Hauch von Sehnsucht in Eurer Stimme vernehme, obgleich Ihr es unter Eurer dicken Haut zu verstecken versucht. Ein Mensch wird für immer ein Mensch bleiben, ausser... hm..."

Starlet stockte und erhob mit glänzenden Augen den Kopf als ihr die Lehren der vergangenen Zeit durch den Kopf gingen. Frei von Emotionen, frei von Einflüssen, frei von Illusionen die den Menschen zum Geiste machten. Oder Starlets nihilistischen Lehren der Recusitari, die aus verlorenen Seelen restlose Krieger des Überirdischen machten – Übermenschen. Aber die Erwähnung dieser Ideen belächelte die düstere Blondine und schob sie zurück in die Schublade als sich ihr Kopf absenkte.

Nicole: "Ihr hattet angedeutet, dass Eure Mutter kein kriegerisches Wesen sei, dass Ihr kein kriegerisches Wesen seid. Aber doch bestärkt Ihr Eure Worte, Euren Glauben und Eure Werte durch die Erwähnung eines Sieges. Das Resultat eines Gewaltaktes, oder war es die Kraft Eurer verbalen Überzeugung die Euch diesen Triumph über eine Uneinsichtige geschenkt hat? Vielleicht die Bitte um Vernunft welche sich in Eurer Faust manifestierte?"

Symbolisch hob Sexy Star ihre Hände und starrte diese an als würden sich einzelne Blutsporen darauf befinden und sich um ihre zu Fäusten geballten Werkzeuge windeten. Die untermalenden Worte klangen neutral, weder vorwurfsvoll wie zuvor, noch defensiv. Sie wollte die Logik erfahren die der Fremden den Boden unter den Füßen stärkte. Dass sie dadurch in Gefilde vorstieß in denen Starlet als *Fremde* nichts zu suchen hatte, war ein Hindernis das sie sich erlauben konnte. Nicht sie war diejenige die bekehren wollte sondern umgekehrt. Und um bekehren zu können muss man seinen gewünschten Apostel vollkommen schutzlos mit beiden Beinen ins Gesicht springen um Vertrauen für eine derart schwerwiegende Veränderung zu schaffen. Sexy Star senkte ihre Hände und setzte sich geduldig im Schneidersitz auf den kalten Boden. Ihr Rücken durchgestreckt, die Hände erwartungsvoll auf den schwarzen Stoff gelegt unter denen ihre Knie weilten.

Nicole: "Obgleich Ihr mich zu missverstehen neigt, sage ich offen, dass ich den Kern Eurer Aussage hochachtungsvoll eingesogen habe. Aber wenn Ihr wahrhaftig sprecht und diese Ansichten Eure tatsächlichen sind die Ihr auf Eurer Pilgerpfad verbreiten wollt... dann hat Euer Respekt keinerlei Bedeutung für mich und Ihr verschwendet Eure Zeit."

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19.11.2010 23:31 Forum: Parking Lot

Die Ohren abermals bis zu den Spitzen aufgerichtet, ließ sich die Blondine im schwarzen Gewand die Worte der Fremden auf der Zunge zergehen. Es glich einer gewissen Ironie, dass diese vertrauten Sätze und den allzu ähnlichen Ansichten jener der Diosa glichen, sie die offenkundige Rettung aller anderen jedoch auf ein Minimum an potenziellen Überlebenden reduzierte. Denn wer einmal versagen würde, wer einmal vom Weg abkommen würde der sei auch bald in dieser Rotation des Absturzes wieder aufzufinden. Allerdings maß das Fass der Fremden gewisse Fische, derren Verköstigung noch immer so gütlich münden könnte wie die der verbotenen Frucht. Wenngleich auch die diffizil denkende Diosa zunehmende Mängel in der Sichtweise der eisigen Prophetin – und sie war definitiv eine jener - entdeckte. Zahnräder die einander verklemmten, Chemikalien die sich nicht verbinden ließen oder schlichtweg das Grau zwischen all dem Schwarz und Weiß verkannte. Denn wenn man genügend Abstand nahm von Dingen der Absolutheit, genug Abstand von der Welt aus schwarz und weiß, erst dann wird man das Grau in dieser harschen Ordnung erkennen, die der feinfühligen und äußerst vorsichtigen Dame auf die Finger schlagen würde. Denn Prophezeihungen, Philosophien und andere esoterische Öle auf dem wunden Rücken dieser Existenz haben den Nachteil, dass sie bis zum Eintreten ihrer Richtig- oder Falschheit nahezu unbedeutend sind. Eine Wirkung jedoch können sie trotzdem inne haben. Diese Frau, so fremd aber vertraut sie auch schien, hatte sich von ihrem Glauben einnehmen lassen. Daran sei nichts verwerfliches. Doch die Augen des Menschen umfassen lediglich einen beschränkten Sichtpegel. Niemand auf dieser Welt wird nach hinten blicken können, wenn der eigentliche Fokus doch nach vorne gerichtet ist.

Nicole: "Eine wahrlich beeindruckende Sicht der Dinge, Miss. Unfalsch und zugleich gnadenlos. Die Küsse der Natur sind wahrhaft die geschmacksintensivsten."

Unter der Schatten schenkenden Kappas auf ihrem Kopf, das ihre Augen und Nase verbarg und lediglich durch den Ausschnitt ihrer Maske den Mundbereich offenbarte, entglitt ihre fleischlische Zunge und fuhr genüsslich über die schmalen grünen Lippen der Diosa als könnte sie den Geschmack dieser Weltvorstellung - dieses Bildnis der Apokalypse - förmlich schmecken und genießen. Schon oft war die Diosa in ihren Meditationen dieser Ideen durstig geworden, liebkoste und streichelte sie mit ihren knochigen Fingern wie den Kopf eines hörigen Haustiers.

Nicole: "Um ein Missverständnis zu vermeiden. Ihr redet von unserer Mutter, nicht wahr? Jene die den Dünger für Pflanzen befruchtet, die Kreaturen ihre Anatomie vermacht, die Instinkte in uns festsetzte wie ein unabwindbarer Auslöser der von uns in jahrhunderter lange Tradition gehegt und gepflegt wurde. Und jene die über Fleisch und Pflanzenfresser entscheidet. Diese agrare Natur meint ihr doch, nicht wahr?"

Die Zunge verschwand hinter dem verwegenen Munde der Recusitari, die ihn zum Abschluss ihrer neugiererfüllten Hinterfragung zu einem schwachen Lächeln formte das einem Grinsen nicht unfern blieb. Mit einem Nicken entschuldigte sich die Mexikanerin für die offensive Art und bedachte die Fremde mit weiteren eindringlichen Blicken die sich nach den Geheimnissen der Frau sehnten und sie heraufbeschwören wollte um weitere Fragen zu sparen. Doch die Prophetin durch ihre Haut zu lesen ist schwierig, obgleich Starlet diese Formation von Gedankensträngen von sich selbst kannte, war dort etwas anderes das sie an einer intensiveren Analyse hinderte. Verächtlich zuckten ihre Mundwinkel hinab als hätte man ihr damit ins Gesicht geschlagen.

Nicole: "Dieser Mutter ist jede Moral fremd, meine Liebe. Sie ist eine gefühllose Maschine, angetrieben von logischen Rückschlüssen und Reaktionen zu den Dingen die ihr widerfahren. Sie erschafft und wird geschaffen. Sie macht keinerlei Unterschiede zwischen gut und böse. Auch ist ihr jeder Wert fremd. Einzig ihre weiterführende Existenz ist für sie von Belangen. Schläue und Tücke sind ihre Waffen. Und es liegt an uns das zu akzeptieren, es zu unterstützen... oder es zu bekämpfen."

Abfällig ließ Starlet ihren Finger symbolisch durch die Luft kreisen. Während sie sprach war eine wachsende Begeisterung herauszuhören die sich in Faszination und Stolz geprägten Melodien manifestierte. Lange war sie einst damit beschäftigt die Logik hinter der Allmacht zu verstehen und nachzuvollziehen. Dabei musste man sich jeder Menschlichkeit entziehen, denn sonst würde man seine Subjektivität verlieren und die Sicht verweigern, dass der größte ausbeutende Feind der Natur nunmal seine eigene Rasse ist. Starlet versuchte sich die Eigenschaften ihrer Mutter möglichst anzunehmen, sie zu symbolisieren und auf ihre Art und Weise das Unausweichliche hinauszuzögern. Und wo die Fremde auf Gehorsamkeit, Verständnis und Mitgefühl erpichte, welche man ebenso heucheln wie reflektieren konnte, war der Weg der Recusitari nunmal etwas... diskreter.

Nicole: "Auch ich habe sie weinen gehört und von ihren Tränen kosten müssen. Ich weiß um ihre Verletzbarkeit, so ungern sie auch welche besitzen will. Ich weiß es, weil sie mir einst eine neue Chance gegeben hat. Und aus diesem Grund belächle ich Eure Schwäche, Milady."

Federleichte Schritte lenkte die düstere Lady auf die Fremde zu und schob mit Bedacht ihre schwarze Kappas in den Nacken. Dabei fielen ihre goldenen Haare teilweise in ihr von grün und schwarz dominierend maskiertes Gesicht wo zwei holzbraune Augen mit der Intensität einer Löwin die Fremde eines zustimmenden Nickens bedachte, bei dem auch die letzten Haarsträhnen hinter ihren grünen Hörnern in Freiheit von der Schwerkraft übermannt wurden.

Nicole: "Ihr hattet mich beleidigt und es zurückgenommen. Warum? Aus Furcht? Respekt? Moral? Verlustängsten?"

Die Miene der Mutter aller Starlets wurde analysierend verzogen während ihre Augen leicht zusammengepetzt wurden um einen neuen Versuch zu starten aus der Fremden lesen zu können.

Nicole: "Ihr redet wie mit einem Kind dem Ihr Tischmanieren lehren wollt. Ist das Eure Lösung für das Problem der Zukunft? Eure Arche ist zu klein und die Betten zu bequem für die gesamte Welt. Wenn Euer einziger Weg darin besteht eine einfache Frage zu stellen, die Antwort abzuwarten um dann wieder zu verschwinden... dann wäre ich äußerst enttäuscht von der Auswahl unserer Mutter und trauere um die vielen Leben die ein Überleben verdient hätten."

Eine Aura der Enttäuschung umgab Sexy Star als sie sich nun von Winter abwandt und wenige Schritte zurück an jene Stelle trat, an der sie die Fremde empfangen hatte. Der fast schon beleidigte Blick wurde von den verzerrten Spiegeln angezogen die jene Frau präsentierten, die so offenkundig ihre Prophezeihungen von sich gab und Starlet bekehren wollte. Aber dieser Weg der Kuscheltiere ist nicht der Richtige. Nicht in diesen rohen Zeit.

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19.11.2010 01:07 Forum: Parking Lot

Still und leise verharrte die Recusitari an ihrer Position und lauschte den sanften ratschenkden Worten der Fremden die offenbar wie Starlet das Spiel mit dem Schatten liebte. Ihre Worte jedoch, so ehrbar ihre Gründe und Inhalte auch sein mochten, verhallten in der aufmerksamen Ohrmuschel der Mexikanerin. Zu oft war sie Menschen begegnet, die das Offensichtliche nicht erkannten, selbst wenn man mit der Karotte an einem Ast vor ihrer Nase wedelte. Der Hyänin jedoch war keinerlei Vorwurf zu machen, ein Affekt der den ersten Zug der nächsten Runde seitens der ehemaligen Brood Kriegerin ausmachen sollte. Jedoch wurde er ebenso schnell verworfen wie er gekommen war, denn man blendete eine neue Spezies nicht mit dem Licht und auch mit dem Feuer reichte man ihr nicht die Hand. Stattdessen kehrte man die Faust zu einer Hand oder wuchtete die Faust festverschlossen nach vorne. Für was man sich entschied war mehr als nur situationsabhängig.

Die fremde Frau erinnerte Starlet zu einem Teil an sich selbst, als sie an der Seite von Abyss stand und ihm die Welt offenlegte. Dabei betete sie eine ähnliche Litanei herunter, glänzte in poetischer Symbolik und glühenden Metaphern die dem Monster nicht selten zu hoch waren und selbst den mächtigen Kevin Thorn machten ihre Lehren nervös genug um sie mit in seine Riege einzubinden. Die Befreiung des Monsters offenbarte sich als Fehlschlag, das mühevolle Training als verschwendete Zeit und jegliche Bemühungen waren vergebens. Reue übernahm das Steuer dieses gewrackten Bootes und mit dem Hauch von Mitleid dachte sie an die Fremde, die ein ähnliches Schicksal erleiden könnte. Gewisse Dinge sind nunmal unabdingbar.

Nicole: "Wer Reue empfindet ist ein schwaches Konstrukt aus den Fäden unzähliger Puppenspieler die sich dessen Rolle nicht einmal bewusst sind. Meine Sünden wurden mir bereits vergeben, Fremde. Vor Euch steht eine vom Leben mehrfach durchgekaute und ausgespuckte Reinkarnation von dem was Ihr glaubt nun vor Euch sehen zu können."

In ihrer Stimme lag keinerlei Bedauern und keine Emotion. Deutlich sprach sie die Worte aus um nicht missverstanden zu werden, aber dennoch lag keine Melodie in diesem Lied.

Nicole: "Die Väter meines Glaubens lauschen meinen Worten nichtmehr, so kann Eure ewige Eiszeit kommen wann sie will. Vielleicht würde ich sie sogar begrüßen?"

Ein sanftes Aufzucken ihrer grünlichen Lippen zu einem grazilen Lächeln war in der Reflexion der Spiegel erkennbar, kombiniert mit einem unterhaltenen Absenken ihres betuchten Hauptes, aus dessen Kappas die goldenen Spinnweben ihrer Haare hervorglänzten wie wertvolle kleine Sicheln. Ihre Arme waren inzwischen verschränkt worden, erwartungsvoll gehalten um die Philosophie der Fremden zu empfangen und mit Starlets Erfahrungsschatz in kleinste Stückchen zu filettieren. Aber kurz darauf verzieht sich ihre Miene zu einem unversöhnlichen Ausdruck der ihre Mundwinkel tief hinab zum Kinn zog als sie die kalte Luft und den Geruch der Fremden in sich einsog.

Nicole: "Ihr beleidigt meine Erfahrung mit Euer Pseudoanalyse, Fremde. Werdet Ihr mich noch einmal so abfällig als hilfloses Mädchen bezeichnen und Euch der Courage entsagen indem Ihr es zurücknehmt, wird auf bald Eure Zunge sich in meiner Hand befinden. Ich rate Euch es nicht zu tun... diese Menschen hier vernachlässigen die Reinigung ihrer Geldmaschinen ohnehin schon enorm. Mit etwas Blut wären sie völlig überfordert."

Für einen kurzen Augenblick flammte der Zorn in ihren Augen, doch ihre Stimme blieb unheilvoll ruhig als würde sie mit diesen Worten ihre Gesprächspartnerin umgarnen wollen. Das Spiel einer Raubkatze mit einer anderen bevor sie beide übereinander herfallen und sich in Stücke reissen. Aber dieses Schauspiel wäre zu sinnlos um es tatsächlich soweit kommen zu lassen, von daher sollte eine Warnung der Kriegerin völlig ausreichen. Mit einer eleganten Drehung wirbelte Starlet sich auf dem Absatz ihrer schwarzen Stiefel und fixierte die Fremde unter dem Verdeck ihrer Dunkelheit schenkenden Kaputze. Ein weiteres Lächeln zog sich in die Breite. Die Statur der Fremden ließ auf eine Kriegerin schließen und das bullige Mondgesicht für großes Potenzial an Hartnäckigkeit und Zorn. Eine vor Wut aufkeimende Explosion in ihrem Gesicht wäre wahrlich furchteinflößend für die meissten der geringeren Amazonin dieser schmutzigen Gefilde die sich Wrestling Company nannte.

Nicole: "Ich bedaure Euren schlechten Start. Und ich dachte Rhetorik wäre meine Schwäche. Vielleicht haben wir tatsächlich etwas gemein. Erzählt mir von Eurer... Religion und seid Euch gewiss, dass mir eine weitere Beleidigung oder Fehlinterpretation meiner Vergangenheit ebenso unangenehm wäre wie für Euch eine fehlende Zunge."

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18.11.2010 22:22 Forum: Parking Lot

Die vergangenen Tage waren mühseelig und machten Sexy Star zu einer nimmermüden Ameise die ihren Rücken mit mehr belastete als sie aushalten konnte. Dabei traten unerwartet alte Erinnerungsfetzen auf die den schwachen Wink von Sehnsucht erweckten. Eine ausgefeilte und subtile Planung zur Indoktrination des Slashercouples derren Komplexität sich erst gegen Ende, vielleicht auch überhaupt nicht offenbaren würden, war eine primäre Ablenkung zur ungesunden Diät der Recusitari.

Jüngste Reisen einer selbstauferlegten Pilgerpfad führte die Diosa in die Wüste. Jener Ort der sie reich beschenkte für ihre hochschätzende Achtung vor dem todbringendem Areal der trockenen Einöde. Weitere Souvenirs inform brachte sie mit sich. Umgehend nach ihrer Ankunft in den trauten Eingeweiden von moosriger Schleimschichtigkeit und undankbaren Hinterhalten hatte sie ihre neuen Errungenschaften mehrere Stunden auf ihr Verwertungspotenzial überprüft. Ein neuer Moment der alte Erinnerungen weckte, die der blonden Mexikanerin Kopfschmerzen bereitete. Immer enger schienen die Wände zu werden, immer stickiger wurde die Luft und der Gestank von Magie brachte ihr schneller Übelkeit als es ihr genehm war. Sie hatte vergessen, verdrängt und nun ekelte es sie an. Mit Atera als Schülerin kämpfte sich das Verlangen nach Macht und Einfluss hervor und drängte ihre angestrebte Neutralität beiseite. Ein weiteres Mal.

Um die Natur zu liebkosen und sich an den wichtigsten Dingen im Leben zu widmen, verließ sie ihre Kammer und verzichtete auf ihre regenerierende Meditation die sie jedoch zu diesem Zeitpunkt nur noch mehr aufwühlen würde. Saftiges grün, strahlende Bäume und heitere Pflanzen musste sie die Hand küssen um wieder klar denken zu können. Daher trieb sie ihr Weg durch den Park. Unerkannt sollte sie bleiben, weswegen sie ihren breiten schwarzen Robe über ihre filigran gezeichneten Schultern warf und die Stoffkaputze tief ins Gesicht zog um es in tiefste Schatten zu hüllen. Heutzutage trug niemand mehr einen Umhang, eine Robe oder gar irgendetwas schickliches. Die Moderne hatte diese Mode belächelt und verpöhnt. Aber Starlet kümmerte es nicht und griff stur an ihren Gedanken, dass es ihr Anonymität versprach.

Während ihres Rundgangs durch den edenhaften Garten inmitten der Kälte, entdeckte Sexy Star einen kleinen unauffälligen Rummel. Die günstige Unterhaltung für das verärmlichte Volk die Heiterkeit suggerieren und primitive Möglichkeiten zur Darbietung ihrer *Fähigkeiten* bieten. Ein Ort an dem sich jede Altersklasse versammelte. Von alten Greisen die ihr Leben lediglich gefristet haben, Erwachsenen die kaum mehr waren als Zahnräder im Uhrwerk der völligen Verwahrlosung ihrer Generation waren und Kinder denen sie diese Unfähigkeit weitervererbten. Es war die brennende Verachtung der Einfachheit die Starlet dazu trieb sich inmitten dieser Tiere zu gesellen, die im Mangel des Sinns ihres Daseins sich auf jede Unterhaltung stürzten wie verhungerte Hyänen an einem längstverstorbenen Aas. Und während sich diese unterentwickelten Tiere an den Toten Dingen leibten, würde es Starlet an ihrer Scheinheiligkeit tun.

Mit argwöhnischer Haltung betrat sie den Platz und ließ ihren Blick über die Menschen schweifen. Eine andere Art von Übelkeit überkam sie, jedoch nicht auf unangenehme Art sondern mit fleissig geschaufelter Motivation die sich mit jedem Anblick weiterer Gestalten in die Höhe kämpfte. Karussells, Schieß- und Losbuden, Hot Dog Stände... aus welchen Illusionen die Moderne alles eine dünnflüssige Kraft schöpfen konnten. Da gönnte man es ihnen fast, dass diese Kraft nur wenige Minuten bis Stunden anhalten würde.

Schließlich landete ihr Blick auf einem Spiegelkabinett. Allein die Betrachtung des Hinweisschilds ließ sie lebhaft grinsen als betrachte sie einen Tiger der sich nun an dem Hyänenrudel weidete. Mit gemessenen Schritten näherte sie sich und betrat das Haus altmodischer Spezialeffekte. Das Innenleben war nicht sonderlich elegant sondern eher primitiv eingerichtet, aber diese simple Aufmache machte das Zimmer widerrum sympathisch. Neben ihr waren noch andere Menschen darin, daher hielt Starlet sich bedeckt und wartete bis diese Tiere die Schlange im Käfig alleine ließen.

Als es endlich soweit war weitere Starlet ihren Geist aus um sich dem Genuss einer ausnahmsweisen positiven Erinnerung zu nähern. Das letzte Mal als sie in einem Spiegelkabinett war, hatte sie ihr schwaches Alter Ego mit Schuldzuweisungen, Illusionen von erbosten Menschen die ihr wichtig waren heraufbeschworen um endlich die völlige Kontrolle über diesen zierlichen Körper zu erlangen. Nicole siegte und Sexy Star wurde in ein künstliches Koma versetzt. Abermals zuckte ein Lächeln auf das boshafter kaum sein konnte.

Ein kaltes Gefühl legte sich um ihr Herz und bekräftigte den Druck stetig. Jemand Sonderbares näherte sich ihr und es war keines dieser Hyänen, zumindestens nicht oberflächlich. Es war anders. Die Temperatur schien zu sinken. Starlet begann zu frösteln und fokussierte einen Bruchteil ihrer Konzentration auf ihre Körperbeherrschung, beschleunigte ihren Puls und ließ sanft ihre Muskeln aufzucken um das Innenleben ihres Wirts zu wärmen. Als sie dazu neigte erneut in den Erinnerungen an den *Tod* Sexy Stars zu versinken, erklang eine Stimme hinter ihr. Die mexikanische Diosa peitschte sich dafür, dass sie es nicht kommen sah und knirschte mit den Zähnen.

Nicole: "Und wenn dem so wäre, Hyäne?"

Knapp blickte Starlet über ihre Schulter, hatte aber durch ihre breite Kappas aber nur einen sehr eingeschränkten Blickwinkel. So war diese Neigung über die Schulter mehr symbolischer Natur. Ihr Körper bewegte sich nicht. Noch bewegten sich ihre Schultern schwach zum Rhythmus ihres Atems. Wie gemeisselt wartete sie, in ihrer eleganten Robe die eng und grazil ihre löbliche Figur betonte, auf eine Antwort.

Thema: ~ el desierto del triángulo ~
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~ el desierto del triángulo ~ 18.11.2010 21:24 Forum: Sonstige


"… die vergangenheit hat viele gesichter..."

In wüsten Ebenen, Dünenmeeren und Sandbänken, weit entfernt von den erforschten Regionen dieser Welt, wo Geheimnisse noch verborgen und stillschweigend unter der Erde verweilen dürfen, verschwimmen manchmal die Zeiten. An jenen Orten, wo der Wind noch meisterhaft über das Land peitscht und die Elemente beherrscht als wären es nur Spielzeuge. An jenen Orten, an denen jedes bisher bekannte Gerät aus der Moderne noch machtlos über die Oberfläche streicheln kann, gleich den sanften und unspürbaren Berührungen einer Mutter, gleich den harten aber wirkungslosen Berührungen eines Vaters, scheint die Welt noch unberührt von menschlicher Seele zu sein. Ein Platz, an dem die Zunge der Elemente noch jungfräulich jeden Geschmack in sich aufnehmen und zu neuen öden Landschaften aufkeimen ließen. Jedoch nicht zu saftig grünen Tropen, zu lebensschenkender Botanik mit Tieren so wundervoll schimmernd wie die Farben eines Blaufrosches. Nicht zu industriellen Machenschaften der selbsternannten Alpha Rasse und auch nicht zu einem Horizont voller Salzwasser für Wale, Delphine und anderem Gefisch. Nein. Nicht lebenschenkend ist die sonderbare Eigenschaft dieser von Mutter Natur zurückeroberten Landschaft. Im Gegenteil. Sie brachte Unheil! Und genau das machte es womöglich auch so attraktiv für so manch einen.

"… die vergangenheit hat viele gesichter..."

Das Element des Windes zog erbarmungslos und unnachgiebig über das Land. Ein Sandsturm trieb in Death Valley, wie ihn die Kreativen unter den Einwohnern nannten, sein Unwesen. Zwar war er schon etwas weiter gezogen, doch der braungelbliche Sand hing immernoch wie toxisches Giftgas in der Luft. Es einzuatmen würde die Kehle nicht nur austrocknen, sondern sich auch mehlartig in Mund und Hals festsetzen. Die goldene Sonne stand hoch und brannte, obwohl es Vorabend war. Sie verwandelte die Körner des Windes in warme goldene Aschepartikel, die einem provozierend ins Gesicht schlugen, wenn man derart schwach behirnt war und ohne jegliche Schutzkleidung hinauszog. Die schwüle Luft war beherrschend und man tat gut daran, reichlich Wasser bei sich zu tragen wenn man nicht zu sterben beabsichtigte. Vielleicht war dieser Ort deshalb so uninteressant, vielleicht aber vorwiegend zu gefährlich, für die immer bequemer, unwissende und aberwitzige Natur des Menschen. Und genau das machte es womöglich auch so attraktiv für so manch einen.

Zwischen dem dichten feingelbem Nebel taten sich schattige Umrisse zusammen. Unscharf und die Sichtung der Figur von Sandpartikel verzogen, bewegten sie sich behutsam durch die ohrfeigenden Wirbel des herrschenden Wetters. Der nachgiebige Sand erschwerte jeden Schritt ungemein und machte aus einem 5 Minuten Marsch eine harte Tortur die einem kleinen Marathons vergleichbar wäre. Vier Gestalten bewegten sich durch die Wüste, zwei Kleinere und zwei Größere. Sie kämpften sich durch die Gewalten und steuerten eine alte Ruine an. Nekropolis, so hatte man einmal zu scherzen gepflegt. Inmitten des Reichs der Toten – dem Heim von zu neugierigen Einwohnern, selbstüberschätzten Wanderern, verlaufenen Karawanen, kriminellen Ausgestoßenen oder auch ehemals Geopferten – schien dieser Bau aus dem Sand entstiegen und in weite Höhe gewachsen zu sein. Manche Mystiker bezeichneten diesen Ort als verflucht, manche widerrum als heilig. Fakt jedoch war, dass es hier von Lebenden nicht gerade wimmelte. Und genau das machte es womöglich auch so attraktiv...~

"… die vergangenheit hat viele gesichter…"

"… die vergangenheit macht mir angst..."

Die vier durch Sand und Wind verschemenden Gestalten kamen näher betraten die ersten Stufen aus hartem, fast schon skelettierten, Felsen und kämpften sich hinauf. Allmählich nahmen zumindestens zwei von ihnen bekannte Formen an. Zwei Kamele mit ausreichender Ausrüstung bestückt, geführt von zwei vermummten Figuren mit schwarzen Stoffen bestückt die wie Flaggen im Wind umherknallten. Womöglich war es das Erstaunen das sie dazu bewog in der Mitte der Treppe kurz Halt zu machen um die mächtigen Säulen des Tempels zu bewundern. Vielleicht war es das Gefühl von Unbehaglichkeit und wachsender Nervosität. Was auch immer es war, es schreckte einen von ihnen nicht ab, den anderen jedoch schon. Der Erste der beiden Menschen schritt weiter, während der andere für den Moment paralysiert dastand und wortlos das Gemäuer bestaunte. Ein kurzer Pfiff des Ersten ließ den Zweiten aufschrecken und kurz darauf hastig nicken als er schließlich den bereits verwischten Fußspuren seines Vorgängers folgte.

An der Spitze der Treppen angekommen, befestigte einer sein Kamel an einer dünnen Säule die das Dach des Eingangs trug. Der andere bemerkte es nicht, stattdessen kettete er sein Tier am Hals einer umgefallenen Statue fest. Als er das Machen des Anderen erblickte, stampfte er auf ihn zu, schlug ihm die Arme weg und löste das Seil um es ebenfalls am Hals der Statue zu befestigen. Kopfschüttelnd und mit bedeutender Geste wies er den anderen zu sich als beide nun vor verschlossenen Türen standen. Der Eingang war mit einem großen Felsen versehen auf dem Symbole und Zeichnungen von Mensch und Getier abgebildet waren. Mit der Zeit und durch den stets kämpfenden Sand war etwas Farbe abgeschlagen worden, was die Bilder unsauber und alt wirken ließen. Eine der beiden Vermummten trat näher an das Tor und drückte mit all seiner Kraft dagegen um es zu öffnen, aber nichts geschah. Dennoch versuchte man es unermüdlich auf ein Neues. Die andere Person schätzte die Situation zuerst ein und musterte die Architektur. Danach ging sie zu den Kamelen und schlug ihnen auf den Oberschenkel. Die Tiere gruhmten und maulten als sie sich in Bewegung setzten und es tatsächlich schafften die Statue zu bewegen, an denen sie festgebunden waren. Felsen kratzten aneinander, Sand fiel vom Dach des Eingangs hinab. Ein Mechanismus war freigelegt worden der den großen Stein beiseite schob. Jubelnd jodelte jener, der versuchte die Tür mit eigenen Kräften zu öffnen. Der Zweite, der eigentlich den Weg freilegte, ging schweigsam an der anderen Person vorbei und betrat die Ruine.

Im Inneren des Tempels war es düster und ruhig. Der Boden war mit trockenem Stroh versehen und die Wände nach altertümlichem Bauwesen aus gefeilten und zurecht geschlagenen Steinen. Was auch immer man als Mörtel benutzte, man sah ihn nicht. Während der Wind seine klagenden Lieder durch den Tempel heulte, entledigten sich die beiden Personen ihrer Schutzkleidung. Zwei dicke schwarze Umhänge fielen zu Boden, zwei schwarze Schals und zwei Sandbrillen.

Das erste Augenmerk wurde auf die hintere Person gelegt, derren gazellenartige Beine von hautengem Stoff in braunem Tarnmuster ummantelt war, das sich über ihren gesamten Körper erstreckte. Am Oberschenkel eine kleine Tasche, ebenso unzählige weitere und eine dicke Wasserflasche am Gürtel. Als die Person nach der Flasche griff und sie zu ihren bläulichweißen Lippen führte, wurde klar um wen es sich handelte – Atera Lex. Wenige Schritte vor ihr stand Sexy Star in ihrem gewöhnlichen schwarzen Stoffumhang, der sich figurbetont um ihren Körper schlang und derren Kappas tief in ihr umher blickendes Gesicht gezogen war.

Kristin: "Nur fürs Protoll: Ich hatte keine Angst. Ich musste nur überlegen wie ich den Eingang öffnen soll. Bleibt am Ende ja eh immer alles an mir hängen..."

Nörgelte die weißhaarige Albinoelfe als sie ihre Wasserflasche verschloss und an ihren Gürtel heftete. Starlet war ihr Atem zu kostbar um sie mit einer Antwort zu verschwenden und widmete ihre vollste Aufmerksamkeit den Eingeweiden des Tempels. Wie sie erwartet hatte lag Magie in der Luft. Der Geruch von Ozon flutete die Gänge und ein leises Flüstern das nicht in den Tempel, sondern aus dem Tempel herausgetragen wurde. Atera konnte nicht weit blicken, denn schon bald begann das Reich der Schatten. Für diesen Fall lagen einige vorgefertigte Fackeln am Eingang bereit, die sofort von Atera näher untersucht wurden. Selbstverständlich wäre der Erste Gedanke eben diese Werkzeuge zur Erkundung zu nutzen, aber wenn man das trockene Stroh auf dem Boden beachtete, sollte man vielleicht noch einmal darüber nachdenken. Sexy Star hingegen fokussierte ihre Konzentration und versuchte den Schatten aus ihrer Wahrnehmung zu entfernen. Das Flüstern war ihr dabei ungemein behilflich, wie es von Wand zu Wand weiterprallte um schließlich durch ihre Ohren zu dringen. Als sie die fortlaufende Struktur der Gänge grob einschätzen konnte, überkam sie das Gefühl einer schwachen Erinnerung, als wäre sie schon einmal hier gewesen.

Nicole: "Wir werden Knickstäbe und ein Atemgerät brauchen... Vielleicht auch Antidot..."

Sprach sie leise und kniete sich vorsichtig nieder um ihre Finger behutsam wie eine Mutter durch das Stroh zu führen. Eine Unebenheit befand sich vor ihrem geistigen Auge, das Gefühl von Gefahr und Arglist machte sich breit. Und sie sollte nicht enttäuscht werden, schließlich entdeckt sie eine kleine quadratische Erhebung unter dem goldenen Trockenen versteckt. Sicherlich ein Auslöser, aber für was? Starlet dürstete nicht danach es herauszufinden und wurde ohnehin von ihrer plärrenden Schülerin aus den Gedanken gerissen.

Kristin: "Knickstäbe, Starlet… (kristin schüttelt mit dem kopf) ... Die nennt man Taschenlampen. Das ist was hochmodernes aus der Gegenwart.Aber wehe du knickst die!"

Nicole: "Knickstäbe in der hinteren Tasche meines Viehs! Und meinen Stab! Bewegung!"

Nach einem Grummeln setzte sich Kristin in Bewegung und tat wie ihr aufgetragen wurde. Unterdessen wühlte Starlet weiteres Stroh beiseite um neue Auslöser offenzulegen damit ihre unsensible Schülerin nicht ausversehen einen betätigte. Da die Diosa nun wusste worauf sie achten musste, gingen die nächsten Aufspüraktionen deutlich schneller von statten, sodass sie sich schon bis ins Schattenreich vorgekämpft hatte bis Atera zurückkam. Die Albinoelfe hatte zwei Bündel inaktiver Glühbstäbe in der Hand, sowie ein Atemgerät und dem rasselnden violetten Kampfstab ihrer Meisterin. Sie legte alles zuerst auf den Boden um ein Bündel zu lösen und begann damit jeden Glühstab individuell in ihren Taschen, zwischen Gürtel und Riemen, sowie Handschuh, Schulterschutz und Stiefel einzklemmen. Man weiß schließlich nie und ehe man ein ganzes Bündel verliert, verliert man lieber nur zwei oder drei.

Nicole: "Gut, setzt nun das Atemgerät auf, achtet auf die Fallen und kommt her!"

Seufzend folgte Kristin auch diesen Anweisungen, wobei sie doch in Versuchung geriet und sich fragte, was wohl passieren würde, wenn sie einen der Auslöser... Allein bei dem Gedanken durchstach sie eine Heerschar an tiefen Dolchen inform drohender Blicke ihrer Meisterin die soeben die letzte Erhebung freigelegt hatte. Atera nahm das Atemgerät in den Mund, befestigte dessen Stoffgurt um ihren Kopf, nahm Starlets Glühstäbe und diesen speziellen ausfahrbahren Kampfstock und tippelte vorsichtig um die Schalter herum. Anschließend nahm die Recusitari ihre Sachen an sich, band sich im Gegensatz zu ihrer Schülerin jedoch das Bündel Glühstäbe um die Hüften anstatt es zu verteilten. Wohin denn auch bei einem hautengen Overall und einem taschenlosen Umhang? Fast synchron knicken beide die ersten Stäbe an. Es dauerte einige Sekunden ehe sie das Innenleben des Tempels in strahlendstem grün durchleuchteten.

Die ersten Minuten durchliefen sie nahezu ereignislos die Kammern und Gänge des Tempels dem man womöglich einst für irgendeinen Gott erbaut hatte. Überall an den Wänden waren neue Zeichnungen von Menschen die zu einem Abgrund beteten in welchen sie die Toten geworfen haben. Weitere stellten irgendwelche Dämonen da die vom Himmel stiegen um die Menschheit zu versklaven und schließlich von irgendeinem Sterblichen zurück ins Reich des Surrealismus verbannt wurden. Abbildungen die Starlet mit höchstem Interesse verfolgte während Atera sich eher mit kleineren Dingen beschäftigte wie den Toten Dienern derren Skelette auf dem Boden saßen als würden sie auf die nächste Existenzebene warten. Es verwunderte die Soldatin, dass sie bislang kein Blut entdeckt hatten. Entweder war dieser Tempel schlichtweg ungefährlich oder kein interessierter Archäologe oder gierige Schatzsucher hatte es bisher soweit geschafft. Dabei war es doch gar nicht so schwer die Tür mit purer Frauenpower zu öffnen. Neugierde machte sich in der Navy Seal Lady breit.

Kristin: "Angenommen ich ware interessiert zu wissen, wo wir uns hier befinden. Würdest du es mir sagen?"

Fragte die gelassen wirkende Navy Seal Dame durch ihr atembetontes Sauerstoffgerät. Starlet blieb kühl, erbarmte sich aber einer Antwort die jegliche Erwartung ihrer Schülerin in gewohnter Manier befriedigen sollte.

Nicole: "Man nennt es Nekropolis. Es ist das Grabmal alter... Mythen..."

Kristin schlug sich gegen die Stirn, denn bis auf den Namen hätte sie sich den Rest zusammenreimen können. Dann erübrigte sich wohl auch die Frage nach dem was sie hier zu finden beabsichtigten. Also trottete Atera hinterher mit Sexy Star als Aufklährerin an der Spitze. Auf dem weiteren Wege entdeckten sie neue Skizzen und Zeichnungen die von irgendwelchen obskuren Geschichten erzählten, von Aufständen und Verrat und Lebenden die zu Toten wurden. Nichts von scheinbarer Bedeutung wenn man sich nur für die Oberfläche interessierte wie es bei Atera der Fall war.

"… die vergangenheit hat viele gesichter…"

Nach einer geteilten Stunde der Duchkämmerung und intensivster Suche nach dem unbekannten gesuchten Objekt fanden sie am Ende des bisher so endlos wirkenden Ganges ein flackerndes Licht. Dort angekommen empfing sie eine steinerne Gladiatorenstatur mit hähmischem Grinsen auf den Lippen. Dahinter blickten sie in eine riesige unterirdische Halle voll mit zahllosen Sarkophägen aus Stein und Särgen aus totem Holz die die Formation eines salutierenden Bataillons eingenommen hatten. Die Steine des Bodens waren im Gegensatz zum bisherigen Grund deutlich geradliniger ausgearbeitet, dass man sie schon fast als Fliesen bezeichnen konnte. An den Wänden waren brennende Fackeln befestigt, sowie Wandteppiche aus violettem Stoff und einem schwarzen dreieckigen Symbol inform merkwürdiger schlangenartiger Pfeile die sich wirbelartig ins Zentrum neigten. Triskelle nannte man diese Zeichen. Atera war fasziniert von dieser Nekropole und lief staunend an den Gräbern vorbei und reimte sich die darauf befindlichen Symbole mit ihrem kenntnislosen Unwissen zusammen. Starlet hingegen atmete tief durch was ihr bei der immer dünner gewordenen Luft trotz der Konzentration zur Atemkontrolle nicht gerade leicht fiel. Der magische Ozongeruch machte das Einatmen für sie nur noch schlimmer, aber Hilfsmittel der Moderne zu verwenden wäre mehr als nur eine erbärmliche Schwäche gewesen.

Als Atera die Särge so musterte, bemerkte sie, dass viele der Namen neumodisch geschrieben waren und einen dementsprechend vertrauten Klang hatten. Chris, Sonia, Celina, Roxxi, Bastian, William... Alles Namen die heute noch modern sind und eher untypisch für die Zeit in der dieser Tempel wohl entstanden war. Danach widmete sie sich jenem Grab am Ende der Halle auf einem kleinen Plateau, welcher seperat von zwei Fackeln bewacht vor den anderen stand wie ein König der über seine Diener wachte. Er war nicht besonders schicklicher als die anderen sondern unterschied sich nur von der Position und der geringeren Größe von den anderen. Lord Flüsterwind stand darauf, was die Soldatin etwas schmunzeln ließ. Sie musterte ihn nicht weiter und kehrte zu ihrer Meisterin zurück.

"… die vergangenheit hat viele gesichter…"

Sexy Star ging vorsichtige Schritte und bedachte jedes Grab mit einem bedächtigem Nicken. Sie schenkte den Zeichnungen nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit, denn diese hatten für sie keine Bewandnis. Zielstrebig blieb sie vor jenen stehen an denen Atera hörig geworden war. Chris, Sonia und Roxxis Gräber waren leer. Zerstört worden oder gar nicht erst gefüllt worden. Danach wandt sich Starlet dem steinigen Grab von Celina zu und lehnte ihren Stab daran. Eine schwere Platte verschloss das Innenleben. Zähneknirschend musste die Diosa feststellen, dass diese beiden Frauen diesen Stein nicht bewegen könnten. Ein hörig hechelnder Wachhund namens Abyss wäre hier von Vorteil gewesen. Kristin bemerkte das wachsende Unbehagen ihrer Meisterin.

Kristin: "Was ist? Vergessen, dass wir unzählige Kilometer reisen müssen um Särge zu öffnen für die wir zu schwach sind? Vielleicht funktioniert ja sowas wie Sesam-Öff~..."

Nicole: "Schweigt, Närrin! Das Öffnen an sich ist das kleinste Problem!"

Starlet schnitt ihrer Schülerin mit drohender Geste das Wort ab und blickte sie mit wachsendem Feuer in den Augen an, als würde sie in Atera lediglich nur noch eine abglühende Kohle sehen. Aber die Schülerin blieb ruhig und verhalten.

Kristin: "Was ist es dann?"

Der einfachste Weg ist nicht immer gleich der einfachste Weg. Die Recusitari ließ ihre feingliedrigen Finger über die Steinplatte fahren und begann an jeder Vertiefung der Symbole kurz zu kratzen. Dabei offenbarte sich ein zweites Material darunter. Bläulich und milchig war die Farbe, als wäre die Steintextur darüber nur festgeklebter Staub. Atera staunte und wollte gerade einen weiterer ihrer Sprüche abgeben als jene freigekratzten Stellen plötzlich zu pulsieren begannen. Die Schülerin wich überrascht zurück während die Meisterin zu zaubern begann. Gleich einer Feder wanderten ihre Finger und ihre Arme begannen zu tanzen mit der Eleganz einer Malerin. Es schien, als schrieb sie darauf eine Art Bitte zur Öffnung dieses Sargs, oder sie forderte es wenn man dem verbissenen Gesichtsausdruck Glauben schenken konnte.

Nicole: "An der Spitze dieser Halle, hinter dem Grab von Flüsterwind werdet Ihr etwas finden. Nehmt es an Euch, wenn ich es Euch sage! Und dann lauft mit jeder Faser Eures Körpers!"

Ungläubig blinzelte Atera mit den Augen. Was hatte Starlet vor und was zum Teufel machte sie da?! Kristins Verstand brachte sie reaktionsschnell zu nicken, ihr Körper jedoch benötigte ein paar Sekunden mehr um sich in Bewegung zu setzen. Nachdem sie endlich Herrin ihres Willens war, eilte Atera zu dem angesprochenen Grab und blickte hektisch darüber hinweg. Hinter dem Grab befand sich nur eine aufgeschobene Steinplatte die an das Grab angelehnt war. Nichts zu finden. Starlet widmete sich derweil ihrem spontanen Ritual und der Tempel zeigte sich äußerst ungehalten darüber. Es rumpelte und gröllte. Der Boden begann zu beben und Sand bröselte von der Decke herunter. Atera fiepste und gluckste als sie mit dem Gleichgewicht kämpfte. Ein Duell das sie durch den Überraschungseffekt schon zu Beginn an verlor. Auf dem Boden angekommen jedoch, entdeckte sie ein leuchtendes Objekt das sich hinter dem Grab unter der angelehnten Steinplatte im Schatten versteckte. Sie griff hinein und als sie es umfasst, kitzelte irgendetwas an ihrer Hand hinauf. Erschrocken bekämpfte sie den Impuls ihre Hand ohne das Objekt herauszuziehen, doch stur umgriff sie es feste genug dass ihr Kopf es gar nicht mehr anders akzeptierte. Als ihre Hand herausgezogen war befanden sich drei kleine Skorpione mit zierlichen dünnem Körper und winzigen Scherenhänden auf ihrem Arm, die diese merkwürdig leuchtende Pyramide zu beschützen versuchten. Ihre plastischen Augen glühten rot auf und die knochenartigen Beine klimperten zu ihrem Oberarm hinauf.

Kristin: "Öhhhhh, Star?! Sind die giftig?!"

Eine Antwort blieb aus. So versuchte Atera die kleinen todesbringenden Tiere mit ihrem Glühstab von ihrer Schulter zu schlagen. Der erste flog weg, zu reaktionsarm um das Monster Mensch noch zu erwischen. Der zweite hingegen war flinker und konnte die Albinoelfe noch vor dem Wegschlag erwischen. Glücklicherweise trieb sich der Stachel tief in eine der inaktiven Glühstäbe die Atera fleißig überall befestigte wo sie hineinpassten. Aber es blieb keine Zeit stolz auf seine Paranoia zu sein, denn der dritte und letzte eilte schon zu ihrem Hals hinauf. Eine spontane Idee überkam Atera um sich vor der drohenden Gefahr zu schützen. Zu nah war der Skorpion an ihren Hals getreten um ihn mit einem Glühstab zu verjagen. Also positionierte sie einen Fuß auf dem Rahmen des Sargs von Flüsterwind und präsentierte einen äußerst ansehnlichen Rückwärtssalto. Der Skorpion muss der Schwerkraft weichen und so stürzt er zu Boden. Als Atera sicher auf den Beinen landet, nutzt sie die Möglichkeit für ein triumphierendes Lächeln. Kurz danach sticht ihr etwas in den Knöchel. Zu nahe war sie an dem heruntergefallenen Skorpion gelandet. Umgehend setzte die erste Wirkung des Toxins ein, was sich im ersten Moment durch bitterster Übelkeit und unkontrollierbaren Schwindelgefühlen auszeichnete. Ungewollt übergab sich die Albinoelfe, versuchte das bestmögliche aber daraus zu machen und zielte blind auf die Skorpione. Unbeeindruckt davon tippelten sie ihr hinterher.

Atera taumelte zu ihrer Meisterin. Kein Gedanke war mehr greifbar, alles verworren und durcheinander wie auf einem schlechten Trip. Starlet erging es nicht besser. Der Schweiß rann ihr durch die Maske und verschwamm ihr dezentes Make Up unter den Augen. Sie zitterte und hatte ihren schwarzen Mantel abgelegt. Nun waren ihre geschenkten Berührungen für das Grab nichtmehr zart und sanft wie die einer Mutter, sondern hart und bestimmend wie die eines Vaters. Als Atera neben ihr ankam und einen neuen Stern nach dem anderen sah, öffnete sich das Grab und offenbarte eine Ansammlung menschlicher Überreste. Ein Skelett und eine Menge Staub, dazu ein hölzerner Kelch und ein paar Goldmünzen für den Fährmann. Rasch sammelte Starlet ihre Gedanken und bekämpfte die Müdigkeit in ihrem Körper um den Schädel und den Kelch auf ihren Mantel zu legen und diesen dann zu verschließen.

Kristin: "Uhhh… Star… mir gehts nicht gut."

Durch die Schwäche und das Leid ihrer Schülerin, mobilisierte Starlet ihre Schadenfreude und einen Teil von Verachtung um sich an ihr zu nähren. Ein neuer Schwall von Kraft überkam Starlet und erfrischte ihren Kreislauf. Blitzschnell zog sie das Antidot aus dem Stiefel und hämmerte ihrer Schülerin die Spritze in die Schulter. Anschließend warf sie die leere Ampulle beiseite und krallt den verknoteten Mantel und ihren Stab während der Tempel immer mehr zu rumpeln begann und schon erste Steinschläge von der Decke fielen.

Nicole: "LAUFT!"

Atera spurtete los zu den Gängen. Plötzlich jedoch bewegte sich die Steinstatue des Gladiatoren, aber die Albinoelfe stolperte ohnehin und landete knapp vor dem hinunterschnellendem Schwert des zum Leben erweckten Golems. Wäre sie etwas schneller gewesen, hätte das ein böses Ende für sie genommen..

"… die vergangenheit hat viele gesichter…"

Nicole: "Gladiator!"

Starlets Ruf hallte durch den Tempel wie eine Aufforderung zu einem Duell. Der steinerne Golem drehte seinen staubigen Kopf zu ihr und lächelte müde, wobei ihm bei der Faltenbildung einige Sandkörner und kleineren Steine aus dem Gesicht brachen. Er hob sein mächtiges Schwert und widmete sich ihr. Atera pumpte das Herz während ihr Blick noch immer von Unglauben geschwängert war. Aber vielleicht sollte sie aufhören nachzudenken und sich um Selbstschutz bemühen indem sie die Beine in die Hand nimmt. Das tat sie auch und ließ die beiden alleine.

Golem: "Lady Violet. Ihr seht so… anders aus. Ich dachte Kargash hatte Euch getötet?"

Nicole: "Bei Euch schien er mehr Erfolg gehabt zu haben. Geht mir aus dem Weg und ich verschone Euch!"

Der steinerne Gladiator schmunzelte und verlor dabei noch weitere Bruchstücke. Starlet hingegen jedoch war der Ernst und die Verbissenheit ins Gesicht geschrieben. Unversöhnlich und verbittert war ihre Miene verzogen während sie eine kampfbereite Pose mit ihrem violetten Metallstab einnahm.

Golem: "Erlaubt mir den Kampf, Meister. Gönnt mir bitte diesen Triumph."

Der Kopf des Gladiators neigte sich zur Decke als würde er zu einer höheren Macht sprechen. Und tatsächlich, die Eroptionen begannen aufzuhören. Ein müdes Lächeln überkam Sexy Star während der Golem langsam auf sie zu marschierte und sie zurück in das Zentrum der Halle drängte. Dabei eröffnete er ihr unverkennbar den einzigen Fluchtweg den sie nutzen konnte.

Golem: "Ich bin nicht Euer Diener, Lady Violet. Nicht in dieser Welt. Nicht nachdem Ihr so kläglich versagt habt."

Nicole: "Ist das Leben von Erfolg geprägt, lässt ein einziger Fehler die gesamte Treppe einstürzen... Zu vertraut für mich und ein tödliches Unterfangen für Euch wenn Ihr mich deshalb unterschätzt. Ich sage es zum letzten Mal. Ich befehle Euch ausdrücklich mir aus dem Weg zu gehen!"

Der Golem musterte sie grob und schulterte sein Schwert während Starlet sich einen Weg ausmalte, wie sie das Monstrum umgehen könnte. Auch wenn Sie nun die Zeit hätte sich mit ihm duellieren zu können, so wäre sie danach zu erschöpft um der enttäuschten und missgünstigen Laune des Tempelbetreibers zu entfliehen. Sie sollte sterben und den Kreis schließen. Etwas womit sie sich niemals abfinden würde. Ob sich Atera inzwischen erholen und flüchten konnte?

Golem: "Eure Magie hat nachgelassen. Euer Körper schränkt Euch ein. Durch Euren Tod habt Ihr den größten Teil Eurer Macht verloren. Ihr seid kein Gegner für mich, Herrin."

Nicole: "Es gibt soviel mehr das Euch beerdigen könnte, Golem."

Golem: "Und noch immer haltet Ihr Euch für so viel klüger als den Rest von uns."

Nicole: "Ich lebe… ihr nicht. Das sagt uns was...?"

Golem: "Ohh, es wird mir solch eine Freude sein, Eurer Arroganz ein Ende zu setzen, Lady Violet."

Ein weiteres Lächeln huschte der Mexikanerin über die Lippen was den Kampf einleitete. Das riesige Schwert es Monstrums sauste hinab und bohrte sich tief in den Boden an der Stelle, wo wenige Sekunden zuvor noch Sexy Star gestanden hatte. Sie huschte zur Seite und schlug mit ihrem Stab nach seinen steinernen Augen. Eine unnütze Strategie wie sie feststellen musste. Ein breiter Hieb des steinernen Schwerts schlug nach ihrem Kopf, doch schon fast mit Leichtigkeit bückte sie sich nieder und rollte sich auch ausser Reichweite des anschließenden Faustschlag. Der Golem wurde mit jedem Ausweichmanöver wütender. Eine Gewohnheit die Abyss ebenso inne hatte was jedes Duell äußerst unterhaltsam machte, auch wenn sich das Risiko dadurch stetig zuspitzte. Aber wie auch jene Kämpfe gegen ihren einstigen Schüler hatte auch in diesem ein Sieg keinerlei Bedeutung für sie. Es ging um so vieles mehr und sie war müde zu sehen, dass andere es nicht erkennen wollten. Deshalb etwas an ihren Kriterien zu ändern jedoch, wollte sie nicht. Der Golem holte zu einem weiteren Schlag aus und rannte Starlet hinterher welche elegant und knochenraschelnd von einem Grab zu einem anderen hüpfte.

Golem: "Hört auf so feige zu kämpfen! Stellt Euch dem Unabwendbaren!"

Nicole: "Feige? Ihr habt wohl noch nie gegen eine echte Frau gekämpft, hm?"

Diese herabwürdigende Antwort streute neues Salz in die sandige Wunde des Golems, der immer schneller und unkontrollierter zuschlug. Dies war der Moment auf den Starlet gewartet hatte. Der Gladiator begann zu stolpern und mit allem was er hatte nach ihr zu trachten. Stürzte er zu Boden, krabbelte er mit dem aufknallenden Schwung wieder auf die Beine zu kommen. Grub sich sein Schwert in den Boden, hob er es noch einmal um weiter in blinder Rage nach ihr zu schlagen. Eine Rage die Starlet immer wieder erfrischte wie ein warmes Bad mit einem kalten Getränk und neuen Tüchern. Ein Genuss für die Psyche, ihren Körper und ihrem Geist. Aber allmählich war es Zeit dem Ganzen ein Ende zu bereiten.

Starlet bog im Spurt ihren Stab zusammen und verstaute ihn in ihrem Dekoltee ehe sie in die Korridore flüchtete. Der Golem hastete hinterher und passte gerade noch so in die Flure. Die Diosa war erleichtert, Atera noch nicht zu sehen, das hieß, das Antidot muss gewirkt haben. Also war es nun an ihr aus diesem Tempel zu flüchten, derren Herr höchst erbost war über den Fluchtversuch einer der Kombatanten, sodass der Boden wieder bebte und die Decke einzustürzen begann. Starlets Füße bewegten sich so schnell über den Grund, dass sie den Aufprall ihre gesetzten Schritte gar nichtmehr spürte. Viel zu fixiert war sie auf den Weg, dem im Kopf gezeichneten Plan des Tempels und dem wild um sich schlagenden Berserker der ihr hinterher rannte.

Fallen wurden ausgelöst derren Auslöser Starlet zuvor nicht entdeckt hatte. Tottrockene Pfeile sausten durch die Gegend, huschten an Starlet vorbei und prallten an dem monströsen Steinkörper des Golems in gebrochenen Hälften ab. Geschickt glitt die Mexikanerin durch die Fallen hindurch und selbst als der Boden plötzlich aufklappte, sprang sie einem Impuls folgend so weit wie sie nur konnte und landete elegant auf der anderen Seite. Der Grund der Falle war mit aufragenden Speeren, Schwertern und Pfeilen versehen die ihr den Tod gebracht hätten. Der Golem aber brauchte sich davor nicht zu fürchten und sprang munter in die Grube hinein und kletterte an der anderen Seite wieder heraus, was Starlet einen gewissen Vorsprung verschaffte. Dafür knallten an der nächsten Ecke die Wände zusammen, ehe sie sich öffneten um wieder zusammen zu stoßen. Säuerlich verzogen Starlet das Gesicht und malte sich aus, welch Ärgernis es wäre an dieser Stelle unachtsam vorzugehen. Das Gebrüll des Gladiators jedoch erschütterte ihr Mark und zwang sie zum Vortrieb. Die ersten Wände hatte sie hinter sich gebracht, doch vor dem Folgenden konnte sie nur mit viel Glück abbremsen als sie sich von einem leuchtenden Objekt auf dem Boden ablenken ließ. Die Wand knallte vor ihrer Nase zu. Starlet verlor das Gleichgewicht und landete direkt neben der Pyramide.. Durchatmend und von dem Schock erholend mustert sie das leuchtende Objekt. Ein Holocron! Atera muss es fallen gelassen haben! Zornig knirschte Starlet mit den Zähnen und spähte nach dem Golem der weit hinter ihr vor Hass umher gröllte und wohl schon mit den ersten Knallwänden zu kämpfen hatte. Schnellsmöglichst öffnet Starlet ihren zugeschnürrten Mantel indem sie Knochen und Kelch lagerte und fügte dem noch das Holocron bei. Hastig wird er wieder verschlossen und die nächsten Wände wurden hinter sich gebracht.

Als sie die letzte Wand passierte, rissen alle hinterlassenen bewegbaren Wände zur Seite. Jemand hatte diese Falle deaktiviert und am Ende des Ganges stand der breitgrinsende Golem der sein dankendes Nicken an die Decke warf. Starlet blickte hysterisch nach vorne, der Ausgang war nichtmehr weit. Der Boden trommelte als würde eine Herde Nashörner an der Oberfläche umher rennen, doch es war nur der steinerne Gladiator der immer schneller wurde. Nun setzte auch Starlet ihren Sprint an und rannte so schnell wie sie nur konnte. Sie beugte sich nach vorne und verlagerte ihr Körpergewicht, da sie merkte, dass ihre Beine teilweise schneller waren als die Kraft die sie zum Sprint aufbringen konnte. Der Golem wütete und knallte rücksichtslos gegen Wände und Stabilisierungsbolzen, sein Geschrei und Gebrülle weckte auch Ateras Aufmerksamkeit von ausserhalb. Starlet schloss die Augen um sich einzig auf ihr Tempo zu konzentrieren. Bald wäre es geschafft, erst dann könnte sie sich ausruhen aber bis dahin muss sie jegliche Anstrengung halten, wenn nicht sogar erhöhen! Der Strohweg war in Sicht. Gleich! Gleich!

Die Recusitari wusste noch um die Positionen der Auslöser, aber ihre Beine zu koordinieren war bei dieser Geschwindigkeit nicht gerade leicht. Sie tippelte und hoffte keinen einzigen zu treffen. Einzig der Letzte lächelte in seiner vollsten Pracht und wurde in den Fokus genommen. Das ehemalige Brood Mitglied kalkulierte ihre Schritte für einen Augenblick neu als der Golem nun nichtmehr weit hinter ihr war. Plötzlich legte der einen Spurt los der blitzschnell direkt hinter seine Beute brachte. Dann griff er plötzlich nach ihren Haaren, erwischte sie aber nicht. Stattdessen erwischte die blonde Mexikanerin den letzten Auslöser und sprang in die Freiheit. Der Golem streckte seine Hand abermals nach ihr und war kurz davor sie abermals zu packen als plötzlich die tonnenschwere Decke hinabsauste und ihn in tausende kleine Steinbrocken zerdrückte. Kurz darauf hob sich die Decke wieder an und offenbarte den zusammengebrochenen Teil des Innentempels.

Sexy Star hatte soviel Kraft in ihren Sprung gesetzt, dass sie kurz vor den Treppen landete und die Treppen brachial hinunter stürzte. Trotz des schier endlosen Rollens, Aufprallen und Aufknallen gegen Treppenkanten und sonstigem Gestein, entledigte die Diosa sich ihres zusammengeknüllten Mantels damit dem Inhalt nichts passierte. Trotzdem kugelte sie noch weiter und kam erst im gnädigen Sand, einige Meter am Fuße der Treppe, zum Stillstand. Atera eilte die Treppen hinunter und hatte inzwischen ihre Kluft angezogen. Bei ihrer Meisterin angekommen, drückte sie ihr das Beatmungsgerät gegen den Mund und half der zittrigen Diosa aufzustehen.

Kristin: "Alles okay?"

Starlets Antwort war schlicht und einfach. Sie drückte geistesgegenwärtig das Gerät weg und brummte ihre Schülerin mit zornigem Blick an. Ateras Frage hatte sich wiedermal erübrigt. Die beiden Damen stiegen die Treppen hinauf und sammelten Starlets verlorene Habseeligkeiten ein. Während sich die maskierte Diosa in den Wüstenschutzanzug kämpfte, befreite Atera die Kamele und stieg auf.

Kristin: "Weisst du, Starlet. Ich bin jetzt seit etwas über 2 Wochen hier. In dieser kurzen Zeit, wurde ich übelst verdroschen von einem Typ der offenbar dem Eis huldigte und anschließend wurde ich von einer psychisch Kranken vermöbelt die sich an Blut aufgeilt. Was ja noch irgendwie okay ist. Aber dann wurde ich angeschossen, mir wurde die Schulter ausgekugelt, man hat mich mit Elektroschocks bearbeitet, ich wäre in dieser verdammten Wüste fast verdurstet, wurde von einem tödlichen Skorpion gestochen, habe einen lebendigen Golem gesehen der mich fast zerquetscht hat und bin aus einem einstürzenden Tempel um mein Leben gerannt. Ums kurz zu machen: ICH BRAUCHE URLAUB!"

Inzwischen hatte es Starlet auch auf ihr Kamel geschafft und ihren Taschenmantel gut verstaut. Ihr Körper bebte und schrie nach Regeneration. Jeder einzelne Knochen tat ihr weh und Milchsäure verpestete ihre Muskeln. Der Kopf schmerzte noch von der Beschwörung und bei dem Sturz die Treppen hinunter schien sie sich ebenfalls ziemlich verletzt zu haben. Sie war ermüdet und ihr Kopf baumelte trostlos vor sich her. So hörte sie gar nicht, was ihre Schülerin da von sich gab. Es war einfach einer dieser kostbar wenigen Momente die Starlet brauchte um sich zu erholen. So übernahm Atera die Führung und leitete die beiden durch die Wüste.

Kristin: "Ich hätte bei der Navy bleiben sollen…"

"… die vergangenheit hat viele gesichter… die wenigsten... will man wiedersehen..."

Thema: Insanity! Live (06.07.2010)
Sexy Star

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28.06.2010 16:01 Forum: Verfügbarkeit

bookbar, der kleine Stich hält die einzigste Starlet nicht auf :o

Thema: Insanity! Live (15.06.2010)
Sexy Star

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04.06.2010 19:50 Forum: Verfügbarkeit

bookbar

Thema: Ein Gespenst geht um...
Sexy Star

Antworten: 5
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02.06.2010 05:48 Forum: Sonstige

Es war eine weitere Niederlage für Sexy Star die durch die richtende Klinge des Bastardsschwerts an Vollkommenheit kaum noch zu übertrumpfen möglich schien. Entschlossen und siegessicher dominierte Abyss den Kampf gegen dem Ende hin und trieb seine Gegnerin immer weiter in die Enge, zwang sie zu einem vernichtenden Fehler der ihr Leben hätte kosten können, wenn es ihr *Meister* nur wollen würde. Sie verzog säuerlich das Gesicht und senkte ihre Mundwinkel bis zum Kinn hinunter als Abyss ihr seinen Sieg wie ein stinkender Morast unter die Nase hielt. Aber diese Wortwahl die Abyss aus dem Ärmel zog ließ sie wie Schokolade auf der Zunge zergehen. Ausgerechnet er erhob Ansprüche zu bestimmen wer unter ein gewisses Raster falle, von dessen Existenz er ohne Sexy Star nicht einmal gewusst hätte, und wer nicht? Der Knecht, der auf ewig seinem Meister gefolgt wäre, wagte es tatsächlich zu sondieren, wer wann seine Vollkommenheit erreichen würde und wo das Sein als Mensch sein Ende findet? Diese Ironie sorgte dafür, dass der rote Lebenssaft in ihrem Mund so süß wie frischgepflückte Früchte und so saftig wie rohes Fleisch schmeckte. Ein Genuss auf vollster Wellenlänge der ihre Mundwinkel amüsiert nach oben zucken ließ.

Es war durchaus mit den vernichtenden Niederlagen gegen Shelly Martinez vergleichbar. Auch sie glaubte Sexy Star zu zerstören. Überheblich wie sie war düngte sie diese Siege auf trivialen Parolen die sie aufgeschnappt und als Beweggründe der Diosa verkündete. Blind und taub, kurzsichtig und närrisch ihr Handeln. Ob sie es jemals lernen würde? Abyss könnte es, würde er nur seinen männlichen Stolz überwinden.

Nicole: "So? Ist das die Meinung die *Ihr* vertretet oder ist es nur das berauschende Gefühl, Eure *Schülerin* abermals besiegt zu haben, das Euch zu dieser Aussage bewog?"

Ohne den Blick von ihrem Meister zu wenden kämpft sich Sexy Star langsam wieder auf die Beine und hält die klaffende Wunde ihres Oberarms fest, stets darauf bedacht sich feste gegen den Stein zu drücken um Abyss Skepsis nicht noch weiter zu nähren. Trotz des erfolgreichen Duells und der waffenlosen Rast traute der Paingiver seiner Schülerin nicht und hielt ihr selbst nach dem Kampf noch die spitze Klinge an die Halsschlagader und schwieg, unbedacht welche Antwort er geben sollte, sofern eine überhaupt nötig war. Er hatte gewonnen und jeglicher Spott sollte dem Verlierer des Duells gelten, so wie es die Norm nunmal vorschrieb. Denn es gibt doch kein befriedigenderes Gefühl auf dieser Welt als seinen Gegner zu besiegen und zu sehen, wie er sich aufraffte um sich einzugestehen, dass man selbst der Stärkere und Bessere war. Eine Aussage auf die Abyss jedoch noch lange warten müsste.

Während das Monster sich auf das Blickduell mit seiner Schülerin konzentriert und auf jede Bewegung ihres Oberkörpers achtet um dementsprechend zu reagieren versucht Starlet ihren Meister in ihren Bann zu ziehen. Sie beschwor den Hass und die Verachtung in sich hinauf. Hass vor der Schwäche ihres Meisters, Hass den sie für Shelly und ihresgleichen pflegte, Hass für die Blindheit ihres Lords. Verachtung vor all jenen die es wagten, die Fähigkeiten der Diosa in Frage zu stellen. Verachtung vor allen, die sich mit diesem rotem Erbrochenem verbeugten was sie Leben nennen. Emotionen die sie stärker machte und den Schmerz in ihrer Schulter und der Nase vergessen ließ. Ein grauenvolles Unwetter an philosophischen Nuklearbomben die sie hinter ihrer besiegten Maske aufbaute um zum Gegenschlag auszuholen. Ihre Augenfarbe veränderte sich und wechselte hypnotisch zwischen grün und violett, untermalt mit einem verführerischen Lächeln das ihren Meister unruhig stimmen sollte. Vielleicht ist es die Schönheit des Anblicks, vielleicht der Zauber des Moments oder vielleicht die Neugierde und gleichzeitige Analyse dessen, was in solchen Situationen mit seiner Schülerin passierte, ließ ihn nicht bemerken, wie Starlet blind mit dem Bein nach ihrem Kampfstab fischte und ihn sich fein säuberlich auf den Fuß legte.

Plötzlich schoss sie ihre Waffe hinauf die gegen das Bastardschwert knallte. Nicht feste genug um Abyss' kommende Stichparade abzulenken aber zumindestens schnell genug um ihn aus der Fassung zu bringen und seine Reaktionszeit zu verlängern. Im letzten Moment konnte Starlet dem wutentbrannten Stich ihres Meisters ausweichen, der sich stattdessen tief in den Megalithen hinein bohrte. Es folgten einige schnelle Schläge in die Rippen des Monsters während er murrend versuchte, das Schwert aus dem Stein zu ziehen. Dann schlug er aus, aber Starlet hechtete darunter durch und sammelte während des Flugs ihre Waffe auf.

Geschickt rollte sie sich auf die Beine und wirbelte den Stab neben sich her bis sie ihn kampfbereit vor sich hielt. Sie könnte nun dutzende Schläge anbringen um das Monster zu Fall zu bringen, sich unzählige Manöver ausdenken in unterschiedlichen Schlag-, Tritt-, Hieb-, Stich- und Griffkombinationen und den Moment der Schwäche ihres Meisters gänzlich auskosten wie ein frischer, kalter Morgentau im brennenden Wetter der dominierenden Sonne. Aber stattdessen schlich sie um ihn herum und tat sich gütlich an seinen erfolglosen Versuchen seine Waffe wiederzuerlangen. Womöglich baute sich in Abyss ein ähnlicher Gedankenschub auf der mit Unterstützung des Dorns eine derart urteilsträchtige Wende brachte. Hass, Verachtung, Tücke, Schläue, List und Geheimhaltung sind solche effektiven Werkzeuge. Dinge die Abyss gekonnt angewendet hatte um Sexy Star in der ersten Runde zu besiegen.

Nun hatte die Diosa genug von dem Schauspiel und wollte dem Treiben ein Ende bereiten. Mit einer ausgeklügelten Sequenz die bis zum Rand mit Spott, Dominanz, Athletik und Ästhetik gefüllt war, sollte nun Abyss eine Niederlage erfahren. Doch als Starlet sich mit einer vorwärts Rolle in den Angriff stürzen wollte um einen verstärkten Vertikalschlag mit der vollen Spannweite ihres Stabs auf den stählernen Hinterkopf ihres Meisters zu vollziehen, gelang es diesem plötzlich das Schwert aus dem Stein zu ziehen und der Attacke mit einer halben Drehung schwungvoll zu begegnen, als hätte er diesen Angriff erwartet. Da Starlet das Maximum aus dem Schlag herausholen wollte und dementsprechend den Stab am Ende umfasste, schlug Abyss ihr die Waffe aus der Hand welche im hohen Bogen aus dem Cromlch flog. Geschockt schaute die Latina ihrem violetten Kampfstab hinterher, welcher hinter einem der Megalithen landete, die schienen als würden sie sich immer weiter selbst zusammensetzen.

Der Hass davor, dass es Abyss wiedermal gelungen war, ihrem Angriff mit Leichtigkeit zu entgegnen, und die Verachtung vor sich selbst, sich so selbstbewusst in den Kampf zu stürzen ließ ihr Gehör aufhorchen. Eine Klinge schnitt sich durch die Luft und sauste ebenso vertikal auf sie zu. Wohl eine Art Spott ihres Meisters um ihr zu zeigen, wie ein Hieb dieser Art ausgeführt werden sollte. Sexy Star setzte alles auf einer Karte und vertraute auf ihre Schnelligkeit und Reflexe. Als sie ihren Kopf umschlug um zu sehen, was auf sie zu kam verlangsamte sich die Zeit plötzlich. Wie in Zeitlupe sah die Latina das Schwert auf ihren Schädel zu rasen, verfolgt von dem Berserkerblickes des Führers dahinter. Starlet sprang der Klinge entgegen, drehte sich aber in der Luft und mit exaktem Timing trat sie gegen das breite Klingenblatt des mächtigen Bastardsschwerts und entkam dem sicheren Tod somit ein weiteres Mal. Die Schneide bohrte sich tief in den Boden, doch mit Leichtigkeit konnte Abyss sie wieder hinausziehen und grinste Starlet schmalspurig entgegen.

Ein schauriger Moment in dem auch die Blondine ein Grinsen auflegte, denn sie verstand nun was vor wenigen Sekunden passiert war. Abyss schauspielerte ein weiteres Mal als er damit kämpfte die Klinge dem Stein zu entreissen. Aber diese Erkenntnis kam zu spät und der bullige Riese war wieder am Drücker. Als wolle er seine Schülerein zum Tanzen bringen, stach er abwechselnd nach ihrer linken und rechten Rippenpartie, schleuderte sein Schwert über Starlets abgeduckten Kopf hinweg und zwang sie zu einem Rad als er nach ihren Beinen schlug. Ein Moment in dem sie ihm sogar zwei kleinere Tritte verpassen konnte, die bei dem Monster aber nicht mehr als ein müdes Kopfschütteln hervorrief. Ein schiefer Schlag mit dem Schwert von unten nach oben folgte dem Starlet mit zwei Schritten zurück ausweichen konnte. Aber das war noch nicht alles. Schon fast mit tänzelnder Eleganz drehte sich Abyss noch einmal um die eigene Achse um das Maximum aus dem gerissenen Schlag zu holen. Jedoch duckte sich die Diosa ab und federte im Augenblick der Besinnung hinauf und hämmerte Abyss ihr Knie gegens Kinn. Der Riese taumelte zurück und griff sich an die getroffene Stelle ehe er eine schleimige, rote Substanz unter seine Maske ausspuckte die einen glibbrigen Faden zog ehe sie auf dem Boden landete.

Starlet musste Grinsen und wischte sich das Blut am Philtrum weg, denn die Blutung an ihrer Nase begann allmählich zu stoppen und das Blut zu gerinnen. Während der Paingiver seinen Kiefer richtete und im Schnelldurchlauf analysierte was schief gelaufen ist, verschwand Sexy Star hinter einem der Megalithen womit wir wieder beim Beginn des ersten Duells stehen. Grummelnd erreicht der Schmerzspezialist der Brood auch diese Erkenntnis und ging abwartend in Verteidigungsstellung. Er hatte nicht gesehen, wohin seine Schülerin verschwunden war und nach ihr zu suchen würde nichts bringen. Seine Schritte waren schwerer, sein Atem lauter, sein Blick getrübter und seine Reaktion zu langsam für diese zierliche, nervige Blondie welche förmlich wie ein Schatten vor seinen Augen hin und her hechten konnte, ohne dass es ein taumelnder Riese mitbekommen würde.

Doch muss Abyss nicht lange warten bis die Diosa sich wieder zeigte. Sie nutzte einen kleineren Stein als Bock und sprang auf einen der Megalithen und machte von dort einen weiten Satz auf Abyss zu. Dieser hielt sich schützend das Schwert vor den Körper während Starlet es ihm gleich tat mit dem Unterschied, dass sie ihre Waffe waagerecht hielt. Obwohl ihr Meister kein Problem damit hatte, ihre Schläge abzulenken oder gar zu blocken, wird er nun an ihrem ganzen Körpergewicht zu knabbern haben. Die Waffen preschen aufeinander und Starlet landet mit den Knien förmlich auf den Schultern ihres Meisters. Bei dieser Wucht vermochte selbst ein Abyss es nicht, sich noch auf den Füßen zu halten und stürzte um. Dementsprechend leicht landete Starlet, konnte den absoluten Sieg jedoch nicht erringen. Abwechselnd schlug sie mit dem linken und rechten Ende ihres Stabs, aber er war zu lang um Abyss aus dieser Nähe zu treffen. Also hechtete sie zur Seite und ließ ihren Meister aufstehen. Er murmelte miesepetrig irgendetwas ehe Starlet ihren Stock als Sprungstab benutzte um Abyss mit einer kurzen Sequenz von Tritten zu begegnen.

Der Nachteil dabei war, dass sie ihm damit half wieder auf die Beine zu kommen. Aber offenbar gewollt, denn ihre Augen leuchteten und wechselten schneller die Farbe als zuvor. Wie eine Furie schlug sie zu und stach, wirbelte den Stab, wechselte die Stellung mit der Eleganz einer Tänzerin um weiter wie eine Schlange mit dem Stab als ihre Zähne zuzubeissen. Aber Abyss konnte alle Griffe ablenken, parieren oder blockieren. Starlet erkannte jedoch, dass er langsam schwächelte und diese Geschwindigkeit nicht ewig halten würde also machte sie weiter. Hass und Ehrgeiz durchströmte sie. Es fühlte sich einfach wunderbar an, als würde sie von Wasser umgeben sein und sie könnte ihre Augen schließen und die Motorik einfach arbeiten lassen. Und so gab sie sich ihrer Leidenschaft hin. Sie dachte an rein gar nichtsmehr sondern schwamm mit dem Strom.

Abyss versuchte anzugreifen, aber der Kampfstab seiner Schülerin schien überall zu sein und hörte gar nichtmehr auf zu rotieren und durch die Luft zu wirbeln. Wie ein Nunchuck spielte sie damit herum, ließ ihn zwischen den Angriffen über ihren Kopf wandern um nach Abyss Schädel zu schlagen, ließ ihn dann um ihren Bauch wandern um nach Abyss Füßen zu schlagen. Dort traf sie ihn auch einige Male, denn welcher Schwertkämpfer schlug schon unterhalb der Taille und vorallem so zügig nacheinander? Einige Male schenkte Abyss ihr sogar einen Treffer um zu sehen, ob sie aus der Rotation kommen würde. Ob sich Schlupfwinkel in ihren Sequenzen von gespenstischer Natur auftun würden in die er mit seinem Schwert brachial einschlagen könnte um dieses Glas in unzählige Scherben zu zerbrechen. Aber Starlet Verteidigung schien lückenlos zu sein oder er suchte an den falschen Stellen.

Wieder nutzte Starlet ihren Stab als Sprungstab um mit Kicks anzugreifen. Diesen Moment ergriff Abyss um anzugreifen, aber plötzlich schnellte ihr Stab hervor und stach ihn in die Brust. Es war einfach nur ärgerlich und das Monster wurde immer wütender, nervöser und ungezügelter. Er versuchte sich einzureden, dass er auf Geduld setzen musste, aber kurz nach diesem Gedanken, kassierte er einen Schlag der ihn zurück in die Realität holte. Am liebsten würde er wohl einfach losstürmen und sie umrennen während sie ein tosender Hagelsturm von Schwerthieben überkommen würde, aber irgendetwas schien ihn dabei zu behindern.

Schon bald war Abyss derjenige, der sich mit dem Rücken an einem Megalithen zugewendet wiederfand. Mit drei eleganten Schlägen an der Spitze, der Mitte und dem Griff des Schwerts, entwaffnete Starlet ihren Meister. Wutentbrannt akzeptierte er seinen Verlust nicht und setzte auf die Rage Taktik wobei er losstürmte und nach ihrem Hals griff. Statt zu flüchten oder sich zu ducken, drückte Sexy Star ihm ihren Stab in die Hand und es folgte eine Sekunde die ewig zu wirken schien in welchem Abyss überrascht die Augen aufriss während Starlet an ihm vorbeihuschte und ihm ihr Knie in die Magengrube fetzte. Noch während Abyss sich bückte um den Kick aufzufangen, entwendete sie ihm die Waffe mit einer Serie geschickter Handgriffe ehe sie ihm den Stab gegen den Hinterkopf schlug wobei das Monster mit dem Kopf zuerst auf dem Boden landete.

Als er versuchte nach dem Schwert zu greifen, das so weit von ihm entfernt lag, schnellte der violette Kampfstab entgegen, stoppte aber nur kurz vor seiner Maske. Starlet's Miene blieb kalt und emotionslos, die Augen halb geschlossen. Ihre blonden Haare wehen wie goldenes Stroh im Wind.

Nicole: "Was sind die Worte eines Mannes wert, der zu blind ist zu erkennen, dass er als Meister schon längst überholt wurde? Recusitari... also wirklich. Ihr solltet nicht so oft im Dreck wühlen, mein Schüler!"

Thema: Ein Gespenst geht um...
Sexy Star

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30.05.2010 14:16 Forum: Sonstige

Die Wirkung des Florimdorns ließ die Diosa überrascht aufblitzen. Normalerweise hätte man damit einem Elefanten das Bewusstsein geraubt der mit seinem Gewicht die Erde unter sich erzittern ließ. Nach einiger Zeit würde er Halluzinationen erleiden und einen immer dichter werdenden Wald voller Farben vor den Augen sehen während sich parallel dazu seine Blutbahnen verengen bis es ihm qualvoll den letzten Hauch Leben ausgepresst hätte, sofern man ihm nicht das Gegenmittel gönnte. Bei Abyss hingegen schien in der Anatomie irgendetwas durcheinander geraten sein, sodass es ihn nicht wie beabsichtigt schwächte, sondern viel mehr stärkte. Womöglich war die Dosis zu gering, vielleicht ist das Gift auch bereits getrocknet. Aber es blieb eigentlich keine Zeit sich darüber Gedanken zu machen, denn wie ein feuerndes Inferno begann Abyss das Duell mit schepperndem Stahl und dem Produkt von Eisenerz und Titan.

Ehe sich Sexy Star versah, rammte Abyss ihr seine mächtige Schulter gegen das Nasenbein. Das dabei lautende Geräusch von knirschendem Knorpel war ekelerregend, wenn man es nicht schon gewohnt war. Benommen torkelte die Diosa zurück und kämpfte mit dem Gleichgewicht den sie verzweifelt mit ihrem violetten Stab auszugleichen versuchte. Noch bevor sie über einen der Megalithen stolperte und zu Fall gebracht wurde, gelang es ihr mit tosendem Wirbeln ihrer Waffe das Gewicht nach vorne zu verlagern und fand sich in einem stabilen Stand wieder. Ehe sie sich besann, riss Abyss sein Schwert zu ihr hinunter das ihren Kopf inzwei Hälften gespalten hätte, wäre sie nicht zur Seite gerollt. Trotz des verfehlten Treffers belohnte es das Gefühl der Dominanz des Monsters mit einem funkensprühenden Aufschlag auf jenen Megalithen, über den Starlet zuvor fast gestolpert wäre.

Wieder auf den Beinen wirbelte Sexy Star ihren Stab in kreiselnden Bewegungen bis sie ihn mit einer Hand hinter ihren Rücken über ihre Schulter schlug und in dieser abwartenden Situation verharrte. Psychisch war es mit dem simplen Spiel des Ping Pongs zu vergleichen. So ausbalanciert wie ihre Handicaps waren, ging es nun mehr darum auf den Fehler des anderen zu warten oder seinen Gegner, wie Abyss zuvor, zu einem Fehler zu zwingen. Starlets wichtigste und größte Waffe hatte sie bereits verspielt und schien die wilde Bestie vor ihr nur bestärkt zu haben.

Vielleicht wusste Abyss, dass Sexy Star abwarten würde und ließ sich dabei Zeit wieder in seine Position zurückzukehren. Sein Blick schwiff zuerst zu seiner Schülerin und erst dann schob er seinen bulligen Körper zurecht und zog das Bastardschwert demonstrativ vor seine Brust während er mit dem Anblick belohnt wurde, wie sich eine dünne Blutbahn einen Weg aus der Nase seiner Gegnerin bahnte und über ihre giftgrünen Lippen lief. Durch die Luftfeuchtigkeit der tropisch angehauchten Landschaft und in Kooperation mit dem öligen Rot, vermischte sich ihr Lippenstift mit dem Blut zu einem eiterartigen gelbton. Der Geschmack von Metall macht sich im Mund der Mexikanerin breit als sie sich die Lippen leckte und anschließend eine Gemisch von rosanem Speichel ausspuckte. Dann atmet sie tief durch als wolle sie etwas sagen, schluckt die Bemerkung aber mit einem dünnen, blutverschmierten Grinsen unter und holte mit dem Stab aus um die aufbauende Verteidigung ihres Meisters zu zerbrechen.

Dieser hatte es aber nicht nötig den Hieb abzulenken sondern entgegnete ihm mit seiner Kraft um den Stab wegzuschlagen. Ein fataler Fehler mit dem Starlet wohl gerechnet hatte. Denn genau diesen geschenkten Schwung nutzte Starlet aus um ihre Waffe über dem Kopf zu wirbeln und mit dem Ende des Stabs Abyss am Hinterkopf zu treffen. Womöglich hatte auch das Monster eine derartige Reaktion kommen sehen, konnte das Schwert aber nicht rechtzeitig in Position bringen. Ein reaktionsartiger Schwung mit seiner Waffe folgt, der Starlet dazu zwang in die Knie zu gehen wobei die heranschnellende Schärfe seiner Klinge knapp an ihrem Kopf vorbeisauste und einige ihrer goldenen Strähnen abschnitt.

Während Abyss versuchte, die Wucht seiner Waffe wieder unter Kontrolle zu bekomen versuchte Starlet erneut mit Schlägen seine Kniekehle zu bearbeiten um das Monster zu Fall zu bringen. Da das nicht von Erfolg gekrönt wurde und mehr ein bemitleidenswertes Lächeln unter der Maske ihres Meisters hervorrufen dürfte, versuchte sie sich an einer Hebelwirkung. Doch bevor sie richtig ansetzen konnte, packte Abyss sie mit seiner riesigen Hand an der Stirn und stieß sie ganz einfach von sich weg, sodass die blonde Diosa mit ihrem Po auf dem Gras landete. Kurz darauf stach der Paingiver nach ihr und zwang sie zu einer Rückwärtsrolle woanch sie geschickt wieder auf den Beinen stand.

Er gönnte ihr keine Pause sondern schien in eine Art Rage zu fallen und stach wie ein blutgieriger Sadist mit der Spitze seines Bastardsschwert nach ihr. Schnelle und zügige Stiche die ohne weiteres von der Diosa abgelenkt werden konnte. Aber mit jedem Stich der nicht das gewünschte Ergebnis brachte wurden seine Angriffe schneller und kräftiger wodurch Starlet mit ihrer mangelnden Stärke immer mehr damit zu kämpfen hatte, sich zu verteidigen und einen Schlupfwinkel zu entdecken wie sie das Treiben des Monsters ein Ende machen könnte. Sie sah das Feuer in seinen Augen und es erfüllte sie zugleich mit Furcht als auch mit Stolz, was sie in diesem Mann entfacht hatte, selbst wenn es um ihr Leben ging das schon so oft auf dem Spiel stand.

Dann aber erkannte sie, dass das Monster zu schwächeln begann und entdeckte eine Möglichkeit, seine Rage gegen eine undurchdringbare Wand knallen zu lassen. Wieder stach er zu, doch anstatt ihn zu parieren, entgegnete sie ihm und klemmte seine Klinge zwischen der ihrigen und dem Griff ihres Stabs, wobei sie versuchte, sein Schwert zur Boden zu drücken um ihm ein Entkommen so schwer wie möglich zu machen. Diese Hebelwirkung benötigte die volle Kraft und beide Arme der Diosa, während Abyss ihr noch mit einer Hand Paroli bieten konnte und die andere frei zur Aktion hatte. Diese Faust der Zerstörung schnellte nach vorne und peilte ihre Wange an. Blitzartig reagierte die blonde Diosa und kickte mit der Pieke ihres Vorderfußes gegen das Handgelenk der unheilbringenden Faust, wobei sie einen Nerv in dem Handknochen des Monsters getroffen hatte und ihn schmerzvoll aufjaulen ließ als sich seine Hand verkrampfte und sie reflexartig nach hinten zucken ließ

Die anspannende Konzentration war gebrochen und Starlet löste die verankernde Komplexität ihrer Abwehr, befreite das Schwert ihres Gegners um ihm die Spitze ihrer Waffe in den Bauch zu rammen der Abyss dazu zwang, rückwärts zu taumeln. Selbstsicher wirbelte Sexy Star mit einer Hand in dem Moment des Erfolgs demonstrativ ihren Stab vor sich her, über ihren Kopf bis sie ihn plötzlich hinter sich auf der Schulter verankerte und mit der freien Hand ihren Gegner fixierte.

Nicole: "Ich gehe Euch doch nicht etwa auf die Nerven, oder *Meister*?"

Witzelte die blonde Schönheit ohne ihre Konzentration zu vernachlässigen und spuckt einen weitere, pinkroten Glibber neben sich auf den Boden.

Thema: Ein Gespenst geht um...
Sexy Star

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29.05.2010 04:31 Forum: Sonstige

Da stand der Hüne wie ein Wachposten auf seinem Turm, umgeben von einem abgestorbenen Steinkreis, dessen geborgene Geister nun kaum noch ein Flüstern im Wind waren. Was glaubte er dort zu finden, wenn hinter den fürchterlichen Gerüchten dieses Ortes kaum ein Grad von Wahrheit zu finden war? Womöglich eine alte Weisheit, getragen von gewöhnungsgetränkter Schätzung auf einen Tropfen Wahrheit, dass in jedem Märchen auch ein Funken Realität steckte. Fürwahr durfte dieser rituelle Platz ein ganzes Geschichtsbuch mit Ziffern und Zeichen füllen, aber ob sie zu etwas Nutze waren ist eine Frage, die man so einfach nicht beantworten konnte. Selbst Lady Violet zweifelte an diesem Ort als nützliche Energiequelle und Inspirationstank für größere Macht. Zu schwach ist das Echo der Leidenden an diesem Ort und zu laut die neusten Erinnerungen von fröhlichen Jünglingen die diese historische Stätte als Spielplatz missbrauchten.

Versteckt hinter einem Megalithen, zusammengekauert in ihrer unheilvoll schwarzen Tracht mit den giftgrünen Verzierungen und ihrem eingefahrenen Stab auf dem Schoß, lauschte Starlet den Störungen im schwachbrausenden Wind um die kaum merklichen Bewegungen ihres mächtigen Schützlings zu interpretieren. Eine bemerkenswerte Fähigkeit die eine gehörige Portion subtiler Konzentration erforderte, speziell wenn es nahezu windstill war wie an diesem Ort. Obwohl sich der Cromlech auf einem Hügel befindet, war es so, als ob der Wind ihm heute ausweichen würde und es der Diosa somit schwer machte, dieses antrainierte Talent in vollen Zügen einzusetzen. Zur innerkehrenden Stärkung ihres Gehörs, schloss Starlet ihre Augen um mit der natürlichen Umgebung des saftigen Grüns zu verschmelzen. Eins zu werden mit ihrer Müttern und Vätern die ihr so großzügig zu Füßen lagen.

So begann sie das sanftrauschende Areal intensiver wahrzunehmen. Der Wind, wie er über pfeifend durch die Grashalmen zieht. Der weiche Boden, wenn die Erde bei jeder neuen Gewichtsverlagerung des Paingivers knirschend aneinander reibt. Das brummige Atmen des Monsters und das scheppernde Aneinanderreiben seiner Rüstung, wenn er seinen Kopf in eine andere Richtung drehte. Manchmal, wenn sie dieser Fähigkeit in Anwesenheit ihres Mentors anwendete, glaubte sie sogar, das Flutschen seiner Augen zu hören wenn er sie bewegte, oder gar das Klappern seiner Lider. Heute allerdings nicht. Denn dadurch, dass sie sich hinter einem Megalithen versteckte, stand sie nicht im Strom des Windes und nahm somit nur eine gefilterte Überlieferung der Physik wahr.

Ihr Meister schien sich mit der inneren Ruhe anfreunden zu wollen. Sein Atem war ruhig und stabil, denn sein Kopf spähte nur sehr langsam über das Gelände. Zuviel hatte er bereits aus den Talenten seiner Schülerin gelernt und wurde dadurch immer vorsichtiger. Gezwungen sich ihrem Stil anzupassen und dadurch eingeschränkt in seinem Stil. Dadurch wurde er vom präventiven Angreifer zum hungernden Verteidiger dem nichts anderes übrig blieb als zu warten was passiert. Tücke, Schläue und Geheimhaltung - die Waffen der Recusitari. Instrumente mit denen Abyss vielleicht auch irgendwann eine Symphonie zu spielen lernt, wenn er die gewohnte Offenbarung seiner selbst einmal abgeben würde.

Noch immer in ihrer konzentrierten Bestandsaufnahme der Umgebung versunken, spähte sie nach weiteren Felsen die sie als Sichtschutz nutzen könnte und zählte dabei eher nebensächlich die Megalithen. Es waren 46 an der Zahl. Nachdenklich spekulierte Starlet nach einer Möglichkeit wie sie sich unbemerkt ihrem Meister nähern könnte. Er soll keine Chance haben sie zu entdecken, bevor sie es ihm nicht erlaubte! Sie musste ihn weiter ins Staunen versetzen, ihre Stärke und Überlegenheit beweisen, besonders nach dieser Niederlagenserie gegen die Championesse, welche es sich im Thronsaal der verstoßenen Königin gemütlich machte.

Jetzt schien die Chance gekommen zu sein. Abyss Bewegungen wiesen sie darauf hin, dass er sich bewegte. Dem Knirschen des Bodens zu urteilen nach, waren es zwei Schritte die kaum an Abstand gewannen, noch verloren. Also widmete er sich einer anderen Richtung. Der Geruch seiner Haare, der vom Wind am Stein vorbeizog hinter welchem sich Starlet versteckte, bestärkte sie in der Annahme. Jetzt oder nie!

Vorsichtig öffnete sie ihre Augen und schlich sie an die Ecke des Megalithen und schob dann vorsichtig ihren schwarzen Mantel über das angewinkelte Knie. An ihrem Gürtel hatte sie zwei Pfeile aus Florimdornen gestickt, welche sie elegant herauszog und zwischen die zweiten Fingerglieder ihrer Zeige-, Mittel- und Ringfinger befestigte. Dann spähte sie nach den nächstgünstigsten Felsen und atmete noch einmal tief, leise und lange durch um die vorgenommene Stille nicht zu unterbrechen.

Dann geschah es ganz plötzlich. Sie hechtete zum nächsten Felsen und warf noch im Flug einen der Florimdornen in die Richtung ihres Meisters, verfehlte ihn allerdings. Das Rascheln während der abfangenden Rolle, zog die Aufmerksamkeit des Monsters auf sich. Schlagartig fuhr er den Kopf zu dem Stein, hinter dem sie sich zuvor versteckt hatte. Sexy Star musste sich nicht konzentrieren um zu hören, dass der mächtige Hüne mit schleifendem Kreischen die Klinge aus der Halterung zog und mit seinen 100 Kilo auf den Megalithen zustampfte. Immer näher kam er und schon bald würde er sie entdecken. Sie musste sich etwas einfallen lassen und zwar schnell! Hurtig sucht sie den Boden nach kleineren Steinchen oder anderen Dingen ab, die ein Geräusch, laut genug und gut hörbar für das Monster, absondern könnten.

Der Atem des Monsters wurde immer intensiver und lauter, sodass es durch die anstehende Gefahr schon fast unterträglich wurde. Aber Star behielt einen künen Kopf, denn schwach war sie nichtmehr. Der Gedanke, in wenigen Momenten inzwei geschnitten zu werden, beruhigte die Blondine aber auch nicht sehr. Gefunden! Drei kleine Steinchen! Zügig schoss Starlet sie in die Richtung aus der Abyss gekommen war und simulierte einen akustischen Schatten welcher sich von einem Megalithen zum nächsten bewegte. Tatsächlich, es funktionierte. Oder zumindestens wandte Abyss sich um und holte bereits zu einem möglichen Schlag aus. Eine weitere Möglichkeit die Starlet nutzte um hinter ihrer Deckung aufzustehen und den Dorn auf gezieltem Wege in den Nacken ihres Mentors zu schleudern. Und auch dieser Wurf trifft sein Ziel!

Sofort duckt sich Starlet ab im Verdacht, dass Abyss sich nun wieder zu ihr drehen würde. Aber wie es scheint, hat er es bei seiner ledernen Haut, die so sehr von salzigen Schweiß und peinleidenden Schmerzen abgestumpft war, nicht einmal gespürt. Sie konzentrierte sich um den Weg ihres Meisters von den Geräuschen der Luft abzulesen. Er schien es wirkklich nicht gemerkt zu haben. Das war zu leicht, dachte Starlet und gönnte sich ein Grinsen auf ihren giftgrünen Lippen. Die Schritte entfernten sich von ihr und wurden immer leiser. Jetzt ist ihre Chance gekommen, ihre Schläue und Überlegenheit zu demonstrieren. Behutsam nimmt sie den eingefahrenen Stock in die Hände und zieht ihn mit subtiler Sorgfalt auseinander. Viermal, dann war der violette 1 Meter 80 lange Stahlstab ausgefahren und funktionstüchtig.

Dann tritt Starlet aus ihrem Versteck und schleicht dem wachsamen Abyss hinterher. Sie achtet peinlichst genau auf die Stellen, an denen sie ihre Füße positioniert um ihren Meister nicht im letzten Moment noch von ihrer Dummheit zu überzeugen. Aber zu ihrem Glück geschah nichts dergleichen und schon bald war sie nahe genug um das Monster mit dem Stab niederzustrecken. Aber stattdessen sticht sie ihm mit der Spitze des Metallstabs gegen den Hinterkopf wobei sein Schädel beim Aufprall ein leises, von seinem Haar abgestumpftes Tocken verursacht. Selbstsicher und mit einem dominierenden Grinsen auf ihren dünnen Lippen steht sie hinter ihm und hält den Stab stramm in Position

Nicole: "Eure Augen zeigen nach vorne. Eure Waffen zur Seite. Euer Gehör ist überall und doch ist es nur Euer Rücken der mit mir in Konkurrenz treten möchte wie mir scheint, *Meister*."

Thema: Pay Per View XIX
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21.05.2010 14:30 Forum: Verfügbarkeit

okay, hat sich erledigt: bookbar

Thema: Insanity! Live (18.05.2010)
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09.05.2010 16:47 Forum: Verfügbarkeit

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Thema: Insanity! Live (11.05.2010)
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03.05.2010 16:20 Forum: Verfügbarkeit

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,wobei ich mich entschuldigen muss für den Non-Post. Hatte die DL um einen Tag verschwitzt. Ich wäre für ein Triple Threat Match, sollte sich Shelly bookbar melden

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