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Autor Beitrag
Thema: braindead
Lacey

Antworten: 3
Hits: 3598

14.05.2011 22:45 Forum: Sonstige

Und plötzlich stand er da, so als ob Engel vobeigeflogen wären und ihn genervt fallengelassen hätten . Es war zwar eigentlich nicht möglich, aber trotzdem hatte Lacey dein Eindruck, dass sich Greeds ebenso dunkle, wahnsinnige Rasputin-Augen von der Schwärze um ihn herum abheben würden, während sie in gemeinsamen Erinnerungen schwelgten.

Vor einiger Zeit war ein internationales Ensemble in eins der größten Schauspielhäuser Kanadas gekommen, um vor den Augen einiger Vertreter der oberen Zehntausend ein von der Fachpresse in den höchsten Tönen gelobtes Theatherstück aufzuführen. Gespannt wartete das Publikum auf das Finale, welches von den meinungsbildenden Kritikern als »einzigartig«, »noch nie da gewesen« und revolutionär beschrieben wurde, die Zuschauer waren sogar angehalten worden, dass Ende auf keinen Fall zu verraten. Als der Vorhang für den letzten Akt zugezogen wurde, brach ein sich im Saal wie ein Lauffeuer verbreitendes, spekulatives Geflüster über mögliche Enden aus, dieses verstummte aber schnell wieder. Denn plötzlich hörte man die Menschen hinter der Bühne spitze, verzweifelte Schreie ausstoßen, dazu sauste eine Klinge immer wieder durch Luft und Fleisch. Um diese Kakophonie erträglich zu machen, erklang Laceys Geigeninterpretation von »Gloomy Sunday«, die das Publikum zu Tränen rührte. Vereinzelte Blutspuren krochen als Zeugen von Greeds Massaker unter dem Vorhang hindurch, ehe sich dieser öffnete und den Blick auf ein Meer von Blut freigab, auf dem die zerschnittenen Körper der Schauspieler und Theatermitarbeiter in handlichen Stücken beinahe wie Eisschollen schwammen. Einige wenige Zuschauer waren von diesem grausamen Bild fasziniert, der große Rest hingegen schockiert. Doch alle einte der Wunsch, nicht als Kulturbanausen dazustehen und das Finale angemessen zu würdigen. Also applaudierten sie dem Slashercouple.

Sie schenkten sich ein vielsagendes Verschwörerlächeln und konzentrierten sich dann auf Laceys Spielzeug. Krachend platzierte sie ihren Geigenkoffer auf einer kleinem, eingestaubten und von Ratten bewohnten Kommode und ließ den Kasten aufspringen, während sie auf Greeds Frage so antwortete, als würde sie eine Beschwörungsformel rezitieren.

Ja, ich werde für dich spielen, halkyonisch und mindestens eine ganze Nacht lang, aber vorher musst du für mich einen 'Bloody Sunday' tanzen.

Mit diesen überraschend harmonischen Worten führte die Klingenhure das stählerne Instrument aus dem Innenfutter, mit der rechten Hand umfasste sie fest den verspielt verzierten Griff und mit dem linken Zeigefinger streifte sie kurz die Spitze der Waffe, sodass sie zum Dornröschen wurde. Beides, Waffe und Finger, streckte sie ihrem Bluthund nun entgegen. Dieser wusste ganz genau, dass sie den Degen nicht lange halten konnte, gierte aber viel mehr nach ihrem Blut als nach dem Stahl. Was wählte er wohl? Und wie bewertete Miss Jigsaw die Entscheidung des Kandidaten?

Thema: braindead
Lacey

Antworten: 3
Hits: 3598

braindead 06.05.2011 23:46 Forum: Sonstige

Auf den ersten Blick ähnelten die Menschenmassen vor den Toren des Copeland Manors jenem fackeltragenden, behelfsmäßig mit Waffen ausgerüstete und wild durcheinander rufende Mob, der vor gut 200 Jahren das Pariser Bastille-Gefängnis stürmte. Aber bei genauerer Betrachtung offenbarten sich einige Unterschiede, von denen wohl der wichtigste war, dass dies keine Befreiungsaktion sondern ein Vergeltungsschlag werden sollte. Zwar hatte sich das Slashercouple nach seinen brutalen Raubzügen durch die winterlichen Nächte Kanadas artig aus der Gesellschaft zurückgezogen, aber das war dem gemeinem Volk zu wenig. Allen moralischen und juristischen Standards, die der Westen so gerne hochhielt, zum Trotz gierten sie nach den aufgespießten Köpfen derer, denen sie immer ähnlicher wurden.

Allzu deutlich rasselte die Meute mit ihren Säbeln und die Herausforderung wurde von Lacey lächelnd, ja richtiggehend mit einem vom Wahnsinn übertrieben breit gezogenen Grinsen vernommen und selbstverständlich angenommen. Die Klingenhure wusste, dass sie noch viel Zeit hatte, um ihren Bluthund auf das kommende Gemetzel vorzubereiten, zu stabil waren und zu feige die Gegner. Wenn man halbwegs intelligent ist, lernt man zwar innerhalb einer Minute wie man ein Sturmgewehr bedient, aber es dauert wesentlich länger sich dazu durchzuringen, den Unterschlupf eines Verbrecherpärchens zu stürmen und dieses zu exekutieren.

Was für andere Frauen Schuhe waren, waren für Lacey Waffen und so hatte sie im Laufe der Zeit und immer mit einem Blick für mögliche Modifikationen ein beachtliches Waffenarsenal angelegt, was sich ganz ihrem chaotischen Naturell entsprechend in den zahlreichen Ecken und Winkeln des Manors verteilte. Aber ebenso wie ein Eichhörnchen keine Probleme hat, seine vergrabenen Schätze wiederzufinden, fiel es Lacey nicht schwer einen überraschend neu wirkenden Degen aus stabilem Maraging-Stahl hervorzuholen. An der eigentlich veralteten Waffe, die vom Träger waghalsige, schnelle Tänze verlangt, gefiel Lacey besonders gut, dass sie jeder sofort dem Slashercouple zuordnen würde, denn der Griff war mit gemeinen Silberdornen verziert und,aus dem Knauf spross eine üppige Rosenblüte aus Metall, die über ein ebenfalls metallnes, ausgeklapptes Rasiermesser mit dem anderen Ende des Griffs verbunden war. Zwar war der Degen so lang, dass Lacey ihn nicht tragen konnte, ohne dabei albern auszusehen, aber glücklicherweise holte sie aus der hintersten Ecke ihres Waffenlagers einen Geigenkasten hervor, von dem sie selbst nicht mehr wusste, wie er dorthin gekommen war. Nachdem sie die Scharniere vom Staub befreit hat, sprangen diese bereitwillig beim Öffnen auf und ihr strömte ein vertrauter Geruch entgegen, der sie eine verträumte Melodie summen ließ. Als sie ganz im Stile eines Profikillers die Waffe im mit blutrotem Samt überzogenen Inneren Geigenkasten verstaute, fiel ihr auf, dass die Klinge an ihrer dünnsten Stelle kaum dicker als die bläulich hervortretenden Adern an ihrem Handgelenk waren. Fasziniert lächelte sie ihrem Spiegelbild auf dem blankpolierten Stahl zu.

Während sie mit dem geschulterten Geigenkoffer die dunklen, wie ausgestorben wirkenden Korridore Korridore des Manors entlang hüpfte, hatte sie nichts mehr von der gravitätischen Eleganz eines Problemlösers der Mafia, aber hier waren sowieso ganz andere Qualitäten gefragt. Die auch für Lacey deutlich hörbaren Sprechchöre verlangten nach einem rauschenden Schlachtfest und deswegen hatte de Klingenhure auch den Degen als Waffe gewählt, zwar hätten es drei, vier gut geworfene C4-Sprengsätze auch getan, aber das hätte die kriegerischen Handlungen auf ein für alle Beteiligten unerträgliches Minimum reduziert. Nein, die Gier nach Blut war allgegenwärtig und brannte darauf in Aktion zu treten.

*Du-weißt-schon-was für Du-weißt-schon wer*

Thema: Bloodshed #6 (17.02.2011)
Lacey

Antworten: 17
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13.02.2011 16:24 Forum: Card

Ich denk mal, die Kommentatoren werden erst bei Bloodshed #6 bekanntgegeben und dort auch ihren ersten Auftritt haben. Bei den Houseshow wird wohl - wenn überhaupt - das altbekannte Vierergespann aktiv sein.

Thema: .engagement
Lacey

Antworten: 27
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11.02.2011 23:00 Forum: Sonstige

Fast so als wollte er seine lächerliche Aussage, dass er nur ein Geist sei, selbst widerlegen, küsste Greed Lacey ganz knapp über ihrem Schlüsselbein und saugte leise schmatzend das aus der von ihm frisch hineingeritzten Wunde hervorquellende Blut. So gab er ihr einen kleinen Vorgeschmack auf das was kommen wird, wenn er ihrer Forderung nachkommt. Doch darauf sollte sie lange warten, weil der Slasherstar ihr Darben genießen, sich an ihrem Leid ergötzen wollte. Wie lange würde sie wohl waten müssen, wenn sie ihn gewähren lässt? So lange bis sie alt und schwach auf ihrem Totenbett liegt, um ihr dann ganz neue Lebensgeister einzuflößen, ihr ihr juveniles Aussehen zurückgeben und dann an ihrer Seite diejenigen, die auf Lacey Tod warteten niederzustrecken. Gewiss, ein schöner Gedanke, aber mehr auch nicht. Denn für die Realisierung bedurfte es zweier Sachen, die beide nicht im ausreichenden Maß vorhanden waren, zum einen Laceys Geduld und zum anderen Greeds Unsterblichkeit. Ja, er verfügte er über ein erstaunliches Regenerationsvermögen, das auch der einzige Grund war, dass sein von Narben und Striemen überzogener Körper noch nicht komplett in sich zusammengefallen war. Aber was nützten ihm diese Heilungskräfte, wenn man ihn lebendig begraben, eine Antimaterie-Bombe direkt in seiner Nähe zünden oder ihn einfach zum Verrotten mit einem Pfahl aufspießen würde? Nichts, der Glaube an die Unsterblichkeit war ein Mythos, mit der falsche Propheten ihre närrischen Anhänger schon oftmals ins Verderben geführt hatten. Eigentlich war es so einfach zu erkennen, doch Greed tat es nicht und gab Lacey somit neue Chancen, ihn zu verletzen sich zu rächen. O, was wird es für ein Genuss sein, wenn er seine eigene Sterblichkeit erkennt und um Lacey um Gnade zu bitten. Die Blutelfe verbannte diese Vorstellung tief in ihren Hinterkopf, um sicherzugehen, dass sie Greed sie nicht irgendwo sieht und die teuflisch-schöne Überraschung ruiniert.

Teilweise verdrängte die zugegebenermaßen sehr gut ausgeführte Liebkosung ihres Fleisches und dem was es verbarg, die Schmerzen, die das balletteske Stehen auf den Zehenspitzen verursachten. Doch ganz konnte der Slasherstar die greifenden Händen, die in ihre Beine pieksten und sie aus dem Gleichgewicht zu ziehen drohte, nicht vertreiben. Aber Lacey wollte garantiert nicht fallen und Greed so die Möglichkeit geben sie aufzufangen. Also wehrte sie die Greifer der Gravitation mit ihrer Willenskraft ab und war dadurch so in der Lage ihren rechten Arm auszustrecken. Beinahe beiläufig scheitelte sie so sanft wie ein Lufthauch Greeds Haar mit der Farbe von Rasierklingen. Ohne längere Zeit an einem bestimmten Punkt zu verharren, fuhr Lacey durch Greeds Mähne, an dessen Haarenden sich einige verirrte Blutspritzer tröpfchenförmig sammelten und erreichte dann seinen Rücken, denn sie mütterlich tätschelte und dabei Blutelfenlieder sang.

Weißt du, viele schlaue Menschen gehen davon aus, dass es unsere Aufgabe ist etwas hervorzubringen, dass uns übertrifft. Habe ich in dieser Hinsicht nicht alles richtig gemacht, mein Ödipus?

Für einen Moment stoppte das monotone Schmatzen von Greeds Lippen, die im Begriff waren Laceys Frage zu beantworten, doch sie gab ihm keine Möglichkeit.

Nein, antworte nicht, höre mir stattdessen zu und erlange einem kleinen Teil von dem Wissen, was du schon haben wolltest, als wir uns zum ersten Mal trafen und ich dich infizierte.

Der Bluthund setzte sein Saugen nicht fort, denn er war zu sehr versessen darauf, den folgenden Worten zu lauschen und schenkte ihnen deshalb seine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Du hast eindeutig Recht, ich habe dich unendlich oft und unendlich lange auf unendlich viele Weisen leiden lassen. Das mag dir sinnlos erscheinen, aber sieh zurück in die Vergangenheit und betrachte den Idioten, der du einst warst und jetzt schau dir an was du jetzt bist. Ich muss es nicht beschreiben, denn keine Worte können dir gerecht werden und du weißt wahrscheinlich mehr über dich und deine Fähigkeiten als ich. Verstehst du jetzt warum du leiden musst? Erkennst du den Sinn einer Qualen.

Lacey gab Greed ein wenig Zeit über ihre Worte nachzudenken und zwirbelte dabei eine seiner Haarsträhnen mit ihrem Zeigefinger auf, wie er es schon so oft bei ihr gemacht hatte. Dann packte sie schlagartig ein ganzes Bündel Haare und zog an dessem seinen Kopf von ihrer Wunde weg und forcierte so den Augenkontakt, ebenfalls sonst eher eine von Greeds Methoden.

Aber warum muss ich leiden und auf deinen Kuss, den Beweis für die Vollendung meiner Arbeit warten? Ist es lediglich purer Sadismus? Dann wäre es kein Rollentausch, sondern ein bedauerlicher Kollateralschaden... Bitte, lass es was anderes sein.

Thema: .engagement
Lacey

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03.02.2011 23:14 Forum: Sonstige

Allein schon der Gedanke daran, dass es für die Hölle so etwas wie eine Dauerkarte geben könnte, ließ Laceys eigentlich smaragdgrüne Augen den Farbton von Erbrochenem annehmen. Was wäre das denn für eine ewige Verdammnis, die man nach Belieben verlassen und betreten kann? So ernst Greed seine Antwort auch meinte, so albern war sie doch letztendlich. Ebenso wie seine Frage, die darauf abzielte, dass sie ihn auf Knien anfleht und so lange um Vergebung bis er sich ihrer erbarmt und seine Zähne zum vampiresken Kuss in ihr Fleisch stößt. Dabei wusste doch er ganz genau, dass sie das nie tun würde, aber wahrscheinlich genoss er es sogar sie mit seinen unerfüllbaren Forderungen zu konfrontieren, sodass ihre Wange einige, kaum merkliche Nuancen roter wurden, so als hätte er sie sanft, aber mit einer ganz bestimmten Intention geschlagen. Zu gerne würde sie es ihm heimzahlen und ein drittes Mal sein Gesicht mit ihren Krallen aufschlitzen. Aber dies war unmöglich, denn seine durch den Vampirismus geschärften Sinne würde ihren Versuch sofort bemerken und sie entweder davon abhalten, oder es erwartungsfroh lächelnd und voller Genuss in Empfang nehmen. Beiden Optionen waren natürlich vollkommen inakzeptabel. Also musste sie mit anderen Waffen gegen die Übermacht aus Fleisch und Blut, die – sofern sie geradeaus blickte – ihr ganzes Sichtfeld einnahm, ankämpfen.

Je länger du es herauszögerst, desto geringer wird mein Verlangen danach und somit auch mein Verlangen nach dir.

Schlagartig wich das Erbrochene einem gefährlich aussehenden Gift, damit Lacey direkt und unerschrocken in das tiefe, schwarze Nichts in Greeds Augen starren konnte. Sein stählerner Griff hielt sie zwar gefangen und zerrte brutal an ihrer Kopfhaut, aber ihr Geist war und leuchte so hell wie ein Märchenschloss, dessen trotzige Strahlen ihren Mund verließen.

Willst du das etwa? Willst du mich etwa wieder zur Feindin haben, war das Leid, was ich dir zufügte, nicht groß genug? Willst du etwa, dass ich deine Zähne nicht in meinem Fleisch sondern ausgerissen und an einer Kette aufgefädelt um meinen Hals begehre? Du weißt, dass ich dazu fähig bin. Denn die Gier ist allmächtig und du hast ja selbst gesagt, dass man sie nicht bändigen, sondern nur nach Befriedigung suchen kann.

Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, überwand Lacey auch noch die letzten Zentimeter, die ihren Körper von Greeds nach dem Aufeinanderprallen voneinander trennte, und schmiegte sich an seinen entblößten, mit Blut besudelten Oberkörper. Sein Herz hämmerte in einem Stakkato-Rythmus gegen seinen Brustkorb und glich dabei einem jungen Wolf, der sich gegen die Gitterstäbe seines Käfigs warf. Wie Tentakeln schossen ihre Arme hinauf zu seinem Hals und vereinnahmten ihn mit mütterlicher Bestimmtheit. Greed wehrte sich nicht so sehr wie nötig, sodass es Lacey gelang, seinen leider geschlossenen Mund fast direkt vor ihrem Hals, während sie wie eine Ballerina auf ihren Zehenspitzen stand. Doch die wunderschöne Vorfreude verdrängte den Schmerz beinah komplett.

Friss oder stirb!

Thema: .engagement
Lacey

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29.01.2011 23:49 Forum: Sonstige

Platschend landete die letzte Fleischscheibe auf dem nun komplett bedeckten Grill von dem der markante, verführerische Geruch gebratenen Fleischs ausging. Tiere wurden davon nicht angelockt, entweder lebten hier keine, die an Fleisch interessiert waren oder die Präsenz des animalischsten aller Tiere schreckte sie ab. Stattdessen brach die Dämmerung und strich mit ihren Samtfingern über den Horizont, das Blutrot des Firmaments ließ die im Wald verstreuten Eiszapfen funkeln als lodere in ihnen düsteres Feuer. Dieses Naturschauspiel nahm Laceys Augen kurze Zeit gefangen, ehe sie sich losreißen und zu Greed blicken konnte. Schwarzglitzerndes Blut in verschiedenen Gerinnungsstadien schmückte seinen Körper und verlieh ihm das verwegene, ehrfurchtgebietende Aussehen eines Soldaten, der wirklich gekämpft hatte. Im Schatten seiner mächtigen, bedrohlich schimmernden Fänge wuchs ein Tropfen Blut und fiel dann zu Boden.

So sehr dieser faszinierende Anblick Lacey auch erfreute und anzog, so sehr ekelte sie seine Beschreibung der Hölle an. Inständig wünschte sie sich, dass ein Heer abtrünniger Engel erscheinen und mit Dantes Worten von der Hölle singen würde. Aber das passierte natürlich nicht, also musste die Blutelfe statt den Engelschor von den unfassbaren, unsagbaren, unbeschreiblichen Qualen der Hölle erzählen. Bevor sie dafür zu Greed ging, strich sie liebkosend über den blanken, matten Knochen, der grotesk zwischen dem toten Fleisch hervorstach und mit köstlichem, allerdings nicht erreichbaren Knochenmark gefüllt war. Laceys vom Speichel der Gier umhüllte Zunge wollte den Slasherstar bitten, den Knochen für sie rauszureißen, doch ihr Stolz hielt sie im Zaum. Gewiss, sie brauchte ihn, aber das brauchte er ja nicht zu wissen.

Das Wissen über die Unterwelt brauchte er allerdings schon, weswegen sie leichtfüßig, mit blutverschmierten Händen und Kostüm in einer verspielten Karikatur ihrer Grausamkeit auf ihn zuhüpfte und dabei an die seilspringenden Mädchen erinnerte, die Freddy Kruegers Erscheinen ankündigen. Der Schnee knirschte so als würde er vom geschwungen Seil berührt werden und der Winterwind zitierte die bekannten Verse. Nach einer finalen Drehung um Greed herum gruben sich die metallnen Krallen in seinen gehärteten Nacken und lenkten seinen Kopf, dass er geradewegs auf eine kleine Gruppe Bäume blickten, deren Zweige der Frost mit winzigen, glitzernden Sternensplittern bedeckt zu haben schien. Gerade in dem Moment, in dem Greed das erfasste, was Lacey ihm zeigen wollte, rissen die zerrenden Taue des Windes einen das Rot des Himmels reflektierenden Eiszapfen herunter, sodass er wie Kristallglas auf dem Waldboden zersprang.

Öffne deine Sinne, sieh genau hin und bewundere die Schönheit dieses einzigartigen Spektakels, atme tief ein und genieße meinen Duft, der dir schon so oft die Sinne raubte, aber nicht heute, heute spürst du meine Finger auf dir und lauschst gebannt meinen Worten, während du mit deiner Zunge den herzhaften Nachgeschmack auskostest und mir, wenn du all dies gewissenhaft getan hast, eine Frage beantwortest: Befindest du dich gerade wirklich in der Hölle?

Nur weniger Millimeter trennten Laceys mesmersienderes Gift versprühende Lippen von Greeds Ohr, als sie ihm ihre Befehle und die entscheidende Frage einflößte. Während sich der Slasherstar ganz der Sinneswahrnehmung hingab, löste die Blutelfe ihren Griff und fing mit einem Finger einen vom Kinn herabfallenden Blutstropfen auf, den sie dann genüsslich aufschleckte, ehe sie Greed von dem Damoklesschwert einer Antwort befreite.

Glaub mir, das tutst du nicht, ansonsten würdest du ganz andere Worte wählen. Selbst ich kann mich zwar weinend vor dir niederwerfen und schaurige Geschichten von einem furchtsamen, überdemütigen, schuldbewussten, verdrossenen, geizigen Mädchen erzählen, aber dir nicht begreiflich machen, was dich dort erwartet. Auch das was unsere kleinen Spielpartner erleiden mussten ist nichts dagegen.

Wie der Schauer, den Lacey zu erzeugen versuchte, liefen ihre Finger liebkosend und blutverschmierend über Greeds Rücken. Danach dreht sie sich wieder in einer ballettesken Pirouette um Greed herum und berührte mit ihren gespitzten Lippen kurz seine Wange, bevor sie sich mit gestrecktem Hals wieder Greed anbot.

Das du Shelly verschmähtest lässt mich übrigens hoffen, dass ich dich nicht dorthin schicken muss. Strafe mich nun Lügen oder zeig mir, dass du doch noch ein wenig Verstand und Seele besitzt.

Thema: .engagement
Lacey

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20.01.2011 22:37 Forum: Sonstige

Ein leises, katzengleiches Schnurren, was von tiefster Zufrieden kündete, entwich Laceys vergnügt nach oben gehüpften Lippen, als Greeds Krallen das Einschlagsgebiet liebkosend erforschten. Fasziniert beobachtete sie wie er sein Maul öffnete und dünne Speichelfäden offenbarte, die seine spitzen Eckzähne miteinander verbanden und dadurch ein Zeichen seiner Begierde darstellten. Doch sein Verlangen hatte einen mächtigen Antagonisten, der seine spitzbübisch geschwungenen Lefzen sich mehrmals aufeinander zubewegen ließ und dann letztendlich seinen Mund ganz verschloss. Die Verabschiedung und das darauffolgende Verschwinden perfektionierten dann noch den Schlag in ihr Gesicht. Ungläubig streckte sie ihre Hand aus, um in der Winterluft vor ihr, deren Kälte stärker schmerzte als je zuvor, nach dem Vampir zu suchen, der ihr zweites Geschenk an diesem Abend noch heftiger zurückwies als das erste.

Als sich aus ihrer schlagartig eingetreten Schockstarre erwachte, bermerkte Lacey schnell die großen, tiefen Fußspuren im Schnee, die deutlich zwischen denen von Shelly und Larissa herausstachen. Was ist das bloß für ein Jäger, der das Entkommen seiner Beute bereut und ihr verzweifelt nacheilt, wie ein liebeskranker Idiot? Und würde es nicht ihre wunderschönen Kleider beschmutzen, wenn sie sich an dieser abstrusen Jagd beteiligen würde? Das würde es gewiss und und deswegen wartete sie wie die Prinzessin eines klassischen Märchens auf die Rückkehr ihres Prinzen. Daran das es diese geben würde bestand kein Zweifel, denn seine deutlich spürbare Erregung, seine animalische Gier und auch seine hündische Ergebenheit gegenüber seiner Schöpfern, die er ihr während der Umarmung vor seinem Verschwinden ganz deutlich gezeigt hat, würde ihn schon bald wieder in die Nähe seiner Blutelfe ziehen. Das ist nämlich einer der grundlegenden Aspekte des Slashercouples, an der auch keine Perversion eines Rollentausches was ändern konnte. Schließlich hatten sie ganz unterschiedliche Charaktereigenschaften, Fähigkeiten, Vorlieben und Bedürfnisse, die unaustauschbar ihren Körpern innewohnten. Sicher, sie konnten aneiander parodieren, um sich gegenseitig ihre Fehler aufzeigen zu lassen. Doch auch dabei würden sie wohl bald wieder ihre ursprünglichen Positionen einnehmen (Greed mangels Erfahrung im Schauspielern wahrscheinlich eher als Lacey) und hätten dann nichts gefunden, außer neuen Streitpunkten, die selbstverständlich viel Diskussionspotential haben würden. Aber dafür hatte Lacey nicht aus den verweichlichten Edge, den jetzigen Greed mit vampiresken Reißzähnen und Kräften, gewaltigen, stählernen Muskelpaketen unter von Narben verzierter Haut und einer von allen moralischen oder ethischen Fesseln befreiter Sichtweise, die regelmäßige seine Zunge schwängerte und ihn Gift spucken ließ. Gewissermaßen war er die Personifikation der positive Ästhetisierung und der Gewalt in der antiken Kunst, wie man sie beispielsweise auf römischen Vasenbildern findet. Ein wahres Prachtstück von einem Mann, dass Lacey gleichermaßen Stolz machte und faszinierte. Es war ihn mühsam, aber es hatte sich eigentlich gelohnt. Allerdings ist eigentlich nun mal ein Wort, dass mit gefletschten Fangzähnen hinter halbgeschlossenen Türen darauf wartet zuzuschnappen, wenn es keiner erwartet. Das hatte nicht nur Lacey, sondern auch Shelly deutlich spüren müssen. Eigentlich hatte man sie freigelassen, trotzdem lag sie jetzt durchbohrt mit einem gebratenen Herz auf dem Rücken in deiner Nähe eines befeuerten Grills, dessen Flammen nach ihren Fleisch verlangten.

Um ihnen diesen Wunsch zu erfüllen und auch um ihren eigenen Hunger zu stillen, las Lacey jetzt das an diesem Abend schon so oft benutze Messer vom Boden, befreite es schnell vom Schnee und hüpfte dann voller scheinbarer Freude, die nichts von der Suche nach passenden Worten für Greeds Taten in ihrem Inneren verriet, zum Leichnam des Mädchens. Dort angekommen kniete sich die Blutelfe hin und zerschnitt dabei noch präzise Shellys Hose und warf die Stofffetzen, dann achtlos zur Seite. Sichtlich konzentriert fuhr sie über den wahrlich kostbaren Schatz den Greed geborgen hatte – Menschenfleisch. Ein Fleisch, dass nicht mit dem eines anderen Tieres verglichen werden kann und selbst dessen magerste Partien den Gourmet noch mit zarten Fettstreifen verwöhnte. Nachdem sie mit ihren Fingern mehrfach die geplanten Schnitte durchgeführt hatte, setze Lacey ihre Klinge knapp unter Shellys Gesäß an und filetierte dann geschickt das Oberschenkelfleisch, während sie beiläufig ihre endlich gefundenen Worte in die Luft streute.

Wenn du schon mal dabei bist meine Fehler zu korrigieren, kannst du ja gleich weitermachen und jetzt Shelly beißen. Nur zu, ich verspreche, dass ich dich nicht daran hindern und ob sie jetzt tot oder lebendig ist macht bei ihr ja keinen Unterschied. Also, worauf wartest du noch? Nimm sie dir!

Mit blutigen Tränenströmen reagierte Shellys toter, aber noch warmer Körper darauf, dass ihr rechter Oberschenkel sequentiell in hauchdünnen Scheiben auf dem Grillrost landete. Normalerweise hätte sie dieser Rubinflut ihre ganze Aufmerksamkeit geschenkt, aber in diesem Moment war Greed wichtiger.

Aber eins solltest du bei deinem kleinem Rollenspiel bedenken: Auf der Fahrt zur Hölle kann bereits der Fahrtwind zu viel für ein Glaskinn sein, Darling.

Sprach Lacey trotz der latenten Drohung ganz nebenbei aus, ebenso wie Greed sie herangewunken hatte. Ein weiteres Stück Fleisch landete platschend auf dem Grill und danach wurde sein Brutzeln von der Stimme des Toxic Starlets

Das kannst du übrigens auch auf Shelly Martinez' Fanpost antworten...

Mittlerweile machte sich der typische, rauchige Grillgeruch in der Luft bereit und Lacey flippte eine Fleischscheibe so mit dem Messer hoch, dass es umgedreht wieder auf dem Grillrost landete. Nach diesem kleinen Kunststück, drehte die Blutelfe ihren Kopf zu Greed, dem sie bislang nur den Rücken zugewendet hatte und wandte sich ein weiteres Mal an den steinern Fels in der Brandung, der sich ewig über seine Arbeit und Position beklagte.

Und, Greg... äh Greed, glaubst du eigentlich, dass du der einzige Mensch mit spitz geschliffen Eckzähnen und dem Verlangen nach meinem Blut bist?

Thema: .engagement
Lacey

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13.01.2011 23:17 Forum: Sonstige

Vielleicht, ja ganz vielleicht kann man Greeds unsteten, sich immer wieder verändernden Charakter ein wenig mit Eves Blumenbeet im Garten des Mystic Manors vergleichen. In seinem Fall ist sein Körper ein Blumenbeet, welches elegant Laceys Elfenbeinturm umrundet. Genährt von den smaragdgrünen Sonnenstrahlen, die erwartungsvoll und sehnsüchtig auf das Beet scheinen, sprießen dort Rosen aus dem Boden, die nur darauf warten, dass Lacey ihren Turm verlässt, sie pflückt und mitnimmt. Doch dies ist noch nie geschehen, so schön die Rosen auch waren, im Laufe der Zeit warfen sie immer blätterweise ihre Blütenpracht ab und wurden dann von neuen Rosen mit einem anderen Farbmuster ersetzt. Verzweifelt versuchen die Rosen den das Muster erreichen, was Lacey dazu bewegt, sich ihrer anzunehmen. Dieses ewige Neuerfinden zermürbt allerdings mit der Zeit auch so wundervolle Wesen wie Rosen und deswegen werden sie jedes Mal dorniger und somit schwieriger anzufassen.

Dennoch schafften es diese giftverspritzenden Dornen Shelly auf ihre Seite zu ziehen und das trotz der beiden einleitenden Morde ihres Besitzers. Aber wahrscheinlich war ihr Lacey, die sie verletzt hatte, einfach noch brutaler, skrupelloser und sadistischer vorgekommen. Also wählte sie das geringere Übel, welches nun in Form von vier spitzen Reißzähnen hinter ihrem Rücken aufblitze. Ironischerweise konnte sie nur Lacey vor diesem ganz speziellen und äußerst schmerzhaften Kuss des Vampirs retten und genau das hatte die Gothic Queen vor. Denn sie hatte diese Zähne erst geformt, geschliffen und verzaubert, der erste Kuss, der richtig ausgeführt von keinem zweiten übertroffen werden könnte, stand zweifellos ihr zu. Wie ein junges Kätzchen wollte Lacey, die anscheinend 9 mal 9 Leben hatte, mit der unkalkulierbaren Gefahr (oder dem Segen) selber ein Vampir zu werden und ein weiteres Mal Greeds Entscheidung korrigieren.

Dazu fasste sie das mittlerweile vor Blut nur so triefende Messer mit ihren ebenfalls blutverschmierten Fingern an der Klingenspitze an, den Daumen legte sie auf die und die vier restlichen Finger auf die andere Seite. Dann zielte sie. Zuerst voller Genuss auf Shellys Herz, so würde sie zumindest metaphorisch das Feinsliebchen von Christian Cage, Kevin Thorn, Sean O'Haire und auch von ihrem Greed einfüralle aus der Welt schaffen und den Slasherstar daran hindern, Billigware zu benutzen, mit der sich schon Sean O'Haire zufrieden gegeben hat. Aber dann fiel ihr ein, dass Greed wohl auch noch in das tote, aber immer noch warme Fleisch eindringen. Also wanderten ihre mit eisiger Ruhe präzise berechnenden Augen zu Greed und Lacey hob ihre Arm und überlegten, wie viel Schwung sie dem Messer geben müsste. Denn anders als Hollywood es einen weiß machen will, schießen Messer nicht gerade wie beispielsweise Pistolenkugeln durch die Luft, sondern drehen sich im Flug. Die Messerwerferin muss also dafür sorgen, dass die Klinge nach vorne zeigt, wenn sie ihr Ziel trifft, was selbstverständlich Greeds weitgeöffneter Schlund ist. Diese geistige Kraftanstrengung war so intensiv, dass Laceys schwarze Lippen dabei versuchten, so dünn wie die Messerklinge zu werden. Dann ließ sie breit grinsend los und das Messer die Luft spalten.

Dies war alles so schnell von statten gegangen, dass Shelly das Messer erst bemerkte als es auf sie zuflog, sofort mit einem spitzen Schrei kommentierte. Dieser verhallte nicht, als die Klinge ihren Kopf passierte und ihren Pony aufwirbelte, sondern als Greed, der bis zum allerletzten Moment vollkommen ausgeharrt hatte, urplötzlich die Umklammerung löste, den Mund schloss und zur Seite hechtete, sodass sich das Messer mit der Klinge voran wirkungslos in den Schnee bohrte. Ein Engel stieg als deus ex machina vom Himmel in die Hölle auf Erden herab und bewegte Shelly dazu, die Gunst der Stunde zu nutzen und so schnell wie möglich Larissa hinterherzulaufen. Zudem bildete er mit seinen Schwingen einen hermetischen Mantel, in den er das Mädchen hüllte und vor den Blicken und Waffen des Slashercouples schützte.

Greed und Lacey konzentrierten sich ganz auf sich selbst und ihre Hassliebe. Er näherte sich ihr mit gravitätischen und einer steinern Maske, die absolut nichtssagend war. Doch auch mit ihr wusste die Blutelfe dass er ihren Wurf provoziert hatte und sie sich im Grunde das gleiche wünschten. Deswegen schraubte sie mit jedem seiner Schritte ihren Hals ein wenig weiter nach oben und präsentierte ihm immer mehr von ihrem weichem, zartem, elfenbeinfarbenen Fleisch. Dazu sang ihr heftig pulsierende Halsschlagader ein betörendes Lied, welches den Bluthund dazu aufforderte ihr einen Teil ihres Blutes zu rauben und den Verlust mit seinen Rubinen auszugleichen. Gesprochene Worte waren nicht notwendig, die beiden kommunizierten in einer weitaus schöneren, sublimen Sprache.

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Lacey

Antworten: 27
Hits: 4209

08.01.2011 16:15 Forum: Sonstige

Trotz der immer wieder auftauchenden Differenzen zwischen den beiden Mitgliedern des Slashercouples, hatte Lacey bisher jedes Geschenk von Greed mehr oder minder freiwillig angenommen. Ob das dem Bluthund wohl bewusst gewesen war, als er das Geschenk seiner Ophelia, das zwar von Larissa überreicht worden war, aber von ihr ausgesucht, herausgeschnitten und zu ihm geschickt worden war, von sich schlug, als wäre es ein Sprengsatz, der droht ihn zu zerfetzen? Zudem musste Larissa zahlreiche brutale Schläge und harte Beleidigungen über sich ergehen lassen, war es etwa das, was Greed wirklich für Lacey empfand, ihr aber nicht zeigen konnte oder wollte? Sehnte er sich nach lieblichen Lobeshymnen und Tänzen ohne die Präsenz des gespenstischen Schatten des Todes? Angewidert, verletzt und verwirrt wand sie ihren Blick von Greed ab und traf Larissas Augen, die flehentlich um Gnade bitteten.

Geh ruhig...

Beiläufig krochen die Worte zwischen ihren Lippen hervor, während Lacey geistig vollkommen abwesend wirkte. Logischerweise überzeugte das Larissa, deren physische Wunden schon bald heilen werden, nicht, immer noch mit den Augen flehend stand sie starr da und wartete auf eine Bekräftigung. Wie zu erwarten war, beflügelten Laceys Verletzungen ihren Sadismus und dieser feuerte nun eine eine scharfe, zischende Salve ab, wobei die Blutelfe Greed deutlich ähnelte,

Verschwinde schon! Aber dreh dich auf gar keinen Fall um! Hörst du, egal was auch passiert, wenn du dich umdrehst, werde ich mindestens dafür sorgen, dass du dich nicht mehr bewegen und auch nicht mehr hören kannst. Verstanden?

Geflissentlich nickte Larissa, drehte sich dann um und rannte so schnell sie ihre nackten Beine trugen davon; hinein in eine Welt voller traumatischer Erinnerungen, ungeklärter Fragen, Beschimpfung und Entfremdung. Wer kann es Lacey da verübeln, dass sie das Mädchen von seinem Leid erlösen wollte und dazu ihrer Freundin das Messer reichte, den Mund zupresste und ihr Anweisungen ins Ohr flüsterte, was für Greeds verbesserten Hörsinn eine echte Bewährungsprobe war.

Du nimmst jetzt das Messer, zielst auf ihren Hals, holst weit aus und lässt dann. Wenn du richtig zielst, stirbt sie einen Tod, der wesentlich schneller und angenehmer ist, als der in den sie läuft.

Leider konnte sich auch nicht Larissas Freundin durch Tatendrang hervortun, stattdessen wand sie sich verzweifelt unter Laceys kalter Hand, was sowohl ein Kopfschütteln als auch ein Fluchtversuch war. Natürlich gehört beides bestraft und selbstverständlich so, dass Greed eine Botschaft bekommt und diese jetzt auch endlich mal erkennt und versteht. Mit jedem von Larissas Schritten sank die Geduld des Toxic Starlets und als das Ziel außer Wurfweite war, riss sie der Jägerin enttäuscht und wütend das Messer aus der Hand.

Zu schade aber auch...

Ehe das Mädchen Laceys Zorn erkennen konnte, ließ diese schon das Messer auf sie niedersausen und trennte ihr die vier Finger der rechten Hand, also die Waffen mit denen Larissas geohrfeigt worden war, ab. Vier Blutstrahlen schossen nahezu synchron aus den Fingerstümpfen, während die Finger nacheinander in den Schnee platschten und dabei kräftig beweint und mit einem schreienden Klagelied besungen wurden. Auf die Finger folgte das von den Schmerzen gebeutelte Mädchen, mit der gesunden Hand fing sie ihren Sturz auf und die andere konvulsiv zuckende anklagend gen Himmel gewandt, sodass die gesamte Hand und der Schnee unter ihr in Blut getränkt wurden. Zuvor waren die beiden Blutsauger sehr verschwenderisch mit ihren Quellen umgegangen, damit die Bluttanks im Manor trotzdem noch heute gefüllt werden, ignorierte Lacey die offensichtlichen Schmerzen des Mädchens und zog sie wortlos am unverletzten Arm zur Feuerstelle. Zwangsläufig erblickte sie dort Seans Herz, welches bereits mit einer dicken Kruste überzogen war und dessen Fett langsam ins Feuer tropfte und dort zischend verdampfte. Dabei kam ihr plötzlich der Gedanke, dass Greed ihr Geschenk sehr wohl zu schätzen wusste und es ihm gegrillt einfach besser schmeckte. Nichtsdestotrotz fehlten die Dankesworte, mit denen sie allerdings auch sehr vorsichtig umging... In diesem Moment konnte Lacey sehr gut die Gründe für Greeds Apathie und vielleicht auch den brutalen Umgang mit Larissa erahnen.

Während sie in Gedanken schwelgte, floss das Blut natürlich munter weiter (eben so wie die Make-Up verschmierenden Tränen des Mädchens) und um diesen Fluss jetzt endgültig auszutrocknen, umfasste Lacey fest den Unterarm und schob die Hand mit den Fingerstümpfen direkt in die Flammen, die sofort das Fleisch versengend umspielten. Natürlich reagierte Larissas mit heftigen Abwehrmechanismen darauf, doch man darf auch nicht vergessen das Lacey eine ausgebildete Wrestlerin ist, für die so etwas kein Problem ist, die so etwas wahrscheinlich auch noch genießt.

Deine mutmaßlichen Eltern mögen dir ja sicherlich viel Scheiße erzählt haben, aber als sie sagten, dass man Wunden besser behandeln, wenn du still hältst, hatten sie Recht. Übrigens haben die Ärzte das früher echt so gemacht.

Zuerst begleitete das herausfließende Blut das Bratenfett, die Kauterisation der Wunden durch das Feuer errichtete aber schnell eine undurchdringliche Barriere. Zufrieden ließ Lacey los und das Mädchen zog sofort seine Hand aus dem Feuer und hielt sie sich dann an die Brust. Mittlerweile hatte sich aus ihrer Nase laufendes Sekret zu den Tränen gesellt und ist in den Mund gelaufen, sodass sich die Schmerzensschreie in ein jämmerliches Wimmern verwandelten. Verzweifelt kroch das Mädchen vom Feuer weg, während ihre gerötete Augen es Larissas gleichtaten und darum bitteten gehen zu dürfen. Doch aufgrund des eigenen Schmerzes und des daraus resultierenden Genießen von den Schmerzen anderer hatten Laceys Augen ein so fürchterlich bedrohliches Leuchten angenommen, dass die Augen des Mädchens zu Greed wanderten.

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Lacey

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04.01.2011 01:28 Forum: Sonstige

Es wäre töricht zu glauben, dass Lacey sich nur an dem Blut ihrer Opfer gütlich tut. Nein, sie genießt auch ihre Emotionen; gnadenlos dringen unsichtbare Tentakeln aus ihren starr auf das Pärchen am Boden blickende Augen und nehmen Impulse auf, die das Toxic Starlet frohlocken lassen. Von Sean bekam sie zwar lediglich ein primitives, monotones Angstgefühl, was seit seiner Entmachtung bestand, aber von Larissa bekam sie einen wahrlich lukullischen Seelenschmaus, es war ein vortrefflich diffiziles Menü aus zahlreichen Gängen, welches auf eine ausgeprägte Fantasie schließen ließ. Sicherlich auch sie fürchtete sich, doch in ihrem Fall kamen noch Scham, (Selbst)hass, Verachtung, Bewunderung und sogar Lust hinzu. Die Stärke der Präsenz dieser Komponenten veränderte sich beinah sekündlich und Lacey konnte deutlich, voller Hochgenuss nachempfinden, wie Larissa mit ihrem Leben abschloss, sich in die anderen Anwesenden hineinversetze, sich fragte wie die restlichen Personen auf ihren Tod reagieren würde, die Strafverfolgung für ihre Blindheit haste, sich an die Hoffnung zu überleben klammerte und noch viele weitere Stationen auf dem Weg zum hell erleuchteten Ende des Tunnels passierte. Das zweite Mädchen hingegen hielt einen ganz anderen Schatz bereit, denn aus irgendeinem, bewundernswerten Grund schaffte sie es ihre Gefühle so zu verstecken, dass die Tentakeln nur vage Schemen auf die Leinwand des Kopfkinos ihrer Herrin projizieren. Aber dieser vermeintliche Wermutstropfen schmeckte Lacey außerordentlich gut, denn welche Freuden würde sie genießen, wenn der Schutzwall eingerissen und das leidende Herz offengelegt ist?

Nach kurzem Überlegen und begleitet von den auf verschiedene Art und Weise gespannten Blicken der Anwesenden erhob sich die Richterin, um das Urteil zu verkünden.

Welchen Ungehorsam? Wir gaben Sean die Möglichkeit sie sich vor seinem Ableben zu nehmen und es steht ja wohl außer Frage, dass er das gekonnt hätte, wenn er gewollt hätte. Aber er wollte nicht, das will ich akzeptieren und nun seine Todesstrafe vollstrecken.

Da Sean nur noch zum Blutliefern gut war musste er als nächstes sterben und das möglichst beeindruckend brutal. Keiner widersprach, also sprach Lacey wieder, diesmal zu dem vermeintlich stummen Mädchen was zu ihren Füßen saß und sich so klein möglich machte, als glaubte sie, so vom Slashercouple nicht gesehen zu werden.

Komm mit, das wird sicherlich ein Riesenspaß!

Wahrlich herzhaft lachend und voller aufrichtiger Hilfsbereitschaft streckte Lacey dem Mädchen ihre Hand entgegen, um ihr aufzuhelfen. Die Zuschauerin hatte aus den vorherigen Ereignissen die richtigen Lehren gezogen und ließ sich sofort von Laceys Hand hochziehen, die noch kälter war als die härtesten Winter in der kanadischen Tundra. Im vollkommenen Gegensatz zu dieser Kälte stand der verspielte Gang, der vielmehr ein Hüpfen war. Erbarmungslos hielt sie mit der Immigrantin Händchen und zwang sie dazu ebenfalls ein wenig zu hüpfen, um nicht hinzufallen. In hohen Bögen flogen die Arme und Beine des ungleichen Paares in die Luft und als sie nah genug an Sean herangekommen war, zauberte Lacey nacheinander die zwei Schlagringdolche und versenkte sie jeweils links und rechts in die Außenseiten von Seans Unterarmen, sodass dieser auf den Boden fixiert wurde und das austretende Blut auf seinen Handinnenflächen zu jeweils einer Blutrose zerlief, dessen Entstehung von einem kakophonischen Klagelied begleitet wurde.

Dieser metaphorische Starkstromschlag flößte Larissa wieder Leben ein und ließ sie entsetzt über die meisterhafte Perfektion der Würfe und die kaltblütige Nonchalance der Werferin Lacey mit einem possierlichen Gesichtsausdruck begrüßen. Auch das andere Mädchen löste überrascht und schockiert den Griff und wich einige Schritte zurück. Die beiden Schülerinnen hatten sich also noch immer nicht an die Methoden des Slashercouples gewöhnt und brauchten deswegen eine weitere Lektion. Dazu zog Lacey das Messer aus dem Schnee, setzte sich auf Seans Beine und drückte es Larissa in die Hand, ließ danach aber nicht los, sondern umfasste sie weiterhin. Als Larissa das akzeptiert hatte, wollte Lacey gerade doch schreien, doch ein neuer Schreianfall von Sean verhinderte das. Also übernahm sie kurzerhand die Kontrolle über Larissas Hand und rammte das Messer in Seans Kohlkopf, mit einem gurgelnden Röcheln verabschiedete sich sein Sprachzentrum als die Klinge schmatzend und gefolgt von einem Blutfluss, der dem einem Vulkanausbruch glich, den Körper verließ erkannte Larissa das Ausmaß ihrer Tat und wandte sich von sich selbst und dem vor ihr liegenden Grauen angewidert ab und kotzte sich den Schmerz aus der Seele. Auch das andere Mädchen sank wimmernd zu Boden, konnte aber immer noch Laceys Tentakeln trotzen. Deswegen wandte sich die Pain Princess an Larissa, sanft streichelten ihre Finger, die so eiskalt wie ihre Ruhe waren, über den Rücken des Mädchens, dies verängstige es so sehr, dass ein Urinstrahl das Höschen hinfortspülte und an ihren Innenschenkeln herablief wie Sperma nach einer Vergewaltigung. Auch Seans Agonie war von nicht minderer Schönheit.

Vergnügt summte Lacey die Melodie von 'Always look on the Bright Side of Life', während sie das Messer einen Reigen um ihre Finger tanzen ließ und darauf wartete, dass die verstörten Zuschauerinnen ihr wieder ihre Aufmerksamkeit schenkten. Nach einiger Zeit war es dann endlich so weit und Larissa, in deren Mundwinkel sich kleine Reste ihres Erbrochenen gesammelt hatte, drehte sich wieder zu Sean und dann zur Gothic Queen, ihr Gesicht sprach dabei vollkommen wortlos die Frage aus, die auch ihrer Freundin durch den Kopf ging: 'Ist er tot?'

Hm, ich weiß nicht, aber am besten ist es wohl, wenn wir auf Nummer sicher gehen.

Und wieder befand sich das mit Blut besudelte Messer in Larissas Hand, die Lacey umfasste und führte. Die beiden Mädchen waren nicht im Geringsten dazu fähig Widerstand zu leisten und bemühten sich nur noch darum, möglichst apathisch die Spiele des Slashercouples über sich ergehen zu lassen.

Mit schnellen, präzisen Schritte befreite Lacey die oben liegende Bauchseite von Seans Oberkörper von unnötiger Kleidung und setzte dann die Klinge unterhalb seines durchbohrten Kehlkopfes an. Schelmisch grinsend gab sie den Mädchen genug Zeit sich die kommenden Bilder im Kopf auszumalen und vollführte dann mit Larissas Hand einen sauberen Schnitt bis zum Bauchnabel. Sofort sickerte Blut aus der Wunde und wenn man bedachte wie viel Blut er schon verloren hatte, war die Menge erstaunlich beachtlich. Übertrieben vorsichtig, einen operierenden Chirugen mimend legten Lacey und Larissa das Messer in den Schnee. Dann schob Lacey den einen Daumen auf der linken und den anderen in gleichen Höhe auf der rechen Seite unter die aufgeschnittene Haut, legte die ihre verbleibenden acht Finger inks und rechts auf die Hautlappen und riss sie schwungvoll zu beiden Seiten hin auf, sodass man Seans Eingeweide sehen konnte und Lacey an beiden Händen einen blutroten Handschuh trug. Eine neue Welle des Wimmerns und Weines durchströmte die Mädchen und auch der Schutzwall von Larissas Freundin war eingebrochen, so als sei Seans Haut der Vorhang zu ihrer Seele gewesen. Als die freigelegten Bilder Lacey erreichten stöhnte sie lustvoll auf (denn das Mahl war fast noch köstlicher als das, was Larissa ihr servierte), was aber in den Elegien der Mädchen unterging.

Nachdem diese sich wieder gefangen hatten wanderte das abermals zusammen mit Laceys Hand zu Larissas Hand. Das Toxic Starlet zwang sie dazu blutspritzend und scheinbar ohne konkretes Ziel in Seans Brustkorb herumzustochern. Schon bald färbte sich auch Larissas Hand blutrot und das Duo musste immer wieder pausieren, weil Larissa sich von dem Anblick ihres toten Freundes erholen musste. Dann griff Lacey plötzlich in den aufgeschnitten und holte einen dunkelroten Fleischklumpen hervor. Stolz präsentierte sie ihren Fund, der das Ziel ihrer Suche und somit Larissas Erlösung zwar.


Das ist sein Herz. Nun können wir unbesorgt sein, denn er ist hundertprozentig ist. Meinen Glückwunsch.

Das Starlet klopfte mit Zeige-und Mittelfinger auf das Organ (wobei ein wenig Blut herausfloss), was optisch so rein gar nichts mit einem stilisierten Feigenblatt und erzeugte so ein Geräusch, dass einem Applaus nicht unähnlich war. Dann legte sie das Herz in Larissas Hand, die sofort angewidert aufschrie und die Hand zurückzog, aber Lacey sorgte dafür, dass es in der Hand des Mädchens blieb.

Weißt du, Samael hat sich wirklich ein wenig mehr Eigeninitative von dir gewünscht und ist jetzt ein wenig gekränkt, wie wäre es also, wenn du ihm dieses Herz schenkst und dich bei ihm entschuldigst?

Selbstverständlich war allen Beteiligten klar, dass dies keineswegs ein freundlicher Vorschlag, sondern ein Befehl war, dessen Nichtbefolgen hart bestraft werden würde. Trotzdem blieb das Mädchen neben Lacey knien und versuchte ihrer Freundin unsichere Blicke zuzuwerfen, aber das immer noch wimmernde Mädchen blickte starr auf den Boden zu seinen Füßen und weigerte sich mit ihrer Umwelt in Kontakt zu treten. Als Lacey das sah fühlte sie sich schmerzhaft an sich selbst erinnert und wandte sich deshalb schnell von ihr ab.

Nun, mach schon!

Böse Smaragdaugen, die Larissa an alles zerschneidende Lichtschwertklingen erinnerten, funkelten sie wütend an und brachten sie dazu sich letztendlich zu erheben und schlotternd, mit bis auf die Schuhe und Socken nacktem Unterleib gen Greed zu stapfen...

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Lacey

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26.12.2010 18:09 Forum: Sonstige

Schon früher hatten die Erzählungen über die übermenschlichen Kräfte der Vampire Lacey in wohlgefälliges Erstaunen versetzt, in düsteren, blutrünstigen Bildern hatte sie sich die Jagd eines Blutsaugers ausgemalt. Doch ihre Vorstellungen waren nichts im Vergleich mit dem Spektakel, welches Greed ablieferte. In vollkommener Eintracht mit den zwielichtigen Schatten der Bäume agierte er, erst ließ er die Jugendlichen mit dem Wurf des Eichhörnchen aufhorchen und präsentierte ihn dann zwei Mahnmale, dessen zerfetze Leiber ein unmissverständliches Sirenengeheul abgaben, das ihn wie majestätische Fanfaren bei seiner Offenbarung begleitete. Geschickt lenkte er den dringenden Tatverdacht von sich ab und das schockierte und fluchtunfähige Volk musste die herrschaftlichen Spiele über sich ergehen lassen, bis dann eine Auserwählte zur Henkerin erkoren und mit einer Insignie der Macht ausgestattet wurde. Wie ein Rehkitz stand das Mädchen auf wackeligen Beinen und blickte ängstlich auf das Messer in ihrer vom Winterwetter tauben Hand, in dessen Klinge sich ihr schlotterndes Gesicht reflektierte. Sie spürte deutlich die bohrenden Blicke der gespannten Personen um sie herum, zögerlich hob sie den Kopf und wurde direkt von einem smaragdgrünen Blitzstrahl getroffen, als sie in die Augen der unheimlichen Frau in dem Rattenengel-Kostüm blickte.

Nachdem Lacey sich während Greeds Angriff zurückgehalten hatte, folgte sie nun seiner Bitte und verdeutlichte so die furchteinflößende Harmonie des Slashercouples. Weil die Blutelfe keine Verletzungen und Hilflosigkeit mehr simulieren musste, konnte sie sich mit ihrer ganzen schelmischen Eleganz dem Mädchen nähern. Auch die Schlagringdolche trug sie nicht, denn sie vertraute und ganz gar auf Greeds vampireske Schlagkraft. Das Mädchen zuckte sofort beim Augenkontakt zusammen und senkte ehrfürchtig ihren Blick. Um ihr die Angst zu nehmen bediente sich Lacey wieder einer von Faiths Methoden und schob eine ihrer Schultern so sanft wie möglich unter den Kopf des Mädchens, dabei umarmte Lacey sie und streichelte ihr behutsam den schlotternden Rücken. Die Angst schnürte dem Mädchen die Kehle zu und nahm ihr die Kontrolle über ihre Gliedmaßen ab, sodass sie zu Laceys Puppe wurde.

Sag mal, wie heißt du eigentlich?

So freundlich die Gothic Queen diese Frage auch stellt, die einzige Antwort ist ein monotones Zähneklappern.

Hm, weißt du was das Schöne an Namen ist? Man kann sich einfach welche ausdenken und sie nach Belieben verteilen. Da du darauf anscheinend keine Lust hast, werde ich nun einen passenden Namen für dich suchen. Ich weiß zum Beispiel gar nicht wer diese Larissa sein soll. Also wie wäre es wenn du ab jetzt Larissa heißt? Du kannst ruhig was sagen, wenn dir der Name nicht gefällt, mir fallen sicherlich noch viele andere ein.

Auch dieses Mal bekam Larissa 'Lacey' Vados keine Antwort, doch selbst das ist ja bekanntlich eine Antwort.

Nun gut, damit ist es amtlich, dein Name ist Larissa. Der werte Herr da hinten heißt übrigens Samael und ich bin Lilith. Es freut uns dich kennen zu lernen.

Lacey benahm sich zwar durchaus höflich, allerdings hatte Larissa den Sprengstoffanschlag noch in allzu guter Erinnerung und wagte es deswegen nicht zu sprechen oder etwas anderes zu machen als zu zittern.

Ein schönes Messer hast du da übrigens, weißt du denn auch wie man das richtig benutzt? Nein? Kein Problem, ich werde es dir zeigen! Pass gut auf!

Vorsichtig trat die Blutelfe einen Schritt zurück und schnappte sich dabei das Messer aus Larissas Hand. Geschickt ließ sie es zwischen den Finger umherwirbeln, als sie wie ein verspieltes Mädchen zu einem der entweder toten oder bewusstlosen Jugendlichen hüpfte. Dort angekommen kniete sie sich neben den Jungen hin, schüttete eine Bierflasche neben ihm aus und baute mit anderen Bierflaschen ein kleines Kissen für seinen Kopf. Dann hielt sie die Öffnung der Bierflasche in ihrer Hand an die Hauptschlagader und stach mit dem Messer zu, sodass eine pulsierende Blutfontäne in die Glasflasche. In Sekundenschnelle war die Flasche gefüllt und als Lacey die Blutflasche neben sich abstellte flogen ihr die Rubine ins Gesicht, die Spritzer sahen aus wie zerlaufene Sommersprossen. Zufrieden hüpfte die Blutelfe mit der Flasche in der Hand wieder zurück, dabei schwappten einige Rubine über und verschmierten ihre Finger. Als sie Larissa erreichte wich diese angewidert und entsetzt einige Schritte in Richtung Sean zurück, das hinderte Lacey aber nicht daran ihr die mit Blut gefüllte Glasflasche entgegen zu strecken.

Trink das!

Larissa wirkte wahrscheinlich aufgrund des Schocks über Laceys Unterrichtsmethoden lebendiger und verzog ihr Gesicht, während sie ihren Kopf schüttelte.

Doch!

Zischend bekräftigte Lacey ihren Befehl, brach aber nicht den Widerstand des Mädchens. Also griff sie kurzerhand nach Larissas Nase und drückte so zu, dass sie den Mund öffnen musste um Luft zu bekommen, doch anstatt Luft bekam sie die Blutflasche, die die Gothic Queen ihr geradezu in den Mund rammte. Vollkommen überrascht war Larissa nicht in der Lage die gewaltige Blut aufzunehmen und deswegen setze der Würgereflex ein, prustend blähten sich ihr Wangen auf und Lacey ließ die Flasche in den Schnee fallen. Allerdings nicht ohne Larissa zu Shawn zu schubsen, der von Greed auf dem Boden gehalten. Das Mädchen verlor das Gleichgewicht und landete auf allen Vieren, während sich ein Blutschwall aus ihrem Mund auf Seans Gesicht ergoss und sich dort wie Sperma verteilte. Nach Atem ringend richtete Larissa sich auf und blickte beschähmt und mitleidig auf Sean, dabei legte Lacey ihren Arm kameradschaftlich um das Mädchen und gab ihr das nun blutverschmierte Messer zurück. Larissa war offenbar so geschockt, dass sie sich nicht gegen die Blutelfe wehren konnte und als erstarrte Salzsäule ihren Worten lauschen musste.

Ist das nicht ein wunderschönes Bild, dessen einziger Makel ist, dass es nicht sein eigenes Blut ist?Aber ist es nicht genau das, was er mit dir vorgehabt hat? Dich mit seinem Samen zu bespritzen und als sein Eigentum zu markieren, wie Hunde beim Pissen? Doch sei vorsichtig, schau dir nur seine vor lauter Wut funkelnden Augen an, er will sich rächen! Er will dich ficken, in jeder Bedeutung des Wortes, in jedes Loch, physisch und psychisch. Wäre da ein Präventivschlag nicht angemessen? Weißt du der Quell seiner bösen Pläne sind die Hoden. Warum schneidest du sie ihm also nicht ab? Samael, bitte.

Wenige Sekunden nach Laceys Bitte lagen Seans Hose und Boxershorts zerfetzt neben ihm, während der Schnee seine Geschlechtsteile kühlte. Verzweifelt versuchte er sie zu verhüllen, aber auch da konnte Greed helfen.

Warte nur noch ein bisschen, dann spürt er sie nicht mehr und du kannst sie ganz einfach nicht abschneiden. Glaub mir, die Kastration ist die einfachste Operation von allen und hat schon so manchen Sänger zu einer großartigen Karriere verholfen. Und du darfst ja auch nicht vergessen, was für ein Monster er ist, er hat mich aus heiterem Himmel mit einer Fackel angegriffen, obwohl er mich für total hilflos hielt. Was wird er noch alles tun, wenn du ihn nicht daran hinderst?

Mit einem ängstlich flehenden und wahrlich mitleidserregenden Blick schaute Sean zu Larissa und verführte sie zu einem hoffnungslosen Aufbäumen gegen die Übermacht des Slashercouples. Das Mädchen mobilisierte alle Kräfte und konnte so Lacey zu Boden stoßen. Davon beflügelt warf sie ihr Messer auf Greed, dieser fing es jedoch lässig mit seinen vier Eckzähnen, die Kerben auf der Schneide hinterließen, auf. Nichtsdestotrotz warf sie sich schützend auf Sean und begann voller Verzweiflung zu schreien.

HAUT DOCH ENDLICH AB, IHR KRANKEN SCHWEINE!

Larissa zitterte erneut, doch diesmal nicht wegen ihrer Angst, sondern wegen des Adrenalins, was ihren Körper schweißtreibend aufpeitsche. Selbstverständlich hatte dieses ausgesprochen dumme Verhalten fatale Folgen, die Greed und Lacey mit ihren Blicken ausdiskutierten, während die Blutelfe aufstand.

Ich bin enttäuscht...

Sagte sie in einem Tonfall tiefen Bedauerns und gab dann Samael ein Zeichen. Mit seinem Fuß fixierte der Slasherstar Larissa auf Sean und Sean auf dem Boden, sodass Lacey in aller Ruhe mit einem ihrer Schlagringdolche (das Messer wollte aufgrund der verwegenen Optik zwischen Greeds Fängen nicht nehmen) die Jeans des Mädchens vom Körper schneiden und dann ihr Höschen jeweils links und rechts durchtrennen konnte, sodass es zwischen ihre Schenkel rutschte. Greed entfernte seinen Fuß von den wie gestapelt darliegenden, vor Angst gelähmten Jugendlichen, um Sean die Möglichkeit zu geben seinen Plan in die Tat umzusetzen.

Weißt du Sean, in vielen Kulturen bekommt ein Todgeweihter vor der Vollstreckung seines Urteils die Möglichkeit sich noch ein letztes Mal den leiblichen Genüssen hinzugeben. Also nutz deine Chance und schnapp sie dir, bevor wir uns euch schnappen.

Grinsend labte sie sich an dem Entsetzen ihrer Opfer, während sie sich langsam zu dem zweitem Mädchen umdrehte und zu ihr ging.

Und danach kümmern wir ums um dich!

Mit diesen Worte setzte sich Lacey neben das überraschend apathische Mädchen. Lacey schlang die Arme um die angezogenen Beinen und verfolgte aufgeregt Sean und Larissas Treiben.

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Lacey

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18.12.2010 17:31 Forum: Sonstige

Ebenso spontan wie die Menschenjagd gestartet wurde, musste sich Lacey auch ihre Waffen besorgen, denn sie hatte keine Reißzähne und ihre Glock selbst vernichtet. Also rannte sie nach Greeds Startruf zurück in ihre, vom Rest der Welt unbeachtete Lichtung und war dabei fast noch schneller als auf dem Hinweg zum Manor. In ihrem Refugium angekommen holte sie sich schnell durch ein zwei Hände breites Loch aus einem ausgehöhlten Baum zwei Schlagringdolche. Also einen Schlagring an dessen Griffenden jeweils eine kurze, zweischneidige Klinge befestigt war. In blutigen Erinnerungen schwelgend versteckte sie die Waffen in ihrem Stiefelschaft. Zudem grub sie noch ein kleines mit einem selbstgebastelten, blütenweißen Initialsprengstoff gefülltes Plastiktütchen aus und schob es durch einen Riss, den die Whiskeyspritzen verursacht hatten, zwischen Oberschenkel und Bodysuit.

Derartig gewappnet hüpfte Lacey erwartungsfroh aus ihrer Lichtung, wobei sie vorsichthalber ihre Fußspuren im Schnee, die zu ihrem Rückzugsort führten, verwischte. Schnell gewahrte ihr Instinkt die Präsenz des blutroten Lords und lenkte sie in seine Richtung. Amüsiert verfolgte sie seinen missglückten Sprung, der in einem überraschend zärtlichen Zusammenstoß endete. Offenbar peinlich berührt starte Greed einen Wiedergutmachungsversuch. Zu Beginn flirtete Lacey mit dem Fall, indem sie immer wieder ihr Gewicht so verlagerte, dass sie aus seinen Armen zu gleiten drohte, doch Greed glich dies jedes Mal anscheinend mühelos und unbewusst aus. Die Blutelfe resignierte dann und ließ sich sowohl physisch als auch psychisch ganz und gar in in Greeds sicheren Griff fallen. Ohne Gedanken an die Zukunft oder Vergangenheit zu verschenken genoss die Blutelfe den Moment, in dem Greeds Wärme den kalten Winterwinden trotzte und die Natur trotz der nivellierenden Schneedecke ein faszinierendes, in sich zerlaufendes Schauspiel ablieferte. Ob der Lord wohl wusste welche Kompliment, welches Geschenk, welche Ehre seine Borderlineprinzessin ihm schenkte?

Der wilde Ritt endete so jäh wie er begonnen hatte und nach den ersten vorsichtigen Schritten an Greeds väterlicher Hand dachte sie sehnsüchtig an den Flug über die Landschaft. Doch auch dessen Schmerz vermochte der Slasherstar zu verdrängen, indem er sie zu ihren Opfern führte. Mittlerweile kannte er die Vorliebe seiner Blutelfe zu theatralischen, doppelgesichtigen Dramen und er konnte erahnen, welchen Spaß der eingeweihte Zuschauer hat. Unverzüglich schossen ihr unzählige, unstete und unüberschaubare Choreografien durch den Kopf, die sie allesamt vielsagend lächeln ließen. Vor Vorfreude zuckten ihre Augen fortwährend zwischen Greed und den Jugendlichen unmher, als wollte sie ein durch die Lüfte eilendes Irrlicht fassen. Um sich von ihm zu verabschieden, umfasste sie die Hand des Schlächters und zog sich abrupt zu ihm heran, sodass ihre Lippen nur noch Zentimeter von seinem Ohr entfernt war.

Ja, das Salz ihres Angstschweißes wird ihre Wunden sicherlich verfeinern. Also, Bühne frei und Poren auf!

Mit ihrer Hand hatte sie noch immer Greeds Klaue umschlossen, diese hob sie zum Abschluss hoch und tänzelte in einer halben Pirouette so anmutig und leise wie eine herabfallende Schneeflocke davon.

Stets vom Gestrüpp verdeckt schlug Lacey einen weiten Bogen um die Teenager, damit sie sich ihnen von der anderen Seite nähern konnte. Mit gespielter Erschöpfung kroch Lacey beinhahe über die Straße zum Lagerplatz, dessen schwache Makadamisierung sich leicht unter der Schneedecke abzeichnete. Trotzdem knirschte der Schnee unangenehm und lenkte die Aufmerksamkeit der Halbstarken auf die junge Frau mit dem blutroten Haaren und dem zerrissenen Ratten-Engel-Kostüm. Die Jugendlich bemühten sich nicht im Geringsten ihren angewiederten, Witze reißenden Gesichter zu verbergen, schließlich störte Lacey ihre 'Eskalation' und machte ihnen mit ihren fremdartigen Erscheinungsbild Angst. Um ihre Opfer in Sicherheit zu wiegen lächelte Lacey liebevoll-naiv und achtete dabei darauf nicht, die Spritzer ihres eigenen Blutes auf ihren Zähnen zu zeigen. Hinter dieser Fassade sprach die Gothic Queen über die Kleidung der Jugendlichen, die sie zum ersten Mal genauer sehen konnte. Wie sie gedacht hatte, folgten die Gören vor ihr in hündischer Ergebenheit den Huren auf MTV. Allerdings hatten sie offensichtlich ein viel geringeres Budget und demzufolge, billigere Kleidung, billigeres Make-Up, billigeren Schmuck, billigere Locations, billigeren Alkohol, billigeres Weed, gar keine härteren Droge und, um nochmal auf das Aussehen zurückzukommen, auch keine retuschierenden Photoshopfritzen. Die Dämmerung war zwar gerade erst angebrochen, aber man konnte schon deutlich erkennen, wie ihr Rausch das Verhalten der Gruppe beeinflusste.

Nichtsdestotrotz musste Lacey geschickt vorgehen, denn sie musste darauf achten sich bei ihrem Theater nicht lächerlich zu machen, allerdings durfte der Schrecken auch nicht so groß sein, dass die Jugendlichen fliehen, das wäre zwar zu verschmerzen, aber trotzdem unschön gewesen. Doch dies war nicht Laceys erste Menschenjagd und garantiert nicht ihr erstes Schauspiel, sie wusste was zu tun war und brannte darauf den Nutzen aus ihren Fähigkeiten zu ziehen. Immer noch lächelnd näherte sie sich dem Lagerfeuer so lange bis einer der Jugendlich eine Fackel am Feuer entzündete und sich mutig der Fremden entgegenstellte. Wegen der Fackel, mit der er jederzeit zuschlagen konnte, in seiner Hand, betrachtete er sich als Lacey überlegen und zeigte dies auch mit einem breiten, schmierigen Grinsen, welches sein stark durchblutetes und schon bald aufgeschlitztes Zahnfleisch entblößte.

He, was willst du hier? Das ist unser Platz!

Ganz offensichtlich wollte der Halbstarke sich mit seinem selbstbewussten vor seinen Freunden profilieren und Führungsansprüche geltend machen, um ihm dieses Gefühl der Macht zu geben stoppte Lacey schlagartig wenige Meter vor ihm. Ihre unheimlich funkelnden Smaragdaugen kontrastierten dabei ihre Unterwerfung und folgende Worte.

Äh... Ja, also ich brauche eure Hilfe, habe aber auch einen wichtigen Ratschlag für euch.

In Gedenken an Faith imitierte sie deren hilfloses Gestammel, was dem Jugendlichen vor ihr anscheinend in seinem Machtrausch bestärkte.

Was genau ist mit dir los und was willst du von uns?

Zischend presste er seine Frage hervor, woraufhin Lacey scheinbar ängstlich einen Schritt zurück wich und mit gesenktem Kopf die Handgelenke aneiande rrieb.

Nun, das ist eine längere Geschichte und mir ist so kalt, dürfte ich mich zu euch ans Feuer setzen?

Nein, schließlich stehe ich auch. Fass dich kurz!

Sehnsüchtig und vor Kälte bibbernd blickte die Blutelfe auf das munter lodernde Feuer, während sie ihre Geschichte erzählte.

Ihr habt doch sicherlich gehört, dass es hier diesen bösen Mörder geben soll?

Kaum hatten die letzten Silben Laceys Mund verlassen, da brach der fackeltragende Wächter schon in ein hämisches, übertrieben schallendes Gelächter aus.

Willst du uns verarschen? Das ist doch nichts weiter als eine idiotische Geschichte, die sich irgendwelche Deppen ausgedacht haben, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Du lügst also und wenn du nicht die Wahrheit sagen willst kannst du gleich verschwinden.

Aber, Sean, was ist wenn sie die Wahrheit sagt? Es gab ja wirklich in letzter Zeit einige ungeklärte Mordfälle.

Plötzlich intervenierte eins der Mädchen am Lagerfeuer, welches Lacey mit naiv-mitleidigen Augen anblickte und ihr offenbar glaubte. Die Blutelfe nickte ihr freundlich dankend zu, während sie sich fragte wie lange das Mädchen brauchen würde, um zu erkennen wer Lacey wirklich war. Das Infragestellen seiner Autorität verärgerte Sean und ließ ihn mit gefletschten Zähnen herum wirbeln, ehe er die Contenance wiederfand und sich an an das aufbegehrende Mädchen wandte, welches offensichtlich mit dem Gedanken spielte aus der Reichweite des vermeintlichen Mörders zu verschwinden.

Ja MORDfälle, du Fotze, sie lebt aber noch!

Triumphierend drehte er sich wieder zu dem Rattenengel, dabei näherte sich ihr ein paar Schritte, sodass er ihren undefinierbaren Rosen-Blut-Schweiß-Kotze-Brodem riechen konnte bzw. musste. Mit gerümpfter Nase wich er zurück.

Du stinkst!

Warum wohl...

Kommentierte Laceys Fürsprecherin halblaut und bewegte Sean so zum Umdenken.

Na gut, ich glaube dir zwar immer noch nicht, aber du darfst weiter reden.

Danke, also dieser Mann hat mich vor einigen Tagen, ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, wahrscheinlich hat er mich betäubt und in sein Schloss, da hinten, gebracht....

Was? Er lebt in dem alten verlassenen Manor dahin?

Sichtlich geschockt fragte das sich immer mehr fürchtende Mädchen nach, Lacey antwortete mit einem schwachen Nicken.

Als ob...

Spottete Sean, womit er verhinderte das der Rest der Gruppe panisch wurde und Lacey in Ruhe, aber misstrauisch beäugt fortfahren konnte.

Das erste an das ich mich erinnere ist, dass ich dort dieses schreckliche Kostüm anziehen und mich nach seinem Willen schminken musste. Danach zeigte er mir warum er all diese Menschen umgebracht hat. Wisst ihr, er trinkt ihr Blut und frisst ihre Organe. Und ich musste es für ihn zubereiten und ihm noch andere, weitaus verletzendere Dinge mit mir, beziehungsweise mit meinem Körper gemacht...

Wieder ließ ihr Entsetzen das ängstliche Mädchen sprechen.

Er hat dich doch nicht etwa vergewaltigt?

'Türlich nicht, wer will die schon ficken?

Dröhnte Sean und erntete damit einige Lacher, aber Laceys Nicken sorgte dafür das den beiden Mädchen das Lachen im Hals stecken blieb. Sean hingegen kümmerte das nicht, er lachte am lautesten und längsten. Als er endlich fertig war, sprach die Blutelfe weiter.

Heute hat er mich zum ersten Mal rausgelassen, allerdings nur um – wie er es nennt – Beute zu suchen und ihr seid nunmal die einzigen Menschen in der Nähe. Also muss ich euch wortwörtlich ans Messer liefern...

Mal angenommen, du würdest nicht lügen, was hindert dich denn daran zu sagen, dass du niemanden gefunden hast?

Fragte Sean nach und glaubte, dass sie jetzt endlich verschwinden würde, denn ihm war nicht entgangen, dass seine Freunde hinter ihm ihr immer mehr Glauben schenkte, also nicht auf ihn hörten und wahrscheinlich auch noch die ganzen Aktion abbrechen würden.

Er hat gesagt, dass er überprüfen wird, ob ich die Wahrheit gesagt habe und wenn nicht, werde ich ihn mit meiner eigenen Zunge füttern müssen.

Angewiedert verzogen die Mädchen der Gruppe ihr Gesicht und forderten beinahe synchron zusammen mit Lacey zu fliehen. Dies trieb den berauschten Sean, der ohnehin schon nicht mehr ganz Herr seiner Sinne war, endgültig zur Weißglut. Rasend vor Wut holte er schreiend mit der Fackel aus.

Hau endlich ab, du lügnerische Missgeburt! Selbst wenn es deinen Vampirfreund gibt, werde ich ihn einfach umklatschen! Und wenn du nicht gleich verschwunden bist, werde ich dich umklatschen!

Um nicht von der auf sie niedersausenden Fackel getroffen zu werden, drehte Lacey sich schnell um rannte davon. Doch als sie aus Seans unmittelbarer Reichweite war, stolperte sie, woraufhin Sean in ein wahnwitziges Psychopathengelächter verfiel und unartikulierte Verspottungen von sich gab. Seine Freunde betrachteten ihn entsetzt und waren vor Schreck gelähmt.

So bekam nur Greed in der VIP-Loge mit, dass Lacey auf den Knien das Sprengstofftütchen hervorholte, es öffnete und den festen Klumpen in ihrer Hand geschickt in das Feuer warf. Die Hitze des Feuers und die Härte des Aufpralls bewerkstelligten sofort die Explosion, dessen gewaltige Feuersbrunst alle Jugendliche mitsamt ihrer Kippen, Joint, Bierflaschen und Fackeln in den Händen zu Boden fegte und die Zelte in Brand setzte. Dies löste eine erneute Schockwelle aus, die dafür sorgte, dass die Jugendlichen sich so schnell wie geübte Soldaten aufrichteten und versuchten das Feuer auszutreten, während sie lautstark Lacey aufs Übelste verfluchten. Diese ist in der Zwischenzeit auch aufgestanden und hat sich danach ihre Schlagringdolche übergezogen. Sie freute sich darüber, dass sie endlich die Maskerade fallen lassen durfte und genoss das possierliche Treiben ihrer Opfer. Verschwörerisch blinzelte sie Greed zu, um deutlich zu machen, dass sie ihm den Vortritt lässt, schließlich war es sein erstes Mal.

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Lacey

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11.12.2010 22:41 Forum: Sonstige

Bekanntermaßen wirkt Whiskey wie ein Frostschutzmittel, wenn er sich durch Därme frisst und deswegen schielte Lacey voller irrealer Hoffnung auf die Whiskeyflasche auf dem Nachttisch. Doch die Flasche hatte sie schon vor gefühlten Stunden geleert, um in dieser entsetzlich kalten Nacht Schlaf zu finden. Leider blieb sie leer und eine Wirkung aus. Die Blutelfe konnte sich lediglich mit ihrer Bettdecke vor dem eisigen Wind schützen, der durch die Ritzen des verfallenen Copeland Manors pfiff. Aber das änderte nichts an der Schrecklichkeit der ommnipräsente Kälte, die vollkommen atypisch für die hiesige Gegend und Jahreszeit und so klirrend war, dass Lacey die Decke bis zur Nasenspitze hochgezogen hatte und es nicht wagte ihr Bett zu verlassen, um eine neue Whiskeyflasche oder ein anderes Hilfsmittel zu holen. Zu groß war ihre Angst einen Kälteschock oder Ähnliches zu erleiden, denn schon im Bett schlotterte sie wie unter Strom gesetzt, vibrierte beinah.

Natürlich verweigerte der Schlaf einer so unruhigen Asylantin den Eintritt in sein Reich und so blickte Lacey durch das undichte Fenster auf den sichelförmigen Mond, der so grinste wie die Katze aus Alice im Wunderland und einen schwachen Lichtschleier in das Zimmer warf. Plötzlich wurde ihr Zitterrythmus unterbrochen,als ein kratzendes Geräusch aus der Nähe ihres Fensters den stürmischen Wind übertönte und sie reflexartig zusammenzucken ließ. Wenige Sekunden später offenbarte sich die Quelle des Kratzens und anscheinend auch der Kälte, es war Greed, der sich an der Mauer hochgezogen hatte und nun mit einem schnellem, gezielten Faustschlag das Glas des Fenster in ein herabfallendes Scherbenmeer wandelte, um sich dann durch die Öffnung in das Zimmer zu zwängen. Sie hatte zwar gehofft, dass sein Besuch ihren Körper die Kälte zumindest teilweise vergessen ließ, doch da hatte sie sich geirrt, stattdessen verstärkte der ihn begleitende Wind ihr Frösteln nur noch. Nichtsdestotrotz schaute sie weiterhin zu Greed, der ein wahrlich furchteinflößendes Bild abgab. Denn anstatt Finger hatte er blutverschmierte sehr spitz zulaufende Dolche, die mit der restlichen Hand verwachsen waren. Das Blut seiner Finger schien kein normales Blut zu sein, denn es lag nicht ruhig auf den Klingen, sondern bewegte sich in erwartungsvollen Tänzen auf und ab. Zudem war auch sein Kopf abnormal, er wirkte so als sei er aus Glas gemacht, weil das Licht von seinem Kopf merkwürdig reflektiert wurde und groteske Schatten an die Wand warf.

Was willst du?

Lacey sprach die Frage aus, die ihr schon seitdem sie Greeds Gesicht vor dem Fenster entdeckt hatte durch den Kopf gegangen war. Aber sie bekam keine Antwort, wenigstens keine verbale. Mit mondänen Schritten und einem vollkommen emotionslosen, wie aus Wachs geformten Antlitz näherte er sich Lacey, die voller Neugierde auf ihn wartete und tapfer sein Schweigen und die Kälte aushielt. Dort angekommen beuelte sein salutierender Schwanz seine Hose aus. Auch seine Dolche zeigten die Emotionen ihres Besitzers, indem sie sich nun den verspielten Tänzen des Blutes anschlossen.

Ja?

Verwirrung machte sich in der Blutelfe breit und wurde dann zum Ausdruck gebracht. Seine Errektion war zwar ein eindeutiger Hinweis, doch seine Klingen würden dem Spaß wohl ein zu schnelles Ende bereiten? Aber sah Greed das auch so? Wenn ja, was wollte er denn? Wieder ließ er Taten sprechen.

Er holte mit seinem Glaskopf weit aus und zerschlug ihn mit immenser Wucht an der Wand. Ein Großteil der Scherben landete direkt auf Lacey, die sich in keinster Weise bemühte dem Glas auszuweichen, sondern die Schönheit des Scherbenregens genoss und was waren die Schmerzen der Treffer schon gegen die Schmerzen der Kälte? Die rechte Hand des nunmehr kopflosen Greed, dessen restlicher Körper fleischlich war, näherte sich ihrem Gesicht und strich zärtlich über ihre Wange.


Zu zärtlich, denn es waren keine Dolche mehr sondern die Finger aus Fleisch und Blut des realen Greeds, die sie aus ihrem Traum und zurück in die Realität holte. Erschrocken krallte Lacey sich an Greeds Aristokratenjacke fest und erkannte dann, dass sie lediglich geträumt hatte. Diese Erkenntnis lockerte ihre Zunge und ließ sie die Schöpfung ihres Unterbewusstseins interpretieren. Greeds Stimme erklang und lenkte die Deutung in eine ganz bestimmte Richtung.

Interessant...

Murmelte sie und sprach dabei eher zu sich selbst als zum Slasherstar, der nun offenbar vampireske Züge hat und eher seinen Trieben als dem Verstand folgt. Der Vampirfaktor erschwerte die Berechnung der Zukunft natürlich erheblich, besonders weil sich um die Blutsauger zahlreiche Mythen ranken und wahrscheinlich wissen sie nichtmal selbst, welche wahr und welche gelogen sagt. Und wer sagt, dass alle Vampire gleich sind? Was auf den einen zutrifft, muss ja nicht unbedingt für den anderen gelten?

Lacey brennt auf jeden Fall darauf zu erfahren, was auf 'ihren' Vampir zutrifft und wo konnte sie das besser erfahren als auf einer Menschenjagd (Tiere gingen wahrscheinlich auch, aber das ist langweilig)? Voller Vorfreude schmiegt sie sich an Greeds Körper und presst ihr Ohr auf seinen Brustkorb, um den Gesängen seines verzaubertes Blutes zu lauschen. Vergessen ist all der Hass und die Rachsucht, die sie noch vor sehr kurzer Zeit mit dem Namen Greed verband. Die blutrote Rose des Slashercouples blüht erneut und das schöner denn je!

Herausholen, hineintun, zubereiten, verspeisen, als Waffe benutzen, zu Dekorationszwecken einsetzen oder was auch immer Draculas Erben sonst so gefällt. Ich werde dir alles zeigen.

Halkyonisch säuselte Lacey diese Worte, während sie ihre Arme um Greeds Nacken schlang und sich mit leuchtenden Augen zu ihm hochzog. Fasziniert starrte sie auf die Reißzähne, die sein breites Lammschlächtergrinsen entblößte. Um sie noch besser zu erforschen spitze sie ihre Lippen, er folgte und während sie sich küssten fuhr sie mit der Zunge über die spitzen jungfräulichen Zähne und entjungfert jeden einzelnen mit ihrer toxischen Zunge, sodass sie am Ende vier kleine Wunden und er blutverschmierte Zähne hatte. Zufrieden beendeten sie das, was sie Liebkosen nannten.

Vergiss den Dolch, die Zähne sind viel besser!

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Lacey

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05.12.2010 17:48 Forum: Sonstige

Aufgrund ihrer Menschlichkeit und der Tatsache, dass sie von vornherein Eves Primärziel gewesen war, spürte Lacey die brennende Klinge viel intensiver als die Vampirella Shelly. Zudem schien es so, als hätte das Mutantenblut dem Dolch eine vergiftende Wirkung verliehen. Denn die große Hitze hätte die Wunde eigentlich kauterisieren müssen, stattdessen verätzte sie aber die durchbohrte Haut und ließ rotgrünes Blut aus der suppenden Wunde fließen.

Zu Beginn hatte Lacey Greeds Wutausbruch noch genossen, doch dann hatte er ihr dieses schreckliche Ultimatum gestellt. Allerdings war keine der beiden Optionen akzeptabel, denn so kitschig es auch klingen mag, Lacey wollte nicht ohne Greed und sie ging immer noch davon aus, dass es ihm ähnlich ging. Die Ära des Rated R Slashercouples hatte schon mit einer an die Kehle gehaltenen Klinge begonnen und um sie wieder zu beenden, bräuchte man deutlich größere Geschütze. Trotzdem fürchtete sie den peinigenden Dolch, der sich in der unmittelbaren Nähe ihrer heftig pochenden Halsschlagader befand und dessen rote Kanüle so heftig pulsierte, als würde sie versuchen sich aus ihrem Gefängnis zu sprengen. Die Angst übersäte Laceys Haut mit einem öligen Schweißfilm, dessen beißender Brodem sich mit ihrem Mundgeruch vom Kotzen verbündete und gegen den ursprünglichen Rosenduft ankämpfte.

Verzweifelt flitzten ihre Pupillen in den Smaragden umher und suchten so alles ab, um eine Möglichkeit zu finden dem Dilemma zu entkommen. Laceys Puls, der ohnehin schon unnachgiebig gegen ihren Brustkorb hämmerte, legte noch einen Zahn zu, als sie glaubte, einen Weg gefunden zu haben. Denn Greed schien vergessen zu haben, dass auch seine Blutelfe einen Dolch besaß und eben jener, schoss nun unter der Mündung ihrer Glock hervor und drang in Greeds Stirn ein. Dies reichte natürlich nicht aus, um den eisigen Herrscher zu stürzen, der für ihren Befreiungsversuch nur ein müdes Lächeln übrig hatte. Also schnitt Lacey mit ihrer Klinge an seinen Augen vorbei in die Richtung seiner nach oben gezuckten Mundwinkel, während sie sich selbst mühsam an der Wand hochzog und der Klinge neues Fleisch lieferte. Aus den Augenwinkeln kontrollierte die Gothic Queen, dass sein Dolch weit genug von ihrer Halsschlagader entfernt war und stellte dabei zufrieden fest, dass sie in der richtigen Position war um ihren Befreiungsschlag durchzuführen. Plötzlich zog sie ihr Knie so an, dass es sich schmerzhaft in Greeds Schritt bohrte. Für den Bruchteil einer Sekunde zuckte der Lord zusammen und gab Lacey damit genügend Zeit sich mit aller Kraft gegen ihn zu werfen und ihn so zu Fall zu bringen. Der Ringveteran landete zwar geschickt auf den Schultern und dem Steißbein anstatt auf dem Kopf, allerdings bohrte sich der Dolch seiner Blutelfe durch seine Wange in die Mundhöhle. Sie selbst landete mit gespreizten Beinen auf seinem Bauch und zog ihre Pistole sofort aus seiner Wange.

Denn noch war Lacey nicht fertig. Intuitiv (wahrscheinlich auch wegen Greeds scheinbarer Selbstgespräche) erkannte die Blutelfe, die Gefahr, die von dem magischen Dolch in seiner Hand, dessen Arm auf dem Eisfeld ausgebreitet war, ausging. Während rotgrüne Blutstropfen aus ihrer Wunde auf Greeds Oberkörper und Gesicht tropften, beugte die Blutelfe sich nach vorne und platzierte die Mündung des Laufes direkt auf der roten Kanüle des Dolches. Ein Kugel aus der Distanz hatte er problemlos abgewehrt, aber wie würde er auf neun Kugeln aus direkter Nähe reagieren? In rascher Folge feuerte sie das Magazin und nach jedem Schuss bäumte sich ihr verschwitzter Körper aufgrund des Rückstoßeffekts stöhnend auf. Die ersten Kugeln überstand die unheilvolle Waffe, doch nach und nach begann das Eis zu reißen und das parallel dazu schmelzende Eis des Manors bestätigte Laceys Vermutung. Zudem schmolz sogar das magische Eis was bis dahin Greeds Körper umhüllte, seine Haare blieben allerdings silbern, denn ihre Färbung war genauso natürlich wie die von Laceys Haaren. Mit jedem Schuss vergrößerte sich die Wasserlache in der Greed lag und nach der neunten Kugel lag der nun wesentlich harmlos aussehender Dolch ruhig im seichten Wasser. Um seine Zerstörung zu vollenden fischte Lacey die Waffe aus dem Eismeer, dessen kleine feste Eisstücke rasch assimiliert wurden und warf ihn durch die Tore aus dem Manor.

Aber auch das war der Blutelfe noch nicht genug. Grinsend bohrte sie die Mündung ihrer Glock 39 in Greeds Brust, sodass die Pistole im Takt seines Herzschlages auf und ab wippte. Dich anstatt abzudrücken, zerlegte die Pain Princess die Waffe blitzschnell in ihre Einzelteile und las dann die verschiedenen Einzelteile von Greeds Brust auf mit ihren Händen auf und warf sie, wie Konfetti hoch. Ein plötzlich aufkommender Wind ließ die Ingredienzien durch die Lüfte tanzen und trug sie dann hinaus in die Welt.

Millionen Dinge drängte danach in Worte gefasst zu werden und ihre Lippen zu verlassen, doch Lacey war zu verletzt und zu erschöpft um sich dieser Sisyphusarbeit zu widmen und so sackte sie einfach auf Greeds Oberkörper zusammen, wobei seine stille Akzeptanz ihr sagte, dass er ihre Taten richtig interpretiert hatte.

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Lacey

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04.12.2010 21:39 Forum: Sonstige

Eigentlich war es von Anfang an so klar wie das Eis des Manors gewesen, dass Greed ihrer stummen Bitte nicht nachkommen würde. Zu groß war die Schuld, die er ihr gab. Doch trotzdem hatte sie dieses Himmelfahrtskommando gestartet. Denn sie wollte herausfinden wie emotionslos und desinteressiert der Sinner wirklich war, sie wollte einen Blick auf seine vom dicken Packeis umgebene Seele erhaschen und deswegen war es notwendig sich von den oberflächlichen Reizen nicht blenden zu lassen.

Allerdings verwehrte ihr dies die Möglichkeit den genauen Zeitpunkt vorherzusehen und so knickte ihr Fuß letztendlich vollkommen überraschend weg. Der schlagartig einsetzende stechende Schmerz lähmte sie und blockierte den Reflex, die Hände beim Fallen auszustrecken, sodass sie mit dem Kopf zuerst aufschlug. Erneut rang sie mit der Ohnmacht, doch das Schicksal erbarmte sich und verwandelte Greeds Worte zu wunderschönen stetig ihre Gestalt verändernden Feen, die so anmutig wie Ballettänzerinnen vor ihren Augen Ringelreihen tanzten und sie dadurch irgendwie in der hiesigen Welt hielten. Aber der heftige Aufprall hatte nicht nur ihr Gehirn verletzt, sie hatte sich außerdem beim Aufschlagen mit ihren Zähnen einige blutende Wunden in ihre Unterlippe und das angrenzende Fleisch gebissen. Instinktiv und zu betäubt um es genießen zu können sammelte sie das Blut in ihrer Mundhöhle und schluckte es in regelmäßigen Abständen herunter.

Nach einiger Zeit bemerkten die helfenden Zauberwesen Laceys Fußverletzung und vollführten sogleich heilende Rituale, die Lacey wie die innigen Berührungen eines Liebhabers vorkamen. Die Blutelfe seufzte befriedigt und entließ somit die Märchenfee, die daraufhin elegant und verspielt davon schwirrten. Indem sie mehrfach blinzelte befreite Lacey ihre Augen von Feenstaub und dann stürzte ein schier unendlicher Schneeregen aus Realität auf sie herab. Greed, der verletzte Kläger, der schadenfrohe Richter, der unantastbare Beschuldigte, der Apathische, der eisige Herrscher massierte ihre Füße, küsste sie sogar!

Seine Worte wurde zwar vom gallertartigen Schutzschild des Schädel-Hirn-Traumas so stark verwässert, dass in Lacey Gehirn nur noch ein unverständlicher Blabla-Brei ankam, trotzdem oder gerade deswegen musste sie unweigerlich daran denken, wie Faith sie nach ihrem simulierten Sturz fürsorglich umsorgte. Diese widerliche Analogie durchflutete ihre Magengend mit dem beißenden Gefühl des Scheiterns. Hatte sie Faith wirklich die ganze Zeit ertragen, nur um dann das zu bekommen, was das Sugar Crumpet ihr auch geben konnte? Etwas was ihr Millionen Männer geben konnten und viele sogar bereitwillig machen würden und dabei wahrscheinlich keine frostigen steifen Finger hätten? Sehnsüchtig dachte sie an den Tag zurück, an dem Greed sich auf sie gesetzt und ihr die Kleidung vom Leib gefetzt hat, während er drohte ihr das Herz herauszuschneiden? Wo war diese wilde Gier geblieben? Wo war Greed geblieben und welches Arschloch trieb jetzt mit seinem Körper und Manor Schindluder? Zorn flammte in ihr auf und verlangte schon bald danach freigelassen zu werden.

Lacey öffnete den Mund und heraus kam ein Schwall Blut, den sie aufgrund des Schocks vergessen hatte runterzuschlucken und sich etwa im Verhältnis 1:2 mit einer Ladung Kotze, ein Nebeneffekt des Sturzes, vermischt hatte. Die Blutelfe hatte mittlerweile ihren Oberkörper aufgerichtet und so flog das ekelerregende Gemisch zum Großteil in Greeds Gesicht, während einige verirrte Spritzer die Kleidung des Slashercouples besprenkelten.

In unterschiedlich großen Rinnsälen floss sich in verschiedenen Verdaungsstadien befindender Whiskey und Rubine der allerhöchsten Güteklasse das verunstaltete Gesicht des Slasherstars herunter, während Lacey sich darüber freute, mit wie wenig Worten sie ihren Standpunkt hat erläutern können. Allerdings hatte sie ihr Versprechen nicht in seiner Anwesenheit zu kotzen gebrochen...

Das ist alles deine Schuld, my dear!

Trotzig, ohne Reue zu zeigen spuckte Lacey dem verschmähten Samariter ihre Worte entgegen und hoffte inständig darauf, dass der wahre Greed dem Meer aus Kotze entsteigen wird.

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Lacey

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03.12.2010 00:43 Forum: Sonstige

Mit grausamer Brutalität injizierte Lacey einst Greed jenes ihrer Gifte, das seine Seele mit unerbittlicher Konsequenz zerstückelte und dem vorher sorglosen, lebensfrohen und scheinbar unantastbaren Edge zu einem gebrochenen Mann machte. Genau so wie ein Säugling, war er nun schutzlos den Gefahren der Welt ausgesetzt. Doch mit teuflischer Güte und der Kraft der Suggestion hauchte die Blutelfe ihrem Ödipus wieder Leben ein und machte ihm zu einer Gefahr für die Welt, aber vorallem für sie selbst. Denn die Gier beschleunigte den Reifungsprozess ungemein und schon bald erreichte Greed die Pubertät, indem er sich natürlicherweise gegen seine Mutter auflehnte und seine eigene Wege ging.Aber der neuen Welt, die sich auf diesen Wegen offenbarte, wohnte ein gemeiner Zwiespalt inne.

Einerseits begeistern einen die zahreichen neuen Möglichkeiten, die sich vor einem auftun und bei denen die Eltern nur unnütz im Weg stehen und deswegen lässt man sie möglichst weiter hinter sich zurück. Andererseits aber fürchtet man sich vor den vielen Entscheidungen mit vielfältigen, unvorhersehbaren Konsequenzen, die man treffen muss, weswegen man sich insgeheim nach der Fürsorge seiner Eltern sehnt und sich, wie als Kind, in Sicherheit wiegen lassen will.

Im hiesigen Fall wurde dies außerdem noch durch Greeds früheres Ich, das wie ein Schreckgespenst in den Tiefen seiner Seelen herumspukte, verkompliziert. Dem Ausmaß dieser Zerrissenheit wurde Lacey besonders deutlich gewahr, als Greed das ihn frisch servierte Blut einfach ignorierte und sein Arm nach vorne schnellte, während seine Gesichtszüge mit der gleichen Geschwindigkeit zum einem Bild entgleisten, dass sich viel zu radikal von dem Vorherigen unterschied, um als einfacher Gefühlsumschwung abgetan zu werden. Nein, hier steckte deutlich mehr dahinter.

Instinktiv griff sich Lacey nach Greeds heftigen Würgen an den Hals, indes hallte seine Frage wie ein Peitschenhieb durch das Manor, was eine sehr gute Akustik besaß. Aus diesem Grund verbreiteten sich Greeds gierig nach Antworten suchende Worte blitzschnell im ganzen Herrensitz und machten in Kombination mit seiner widerlich verzerrten Fratze und dem wie eine plärrende Alarmsirene leuchtenden Dolch ein Ausweichen unmöglich.

Weißt du was ich mir eingebildet habe? Das du endlich damit aufgehört hast nach meinen Beweggründen zu suchen... Wie oft hast du schon von mir verlangt, dass ich mir dir offenbare? Wie viele Formulierungen hast du dir schon ausgedacht? Wie viele Druckmittel hast du dir schon zugelegt? Wie oft bist du schon gescheitert?

Im Gegensatz zu vorher spricht Lacey leiser und ihr betrübter Tonfall lässt nur erahnen, welche Schrecken sie mit ihren Worten versteckt. Auch ihre Körperhaltung hatte jegliche Eleganz verloren, ihre Schultern sind eingesunken, der Oberkörper war nach vorne gebeugt und der Blick konsequent auf die Schuhspitzen gerichtet. Es schien so als würde sie unter dem Gewicht ihrer Engelsflügel zusammenbrechen, doch das war nur scheinbar. In Wahrheit setzte ihr Greeds Suche, die sie zu immer neuen Versteckspielen zwingt, deutlich mehr zu, als er wahrscheinlich glaubt. Denn würde sie ihn mit ihren Krallen noch verletzen können, wenn er weiß wie sie entstanden sind? Sicherlich nicht. Und würde sie dann noch eine gute Mutter sein? Ebenfalls nicht, denn im Angesicht ihrer Schwäche würde er sie sofort verstoßen. Sie kann ihm seinen so lange gehegten Wunsch also gar nicht erfüllen? Aber kann sie es sich leisten die vermeintlich einfache Erklärung zu verweigern?

Und wenn mein Innerestes schon so brachial ins Tageslicht gezerrt wird, wie beim Kotzen, wird es garantiert nicht vor deinen Augen geschehen.

Auch wenn ihre Worte durchaus den nötigen Sprengstoff besitzen, um als verheerende Marschflugkörper eingesetzt zu werden, verzichtet Lacey darauf und behält ihre gedrückte Körperhaltung und Stimmlage bei, zu groß ist die Last auf ihren Schultern.

Aber dann wirft sie doch einen Blick auf das Monster, was sie geschaffen hat und schon nimmt sie die auf irgendeine verkommene Art und Weise angenehme Kälte um einiges intensiver und die frostigen Finger schaffen es sogar aus ihr weitere Worte herauszukitzeln.

Aber ich habe ich nicht genauso wie du allen Grund Fragen zu stellen? Denn noch hast du mir deine eigentümliche Verwandlung nicht erklärt. Vergiss nicht, ich war es dir die Rasierklinge schenkte und jetzt hast du sie einfach durch dieses nicht aus dieser Welt stammende Ding ersetzt? Außerdem scheinst du vergessen zu haben, dass sich dein Manor nicht in einem Tag, sondern in einem langen Prozess in einen Eispalast verwandelte und ich war dabei dem magischen Eis schutzlos ausgeliefert. Ja, ich glaube, sogar dass es mich hier herausekeln wollte und richtig froh war, als ich endlich geflüchtet bin. Doch nicht nur das Manor hat sich verändert, sondern auch dein Aussehen, deine Kleidung und wahrscheinlich auch deine Seele. Was hat es damit auf sich? Bedenke, dass dein Äußeres ebenfalls Teil meiner Schöpfung war, mein Ödipus. Dieser brachte übrigens seinen eigenen Vater um, was dir ja leider nicht möglich ist. Aber rechtfertigt das eine Auftragsmörderin auf mich zu hetzen? Also, mein Sohn, beantworte mir diese Frage und vielleicht beantwortest du dadurch auch deine.

Mit jedem Wort schien Lacey mehr und mehr ihre ursprüngliche Eleganz zurückzuerlangen und war nachdem sie ausgesprochen hat, wieder der infernalische Engel der die Toren des Copeland Manors aufgeschossen und seinen Besitzer mit Whiskey, Glasscherben und Spritzennandeln übergossen hat. Mit erhobenem Kopf und eifrig lodernden Augen näherte sich das Starlet nun Greed, gelangt nach aber nach wenigen Schritten auf eine Eisspur, die so rutschig ist, dass ihre Metallspikes ihr keinen Halt geben und sie unkontrolliert auf den Slasherstar zurast. Doch die geübte Tänzerin lässt sich davon nicht verurnsichern und breitete anmutig ihre Arme aus und schloss sogar ihre Augen.

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Lacey

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30.11.2010 19:53 Forum: Sonstige

Jeder Ausgestoßene benötigt ein Refugium, in das er sich bei Bedarf zurückziehen kann, um der Unerträglichkeit der Gesellschaft zu entfliehen. Lange Zeit bot das Copeland Manor Lacey diesen überlebenswichtigen Schutz, doch dann geriet ihre Beziehung zu Greed aus der ohnehin überraschenden und schwachen Balance. Dieser plötzliche Gleichgewichtsverlust ist wohl ebenso unmöglich zu erklären, wie die Entstehung dieser Balance. Eins lässt sich allerdings mit Sicherheit sagen, die Gothic Queen residiert nicht mehr an der Seite des Lords im Manors, sondern in einem ansonsten menschenleeren Hain unweit des Herrenhauses. Eine zwielichtige Lichtung umgeben von grotesken, gigantischen, weinbewachsenen Bäumen, deren verschlungene Zweige hoch oben im Wind wehen, bietet der Blutelfe genügend Schutz, um in aller Seelenruhe auf den richtigen Zeitpunkt für die Rückkehr zum von allen höheren Mächten verdammten Kanadier zu warten. So hatte sie schon mal monatelang auf das Ergebnis der Metamorphose von Edge zu Greed gewartet und so wird sie es wieder tun. Doch diesmal ging das Toxic Starlet von einer weitaus kürzeren Wartezeit aus und wie sich zeigt, sollte Lacey Recht behalten.

Mit der Intensität eines plötzlich aufheulenden Fliegeralarms wurde sie aus den ihres Tiefen ihres Schlafes gerissen und mit einer schrecklichen, bitterernsten, ihr vollkommen real erscheinenden Vision konfrontiert. Greed oder zumindest seine alter egos behandelten sie wiedermal wie eine seelenlose Puppe, die man nach Belieben ankleiden und herbeordern konnte. Also eben jenen Frevel, der das Zerreißen dünne Verbindungsseil des Slashercouples erst eingeleitet hat. Ein Eingreifen und die damit verbundene Rückkehr war also absolut notwendig, um ihr Bild in seinem Kopf aufrechtzuerhalten. Ein verworrener, stetig neue, bunt schimmernde Formen annehmendere Cocktail aus den verschiedensten Gefühlen war Lacey ein exzellenter Treibstoff auf dem Gewaltmarsch vor die Pforten des Copeland Manors und ließ sie es in Rekordzeit erreichen.

Ein krachender Pistolenschuss gegen das Schloss sprengte die Eingangstore des Herrensitzes förmlich auf und ließ die schweren, hölzernen Flügeltüren scheppernd gegen die Eiswand, in der Greed vor kurzem noch die Reflexionen gesehen hat, hämmern, sodass das Eis zerberstete und in kleinen Splittern erst hoch in die Luft flog und dann zu Boden stürzte, während es wie eine Taubenschar funkelt.

Aufgrund der Wucht des Aufpralls entsteht ein heftiger, eisiger Sturm, der Laceys mühevoll frisierte blutrote Haare wie heraufbeschworene Schlangen, um ihren Kopf herum tanzen lässt; wodurch die Präsentation ihres Outfits, das sie selbst und niemand anderes ausgewählt hat (!), noch verfeinert wird. Die für ihre Extravaganz bekannte Gothic Queen hat sich diesmal für einen hautengen, rattengrauen Bodysuit, dessen Schnitt den eines futuristischen Raumanzuges ähnelt. Um die Assoziation mit dem krankheitsübetragenden Nagetier noch zu verstärken, hat sie sich außerdem einige Schnurrhaare aufgemalt und einem, über den Boden schleifenden Plüschschwanz an ihrem Hinterteil befestigt. Allerdings wird dieser Eindruck durch ein riesiges Paar blütenweißer Engelsflügel, dass sich Lacey auf den Rücken gebunden hat und so groß ist, dass über ihren Hinterkopf ragt und sie scheinbar jedem Moment zu erdrücken droht, unterkariert. Doch auch dem Engelseindruck wird Paroli geboten und zwar von ihrer Glock 39, die sich wie ein Webschiffchen in einigen Rissen an der Außenseite ihres Oberschenkels verharkt hat und einem ganzen Dutzend langer, aber erstaunlich dünner und mit schwarzem Whiskey gefüllten Spritzen, die auf ähnliche Weise am anderen Oberschenkel befestigt wurden und dort einen undurchdringlichen Ring bilden.

Lacey begrüßte den gewohnt apathischen Greed lediglich mit einem kurzem Nicken und tritt mit zierlichen, wohlbemessenen in das frostige Copeland Manor ein. Dabei geben kleine Metallspikes an den Sohlen ihrer klobigen Gothic Boots, deren erstaunlich dünner Schaft vom Stoff ihres Rattenkostüms kaum sichtbar verdeckt wird, den notwendigen Halt für die dithyrambischen Tänze auf dem Eis.

Tapfer, ohne sich von der klirrenden Kälte de Kontrolle über ihren Körper rauben zu lassen trotzte die Blutelfe der eisigen Magie des Herrenhauses, sie kniete sich sogar auf den besonders kalten Boden und befreite mit ihren Händen einen festgefrorenen Kelch aus seinem Gefängnis. Dies war schwieriger als es sich anhörte, denn anscheinend war die Eisfläche genauso gierig wie ihre Ursache und Lacey konnte das Trinkgefäß nur mithilfe intensiven Reibens und Reißens an sich bringen. Doch letzten Endes hielt Lacey einen schön geformten, goldenen Kelch mit kabbalistischen Gravuren in den Händen. Sorgfältig strich die Gothic Queen über die verschiedensten Seiten des Gefäßes, um auch wirklich jedes noch so kleine Überbleibsel des Eises zu vernichten.

Ich hab' mal so einem Viech in den Bauch geschossen und dann hat es die rausgefallenen Gedärme aufgefressen.

Während sie die Reflexionen des Kelches mit denen des Eises verglich, murmelte Lacey fast schon verschüchtert einige Worte vor sich hin, die scheinbar in keinem näheren Zusammenhang zu den aktuellen Geschehnissen standen. Ein dünnes Lächeln huschte Lacey in Erinnerung an dieses Ereignis in ihr Gesicht, ehe sie drei Spritzen aus ihrem Bodysuit zog und diese dann in ihrer Faust über den Kelch zerdrückte, sodass sich das goldene Trinkgefäß mit Glassplittern, Spritzennadeln und schwarzem Whiskey füllte. Ohne ihr merkwürdiges Verhalten zu erklären, holte das Crumpet ein weiteres Spritzen-Dreierpack hervor und zerdrückte es ebenfalls, diese wiederholte sie dann noch zweimal bis sich all ihre zwölf Spritzen nahezu vollständig im Kelch befanden. Begierig leckte sie die mit Whiskey beschmierten Finger, in denen winzigkleine Glassplitter steckten und erfeute sich am Schwarzgebrannten und vielleicht auch an den Splittern.

Nachdem sie ihrer Leidenschaft gefrönt hatte, umfasste Lacey den zu drei Vierteln gefüllten Kelch mit beiden Händen und trug ihn, der den von Greed vergeblich gesuchten Whiskey – wenn auch vermischt – enthielt, so andächtig, wie ein wichtiges Paraphernalium zum Lord des Copeland Manor. Dort angekommen schenkte sie ihm ein hübsches, was ihn wohl früher dazu verführt hätte ihr zu vertrauen. Dieses Lächeln wurde zu einer grinsenden Perversion seiner selbst, als die Blutelfe den Kelch langsam und genüsslich über seinen Kopf ausleerte. Der Whiskey tränkte die Haare und verweigerte sich der Zunge, während die Nadeln und Splitter sich in dem verklebten Schopf verfingen. Doch das war dem Toxic Starlet natürlich noch nicht genug, achtlos ließ sie den Kelch fallen und in das Labyrinth des Manors rollen und trieb dann mit den Glassplittern und Spritzennadeln kleine, brennende, blutende Wunden in die Kopfhaut. Das geschulte Auge der Connaisseuse erkannte sofort die ergiebigsten Quellen und nutze sie um mit ihren Zeigefinger mehrere Blutspuren zu Greeds Mundwinkeln zu legen, sodass er die Rubine, die er unendlich lange nicht mehr gekostet hatte, nur noch mit der Zunge einsammeln musste.

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Thema: .helter skelter
Lacey

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18.11.2010 21:57 Forum: Im Ring

In dem unverbesserlichen Glauben an ihre eigene Unzerstörbarkeit kreierte Lacey eine gefährliche, zwischenmenschliche Spannung, die schon bald damit begann, Funken zu werfen. Die Anzahl der katalysierenden Funken wuchs stetig an und so war es am Ende nur noch eine Frage der Zeit bis einer der beiden streitenden Raubtiere explodieren würde. Die Frage wer es sein würde, war dabei ebenso schwer zu berechnen wie das eifrige Hervorspringen der Funken. Letztendlich riss zuerst Greeds Geduldsfaden, und der gottverdammte Sinner stürzte sich auf Lacey wie ein von einer Armbrust geschnellter Bolzen. Aufgrund der geringen Distanz und Greeds hoher Reichweite war eine Flucht unmöglich. Seine Armen schienen überall zu sein und umschlangen ihr Ziel brutal, sodass die Blutelfe in der richtigen Position war, um ihren zierlichen Körper so heftig die Hellebarde in den Magen zu rammen, dass sie glaubte in der Mitte gezweiteilet zu werden. Der scheppernde Aufprall des gefallenen Todesengels vermischte sich mit dessem markerschütternden Schmerzensschrei zu einem überaus hässlichen Musikstück, dass das Auditorium ebenso entsetzliche Grimassen schneiden ließ.

Doch das war nur der Auftakt gewesen, denn noch war Greed durstig und und befiel deswegen seine Geliebte, um sich wie ein Parasit mithilfe ihres Leids zu sättigen. Der weitaus kräftigere und größere Körper des Slasherstars begrub Lacey unter sich und jagte ihr mehrere eisige Schauer über die Haut, die er mit seinen Fingern berührte und sich dabei so weit nach vorne, dass er mit seinen schwarzen Haare ihre Haut streifte, woraufhin ihr unweigerlich wunderschöne Gedanken an den wärmenden, schmerzlindernden und vorallem pechschwarzen Whiskey durch den angeschlagenen Kopf schossen. Unwillkürliche Sehnsucht öffnete Laceys Mund und ließ sie begierig die Zunge rausstrecken. Sofort wanderten die schwarzen, streichelnden Haare zu ihren Lippen, scheinbar um ihren Wunsch zu erfüllen und als schwarzer Whiskey in ihren Mund zu regnen. Doch die Wirklichkeit sah ganz anders aus. Greed öffnete sein Maul, dem sofort ein frostiger Hauch entwich und entblößte seine, aufgrund der hellblauen Färbung noch furchteinflößender wirkenden Zähne, aus dessen Mitte sich seine, von einer dünnen Eisschicht überzogenen Zunge emporschlängelte. Erbarmungslos forcierte dieser fleischige die wilde Vereinigung mit Laceys Zunge, deren Besitzerin vor lauter Überraschung und Schmerzen wie paralysiert war und den Kuss weder ablehnen noch erwidern konnte. Stattdessen musste sie sich der Kopfschmerzen hervorrufenden Kälte ausliefern, die jeder kennt, der schon mal zu schnell ein Eis gegessen hat. Auch wenn ein nicht unbeachtlicher Teil von ihr, die Schmerzen wahrscheinlich sogar begrüßte, so war sie doch unfähig dies Greed mitzuteilen. Deswegen konnte der Slasherstar nicht anders, als Laceys Reaktion oder vielmehr ihre Nicht-Reaktion, als einen weiteren eingebildeten Akt der Ablehnung zu interpretieren und seine Blutelfe dafür zu bestrafen. Schwungvoll löste er die orale Verbindung auf und während er seinen Kopf in den Nacken warf und seinen Rücken durchstreckte, gab Lacey ein kaum hörbares Japsen von sich.

Mit der Brutalität und Präzision eines erfahrenen Jägers umfasste er den Kopf der Gothic Queen und zerstörte dabei die beiden strukturgebenden Knoten ihre Frisur, sodass ihr die blutroten Haare ins Gesicht fielen und sich wie ein Schleier über ihre Augen legte.. Durch diesen Schleier sah sie nun, wie die wilde Bestie, die sie selbst erschaffen hatte, mit ihren Kopf in einem Berserkerrausch gegen die Tore hämmerte, hinter denen das Reicht der Ohnmacht lag; doch selbst als Greed sein Hämmern mit einem gewaltigen Orkan aus seinem Mund verstärkte, sprangen die Türen nicht auf und bersteten auch nicht. Sogar der Versuch des Slasherstars den Torwächter mit einigen Tropfen Blut auf Lacey Wangen zu bestechen, scheiterte. Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen waren die Schmerzen des Bloody Crumpets, die vom Kopf aus bis in die Fingerspitzen flossen, auf einem so intensiven Niveau, dass sie mit keiner Metapher angemessen beschrieben werden können.

Demzufolge befanden sich ihre kognitiven Fähigkeiten auf einem denkbar schlechten Niveau und als, wie ihr schien, ohne Vorwarnung Atera Lex' Theme eingespielt wurde, verstärkte sich der Marschrhythmus in ihrem Kopf zu einem akustischen Bombenteppich, der ihre Nerven ungemein strapazierte und es ihr unmöglich auch nur ansatzweise das Auftauchen ihrer Feindin zu reflektieren.

Als Atera mit der schussbereiten Waffe in der Hand in ihr Sichtfeld trat, erkennt Lacey aufgrund des Camouflagezaubers von Ateras Rüstung und den Ziselierungen auf ihrem Revolver lediglich ein weiß-blau-silbernes Flimmern, das irgendwelche Worte von sich gab die wie das Rauschen des Meeres wirken. Darauf folgte wieder der stürmische Orkan, der so sehr unter die Haut ging wie eine gutgemachte Slasherszene und plötzlich knallt ihr etwas entgegen, was eindeutig ein Schuss ist. Dieses, von ihr so geliebtes Geräusch regt Laceys Gehirnfunktionen und ließ ihre Wahrnehmung aufklaren, sodass sie bemerkte, wie Greed Atera niederschlägt und ihren Revolver aus dem Ring kickte.

Zeitgleich dazu offenbart sich das, was während ihrer Beinahe-Ohnmacht in Versatzstücken vor ihrem geistigen Auge, sodass sie sich Antworten auf all die maternden Fragen, die die vorherrschende und bizarre Situation aufwirft, zusammenpuzzeln kann. Mit erschreckender Schnelligkeit ergreift eine leidenschaftliche Wut ihren Körper, ihr Gehirn, ihr Herz und ihre Seele; sie streicht sich ihre verwehten Haare aus dem Gesicht und richtet ihre gesamte grausame Aufmerksam auf Greed, der ohne auch nur daran zu denken, sich umzudrehen über den Entranceway flaniert. Relativ schnell löst Lacey das rote Band, welches ihre Glock 39 (die der Slasherstar anscheinend vergessen hat) an der Innenseite ihrer Strumpfhose befestigt und halt dann den Schlüssel zur Höllenpforte in den Händen. Um eine bessere Position für das Schießen zu haben, zieht sie sich an den Ringseilen, als sie plötzlich Atera, die sich ebenfalls gerade aufrichtet, anderthalb bis zwei Meter vor ihr lokalisiert. Ein entnervtes Seufzen verlässt ihre Lippen, während der Dolch ihrer Pistole unter der Mündung hervorschießt. Ohne unnötige Worte zu verlieren, mit geradezu atypischer Rational- und Effektivität legt die Blutelfe beide Hände um den Griff ihrer Glock und stürzt sich dann mit einem Hechtsprung auf Atera. Dieser wird es zum Verhängnis, dass der einzige Schutz ihrer Rüstung die Tarnung ist, denn Laceys Dolch durchdringt mühelos den Stoff über Kristins Oberschenkel und bohrt sich tief in das Fleisch. Bei der Landung löst das Crumpet eine Hand vom Pistolengriff und dreht mit der anderen den Dolch um, damit der Muskel regelrecht zerfetzt wird. Mit einem schmatzenden Geräusch befreit Atera ihren Oberschenkel vom Dolch und versucht dann beschähmt den Rückzug anzutreten.

Gepeinigt von den Anstrengungen des Angriff kniet Lacey erschöpft auf allen Vieren im Ring, doch der pure Hass schafft es ihre Schmerzen zu verdrängen, sodass sie sich aufrichten und endlich Greed, der noch immer seelenruhig aus der Arena spaziert. Klickend entsichert die Gothic Queen ihre Glock, spreizt die Beine, führt die rechte Hand mit der Pistole auf Augenhöhe, stabilisiert mit der linken Hand das Handgelenk der Waffenhand, visiert Greeds Hinterkopf an und drückt ab.

Die folgenden Sekunden nimmt Lacey nun so wahr, als hätte irgendjemand einen magischen Schalter auf 'Zeitlupe'. Mit einem ohrenbetäubenden Krachen und posslierlichen Mündungsfeuer fliegt die Kugel aus der Pistole, direkt auf Greed zu. Doch der Slasherstar bleibt rechtzeitig und bringt ohne sich umzudrehen, seinen Eisdolch schräg hinter sich in die Flugbahn des Projektils, das von der Klinge abgelenkt wird. Nachdem Projektil verlässt nun auch Greeds Dolch die geplante Route der Kugel, wobei Lacey für einen sehr kurzen Moment, ein Spiegelbild von Gesicht des gottverdammten Kanadiers zu sehen bekommt, das das Antlitz des Kanadiers merkwürdig entstellt und zerrissen zeigt, als würden zwei riesige Armeen eine epische Schlacht um die Herrschaft über seinen Körper austragen. Diesen intimen Blick muss Lacey allerdings mit dem Erklingen einer Stimme bezahlen, die in ihrem Schädel so dumpf dröhnt wie unter dem Gewölbe eunes nasskalten Verlieses.

»...netter versuch...«

Die 9mm-Kugel hat zwar ihr Ziel verfehlt, aber nicht ihre einschlagende Wirkung verloren und so hat ihr Eindringen in einen Ausläufer der gigantischen Technikanlage der Halle dramatische. Auf das Zischen und Knistern versagender Technik folgen einige verzweifelte Rufe überforderter und verängstigter Arbeiter, ehe schlagartig alle Lichtquellen versiegen und das Stadion in die Dunkelheit gehüllt wird, mit der alles begann.

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Lacey

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14.11.2010 00:59 Forum: Im Ring

Lacey bombardierte Greed mit Sporen der zu Missgunst gewordenen Sehnsucht und schuldbewusst fing der zurückgekehrte Bluthund sie auf und ließ die Detonationen seine eisige Haut mit kleinen Platzwunden übersäen, die bittersüß brannten. Seiner Bestimmung als Slasherstar folgend kanalisierte er den Schmerz in einem Blizzard und begrüßte damit Lacey, welche sich bereitwillig vor ihn stellte, genüsslich auf das Echo ihrer Worte wartete und dann ebenfalls schuldbewusst in dem Schneesturm versank.

Dreckig bis monströs grinsend gibt Greed seine Blutelfe, die wie ein vom Herbst vergessenes, vereinzeltes Blatt von frostigen Winterstürmen mit subtilen, facettenreichen Hieben durchgepeitscht wurde, frei und bietet ihr mit seinen Fäusten Halt. Nach kurzer Zeit gewöhnt Lacey sich an die beinah erfrischende Kälte, mit denen die Finger ihres Eisprinzen sie trotz der Wildlederhandschuhe kitzeln, und aus dem anfänglichen Umklammern wird schnell ein zärtliches, liebkosendes Streicheln. So löst sie langsam die Anspannung und widmet sich dann noch besonders liebevoll den vier Punkten, in die die Fingerspitzen gedrückt wurden. Dieses scheinbare Friedensangebot wird nun noch gekrönt, indem die Gothic Queen seine erst die eine und dann die andere Hand sanft zu ihren schwarz schimmernden Lippen führt und auf die Fingerknöchel einen angedeuteten Kuss haucht, während ihre giftgrünen Laserpointeraugen immer wieder verstohlen aufblitzen und Greeds geradezu apathisches Antlitz kurz sondieren.

Danach schwingt sich eine von Lacey Händen filigran über Greeds stählerne Arme und Hellebarden zu seinen Wangen und massiert einfühlsam die kontrahierten Kaumuskeln so lang bis auch sie sich entspannen. Dabei weicht sie mit ihren Blicken konsequent den suchenden, graphitschwarzen Lammschlächteraugen des Slasherstars aus. Nachdem nun alle physischen Spannungen gelöst sind rutscht die Hand der Blutelfe ein wenig höher. Wie eine Attentäterin stellt Lacey schlagartig und unausweichlich den Blickkontakt her und während Greed in dem sehnsüchtig erwarteten, schwarzgeränderten Giftmeer versinkt, kratzen die Krallen seiner Geliebten ein zweites Mal brutal über seine Wange und das kakophonische Geräusch der aufreißenden Blutgefäße wird mit einem fast schon hysterischen Schrei aus den dunklen Tiefen einer zerrissenen Seele kombiniert.

Lügner!

Blitzschnell flitzt die mit Blut besudelte Hand der Gothic Queen zum Handgelenk des Slasherstars und umfassen den Saum seines Handschuhs, woraufhin sich die beiden Finger ihrer anderen Hand fest in Greeds Augen bohren und ihn blind zurückstolpern lassen. Während die eisigen Finger aus dem Handschuh gleiten streifen sie die Waffe der Attentäterin und werden mit einem in den Grundzügen an eine Rose erinnernden Muster aus Blut bestrichen. Den geraubten Handschuh drapiert Lacey geschickt auf ihrer Schulter und schmiegt ihren Kopf an das kalte Leder und schleckt dabei mit genießerischer Langsamkeit das eroberte Blut von ihren Fingern.

Da das Leid des einen die Freude des anderen ist, holt der ihn kurzzeitig paralysierende Anschlag auf Greed das Publikum aus dessen Paralyse. Die bis dahin eher gelangweilten Zuschauer quittieren die Schmerzen des verhassten Kanadiers mit lautstarkem Gröhlen und Jubeln. Ein unangenehmes Ziehen breitet sich in Laceys Magengegend aus und wiedermal verflucht sie Greeds Entscheidung, mit seiner Rückkehr das Spiel zum Brot für die Massen beizusteuern. Aber vielleicht erkennt er ja jetzt die Nachteile diese Orts.

Mit schnellen Wimpernschlägen und einem unwillkürlichen Befühlen der verletzten Wange meldet sich der Slasherstar zurück. Die Bloody Fairy merkt das und sorgt dafür, dass er zuerst in den teuflischen, klinisch weißen Abgrund ihres von Sadismus erfüllten Lächelns blickt.

Das war mein Geschenk für dich. Fühle dich entschädigt...

Nach der eigenwilligen Begrüßung wendet sich Lacey mit einem großen, tänzerischen Schwung ab, wie jemand der mit seinem Lachen allein sein will. Die schöpferische Kraft des Alleinseins ist allgemein bekannt und so ist es nicht verwunderlich, dass nach kurzer Zeit wieder ein halkyonischer Blutelfengesang die Halle durchflutet.

Zufrieden können wir sein, wenn wir tot sind. Denn die Zufriedenheit ist nichts anderes als das verstoßenswerte Hurenkind der Gier. Nicht mehr als ein Klotz am Bein, den man am besten schon im Mutterleib zerquetscht.

Lacey untermalt ihre Worte bildhaft indem sie Greeds Handschuh in ihrer Faust zusammenquetscht und dann verächtlich auf den Boden, wo auch seine Aristokratenjacke liegt, fallen lässt. Von einer inneren Unruhe getrieben macht die Gothic Queen eine der Ringecke zu ihrem Thron, auf dem sie mit überschlagenen, im Takt wippenden Beinen und einem blutverschmierten, kokett im Mundwinkel platzierten Finger zu ihrem Volk spricht.

Stattdessen sollten wir uns ganz und gar der Gier widmen. Nun, du hast mich begehrt und ich bin erschienen, zwar wahrscheinlich nicht so wie du es erwartet hast, aber ich bin erschienen. Jetzt gilt es meine Gier zu befriedigen. Keine Sorge, ich verlange nicht mehr als du ohnehin bist, bereit zu geben. Denn ich fordere lediglich deine Geschenk ein und schenke dir dafür meine Aufmerksamkeit. Also beute sie aus, reite sie zu Schande, vergewaltige sie!

Ob Greed wohl weiß, dass man problemlos den Zusatz aber tu mir dabei verdammt noch mal nicht weh! an Laceys Worte anhängen kann? Sicherlich weiß er zu welch Untaten seine Blutelfe fähig ist, schließlich zeigt es das Pochen seiner Wange mehr als deutlich, aber weiß er auch, was seinen feuerroten Sprengkopf zum Explodieren bringt?

Um dieser Sache auf den Grund zu gehen, springt Lacey nun in den Ring wobei das Scheppern ihres Aufkommens auf der Ringmatte aufgrund der Mikrofone unterhalb das Rings unnatürlich laut durch die Arena schallt. Doch bevor Greed reagieren kann, konstruiert Lacey ein retardierendes Moment und stellt damit einige Zuschauer vor eine echte Geduldsprobe.

Aber eine Frage habe ich noch...

Mal tänzelnd und mal hüpfend nähert sich das Toxic Starlet den überaus wachsamen Champion und verzichtet nach kurzer Überlegung auf eine Berührung des eisigen, verwundeten Körpers.

Wer zur Hölle ist eigentlich Larissa? Hast du dir etwa in deiner Abwesenheit eine neue Geliebte angelacht und mich trotz meiner Einzigartigkeit mit ihr verwechselt? Oder gefällt dir mein Name nicht, weswegen du mir einen neuen Namen geschenkt hast? Wenn das so ist, lehne ich nicht im Geringsten dankend, sondern sehr empört ab

Fragend, fast schon naiv versucht Lacey in dem in massives Eis gemeißelten Gesicht des Slasherstars, was wegen seiner Wunde mit einem tränenartigen Muster überzogen wurde, eine Antwort zu finden, während sie das mit Speichel gestreckte Blut auf ihren Fingerspitzen verteilt und dabei immer wieder ein Rendezvous mit ihrer Zungenspitze arrangiert.

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Lacey

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10.11.2010 23:41 Forum: Im Ring

»Weil sie es nicht sehen wollen«, mit welchen Worten hätte Greed besser die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich und seine Geliebte lenken können? Denn wie jeder gute Horrorfilmregisseur weiß üben szenische Darstellungen, die so schrecklich sind, dass man seinen Blick panisch schreiend abwendet und das Gesehene am liebsten vergessen will, auf viele Menschen eine ungeheure Faszination aus. Hinzu kommt noch, dass das Auditorium den verhassten Kanadier im Ring zu gerne Lügen strafen und seine als Folter gedachte Geschenkübergabe mit frenetischem Jubel unterminieren will. Diese Aussicht richtet auch noch das letzte Augenpaar auf die Stage, wo man Laceys baldiges Erscheinen erwartet, ja, es so gar verlangt. Eine ubiquitäre Begierde liegt in der Luft und greift nach den feuerroten Haaren der Gothic Queen, um sie daran auf den Thron zu ziehen. Dieses befehlsgleiche Begehren kulminiert nun in dem krachenden Einsetzen von Laceys Einzugshymne.

Passend zu den von der Dope Stars Inc. verfeinerten Klängen aus den schöpferischen Tiefen des Asylums, schlängeln sich beinah zischende, aus allen Richtungen kommende , bordeauxrote Aerosolschwaden und verbreiten sich dabei epidemieartig in der gesamten Halle. Selbst auf den billigsten Zuschauerrängen knapp unter der Hallendecke ersetzt der Nebel alle Farben und Objekte zur Gänze. Aber eine Personen verschonen die von der Musik durch die Arena gepeitschten Nebelschwaden. Greed scheint von irgendetwas umgeben zu sein, dass das Aerosol von ihm fernhält, auf jedes vorsichtige Züngeln einer Schwade in seine Richtung, folgt sofort ein abgeschrecktes Zurückweichen. So entsteht eine kleine Schutzglocke um den Slasherstar, der ein wenig an die Barriere um das Copeland Manor erinnert. Davon fasziniert schreitet Greed majestätisch im Ring umher und streckt gebieterisch seine Arme aus, der rote Nebel macht ihm dabei stets unterwürfig Platz und gewährt ihm so seine Schutzglocke.

Für kurze Zeit kann dieses Schauspiel das Verlangen nach Greeds Offenbarung und dem damit verbundenen Erscheinen von Lacey ablenken, doch so langsam übersteigt der Unmut über die stark eingeschränkte Sicht die Begeisterung für das ungewöhnliche Nebelwerk. Außerdem ist die Bloody Fairy – zumindest findet man nirgendwo ein Zeichen ihrer Präsenz - immer noch nicht dem lautstarken Ruf nach ihrer Anwesenheit gefolgt. Das Publikum reagiert darauf mit den bewährten Methoden und verleiht seiner schwächlichen Ungeduld mit Buhrufen und Pfiffen Ausdruck. Laceys Entrancetheme kommentiert dies geradezu höhnisch mit der gekreischten Frage: »Are you suffering?«.

Nur Greed weigert sich bei diesem lächerlichen Spektakel mitzumachen und verharrt geduldig in königlicher Reserviertheit, während die Hymne seiner Blutelfe langsam im finalen Fade Out verklingt und damit der pöbelnden Masse kurzzeitig das Feld überlässt. Doch dann fließt Laceys halkyonisches Flüstern so sanft durch die Halle, wie das Wasser durch den Fluss, in den sich einst Shakespeares liebeskranke Ophelia legte.. und ertrank. Die Zuschauer verstummen und lauschen.

So soll also deine Rückkehr aussehen? Nachdem du mir wochenlang nicht ein einziges Lebenszeichen gegeben hast, präsentierst du dich nun als erstes dem unbedeutenden Publikum in einer unbedeutenden Halle und zitierst mich dann so beiläufig herbei, als wäre ich irgendeine niedrige Untergebene. Nein, nicht du kommst zu mir und erklärst dein Verschwinden, sondern mir wird gnädigerweise eine Audienz gewährt. Das allerdings nur um deine Geltungssucht zu befriedigen und irgendwelche kleingeistigen Insekten für kurze Zeit per Schocktherapie aus ihrer chronischen Betäubung zu holen.

Anders als sonst üblich kommt der Ton nicht gleichmäßig aus allen Lautsprechern oder aus einer bestimmten Richtung, stattdessen wandert das Flüstern spielerisch durch die Halle und scheint somit ständig aus einer anderen Richtung zu komme scheint. Verstärkt wirkt dieser Effekt noch durch stetigen Standort- und Lautstärkewechseln unterworfenen Echos. Nichtsdestotrotz gibt es einige Zuschauer, die meinen Lacey irgendwo im dichten Nebel entdeckt zu haben und daraufhin mit überhasteten Fingerzeigen ihre Naivität zur Schau stellen.

Ein Vorteil der akustischen Phantasmagorien ist es, dass das Publikum teilweise so sehr damit beschäftigt ist sich an das Wechselspiel anzupassen, dass es gar nicht mehr auf Laceys Worte achtet und ihre Beleidigungen ungestraft lässt. Es herrscht also eine wunderbare Stille, die nach einer kurzen Kunstpause wieder vom bedrohlichen Pestilenzhauch.

Es ja nicht so, dass du dir keine Mühe gibst, mich für dein Vorhaben zu begeistern. Aber dein wievieltes Geschenk ist das jetzt schon? Wie oft willst du mir noch etwas schenken und wo ist die Grenze zur Prostitution? Oder bin ich dir etwa nicht schön genug?

Nach dieser fast schon blasphemischen Frage stoppt das überraschend ruhige Flüstern und Lacey gibt Greed, der mit erhabener Gelassenheit den harten Anschuldigungen seiner Ophelia lauschte, zum zweiten Mal die Gelegenheit intensiver über ihre Worte nachzudenken. Doch das Erreichen einer nachdenklichen Stille wird erbarmungslos vom wiedermal gelangweilten Auditorium torpediert. Allerdings werden diese Unmutsbekundungen schnell von einem mädchenhaften Blutelfenkichern übertönt.

Hihi, stört euch etwa der Nebel oder das meine Stimme und damit auch meine Glock überall zu sein scheint? Gefällt es euch nicht, dass ihr nicht wisst wo ich wirklich bin? Das ihr mir quasi ausgeliefert seit? Ja, ich weiß, dass ist wirklich ein sehr unschönes Gefühl... Also will ich mal nicht so sein und mich euch zeigen. Aber seht dann auch gut hin, das gilt besonders für dich, Greed.

Um den Champion einen besonders guten Blick auf seine Ophelia bieten zu können schneidet ein unsichtbares Schwert eine dauerhafte Schneise von Greed zum Puretron auf dem nun tatsächlich ein Video abgespielt wird, das alle Zuschauer außer dem Slasherstar höchstens schemenhaft durch den Nebelschleier sehen können.

Die visualisierte Szenerie wird von einer Lacey dominiert, die ein erschreckend kränkliches Bild abgibt. Das Gothic Starlet sitzt auf einen schwarz gefliesten, rissigen Boden, der mit einer dicken Staubschicht und sogar einigen Staubkugeln bedeckt ist. Auf diesem Boden liegen zahlreiche, detailliert gestaltete Stoffpuppen, die alle ein ganz individuelles Aussehen haben. Natürlich sind auch sie mit Staub bedeckt und selbstverständlich ist auch Lacey ganz und gar mit Staub bedeckt. Die Gothic Queen trägt sogar anscheinend absichtlich ein weißes Kleid mit vielen Rüschen, in die Staub wunder- und nicht mehr entfernbar eindringen kann. Auch ihre sonst so kraftvoll leuchtenden Augen haben jeglichen Glanz verloren und wirken matt und leblos. Das gleiche gilt auch für die zwei Rubine an dem silbernen Armbändchen, was Greed ihr einst geschenkt hat. Von der Hand mitgezogen fahren diese Rubine nun leise klirrend durch den Staub aus dem Bild. Zusammen mit ihrer ebenfalls staubigen Glock 39 kehren sie wieder auf die Leinwand zurück und werden dann an Laceys Kopf geführt, sodass die Pistolenmündung genau auf ihre pulsierende Schläfe drückt.

Gefalle ich dir etwa nicht? Musst du mich etwa erst nach deinen Wünschen formen, so als wäre ich eine Puppe? Wenn das so ist, wozu brauche ich dann noch einen eigenen Kopf und eine Seele? All das steht deiner Paternalisierung doch nur im Weg, also ist es das wohl das beste wenn ich es vernichte. Mein Körper reicht ja...

Im wohlbekannten Flüsterton, der das Verwirrspiel aufgegeben hat und nun gleichmäßig aus den Boxen schallt, schwelgt Lacey im düsteren Selbstmitleid und wirkt dann mit dem Zeigefinger langsam gegen den Widerstand des Abzugs, bis das in Gang setzen des Schusses unmittelbar bevorsteht. Währenddessen erahnen einige Zuschauer was das Starlet vorhat und geben ihre Erkenntnis fassungslos an ihre Sitznachbarn weiter, woraufhin sich die Information wie ein Lauffeuer im schockierten Publikum verbreitet.

Doch in allerletzter Sekunde dreht die Gothic Queen die Pistole so weg, dass die Mündung direkt auf Greed zeigt und bricht mit ihrem Finger den finalen Widerstand. Begleitet vom Hervorzüngeln orangerote Flammen schießt eine Kugel aus dem Lauf.

Daraufhin entzündet sich über Greed ein giftgrüner Funkenregen, der stark an eine Platzpatrone erinnert. Gemeinsam mit der Aristokratenjacke des Slasherstars (derer er sich damit, wie geplant, erledigt) fallen die feuerwerksartigen Funken in den Ring und dort steht tatsächlich Lacey! Trotz aller Anschuldigungen und Suizidgedanken hat sich das Slasherstarlet von den Zuschauern unbemerkt in den Ring geschlichen und erstrahlt nun in ihrer ganzen Gothicpracht innerhalb der Copeland Manorgleichen Schutzglocke. Man findet auf ihrem Körper und ihrer Kleidung keinerlei Staub, die Haare und Rubine am Handgelenk glänzen intensiv und auch in ihren Augen brennen die wohlbekannten Kupfersulfatflammen, während sie zu Greed blickt und herauszufinden versucht, wie ihm ihr kleines Schauspiel gefallen hat. Diese brisante Spannung lässt sogar die bordeauxroten Nebelschwaden zerfallen und ermöglicht den Zuschauern nach kurzer Zeit eine klare Sicht auf das Geschehen.

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