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Thema: Washed away....
Faith Lehaine

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12.05.2011 21:59 Forum: Sonstige

»Ahhhh. Ausruhen. Natürlich. Ich kleines Dummerle«

Schmunzelnd schlägt sich Faith sanft gegen die Stirn ehe sie sich eine feuchte Strähne aus dem Gesicht wischt und die Hand wieder unter ihrem Kiefer einparkt.

Verträumt gönnt sich das Mädchen eine kurze Ruhepause um die Atmosphäre des Wetters auf sich wirken zu lassen. Der Regen nieselt herab und massiert mit sanften Berührungen die Hautoberfläche der beiden Frauen. Doch noch immer ist es warm – angenehm. Ob sich ein Gewitter aufbaut während sich die Wellen in den Strand hineintragen?

»Kekskrümel reden nich über Backrezepte, Miss Martinez«, ein wenig knatschig bringt sie es über ihre Lippen als stünde sie kurz davor einzuschlafen. »Redest ja auch nicht mit Kühen über... weiß nicht... Big Mäcs oder so...«

Plötzlich macht es ein Hopps und erklingt das Geräusch eines kleinen mangavertonten Seifenblase als Faith auf den Felsen neben Shelly hoppst. Dabei gab sie sich äußerst vorsichtig, sie ja nicht zu berühren. Sah sie also als eine Art... weiß nicht. Feuriges Menschenfresserdingsbums oder so. Wenn man sie berührt, wäre das Spiel verloren. Um ein Haar hätte man sich sogar fast angestubst! Den imaginären Schweiß abwischend seufzt Faith ihre Erleichterung heraus.

Im Schneidersitz macht sie sich neben der Wasserharpye breit, legt artig die Handrücken auf die Knie und schließt die Augen während ein rhythmischer Strom von Sauerstoff ihre Lungen erfüllen. Schnurrend saugt sie den Duft des Meeres in sich hinein. Aber... nichts passiert.

Schon oft hat sie davon gehört, dass Meditationen richtig toll und wundersam sein sollen. Persönlich hatte sie es einige Male ausprobiert, aber so richtig dufte war es bisher noch nie. Also musste sie irgendetwas falsch machen. Und wenn neben ihr schon eine Meisterin sitzt...?

Zu Beginn bemüht sich das kleine Crumpet. Ruhig zu bleiben als auch sich , sich dem Übernatürlich oder was auch immer hinzugeben. Als die gewohnte Atemtechnik keine merkliche Veränderung hervorbringt wird sie jedoch etwas hibbelig. Vielleicht sitzt sie ja falsch? Sitz wird korrigiert! Noch einmal! ... ... Die Schultern sinken ein, das kann doch nicht stimmen! Wieder wird der Sitzt korrigiert während ihre Beine über den Felsen schleifen als wolle sich die Schlange häuten. Nach weiteren Versuchen schließlich gibt sie auf. Frustriert zieht sie die Knie ans Kinn und lubbert zu Shelly herüber. Neugierig fahren ihre Blicke über die elegante Haltung der Vampirella, der anmütigen Meditation als würde sie das Wetter beherrschen. Gleichermaßen erstaunt als auch vorsichtig drückt Faith weitere Worte aus ihrem kleinen Mund.

»M-... Magst du mir... vielleicht zeigen wie das geht?«, fragt sie schließlich leise als stünde ihr ein garantierter Anschiss bevor. Aber wer es nicht versucht...

Thema: Washed away....
Faith Lehaine

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12.05.2011 20:07 Forum: Sonstige

Faith ließ ihren Kopf auf den Unterarmen liegen und atmete ebenso tief wie Shelly, nur noch viel viel jünger. Die Augen auf den endlosen Ozean gerichtet der irgendwo vom Horizont verspeist wurde. Was es wohl da hinten so für Essen gibt? Bestimmt nur Suppe. Was sonst will man mit Wasser machen? ... Oh! Tee wäre noch eine Möglichkeit. Teeeeee...

Als die ehemalige Starlet Championesse ihren kariesverseuchten Gesang nach draussen spickte, lunzte das kleine Maggot zu ihr hinauf. Zu Beginn sehr interessiert, wie ein geduldiger Schüler neben seinem nach Weisheit meditierenden Meister. Doch statt einer Offenbarung pflügte man ihr wieder die Freundschaftsbändchen vom Acker als sei nun gerade die beste Erntezeit dafür. Das Wetter ist doch traumhaft. Warum soll man denn da streiten und es kaputt machen?

Mit aufgezogenen Augenbrauen schwieg Faith zuerst und musterte die keifenhafte Gazelle skeptisch. Man kann doch auch gemeinsam einander nicht-auf-die-nerven-gehen. Doch mit einem Mal leuchtet ein kleines Lämpchen im Köpfchen der Zirkusartistin. Shelly Martinez! DIE Shelly Martinez! Whua!

Der Trotz allerdings unterdrückt jegliches Gefühl in Faith, sich theatralisch auf die Knie zu werfen und um Vergebung zu bitten. Aber diese komische Frau war einfach komisch. Nix scheint ihr eine Freude machen zu können. Wie soll man ihr denn ein fröhliches Lächeln auf die Lippen zaubern? Faith hat bisher doch gar nix angestellt, das Shelly Grund geben könnte, ihr feindlich gesonnen zu sein! ... Klar, Faith hat ihr mal in den Bobbes getreten als Shelly auf Erfolgskurs war mit 6 Siegen hintereinander, hat ihr Karies angehängt, ihre magischen Tarotkarten zu einem kleisterverschmierten Kartenturm verarbeitet und ihr womöglich auch Süßigkeiten untergeschoben um die Vampirella etwas... unförmiger zu machen. Nicht aus Eifersucht, nein. Mehr aus einem Überlebenstrieb heraus.

Wie also handled der Zuckerwattenkopf dieses Problem? Nach dem Anschiss inform von Beleidigungen, Hohn und Morddrohungen wäre ein Topf Ben & Jerrys doch genehm, oder nicht? Leckerer Cookie Crunch oder Chocolate Crisps. Mjummy. Ein prüfender Blick auf Shellys letzten Mundzüge jedoch, erwürgen die Hoffnung und lassen den Kopf des Gefühls grün anlaufen. Hm...

Wieder legt Faith ihre Schläfe auf die Hände und schaut hinaus aufs Meer. Wie könnte sie es bloß schaffen, dass Shelly nichtmehr böse auf sie ist? Man würde sich bestimmt hervorragend verstehen, mhm!

»Ist voll schön hier... machstn hier so?..«

Thema: Washed away....
Faith Lehaine

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12.05.2011 17:53 Forum: Sonstige

Die letzten Wochen und Monate verliefen etwas merkwürdig für Captain Maggot. Der herbe Rückschlag, den sie durch Suicide und Gefährten erlitten hat, wusste gekonnt das pulvrige Zucker auf ihrer Haut zu einer hochgradig brennbaren Lösung zu zerkochen. Unangenehm klebte es auf der Haut wie getrocknetes Baumharz. Zwar mag dies oder das nur noch eine verschleierte Schönform der Vergangenheit sein, aber noch immer erfüllt sie der Gedanke an den Schleier der Vergangenheit mit Trauer. Sicher. Es gab wichtigeres.

Die Erde dreht sich weiter, auch wenn man es nicht mitbekommt. Wär ja noch schöner. Stellt euch vor, ihr auf, steigt aus dem Bett und legt euch der Länge nach erst einmal auf den Boden weil ihr die Geschwindigkeit verschätzt habt. , würde das Radio sagen. Faith wäre darauf schon vorbereitet. Man würde total viel einsparen, wäre dem denn so. Man rammt einfach einen Stamm in den Boden und bleibt darauf sitzen. In 10 Minuten wäre sie um einen Kilometer gewandert ohne sich zu bewegen! Das wäre krass.. Und wenn das nicht funktioniert, könnte man sich ja immernoch eine Art Schaukel dranhängen und daran über die Strecke baumeln. Das ginge doch.... oder?

Jedenfalls. Nica war die eigentliche Wattenbauschsappeurin. Faith wollte einfach nur weiter. Wie an diesem bezaubernden Abend. Klar – es regnet. Aber da ists doch am Schönsten wenn die Wolken ihre Tränen verlieren um der Erde Trost zu spenden. Ja...

Leise balanciert Faith einer unsichtbaren Gedankenlinie entlang. Die kleinen Zehen tief in den feuchten Sand gegraben um das Gleichgewicht zu bewahren oder so. Dabei klingelte ein kleines Glöckchen, das sie mit einem roten Band um das Fußgelenk gebunden hat. Zigeunerin war sie bereits und diese winzigen Musikinstrumente laden förmlich zu einem dezenten Tanz ein. Der Abend allerdings, in seiner rotglühenden Pracht, war zu schön um ihn mit einer Reihe spontaner eleganten Bewegungen zu verschleiern.

Nackt und unschuldig waren ihre zurückhaltenden Tanzschritte. Die kurze bräunlich abgetragene Ledershorts knarrte nachgiebig bei jeder Bewegung und auch der winzige Säbel tätschelte sie motivierend auf den Po wie ein Sklaventreiber aus Plastik. Gelegentlich zupft sie am schwarzen Schulterteil ihres schwarz-roten Hello Kitty Shirts und schmunzelt vor sich her.

Kinderlieder durchspülen ihren Kopf wie einen ehemals vertrockneten Bach der nun neues Wasser zum Leben inne hat. Ja, schön ist es zu atmen und an nichts zu denken. Einfach nur Spaß haben und alles genießen was einem so über die Füße stolpert. Da es keine Fußmatten sondern eher schöne Handtücher sind, hilft man dem ein oder anderem Individuum schließlich gerne wieder auf die Beine. Und wer nicht will, der hat eben schon.

Während das kleine Crumpet so vor sich her düdelt und kleine Kreise mit Engelsfüschen tanzt, fällt ihr da eine Frau auf einem Felsvorsprung auf. Ihre Gesicht ist zu den Wolken gerichtet und lässt sich genussvoll berieseln. Sie scheint es zu genießen. Neugierig tut Faith es ihr nach, schließt die Augen und drückt sich den Nacken ins Genick. Ein göttliches Gefühl wenn einzelne Perlen über die Maske tropfen und daran zum Nacken hinuntergleiten, sich langsam verteilen und vom Stoff aufgesogen wird.

Die Lippen zu einem wohlsamen Lächeln aufgerichtet bewegt sich Faith auf die Frau zu. Noch immer erkennt sie sie nicht. Zu sehr ist sie noch darauf restkonzentriert die Gedankenlinie zu halten und ihre Füße zu koordinieren. Ebenso zeugt das Stillleben wie aus einem repressiven Portrait. Eine Elfe sitzt auf einem Stein, genießt den Regen während sie auf die Rückkehr ihres Liebsten von der See wartet oder so. Sie scheint wie für ein solches Wetter geschaffen - die Verkörperung des Regens. Da ist es doch selbstverständlich wenn sich die Herrin der Brombeeren einmal vorstellt um eine sinnvolle politische Debatte zu beginnen. Wer weiß? Vielleicht werden die Brombeeren bald wundervoller als zuvor schon toller mit ein paar mehr Tropfen?

»Du... du siehst voll schön aus, so wie du da sitzt... wie ein Naturgeist auf Kur«, entfährt es schmunzelnd aus dem Mund unseres zierlichen Sugar Crumpets. Die Arme werden bestmöglichst auf dem Stein verschränkt. Der Kopf seitlich darauf gelegt.

»Schade, dass ich keinen Fotodingens habe... würde sicher Spaß machen und gute Bilder geben, mhm.«

Thema: x.X Genau so! ... äh, nur... anders... irgendwie... X.x
Faith Lehaine

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x.X Genau so! ... äh, nur... anders... irgendwie... X.x 12.05.2011 16:24 Forum: Sonstige

»Guten Tag! Was kann ich für sie tun?«
»Guten Tag. … Herr Doktor… meine Freundin hat ein Problem...«

Besorgt schaut Veronica zu ihrer kleinen Freundin rüber. Faith sitzt schmollend mit verschränkten Armen auf einem Stuhl. Die Beine übereinander geschlagen und nervös das oberste hin und her pendelnd. Nicht selten trifft sie dabei den eleganten Schreibtisch des jungen Arztes, der sie gerade höchst aufmerkam mustert. Sicher nur, um rechtzeitig zwischen Fuß und Tisch zu hechten damit dem Möbelstück nix passiert. Blöde Kittelkartoffel...

»Soso… was fehlt Ihr denn...?«

»’hab meine Meise verloren...«, flüstert das zierliche Mädchen murmelnd vor sich her und schlängelt sich in einen gemütlicheren Teenagersitz. Ihr wisst schon... die Null-Bock Stellung bei der man dann immer gesagt bekommt, dass allein so wie man sitzt schon sagt, dass man keine Lust hat. So ganz oberschlau als bräuchte man ein Studium um das zu merken. Die abgesenkten Augen, der zwanghafte Zug sich abzulenken – und sei es nur das sportliche Durchhebeln der Gelenke, oder das geistesabwesende Nagen an der Lippe – die kleine Gummibärchenarmee von geseufzten Seufzer sind natürlich keine Hinweise darauf. Man kann ja ruhig seufzen, Kaugummi kauen und durch die Gegend spucken wie man möchte. Solange man anständig sitzt, strahlt man eine betriebsfähige und freundliche Aura aus. Und der Mittelfinger soll nur die Fahne halten... Faith rollt mit den Augen.

»Sie macht momentan eine ziemlich schwere Zeit durch...«

»Ich verstehe.«, bemerkt der Mann am anderen Ende des Tisches mit sicherem Nicken mit dem fachkundigen Gesicht eines Blubbermenschens. Seltsame Betonungen die schon beim Wortklang aggrossiv machen.

Der orangehaarige Zottelkopf weicht den neugierigen Glubschern des Docs aus und betrachtet die weiße Rauhfasertapete. Wenn ihre Eltern sich mal ein Hotel leisten konnten/wollten, hatten die da oft auch so eine Tapete. Faith lag dann meisst auf dem Bett und langweilte sich. Irgendwann entwickelte sie dann einen Zwang, diese merkwürdigen Pickelchen von dem Tapetenmuster zu kratzen. Was ragen die dann auch so verführerisch heraus? Faith bekämpft die Stimme in ihrem Kopf – weil sähe jetzt doof aus.

»Sie hatte da einen Freund...«

»Einen Freund? ... Oh, natürlich. Ich verstehe.«

Der Doktor schmunzelt. Im geistigen Auge ist er bereits von jähzornigen Glücksbärchis umgeben und an einen Materpfal befestigt. Mit spitzen Stöcken würde man ihn pieken und schikanieren bis er freiwillig nur noch auf öffentlichen Parkplätzen parkt! Natürlich ist in der Fantasie auch überall Feuer und Gekreische, aber nix tut weh oder so. Soll sich ja niemand verletzen.

»Er hatte sie geschlagen...«

»Ich hatte doch noch ein Match, Nica...«, brummelt das Bärchen zur Seite in Erinnerungen an den riesigen Tisch mit allerlei Süßkram bevor alles endete. So verführt man also kleine Engel die von Bäumen wachsen. Mit Obst und Speiseeis, Butterwaffeln und Rosinenbrot, Zimtschnecken und Puddingflunder! Was... was... was wohl aus denen geworden ist?

»... und deshalb ist sie jetzt so... traurig.«
»Ich verstehe...«

Der besorgte Blick hinter Veronica’s schwarzer Mähne durchbohrte Faith förmlich und trieb sich bis in den Beckenbereich. Unwohlsein. Schuldgefühle. Sorge. Hunger. Irgendetwas davon wird es wohl sein. Jedoch vermag der Effekt des doktor’schen Blickes eher Übelkeit hervorzurufen. Eine Flasche Rum wäre jetzt nicht schlecht. Austrinken und den Doktor taufen. Wäre das gemein, wenn man derart dazu genötigt wird? Bestimmt nicht... oder?

»Miss Lehaine… was sagen Sie denn dazu?«

Und schon wieder dieser blendende Scheinwerfer der Aufmerksamkeit der ihre gänzliche Null-Bock Position zu umscheinen vermag. Würde er denn aufstehen um das tun zu können. Macht er aber natürlich nicht. Dann bleibt ihm das neue Tattoo eben verborgen.

»Ich möchte den Telefonjoker verwenden und meine Mom anruf’n. Dazu hab ich ein Recht!«, entfährt es nun deutlicher aus den schmalen Lippen des Sugar Crumpets und hebt zugleich bestimmend ihre Rechte. Darin hält sie einen Zettel auf dem ein Vermerk gekritzelt wurde. Eine Nummer sowie der Hinweis: MOM.

Nica hebt skeptisch eine Augenbraue und schüttelt nach einem Moment resigniert den Kopf. Der Arzt ist perplex und hat mit einer solchen Antwort nicht gerechnet. Aber hat er denn nichts verstanden?

»Faith... was soll das…?«
»Mom anrufen!«
»Du kannst sie nicht anrufen, Faith...«
»Mom anrufen!!«
»Aber deine Mutter ist~«
»SOFOOOOOOOOORT!«

Faith ist der Ernst ins Gesicht geschrieben. Jedes Stück der Wange und Stirn versucht sich krampfhaft in den Augenhöhlen zu vergraben. Die weißen Zähne sichtbar aneinander gedrückt. Jeder, der zu verstehen weiß, würde die Nachricht dahinter bemerken.

»Lassen wir sie ihre Mutter anrufen. Vielleicht stabilisiert das ihre Hilfsbereitschaft, verstehen Sie?«

Natürlich tat Nica das. Sogar ohne Examen. Die rollenden Augen gab es aber als Nachspeise als Faith sich aufstellt, den Stuhl behutsam mit ihren Beinen wegdrückt und wortlos das Büro verlässt. Nica eilt in zügigen Schritten hinterher bei denen sie noch die Taschen der beiden schulterte. Im Korridor findet die schwarzhaarige Burlesque Tänzerin das Zirkusmädchen mit dem Rücken an die Wand gelehnt. Der Hinterkopf schlug wie die Kriegstrommel der Grashüpfer gegen den Beton während ihre geschlossenen Augen ein buntes Farbspiel äußerten von rosa Wölkchen und Elefäntchen, goldenen Strohhälmchen und seidenen Vorhängen.

»Ich versuche nur zu helfen, Faith…«, flüstert Nica leise und hob ihre Hand zur Unterstützung auf die knochige Schulter des zotteligen Mädchens.

»Ich weiß… Aber das’ doch doof. Der hat null Ahnung von... pi pa po und allem...«

»Andererseits, du könntest~«

»’War nur meine Schuld, Nica. Ich wurde gewarnt und habs abbekommen. So is das einfach. Nu muss es weitergehen, nech?«

Faith quälte sich ein schiefes Lächeln auf die Lippen das Nica mütterlich empfängt und einen Schritt nach vorne geht um ihre kleine Freundin erst einmal in den Arm zu nehmen. Faith entgegnete der Umarmung nichts – spielte aber auch nicht mit. Die Arme schlaff nach unten hängend, an den dunkelroten Netzen der Strümpfe spielend.

»Aber wenn du mich hier herschleppen tust, stehn wir ja still, weisst? Das bringts ja auch nich. Nach vorne gehts, nich zurück oder nach unten oder nach oben. Vorwärts! Müssen eben nur noch auf den Wind warten.«

»Ja… aber nicht hier, Faith. Die Wände sind grau und kalt. Lass uns lieber zurück in die Halle gehen.«

Thema: x.X. Shindu fallah na! .X.x
Faith Lehaine

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x.X. Shindu fallah na! .X.x 17.01.2011 17:37 Forum: Backstage

»Als die Blutelfe wieder zu sich kam, fand sie sich an einem Ort wieder der ihr gänzlich unbekannt war...«

Faith saß auf dem kalten Hallenboden, mit dem Rücken an die Wand gelehnt. Sie blinzelt mit den Augen als sei sie tatsächlich gerade erst aufgewacht. Ihre Kleidung wirkt fremdartig. Rotse Samtstiefel mit einer Spitzform zu ihren Knien auf der ein gelber Umschlag geschnitten war. Einige Zentimeter nackter Haut ihres Beines zog sich bis unter den roten Rock der ebenfalls einen goldenen Rand hat und teilweise mit lockeren farblich angepassten Lederfetzen behaftet ist. Sie trägt eine rote Tunika mit moosgrünen Waldmotiven – und auch hier mit goldener Umrandung. Lange rotleuchtende Handschuhe reichen ihr bis zum Ellenbogen. Auf ihrer Schulter eine Art Panzerung. Ein sehr sehr SEHR merkwürdiger Anblick als sei sie aus einem Geschichtsbuch entsprungen. Kontaktlinsen trägt sie. Leuchtend Grüne, wie Lacey sie hat.

»Es schien, als sei sie in einem Kellergewölbe von Stormwind gelandet. Seitdem die Menschen die Sin’Dorei zum Feind erklärte, waren sie gejagt worden. Vertrieben. Etwas, das Prinz Kael’Thas vorausgeahnt hatte seitdem er in Dalaran Arthas Menethil begegnet war. Ein Held wollte der Fürst sein. Unser wunderschöner Held in den Farben des Phönix. Aber...«

Seufzend steht sie auf und klopfte sich mit klirrendem Unterton ihrer Rüstung den Staub von Po und Rücken. Zumindestens soweit es ihre Arme zulassen. Dann blickten ihre Augen umher, orientieren sich an dem Verlauf der Gänge und senkt den Blick wieder um sich an die Stirn zu fassen.

»Was rede ich eigentlich? Ich muss hier irgendwie raus. Halduron verlangt meinen Bericht. Hätte ich doch bloß nicht so viele Warp Burger gegessen um meine Beweglichkeit auf Vordermann zu bringen!«, grummelt das kleine blonde Mädchen und wuschelt sich durch die kurzen Haare um etwas munterer zu werden ehe sie die Arme in die Hüfte stemmt, tieeef einatmet und die Schultern mit dem Ausstoß frischem Atems wieder fallen lässt. »Alles nur um vor dem Raid noch ein paar Daily Quests zu machen. Dabei steht nachher doch wieder Shadow Lab auf heroic an. Da kommt man echt zu gar nix mehr!«

Ein weiteres Seufzen entfährt der jungen Cosplay Akteurin wodurch alle guten Dinge drei werden. Sie beginnt einen klackernden Schritt nach den anderen zu setzen, was sie nicht davon abhält weitere Selbstgespräche zu führen. Bruchstücke ihrer Gedanken, die sie entlässt als sie den Ansatz ihres Ponys beiseite schiebt.

»Ich hasse die Murmel. Immer bin ich die Bombe und muss ins Zelt rennen. Das bringts mal null. Naja, aber immerhin besser als vom Flickwerk in Naxxramas auf die Mütze zu bekommen. Gott, wie ich dieses Vieh hasse mit seinen 13 Millionen HP! ... Einen Hit kann ich wegstecken, aber bei zwei ist Sense. 28k Dämätsch ist mir dann doch ein Tick zuviel. Verdammte Geißel und ihre Totenbeschwörer mit ihrem Frankenstein Syndrom. Können die nichtmal was Nützliches auf die Beine stellen wie zum Beispiel... ehm... knochige... Ikea Möbel? Ouh ouh ouh, das war alles out of gimmick! Gut, dass es keiner gesehen hat. Ich meinte natürlich... Regenschirme! Genau, Regenschirme aus Haut für die Terokkar Wälder. Oder dem Arathihochland. Ist ja auch nicht immer Sonnenschein dort. Vorallem wenn irgendwelche Idioten Kazzak dorthin pullen. Wobei, die Sache mit Stormwind war echt klasse. Zack, alle Allis ausgerottet und chancenlos waren sie ausgeliefert. Das nenne ich Teamplay! Gott, das Video muss ich mir nochmal auf Youtube ansehn! Und schon wieder out of gimmick, mada bamm! ... Verkackt! Die Rolle is eben neu, was soll ich sagen?«

Kichernd blieb sie vor einem Getränkeautomat stehen. Sie zückt eine Münze und zieht sich eine Dose aus dem Gerät das entweder ein Goblin oder Gnom erfunden haben muss. Na, wohl eher ein Gnom. Hätte ein Goblin diese Maschine entwickelt, wäre sie höchstwahrscheinlich explodiert.

»Na, wollen wir mal hoffen, dass es kein Noggenfogger ist...«, murmelt Faith und gönnt sich einen Schluck. Abwartende Blicke folgen als müsste nun irgendetwas passieren. Keine Ahnung, vielleicht, dass sie sich in ein Skelett verwandelt oder kleiner wird. Oder leicht wie eine Feder. Aber nichts dergleichen passiert, dafür füllt sich ihr Mana wieder.

»Wunderbar. Nun muss ich nur noch überlegen, welche Klasse ich eigentlich bin... Hm... Ahhh, wieder Out of Gimmick! Out of Gimmick! Wahhh!«

Kopfschüttelnd rennt sie blind in irgendeine Richtung um ihr Gimmick wieder zu finden. Cosplay ist schon ne blöde Sache wenn man sich nicht gänzlich entscheiden kann. Aber wenn sie weniger als 28k Life hat, kann sie schonmal kein Blutritter oder Krieger sein. Vielleicht ein Rogue. Für Warlock, Mage und Priest hat sie deutlich zu wenig Mana. Zaubern kann sie nicht. Bliebe also nur noch der Rogue. Eine andere Klasse kann der Blutelf nicht sein. Schamanismus ist immerhin etwas für Waschis, und welche Elfe will schon ein hässlicher Seeotter sein? Wobei die Flugform oder Katzenform schon recht interessant ist. Aber nicht als Hordler. Löwen... ihhh. Pumas sind doch viel schicker.

Wahhh, Faith muss plötzlich bremsen! Zu spät, denn sie knallt, tja ungebremst eben, gegen einen Körper. Durch die Wucht landet sie auf dem Po und starrt den Mann an während sie sich an der Nase reibt welcher Bekanntschaft mit der fremden Schulter machte. Als sie die Person erkennt drücken sich ihre Augenlider derart auseinander, dass... ja... dann schreib mal nen Vergleich, Herr Schreiber... Hm... Sagen wir mal... ehm... derart auseinander, dass sie nichtmehr viel mit zusammensein gemein haben! ... Genau! Das passt!

»Bei den Goblins von Booty Bay...!«, spricht sie schleßlich ungläubig mit offener Mundluke... aber wen starrt sie da an?



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Mann: Hallo. Ich möchte mich gerne für eine Rolle bewerben.
Mann²: Wie ist der Name der Rolle?
Mann: Manfred Mann.
Mann²: Tut mir Leid, der ist *BESETZT*, denn den spiele ich!

in den letzten Wochen ist irgendwie der Wurm drin... -.-

Thema: || Isn't it tempting?
Faith Lehaine

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22.12.2010 00:27 Forum: Sonstige

Das Auftreten des Hühnen barg eine gewisse Spannung für sich. Wie ein schattenummanteltes Monster trat es aus seiner Höhle von Korridor in die Gladiatorenarena mit einem von Eiscreme überdeckten Festtagstisch. Langsam, denn seine Muskeln wogen ein stolzes Gewicht, nicht zugleich sein Körper der erst einmal in Bewegung gesetzt werden musste.

Faith saß wie angewurzelt da. Ihr zierlicher Körper versteifte, der Kopf über die Schulter gelunzelt um einen Blick auf den Mohnkuchen zu erhaschen der dieses Trüppchen mit Absicht durch die Drogenkontrolle fallen lassen würde.

Schon viele Geschichten um diesen Mann hatte das Sugar Crumpet gehört. Dass er lange ein schlächtender Schoßhund war der nicht einmal vor einer Frau Halt machen, sie zu Brei schlagen, in kleinen Patties auf einen Grill werfen und sie als Burger am Stück schlucken würde. Sogar übermenschliche Kräfte soll er besitzen, einverleibt von ausserirdischen Mächten. Eine wandelnde Klinge die geschmiedet wurde von einem Mann und geschärft wurde von einer Frau. Die meissten der Gerüchte waren wohl maßlos übertrieben, so hatte Faith bisher keine Angst vor ihm. Nun stand er jedoch leibhaftig vor ihr und sie war bereit jede noch so unrealistische Geschichte zu glauben die man ihr auftischte. Ihr wurde plötzlich ganz übel, der Magen drehte sich. Eine falsche Bewegung und sie war Schaschlick. Sie war ein erstarrter Stein den er jederzeit zu Pulver verarbeiten könnte. Das bisher gefühlte Unbehagen fand einen neuen Gipfel und dieser Berg aus Spargelcreme wuchs mit jeder Sekunde.

Ihr ängstlicher und Hilfe suchender Blick wanderte rasch zu ihrem guten Freund Grimm. Vielleicht würde er merken wie unwohl sie sich fühlt und das Monster zurückrufen. Aber das tat er nicht. Stattdessen wechselte er die Seiten und sprang von der grünen Wiese mit großen prächtigen Bäumen über den Bach auf die karge Ebene der Ödnis. Zwar befand sich Suicide nahe genug um den Versuch - und es konnte einfach nur als lediglicher Versuch enden – starten zu können, das Monster im Notfall zurückzuhalten aber darin vertraute Faith nicht.

Statt seine kleine Freundin zu beruhigen, schob er das grüne Marzipan des Dickichts beiseite und offenbarte der ohnehin eingeschüchterten Faith die Zähne dieses Raubtiers, preiste seine Muskeln an und erklärte ihr warum es so ungemein gefährlich war. Höhö, Scherzkeks! Es fehlte nur noch, dass er eine Präsentation bieten wollte um die Effektivität dieser *gewinnbringenden Tatsache* zu demonstrieren. Allerdings fehlte dafür ein menschliches Testobjekt und soweit Faith sehen konnte, war niemand ausser den Dreien... oh oh... Gar nich gut... Dieser Teil mit dem *Menschen abschlachten* machten es nicht unbedingt besser.

Unbewusst suchte das Sugar Crumpet bereits nach einem Fluchtweg. Es wäre einfach zu perfekt gewesen. Die größten Schätze befinden sich immer in Drachenhöhlen, derren Bewohner zumeisst ziemlich schlecht gelaunt sind weil sie keinen Zucker essen.

Abyss setzte zur Antwort seines Meisters (?) an, was Faith ganz recht kam denn sie konnte immernoch nicht fassen was gerade vor ihr passierte. Was für ein Lamm? Was für ein Pferd? Maggot bemerkte, dass Suicide sämtliche Geschütze auffahren würde um an sein Ziel zu kommen. Absolutheit oder so nannte man es. Der Zug würde erst zur Endhaltestelle bremsen. Vielleicht auch erst etwas später. Selbst wenn es Faith schützen sollte, würde sie meilenweit vorher aussteigen. Nämlich genau hier!

»Was zum Teufel?!«, erschrak sie als das Monster sich übergibt. Es gab ihr die Möglichkeit vom Stuhl aufzuhoppsen und sich am Tisch hochzuziehen. Nebensächlich wirkt es, dass die Rückenlehne des Stuhls Faiths gesamte Gedanken wiederspiegelte als er krachend auf den Boden aufknallte. Ihr braunen Nussaugen, so süß und zierlich sie inmitten dieses Mondgesichtes auch aussehen mag, waren in Empörung getränkt und nach Scherzen oder Fantasie Krims Krams mit Zuckerzeug und verspielter Kindsprache war ihr keinesfalls mehr zumute. Suicide hatte sie vorgewarnt, dass er böse war, dass ein Schatten ihn umgibt der sie verpesten würde. Dumm war sie, als sie ihm dennoch das Lichtlein sein wollte.

»Ihr... Ihr seid nicht ganz dicht, oder? Das... das ist ein Scherz! Das ist einfach nur ein ganz mieser Scherz! Es *muss* einer sein! Weil... weil ich das jetzt hier einfach so festlege!«, brüllt das Mädchen frustriert und starrt mit anklagendem Blick zu Suicide den sie einem Impuls folgend als Drahtzieher bestimmte. »Was für eine Schei~... Was zum Teufel läuft hier?!«

Als hätte sie einen Geist gesehen der nach ihrem pumpenden blutgefüllten Herz trachtet und mit lockendem Finger auf sie zu schwebt, setzt Faith einen Schritt hinter den anderen und visierte den Ausgang an. Es war wie ein böser Alptraum. Wenn sie sich nun umdrehen und flüchten würde, dann wird der Boden unter ihr nachgeben und sie könnte ihre Beine so schnell bewegen wie sie wollte, sie würde keinen Zentimeter nach vorne kommen.

»Hast du mich deshalb hier her geholt? Um mir zu zeigen was für ein schlechter Mensch du bist? Um mich zu zwingen dir keinen Gedanken mehr zu schenken? Warum willst du mein Teelicht auspusten, Grimm? Warum?!«

Ihre kleiner Teebeutel ist von Panik und Verzweiflung besessen. Eine Frau mit soviel Fantasie wie sie, wie alle Crumpets, kann mit plötzlichen Wendungen äußerst schlecht umgehen. Während die eine dazu neigt ihre Krallen zu zeigen, tritt das Gegenstück verängstigt den Rückzug an. Die Enttäuschung war groß. Hatte sie doch ernsthaft geglaubt, dass Suicide sie zu einem friedlichen und vielleicht romantischen Essen einladen wollte. Wie dumm und naiv kann man nur sein...

Thema: Insanity Live [X-Mas-Special] (21.12.10)
Faith Lehaine

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15.12.2010 15:51 Forum: Verfügbarkeit

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Thema: x.X Mission: Winter X.x
Faith Lehaine

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x.X Mission: Winter X.x 12.12.2010 17:16 Forum: Sonstige

»Warum schleppst du mich wieder zu dem? Der Mann ist mir unheimlich!«
»Nee, isser dir nich! Hör jetzt auf zu zätern und komm mit!«
»Aber deine Tasche ist so schwer!«
»Du hast mich letztens in eine Ritterrüstung gesteckt und gegen einen Sumo Ringer kämpfen lassen!«
»Du bist ja auch die Wrestlerin von uns und musst stark sein!«
»Und du~! ... du bist~!... einfach nur doof!«
»Und wenn ich sie hier liegen lasse?«
»Dann~! … kriegst du keine Weihnachtskarte von mir, ich schwörs!«
»Och Maggie… sei nicht immer so gemein zu mir.«

Tjaja, der Winter ist einfach wundervoll. In den vergangenen Posts wurde ja bereits mehrfach darauf hingewiesen wie unglaublich toll er ist. Aus diesem Grund sparen wir uns das und alles was ihr wissen müsst ist, dass es kalt und fröstlig ist. Zugegeben, das Thema Winter zu meiden ist nicht nur Faulheit bedingt. Es soll auch Verwirrungen vermeiden. Denn ist es wirklich Zufall, dass Faith Lehaine ausgerechnet im Winter auf Winter trifft? Dabei stellt sich die Frage, wer oder was ist Winter eigentlich? Wie winter ist Winter in Wirklichkeit? Fließt Schnee durch ihre Adern? Kann sie Eiswürfel mit der Zunge formen? Muss Winter eine Winterjacke tragen? Seht Ihr welche Wortspiele möglich wären? Und das ist nur ein geringer Bruchteil des Möglichen. Würde man nun eins nach dem anderen raushauen wäre dieser Text noch verwirrender als er ohnehin noch wird. Und ihr Gegner ist eine ganz besondere Dame mit einer vorzüglichen Bilanz. Es ist Winter und dementsprechend brrrrrr, also darf man sich auf so einige abstrakte Ideen gefasst machen.

Wie immer wenn Faith Lehaine auf einen Gegner der härteren Sorte trifft, gibt es irgendeinen sadistischen Bekannten der sie darauf vorbereiten will. In diesem Fall ist es sie selbst. Allerdings braucht sie noch etwas Hilfe von einem Fachkundigen, der ihre Ideen analysiert und selbst welche mit einbringt. Auf Veronica konnte sie da nicht zählen, war diese doch stets eine Angreiferin der Maggotschen „Vampire mit Karies plattmachen“ Theorie. Mit der „ähhh, hä?“ Theorie gegen Lacey war sie ebenfalls relativ erfolgreich, wenn auch etwas plattgewalzt. Aber auch das konnte Veronica nicht sonderlich zufrieden stellen.

So laufen diese beiden ewig von Meinungsverschiedenheit geprägten Puffreisringe durch die Straßen einer Stadt. Faith Lehaine, in ihrem gewohnt verqueren Kleidungsstil der Selbstschusterei, an der Spitze der Zwei-Frau-Kolonne umher tanzend. Die schwarzhaarige Veronica mit einem großen Koffer hinter sich her ziehend direkt mit mosernden Worten dahinter.

»Uff... Maggie, was hast du da eigentlich drin? Backsteine?!«
»Sei doch nicht blöd, Nica. Mit Steinen kann man doch nichts backen.«
»Okay, dann ziehe ich die letzte Frage mit den Backsteinen zurück.«
»Du bist mir eine. Erst meckern, dass die Tasche zu schwer ist und jetzt willst du Steine ziehen. Dich soll mal einer verstehn.«
»Sag mal, bist du blöd?!«
»Nee, aber ich liebe es wenn du dich aufregst. Hihi.«

Kichernd setzten die beiden Weibchen ihren Weg fort. Naja, Faith kicherte zumindest. Nica grummelte nur etwas mürrisch vor sich hin. Sie kann es gar nicht leiden, wenn man sich auf ihre Kosten lustig macht. Aber es ist okay wenn andere ihr Opfer sind. Eine Ironie die man nichtmal mit Tee und Kekse gerade biegen kann.

Nach einer Weile gelangen sie am Zielort an. Ein Hinterhof irgendwo in einer abgelegenen Gasse. Umgestoßene Mülltonnen sorgen für einen säuerlichen Geruch. Ein verstopftes Abwassersystem sammelt eine weitreichende Pfütze inmitten des Hofs an und wird sofort von der verspielten Faith besprungen.

»Wasserbombeeeeeee!«, ruft sie laut und springt mit beiden Beinen ab um mit großen Spritzern inmitten der Wasserlache zu landen. Mit lautem Pitsche Patsch hüpft sie darin herum als seien ihre Beine zusammengeknotet. Nica zeigt sich nicht sonderlich begeistert, fluchte dabei schon fast. Denn dummerweise bekam sie nicht gerade wenig der aufplatzenden Fontänen ab.

»MAGGOT! GOSH~! SIEH WAS DU ANGERICHTET HAST!«, schimpft sie und deutet mit armlosen Blick auf ihr teures beschmutztes Designerkleid aus schimmerndem blauen Leder. Faith verharrt im Ansprung auf einen neuen Hoppser ins Wasser während sich ihre Stiefel allmählich mit Flüssigkeiten füllen.

»Ehm... guck mal Nica, irgendein Lausebub hat dich nass gemacht! Wenn ich den in die Finger bekomme, kriegt er nen Orden von mir!«

Mit selbstprofilierendem Applaus springt sie hoch und landet in der tiefsten Stelle der Pfütze. Ein neue Welle von dreckigen Wasser überkommt die schwarzhaarige Burlesk Tänzerin. Faiths Tasche knallt zu Boden, Veronicas Arme strecken sich verkrampft eng angezogen an ihrem Körper in die Länge, ihr Kopf zittert und der diabolische Blick weilt auf Faith. Als könnte sie den Giftpeil des Blickes spüren, verharrt die Zuckerblondine auf ein neues in leicht gebückter Haltung wie ein Spion der bei seinem Eindringen erwischt, von einem Scheinwerfer beleuchtet wurde und hoffte, durch seine Bewegungslosigkeit nicht entdeckt zu werden. Ja, vielleicht würde Nica plötzlich mit den Augen blinzeln und anfangen Faith zu suchen. Aber irgendwie zweifelt das Sugar Crumpet an dem Plan und tippselt in Otto Waalkes Manier durch das Wasser um sich ihrer Freundin zögerlich zu nähern. Wenige Meter vor ihr, streckt Faith ihre Beine gaaaanz weit nach vorne, duckt sich gaaanz tief und greift mit der Hand gaaaanz weit um die Tasche zu packen. Als würde Nicas Oberkörper einen Antimagneten darstellen, der Faith bis auf eins oder zwei Meter gekonnt auf Abstand hält, windet das kleine Wollknäul unter dem unsichtbaren Dingsbums herum und schnappt sich die Tasche um dann so schnell wie möglich das Weite zu suchen.

»Bleib stehen! Wenn ich dich in die Finger bekomme, dann zeige ich dir mal ne richtige Wasserbombe! Komm sofort her!«

Mit panischem Gekicher und der schweren Tasche auf der Schulter spurtet Faith in weite Ferne und verschwindet in einer offenen Garage. Veronica rennt hinterher und bleibt mit quitschenden Bremsen stehn. Vor ihr tut sich ein vertrautes Bild auf. Es dürfte eine der Werkstätte des großen Rosetti sein, Faiths merkwürdiger Bekannter und vielseitiger Erfinder aus dem Zirkus. Das Sugar Crumpet scheint verschwunden wie ein Kartoffelchip der bei dem letzten Blick noch neben Faith gelegen hätte und nun nicht mehr da war. Stattdessen nur ein unauffälliges Knuspergeräusch aus dem rundkauenden Mund des unschuld herumstarrenden Crumpets.

Die Werkstatt ist hell beleuchtet. Werkzeuge unterschiedlichster Art hängt an den Wänden, fixiert mit Nägeln als Halterungen. Blech und andere Metall sind in den Ecken zu Stapeln gehortet, unzählige Tische in Reihen der Länge nach angeschlossen mit verschiedensten Testmodellen darauf. Beim ersten Mal war Veronica fasziniert von einer elekrtischen Libelle mit einer primitiven KI. Faith hatte es Labello getauft, da es zu ihren Kindeszeiten erfunden wurde und sie damals Libelle nicht aussprechen konnte. Dieses Mal wirkten die Erfindungen auf den Tischen allerdings eher skuril und weckten Horrorfantasien. So ist da zum Beispiel eine umgekehrte Bärenfalle. Statt zusammenzuknallen, knallt sie auseinander. Erinnerte ein ganz klein wenig an Saw. Ob Rosetti so eine Art Jigsaw ist? Nica zuckte nervös zusammen. Dann hörte sie Faiths kindliches Kichern aus dem Nebenzimmer. Es ist immer leicht dem Sugar Crumpet zu folgen, man muss immer nur nach dem Sonnenschein Ausschau halten. Also folgt Nica dem Gelächter.

Im Nebenraum angekommen sieht sie Faith mit einem modifizierten Handventilator in der Hand, dessen Propeller durch flauschige Federn ersetzt wurden und die fleischigen Wangen des Crumpets kitzeln. Der alte Rosetti lächelt genügsam wie ein Vater der seiner strahlenden Tochter ein Geschenk machte. Sein großer weißer Schnäuzer bebt mit jedem Ansatz eines Schmunzeln und die Halbglatze spiegelt im Licht bei jedem zustimmenden Nicken.

»Guck mal, Nica. Ich hab nen Fedilator gefunden. Und es hat rein gar nichts mit Kevin Federline zu tun.«

»Ursprünglich war es mal als Sexspielzeug gedacht. Aber berichtete mir meine Testerin, dass die Federn sich nach Ausstoß des Ejakulats ihrer Paraurethraldrüsen verklebten«, merkt der alte Mann mit analytischem Nicken an wobei er wirkt, als hätte er dafür noch keine geeignete Lösung gefunden.

»Ejaku-was? Ihhhhhh!«, geschockt lässt Faith das Gerät auf den Boden fallen, zappelt mit den Füßen und schlägt sich angewiedert die Handflächen gegen die Wange, was Nica natürlich äußerst belustigend fand.

»Hehe, unser kleines Mauerblümchen. Wie ein kleines Baaabyyy.«
»Ich bin kein Baby!«
»Baby Maggot.«
»Neeeeee!«
»Das Baby Crumpet.«
»Hör auf!«
»Mimimi!«
»Ich beiss dir in die Nase, ich schwörs!«

»Damen, beruhigt euch doch. Es gibt keinen Grund sich zu streiten. Vielmehr würde ich Faith gerne noch ein paar Dinge zeigen die ihr nützlich sein könnten«, spricht Rosetti mit seiner beruhigenden Stimme um die Situation zu entschärfen. Natürlich würden Faith und Veronica nicht aufeinander losgehen, aber man musste die Situation nicht noch weiter provozieren.

»Mister Rosetti. Ich habe da draussen eine Bärenfalle gesehen. Dürfte ich fragen, wofür es gedacht ist?«

»Nun. Eigentlich sollte es eine Art Katapult werden um Katzen in Windkostümen das Fliegen zu lehren. Aber Maggot und ihre Freunde hatten es mir früher immer geklaut und damit rumgespielt. Ich weiß nicht was sie damit machten, aber~«

»Hihi, wir haben das Zelt vom Panini immer mit faulen Eiern beschossen. Hatten es auch als Mörser zweckentfremdet um zu sehen wie hoch und wie weit so manches Zeug fliegen kann«, unterbricht Faith ihren alten Freund und schmunzelt in alten Erinnerungen schwelgend. Nica wirkt sichtlich erleichtert, hatte sie sich doch schon die kranksten Fantasien ausgemalt was man damit vorhaben könnte.

Schweigende Stille kehrt ein. Rosetti scheint in Erinnerungen zu grübeln, Nica fixiert den Fedilator und ist wohl in ihrer ganz eigenen, ekelhaften Fantasie verloren. Faith hingegen schaut sich fasziniert um wie ein Kind im Spielzeugladen. Überall hängen Dinge die sie nur zu gerne ausprobieren würde. Etwas das dem alten Mann selbst aus der Vergangenheit zurückholt um sie davon abzuhalten nichts dummes anzustellen.

»Nun denn, meine Liebe. Keith ist leider noch in Japan. Er wird dir also keine Informationen geben können. Daher sind wir auf dein Wissen angewiesen, Faith.«

»Oh nein, das kann jetzt was werden.«

»Psssst. Halt den Mund, du Pustekuchen!«, schnaudert Faith mit zerknautschter Miene zu Veronica rüber, ehe sie anfängt durch den Nebenraum zu watscheln und einen Schraubenzieher vom Tisch zu heben um ihn sich anzuschauen. Irgendwie lustig dieses Wort: Schraubenzieher. Fast so lustig wie Brot oder Gabel.

»Also meine Gegnerin heisst Winter und sie ist... mhm, ein wenig... blörk und patta tamm. Ein bisschen wirr im Kopf und trägt ganz komische Kleidung.«
»Was? Sie ist deine Zwillingsschwester?!«
»Sei nich albern, du hohle Nuss!«

Und wieder bahnt sich ein kleinlich wachsender Disput zwischen den beiden Früchtchen an der Rosetti dazu bringt, dazwischen zu gehen.

»Hm... mein alter Kopf ist leider nicht auf dem aktuellen Stand der Jugendsprache, aber was ist blörk und patta tamm?«

»Öhm... also blörk ist einfach nur so... hm, wie soll ich das bloß erklären? Kennst du das, wenn du ne Kekspackung öffnest und ein paar Tage stehen lässt, du dir dann nen Keks schnappen willst aber er ist so... weicher geworden? Das ist zum Beispiel ziemlich blörk. Und patta tamm ist... zum Beispiel wenn du ne Gummibärchenpackung ungeschickt öffnest und sie dann überall rumfliegen. Das ist patta tamm.«

»Ich... verstehe...«, murmelt der alte Mann und kratzt sich zippelt an seinem weißen Schnurrbart herum

»Japp japp, so ist das. Iiiiiist ja auch egal, denn ich habe schon ein wenig was vorbereitet«, grinsend hebt Faith den Finger und wirkt für einen Moment wie der Koch einer Fernsehsendung wobei sie die Stimmlage eines anpreisenden Verfechter des guten Geschmacks nahezu 1:1 zu imitieren versucht.

Sie dippselt an Nica vorbei zur mitgebrachen Tasche die sie zuvor an einem Tisch positioniert hatte. Der Reissverschluss ratscht auf und einige merkwürdige Instrumente kommen zum Vorschein. Aber statt zuerst die Hilfsmittel herauszuholen, entdeckt Faith etwas ganz merkwürdiges am Boden der Tasche und zieht es heraus. Es ist maisgeld mit bräunlichen Punkten, leicht mondförmig und etwas verbröselt.

»Och... aus meiner Raupe ist gar kein schöner Schmetterling geworden...«, seufzt das Mädchen traurig und senkt in Andacht den Kopf. Wie schön wäre es gewesen mal einen ganz persönlichen Schmetterling zu haben? So’n richtig schöner mit bunt und fliegflieg und tadaa, einfach wunderbar. Aber offenbar ist die Raupe in der Tasche gestorben. Faith entgleitet eine trauernde Träne.

»Maggie? Das ist ein Erdnussflip«, merkt Nica eher nebensächlich an, kopfschüttelnd, ohne die Spur von Mitleid. Faith hebt den Kopf und schaut sich die Raupe im Kokon nochmal genauer an. Stimmt. Es war ein Erdnussflip!

»Oh! Na dann!«, fiept das Mädchen wieder zufrieden und wirft sich den Flip in den Mund. Knuspernd kramt sie einige Sachen aus der Tasche und legt sie auf einen freien Tisch. Nach und nach baut sich ein Berg unterschiedlichster Gerätschaften an wobei Nica sich nun nichtmehr wundert, warum die Tasche so schwer gewesen ist. Auch Rosetti muss staunen.

»Was für einen Schrott hast du diesmal wieder zusammengespunnen? Kannst du deine Ideen gegen Miss Martinez dadurch toppen? Wenn nein, bin ich enttäuscht bei dem Aufmarsch an Müll«, blafft Veronica mit verschränkten Armen und einer gewissen Arroganz in der Stimme.

»Das ist kein Müll! Das ist mein Spielzeug!«, giftet Maggot entnervt zurück und beginnt damit ihr *Spielzeug* zu sortieren. Währenddessen nähert sich Rosetti neugierig und nimmt eines der Dinge in die Hand.

»Was ist das?«
»Das ist eine kompakte Heizung für unterwegs. Von denen stelle ich vier Stück unter den Ring damit Winter ganz schnell warm wird und schmilzt.«
»Wie eine Schneefrau?«
»Gähnau. Und sobald ihre Füße auslaufen, schnappe ich mir ihre Karotte«
»Damit sie dich nicht riechen kann?«
»Gähnau. Weil sie ja Winter heisst, muss sie auch ne Schneefrau sein. Und eine Schneefrau ohne Karotte ist keine Schneefrau sondern nur ein Haufen Schnee.«
»Dann würde sie wieder zu einem Menschen werden«
»Gähnau. Und für diesen Fall habe ich Colasirup von Soda Club. Sobald sie anfängt zu schmilzen um sich in einen Menschen zu verwandeln, kippe ich ihr das über und sie wird zum Colamensch den man dann einfach nur wegzuschlürfen brauch.«
»Interessant...«
»Das ist bullshit…«
»Lass doch unsere kleine Maggot. Vielleicht hilft es ja«
»Gähnau!«

Mit zuckendem Nicken fährt Maggot mit der Sortierung fort während Rosetti den Colasirup genauer unter die Lupe nimmt. Die weiße Flasche wirkt aussergewöhnlich. Warum ist er bloß nicht auf die Idee gekommen, Getränkesirup herzustellen und an andere zu verkaufen? Derweil mustert Veronica mit skeptischem Blick die kompakte Heizung aus Metall. Da hatte sie wohl mit der Spekulation um Backsteine nicht ganz falsch gelegen. Aber wie soll das funktionieren ohne Stecker? Ah, da war ein Akku an der Seite.

»Was machst du, wenn die Batterie der Heizungen ausgehn?«
»Für den Fall habe ich ne Rotlichtkanone.«

Und badabumm! Zieht sie eine merkwürdiges Gehäuse hervor mit einer roten Glühbirne vorne dran. Es erinnert stark an eine Legopistole mit so nem roten Stöpsel vorne dran. Faith betätigt den Abzug und das Licht springt an. Es fixiert direkt Nica, welche geblendet die Arme vors Gesicht hebt und zurückweicht. Schnell wird ihr warm.

»Schalt das Ding aus! Ich schmelze nicht!«
»Ich weiß, dabei bist du nicht selten so überflüssig.«
»Oho, Baby Maggot hat mal einen Witz auf sexueller Basis gemacht.«
»Hab ich gar nich«
»Hast du wohl!«
»NEIN!«
»DOCH! Wahh, hör endlich auf mich zu blenden!«
»Dann nimms zurück, du wandelnde Samenspendenannahmestelle! Oder ich mach das zweite Lichtchen auch noch an, das ist viel wärmer!«

Doch ehe es dazu kommt, schreitet Rosetti wieder ein. Nica hat heute ja solch ein Glück.

»Meine Damen! Hört endlich auf euch so anzublöken. Ihr seid doch keine Ziegen. Maggie, leg die Waffe herunter und sag mir, wie du das angestellt hast. Ich würde mir auch gerne so einen Wärmestrahler für meinen Pick Up bauen.«
»Warum solltest du sowas für deinen Pick Up benötigen? Da schmilzt doch die Schokolade«
»Nicht den Snack, Meg… Das Auto. Mit nem Lader hinten drauf«
»Da kennst du dich wohl am besten mit aus...«
»Jetzt reichts aber!«
»Wahhh, bleib weg! Ich strahl dich an, ich schwörs!«

Heute ist aber Zickenalarm angesagt. Rosetti kommt es schon vor als hätte er keine Werkstatt sondern einen Kindergarten eröffnet. Erneut geht er dazwischen und bedeutet Faith mit ernster Miene, dass sie nun endlich aufhören sollte. Als sie ihren Einwand und dazu die Schuldzuweisung auf Nica erheben will, wandert auch sein drohender Blick zur schwarzhaarigen Burlesktänzerin rüber. Nach wenigen Augenblicken beruhigt sich die Situation.

»Also gut… Ich hatte mir mal nen Arm gebrochen und bekam da so ne Rotlichtlampe. Die habe ich auseinander gebaut und an eine Star Wars Pistole gebastelt, die ich mal zu Halloween bekommen habe. Leider wird die Birne so schnell warm und das Plastik würde schmelzen. Von daher ist es wirklich nur eine Notlösung...«
»Erstaunlich, dass ein Tollpatsch wie du so etwas auf die Beine stellen kann.«
»Immerhin stehe ich immer auf meinen Beinen und habe sie nicht stündlich ausgebreitet in der Luft hängen wie so manch andere.«
»Das war jetzt gemein. Aber ich werde nicht streiten.«
»Deinen batteriebetriebenen Fön habe ich übrigens auch noch.«
»Nicht wirklich! Meinen Gucci Fön?!«
»Ohhhh ja! Deinen Gucci Fön. Du brauchst ihn doch eh nicht bei deinen glatten Haaren. Binde ein paar Strähnen zusammen und hänge Gewicht dran, dann musst du sie nicht ständig bürsten!«
»Ohh, Maggie, warts ab. Das zahle ich dir heim...«
»Bar oder Kreditkarte?«
»Mit deinem Twitter Account!«
»Mir schlottern jetzt schon die Brüste, wirklich...«
»Ich sehs. Sie paddeln wie Wasser, denn vorhanden sind sie ja nicht wirklich.«
»Bor, komm du mir nachhause, du blöde Kuh!«
»Selber blöde Kuh!«


Rosetti kann und will nur mit dem Kopf schütteln. Das letzte Mal waren die beiden Hühner nicht so streitlustig aber heute ist es echt nervig.

»Wenn ihr beide nicht sofort aufhört, schmeisse ich euch raus! Ich habe noch andere Dinge zu tun als euch beim Zätern zuzuhören! Maggie ist hergekommen damit ihr geholfen wird. Und Sie, Veronica, wollen ihr doch dabei helfen. Also gebt euch nen Ruck und hört auf ständig übereinander herzufallen! Das bringt doch niemandem was!«, erklärt der Mann mit schlagender Faust auf den Tisch. Die beiden Mädels senken schuldbewusst den Kopf und murmeln vor sich hin.

»Tut mir Leid, Nica...«
»Tut mir auch Leid, Meg...«
»Ich habs voll Ernst gemeint...«
»Ich habe es auch nicht ernst gemei~... Hey!«
»Haha, du bist ja ne doofe Nuss!«
»Claudia Margerine Faith Lehaine…!!«
»Tut mir ja Leid! Ich habs doch nicht sooo ernst gemeint!«
»Maggie...?!«
»Na gut, ich habs mir anders überlegt. Ich habs absolut nicht ernst gemeint, ich schwöre!«
»So ists brav, Hundi.«
»...halt die Klappe!«

Allem Anschein nach scheint Rosetti der einzige zu sein, dem wirklich etwas an dem ganzen hier liegt. Also muss er die Kontrolle über das Geschehen übernehmen. So seufzt er genervt aus und schiebt Maggie etwas abseits, damit er zwischen den beiden Mädels stehen und Faith immernoch weiter ihren Kram sortieren kann.

»Dann bist du für den Kampf gewappnet. Hast du dir überlegt, was du vorher machen könntest? Deine Idee, Shelly mit Karies zu infizieren, schien funktioniert zu haben.«
»Hmmm, ja. Also ich hatte mir überlegt mit Winter einen heissen Früchtetee zu trinken und den Stromstecker aller Gefriertruhen in der Halle herauszuziehen um Winter jede Energiequelle vorzuenthalten. Vielleicht kann ich etwas Schnee vor meinem Haus futtern um sie weiter zu schwächen. Und vor dem Match trinke ich eine heisse Suppe, dass wenn Winter mir zu nahe kommt, ich sie mit meinem warmen Atem anhauchen kann, was wieder in Richtung Schmelze geht.«
»Aber alle deine Ideen basieren darauf, Winter zum schmelzen zu bringen. Was aber, wenn sie nicht schmelzen kann?«
»Dann... ehm... also um ehrlich zu sein... hatte ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht...«

Verdammter Teebeutel, dachte sich Faith. Sie hatte wirklich noch nicht darüber nachgedacht, sondern sich lediglich an die offensichtlichsten Sachen ausgerichtet. Was wenn Winter so etwas wie ein Mensch ist?

»Hm... dann muss wohl die klassische Variante her. Ich laufe solange vor ihr weg bis ihr die Puste ausgeht oder sie die Lust verliert. Entweder geht sie dann nachhause und wird ausgezählt, oder ich pinne sie wenn sie vor Erschöpfung zu Boden geht.«
»Unsere ehrenhafte Retterin vor der globalen Erwärmung...«
»Hey, wenn ich sie angreife wird sie sauer auf mich sein. Und wie wir wissen, kann man sich schlecht vor Global Warming schützen!«
»Ich hätte da etwas...«

Rosetti tippt sich nachdenklich an die Schläfe und verschwindet in einem Kämmerchen. Nica und Faith schauen sich an und haben wohl den gleichen Einfall was nun kommen würde.

»Ich werde keinen Gummianzug anziehen!«
»Ja! Der ist unsagbar hässlich, den würde nichtmal ich anziehn!«
»Ha ha, du hast dich selbst beshootet.«
»Hast du schonmal Lack und Leder getragen? Ist ein echt tolles Gefühl. Aber dieser Lumpen ist so unsexy wie Alice Schwarzer.«
»Ich hab noch nie Leder getragen. Stoff ist viel schöner und damit kann man viel besser arbeiten. Hatte mal mit Leder versucht etwas zu nähen, aber wenn man einmal was falsch macht, kann man den Fehler nur schwer wieder beheben.«
»Was macht eigentlich mein Schal?«
»Der... ehm... schaut Fernsehen«
»Du hast ihn kaputt gemacht?«
»Ehhhhh, nur ein bisschen.«
»Meg! Du bist unglaublich!«
»Streitet ihr schon wieder? Ich habe irgendwo eine automatische Fussballschussanlage, die könnte ich auf eure jungen Hintern ausrichten.«

Schmunzelt der zurückkehrende Alte mit einer Lotionsflasche in der Hand. Sie ist pink und leicht abgerundet. Diese drückt er Faith in die Hand.

»Super... Seife... ich hoffe, das ist nicht mein Weihnachtsgeschenk, sonst wein ich«, blubbert Faith sichtlich enttäuscht. Hatte sie doch etwas viel größeres erwartet.

»Das ist Frostschutz. Es ist so konzipiert, dass man es auch auf der Haut mit dem gewünschten Effekt tragen kann. Eigentlich ist es allgemein ein Schutz gegen Flüssigkeit. Du sprühst deine freie Haut damit ein, es bildet nach wenigen Minuten einen dicken Schutzfilm und jede nicht-ätzende Flüssigkeit perlt daran hinunter bis zur Kleidung. Du kannst deine Hand damit einsprühen und sie unversehrt in kochendes Wasser oder flüssigen Stickstoff halten.«
»Also fast wie dichtes Leder.«
»Richtig. Nur, dass Leder empfindlich gegenüber extremer Wärme oder Minusgrade ist.«

»Das ist eine Verschwörung...«, grummelt Faith und nimmt die Lotion zögernd entgegen. »Ihr hasst mich... alle beide... ihr wollt mich pervers machen... zu einem Goldust wollt ihr mich machen...«

Ihre beiden älteren Kumpanen beschmunzeln das Ärgernis des jungen Mädchens. Wenigstens haben die ihren Spaß. Faith beginnt ihren Kram wieder zusammen zu packen.

»Also gut… dann... ziehe ich mal weiter. Wenn du noch etwas hast, ruf mich einfach an, ja?«
»In Ordnung, Meg.«
»Und Veronica bleibt hier. Probier an ihr ein paar Testobjekte aus. Der Fedilator schien ihr gefallen zu haben.«
»In Ordnung, Me.«
»Äh, bitte was?!«
»Glauben Sie mir, Miss Veronica. Bis auf das kleine Detail war meine Testperson überaus zufrieden.«
»Ähhhh, hey. Nee, danke. Maggot?!«
»Psst. Er wird schon auf dich aufpassen.«
»Ehh, aber deine Tasche ist doch so schwer. Lass mich deine Tasche nehmen!«

Faith hatte ihr Werkzeug jedoch schon zusammengeräumt und die Tasche verschlossen um sie zu schultern. Das schlampige Einräumen ist immerhin ebenso schnell geschehen wie ein schlampiges Ausräumen. Sie wollte nur etwas Ordnung bewahren für die alten Augen des Erfinders.

»Hilf Mister Rosetti ein wenig bei seinen Forschungen. Bist doch ein kreatives Köpfchen, lass dir was einfallen.«

Eines ihrer entzückendsten Lächeln wird zu den beiden geworfen ehe Faith aus der Werkstatt dackelt. Eine angespannte Ruhe kehrt ein. Veronica zerknautscht angewidert das Gesicht und traut sich nicht einmal zu Rosetti zu schauen. Dabei wirkt der Mann noch immer recht freundlich und lediglich auf seine Erfindungen fixiert. Er räumt ein paar Tische auf, sortiert Material und andere Utensilien und spürt, dass es Veronica unangenehm ist nun bei ihm zu sein. Das ist der Fluch des Zirkus. Normale Menschen werden immer nervös wenn sie mit jemandem zu tun haben, der aus einer vollkommen anderen Welt kommt. Auch er ist der Schadensfreude mächtig und kichert vor sich her.

»Wussten Sie, Miss Veronica, dass der Erfinder von Cornflakes auch die ersten Vibratoren erfunden hat?«
»Oh Maggie, das wirst du mir büßen...«

Thema: || Isn't it tempting?
Faith Lehaine

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11.12.2010 04:21 Forum: Sonstige

Nach wie vor war diese Ortschaft ihr Unheimlich. Es war eine merkwürdige Mischung aus Tiefkühltruhe und altertümlicher Tempel, wie in Indiana Jones oder einem Vampirfilm. Nicht, dass sie je welche gesehen hätte, immerhin studiert sie nur Fernsehzeitschriften und konnte die Bilder der Vorschau sehen. Aber trotzdem erwartete sie jeden Moment einen Zombie oder eine Mumie mit Toilettenpapier umwickelt nach vorne springen zu sehen. Aber mit Suicide an der Cide (whua, ein brüller!) fühlte sie sich sicher und konnte ungehemmt ihren Kopf hin und her, auf und ab und überall hinlenken um diese schaurige Gruft zu begutachten. Faith persönlich könnte hier nie wohnen. Sie wüsste gar nicht wo sie ihr Zeug hinstellen könnte, geschweige denn die Süßigkeiten. Auch die Toy Maggots würden hier einen qualvollen Kältetod erleiden, wenn sie nicht schon an der staubig dünnen Luft erstickten. Nene, das wäre nichts für sie.

Genehm, wie der Gentleman sein Anzug trug, geleitete er sie zu Tische. Dabei versuchte Faith möglichst vornehm zu wirken, wie eine kleine Prinzessin mit dem Hang zu schrillen und nicht ganz wettertauglichen Outfits. Aber der Tisch war einfach whua! Da war ja alles dabei! Leckere Kekse von Oreo bis Leibnitz, über Maryland zu Organiqelle. Alle offen darliegend in riesigen Bergen. Dann noch Eiscreme von Schöller, Ben & Jerrys, Lagnese und sogar japanisches Nerd Eis mit kleinen Gesichtern. Uiiii, dann noch ein Haufen Smarties mit Zuckerstangen als Umrandung und kleinen Schokowaffeln die daraus hinauswachsen. Faith glaubte sogar Zuckerwatte, geröstete Mandeln, Poy Poy und Schaumwaffeln entdeckt zu haben. Hinter dem Tisch schien die Sonne auf zu gehen und jede einzelne Süßigkeit glänzte wie ein frisch polierter Stern. Einfach traumhaft. Nun gut, vielleicht ist es in Faiths Fantasie etwas übertrieben dargestellt, aber... so ist sie eben. Bei dem Anblick pochte ihr Herz und aus irgendeinem Grund hatte sie die Neigung, die Hände ineinander zu schlagen, breit zu grinsen und mit einem Wohoo! mit beiden Beinen in die Luft zu hoppsen. Aber aus gegebenen Anlass wäre es selbst für Maggot ein wenig peinlich. Daher versuchte sie sich enormst möglichst gegen das unbesiegbare Titanenmonster eines riesigen Nimmerlandes anzukämpfen. Ihre Augen verbündeten sich mit dem Bauch und Gaumen und schrien laut Ja Ja! Aber ihr Mund... nun... der biss sich nervös auf die Unterlippe um nicht ebenfalls Ja Ja zu schreien.

Jeder Schritt an ihn heran war eine Qual. Ihre Hände mussten irgendwo verstaut werden um nicht wie ein Rührgerät wild herum zu fuchteln oder sie nach vorne zu ziehen. Da ihre Kleidung aber keinerlei Taschen hatte, bohrte sie ihre Finger in den Rock und zerknitterte es aufgeregt. Suicide war gemein. Dieser miese Schokohase wedelte mit dem Marzipan vor ihrer Nase herum und dann darf sie des Anstands halber nichtmal sich wie eine hungrige Furie darauf stürzen. Am deutlichsten wurde es, als sie endlich saß und vor sich her hibbelte, und Grimm mit der Geste einer bösen Stiefmutter um etwas Ruhe bat. Das gefiel Faith mal so gar nicht.

Geduldig atmete sie tief ein und schnaufte die eingesogene Luft frustriert wieder heraus, wobei sich ihre Schultern merklich hinabsenkten. Nun wirkte sie wie eine Königstochter, die nun mit ihrem Vater am Abendmahl saß und auf einen Jungen wartete, den sie bald heiraten sollte aber dummerweise überhaupt nicht leiden konnte. Er spielte mit ihren Gefühlen und war dabei fast genauso schlimm wie Jimmy. Zwar zerstörte Suicide keinen von ihr geschaffenen Schneemann, sorgte aber mit seiner exponierten und autoritär wirkenden Anwesenheit dafür, dass Faith diejenige war die sich selbst zurückhalten musste. Ihre Lippen sogen sich eng an die Zähne und flatschten von links nach rechts, in der Hoffnung dadurch die Zeit beschleunigen zu können bis sie endlich essen durfte. Zu sehr darauf konzentriert die Kette an die sie gebunden war nicht kaputt zu machen, bemerkte sie die ersten Worte des Maskenmannes zuerst nicht. Erst als er von *dem Abend* sprach, erhaschte er ihre Aufmerksamkeit und sie stieß einen mitleidserregenden Seufzer aus.

Ihr war natürlich klar, dass er von jenem Abend sprechen musste, an dem Greed Faith fast inzwei teilte und ihr dabei zwei Rippen brach. Nicht zu vergessen von den gelegentlichen Unterleibsschmerzen die sie seitdem erleiden muss. Und nein, es ist weder ein voller Bauch, noch die berühmten Tage die diese Schmerzen hervorriefen. Aber etwas war merkwürdig, als der Mann fortfuhr. Er erinnerte an das Versprechen sie zu beschützen. Doch als Greed sie fast zum Krüppel machte, wo war Suicide da? Und warum zum Teufel reitet er sich selbst in diesen Kotkuchen? Meinte er etwas anderes? Um sicher zu gehen ließ sie ihn ausreden. Aber seine mystischen Worte brachten genauso viele Informationen wie Faiths allererstes Reklame Schild. Aus Holz war es. Unglaublich schlecht waren drei Bretter an eine Keule genagelt. Die Schrift in gelb und völlig verzogen. Das Schild, das für einen fröhlichen Zirkus werben sollte, glich mehr einer Horrorshow mit Schwarzlicht und Neonpartys.

»Es... tut mir Leid, dass... ich deinem Versprechen im Weg gestanden hab, Grim...«, murmelt Faith schuldbewusst mit gesenktem Kopf vor sich hin. Immerhin hatte sie Lacey versprochen ihr zu helfen. Hätte sie sich rausgehalten wäre zumindestens Faith nichts passiert. Aber ihren Freunden die nötige Hilfe zu verwehren, wäre schlimmer als jede Verletzung die man einem zufügen kann. Sie fühlte sich so schuldig, dass sie ihn nicht anschauen konnte. »Es war alles meine Schuld... aber ich konnte LayLay nicht im Stich lassen... sie hat mich gebraucht. Wer hätte ahnen können, dass Greed derart... mhm...«

Erneut hält sich Faith vor ihre Karamellaugen, wie es wohl gewesen wäre, wenn der schlimmste Fall eingetreten wäre. Sicher, es wäre lustig mit nem Rollstuhl hin und her zu düsen, nur auf zwei Rädern zu balancieren und sich stundenlang im Kreis zu drehen. Aber das Hula Hoop hätte sie wohl vermisst. Kopfschüttelnd schiebt sie die Gedanken beiseite und schaut Suicide auf ein neues an. Ihr Blick nun weniger mit Schuld behaftet, denn immerhin scheint er ihren Rat hören zu wollen. Keine Ahnung warum, aber ihm scheint wirklich etwas an den merkwürdigen Gedanken des Blondschopfs zu liegen.

»Zu deinem Plan... ich... ich weiß nicht so recht... jeder der sich mit *denen da oben* anlegt kriegt immer ordentlich aufs Plätzchen. Welche Tatsache sollte denn gegeben sein das das verhindern soll?«

Skeptisch piekt Faith ihre Augen zusammen und beugt sich erwartungsvoll nach vorne um die Arme auf den Tisch der Süßigkeiten abzulegen. Der Zuckerkram scheint wie durch ein Wunder vorerst zweitrangig zu sein. Vielmehr interessierte es Faith, wie Suicide sich nun wieder versuchte zu misshandeln. Die Brotherhood hatte ihm keinesfalls gut getan. Und die gehörten nichtmal wirklich zu *denen da oben*. Suicide jedoch scheint gelassen und lenkt Faiths Blick hinter sie. Mit neugierig hochgezogenen Augenbrauen schaut sie über ihre Schulter um die *schutzsichere Tatsache* zu erspähen.

Thema: || Isn't it tempting?
Faith Lehaine

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10.12.2010 21:26 Forum: Sonstige

Wer sich jetzt etwas ins Gesicht geschlagen fühlt, sollte besser zum Arzt gehen und zur Sicherheit zum Augenspezi. Denn die meissten würden aufgrund der Szenerie wohl erwarten, dass sich jemand Düsteres als der geheimnisvolle Gast herausstellen wird. Jemand mit schwarzem Haar und grimmiger Miene, farbloser Kleidung und einen Hang zur metaphysischen Darstellung seiner Wortgewandtheit. Vielleicht jemand großes und brutales. Vielleicht auch eine garstige Lady mit einer gewissen Grazie. Haha, du farbloser Farbeimer! Hast du noch nie etwas von Spagat gelernt?! Den gibt es in der Bodenathletik, findet seinen Ursprung aber im vormittelalterlichen Zirkus. Ein Ort für skurile Gestalten mit ungewöhnlichen Talenten und extravaganter Kleidung, so bunt und farbenfroh, dass man sie nur sehr selten ein zweites Mal in genau dieser Art zu sehen bekommt.

Lasst uns ein kleines Spiel spielen... Gesucht ist eine Person, die ihr womöglich schon gespoilert bekommen habt. Angelockt von einem Namen, vielleicht. Ach ihr seid ja so langweilig! So macht das Spielen keinen Spaß... Also lösen wir auf:

In diesem unheimlichen Szenario zu später Stunde ist es ein Bild wie aus einem schlechten Horrorstreifen. Ein monotoner Prolog. Unbedeutend wirkend, wie eine leere Schüssel mit einem metallnem Schneebesen darin. Ein Mädchen tippelt leicht verängstigt durch die düsteren Nebelschwaden. Ihr ist kalt, denn sie hatte vergessen, dass es Winter ist. Ein mysteriöser Brief bat sie darum, in einem formellen Dress an den todbringensten Ort der Welt zu kommen. Und wie dem so ist, leistete das blonde Mädchen mit der chaotischen WirrWarr Frisur diesem Aufruf Folge. Wenn auch etwas... chaotisch.

Die Stiefel aus rabenschwarzem Leder, das ihr bis unter die Knie geht. Denn das Mädchen hat schöne Kniescheiben. Wohlgeformt und rund, etwas fleischig aber makellos in der Definition ihrer eng anliegenden Haut. Wie ein Scharnier wird der Knochen bei seinem Schritt von Muskeln umgeben um sich in der Streckung wie ein Berg in den Vordergrund zu heben. Blickt man zu den Fixierungen des Gelenks, erkennt man die rot-weiß gestreiften Strumpfhosen, welche löchiger und schmutziger kaum sein können. Nur noch einzelne Fäden scheinen es am Knie herum zusammenzuhalten während es hinauf zum Schenkel immer stabiler und lochloser wird, bis es in einem kurzen Kleid verschwindet. Es ist schwarz mit roten Nähten, womöglich mal Teil einer Satinbettwäsche gewesen. Um ihren zierlichen Körper schwingt ein rotes schulterfreies Stoffkorsett aus Samt. Darunter kämpft sich ein hautdünner schwarzer Pullover heraus und schlängelt sich an ihren Armen entlang. Obwohl er etwas zu eng scheint, wirkt er allerdings auch etwas zu lang. So schlabbeln die Ärmel ein paar Zentimeter an ihren Fingern vorbei. Ein schwarzes Halsband ist um ihren Nacken gelegt. Nichts besonderes, vielleicht sogar aus Plastik. Aber hat es so ein schickes Spinnennetzmuster und einen giftgrünen Punkt in der Mitte. Darüber baut sich ein rundes, eingeschüchtertes Mondgesicht auf. Ein trauriger Sonnenschein mit schwarzen Linien die vom Mundwinkel zur Wange gezogen sind, sowie schwarze aufgemalte Wimpern unter den Augen als kleine Homage an Uhrwerk Orange. Im Großen und Ganzen erinnert es stark an den typischen Kleidungsstil von Captain Maggot, welche ihre Kleidung zumeisst selbst zusammen näht. Aber um das Wirken komplett zu machen, wäre die Perrücke nötig, welche in schrillem Signalorange auf dem Kopf getragen wäre. Darauf ist verzichtet worden, stattdessen glänzt Faiths freche Blonde Struwelmähne hervor. Jepp, ein wirklich schlimmer Horrorstreifen, so ganz ohne Süßigkeiten – welch ein Graus!

Ihre Schritte grasen durch den Schnee und feuchten Rasen. Die Gräber bereiten ihr Unbehagen, aber zuversichtlich setzt sie ihren Weg fort und sollte bald belohnt werden. Denn zwischen zwei steinerne Säulen, vor dem Eingang in eine Gruft erkennt sie eine Person der ihr wohlbekannt sein dürfte. Ein ungewohnter Aufzug, kennt sie ihn bisher doch nur in seinem lustigen schwarzblauen Strampler. Aber durch sein Erscheinen verschwindet der Argwohn den Toten und Beerdigten gegenüber. Mit geistigen Scheuklappen marschiert sie direkt auf ihn zu.

»Grimmy!«, lächelt Faith mit ihrem typischen Sonnenschein von einem Grinsen, »Ich dachte schon du wärst... mhm... also, dass ich keine Kekse mehr von dir krieg.«

Das letzte Mal als sie sich gesehn haben, so nach ihrer Erinnerung, war Suicide körperlich fix und fertig. Schwer verwundet. Aber nein, moment! Er hatte sie danach noch einmal vor Greed gerettet! Danach ist er aber wieder verschwunden... Der Moment war so kurz, dass Faith diesen fast vergessen hätte.

»Bin ich zu spät? Entschuldige, aber mein Kopfnavi war etwas verwirrt. Es ist nicht auf... solche Orte hier eingestellt«, spricht sie knapp wobei der leichtfüßige Horror unverkennbar in ihrer kurzen Pause weilt. Frohen Mutes aber, hebt sie die Arme und umarmt den Maskenmann, gänzlich vergessend, dass er wohl etwas vornehmer agieren möchte. »Sagte ich schon hallo?! Wenn nein, dann, ehm... Hallöchen!«

Sie löst die Umarmung, noch immer mit dem zuckerbehaftete Lächeln auf den knapp mit Himbeerlipgloss befeuchteten Lippen. Ein Lächeln das nach der offiziellen Begrüßung verschwindet, denn immerhin ist ihr kalt. Die Gänsehaut unter ihrem dünnen Aufzug rebelliert und droht im Verdi Stil bei weiterer Ignorierung in den Süden auszuwandern.

»Brrrrr. Hast dir ja ein tolles Wetter ausgesucht. Ich hoffe, du hast ne Heizung und etwas Tee parat.«

Thema: Me, against the World
Faith Lehaine

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09.12.2010 00:36 Forum: Sonstige

Nur für eine kurze Weile hatte Faith den Fremden angeblickt um seine Reaktion zu sehen. Als er seine Stimme erhob, senkte sie ihren Kopf und starrte von Schuld getroffen zum schneebedeckten Boden hinab. Unbewusst suchten Faiths Hände Kontakt zueinander um die Wärme der Handfläche abzukühlen, denn es zwiebelte schon ein wenig um nicht zu sagen, dass es wirkte als würde sie pochen. Behutsam versuchte sie den Schmerz wegzustreicheln. Es funktionierte, wenn auch nur mit mäßigem Erfolg.

Sie dachte stillschweigend über seine Worte nach, ließ sie durch ihren flüssigen Zuckerkopf wandern und von Vitaminen und anderen Dingen analysieren. Kein Zweifel besteht, dass sie falsch gehandelt hatte. Jemanden anzugreifen, ohne dass er eine direkte Gefahr darstellt, war ein Armutszeugnis und Faith fühlte sich um so viele Stufen hinabgesetzt bis sie auf einem kalten Boden in irgendeinem einsamen Keller saß. Es war kein gutes Gefühl.

»Ich bereue es...«, murmelt das Mädchen unsicher vor sich hin und sucht noch immer etwas illusionäres auf dem Boden um den Blicken des Mannes zu weichen.

»...auch wenn es richtig war!«, fügt sie nach einer kurzen Bedenkzeit hinzu und schaut zu ihm hinauf.

Der Fremde ist derjenige, der zu bereuen hatte. Er hatte etwas Fremdes zerstört und einen unschuldigen Keks mit Schuld behaftet. Faith, die bisher niemandem etwas Schlechtes wollte und sich selbst jetzt, im Angesicht der Gerechtigkeit, für ihre Tat peitscht. Ein Ausnahmefall der niemals wieder vorkommen sollte, darin würde sie nun noch bestrebter sein. Aber kann man das denn noch? Die Gedanken des Sugar Crumpets verliefen in Richtung Resignation, also kehrt sie zum Ursprung zurück.

»Du hast etwas zerstört, das meine Gefühle zum Ausdruck gebracht hat... Somit war es ein persönlicher Angriff auf mich und auf jeden, der diese Figuren toll gefunden hätte...«, ihre Stimme füllt sich allmählich mit einer wachsenden Selbstsicherheit während sie ihm in die Augen schaut.

Was könnte den Mann bloß dazu verleihtet haben etwas so wundervolles kaputt zu machen? War ihm langweilig oder ist er einer dieser Vielen die sich nur am Leid anderer belustigen können? Der Fremde ist schlichtweg undurchsichtig. Faith hingegen nicht, denn sie ist stark genug um nichts verbergen zu müssen. Zumindestens meisstens... war sie stark genug für bedingungslose Ehrlichkeit.

»Trotzdem muss ich mich entschuldigen. Es war falsch von mir dich zu schlagen. Es tut mir Leid und wird nicht wieder vorkommen...«, demütig senkt sie ihren Kopf zu einer knappen entschuldigenden Verneigung, denn egal was er gemacht hatte, nichts rechtfertigte körperliche Gewalt. Ausser natürlich, man befindet sich im Ring und hat keine andere Wahl. Das ist etwas völlig anderes.

Thema: Insanity Live - 3 Years of Pure Wrestling, The 3rd Anniversary (15.12.2010)
Faith Lehaine

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08.12.2010 15:11 Forum: Card

yay, Dauerkuscheln mit Winter. Daran könnte ich mich irgendwie gewöhnen.
hmm, was ziehe ich denn an? *passende unterwäsche raussuch*

Na dann auf ein Gutes ihr zwei

Thema: Me, against the World
Faith Lehaine

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08.12.2010 03:02 Forum: Sonstige

Sie hatten es verdient?! Ein Hund im Bürohoo??? Hallo!? Faiths Wangen begannen rot anzulaufen und zu glühen. Die Kälte wurde plötzlich so... so... kalt. Die Gänsehaut breitete sich auf ihrer feingliedrigen Zimtstangenhaut und ragt in kleinsten schweißlosen Zuckergeysiren in die Höhe.

»Es ist nur Schnee...«, murmelt das Crumpet leise und emotionslos vor sich hin als würde sie es sich selbst einreden oder einfach nur bekräftigen wollen

Ihre Zähne drücken sich verbissen zusammen als wolle es die Worte am Hinausgehen hindern. Der Topf kocht, der Tee pfeift und das magere Fleisch in der Pfanne brennt an und bald würde nur noch ein trostloser Knochen vor sich her weichen. Ihre Hände ballen sich zu kleinen Fäuste. Ihr krampfhafter Blick schaut sich um ohne jegliche Genehmigung des Kopfes, der sich weigerte ihm dabei zu helfen. Die Kinder sind weg. So glaubt sie zumindestens.

Es ist nur Schnee und sie hätten es verdient. Was für ein perfides Kotplätzchen... Es ist soviel mehr gewesen als ein Schneegebilde. Eine Homage ist es gewesen, ein Tribut, eine Erinnerung, ein Zeichen des Respekts, ein Wunsch das Schicksal verändern zu können um ihren Eltern etwas näher zu sein. Um sich vorstellen zu können, dass man sein Leben nicht ewig alleine fristen muss, sondern dass man irgendwann auch mal jemanden hat mit dem man seine Freuden teilen kann. Gebrochene Herzen und einsame Singles würden daran vorbei laufen, es ansehen und eine Träne vergießen. Sie würden wütend sein und es als Hohn ansehen, aber wenn sie es genau betrachten würden sie sich darin selbst wiedererkennen. Ältere Menschen würden es anschauen und in die Vergangenheit zurückversetzt, als sie klein und jung waren und ebenfalls mit Freunden einen Schneemann gebaut haben. Kinderherzen lässt es höher schlagen, was man alles aus dem Nichts erschaffen kann wenn man es nur will. Es steckt soviel karamelisierte Symbolik zwischen dieser weißpulvrigen Schokolade. Hoffnung und Zuversicht, mit einem „Kopf hoch, du findest schon dein Plätzchen“ auf den Lippen.

Und all das ist nun kaputt, zerstört von einem gelangweilten Trunkenbold der gerade nichts anderes zu tun hat als andere mit in seinen Sumpf des Mitleids zu ziehen. Er zeigt weder Respekt vor der Schneeskulptur, noch vor Faith oder den Kindern. Und das machte Faith zum ersten Mal so etwas wie zornig.

Durchaus könnte sie nun das zeigen, was Lacey ihr vor wenigen Wochen mit auf den Weg gegeben hat. Der Weg, bei dem sie nicht nur das kleine Crumpet von nebenan ist, das immer nur Kekse im Kopf hat und Rücksicht auf die Gefühle anderer nimmt, sofern sie nicht Nica heissen. Nein, sie kann auch auf Seilen tanzen wenn sie will! Und das sogar sehr gut!

»Du blödes Arschloch hast unsre Schneemänner kaputt gemacht!«, schimpft ein kleiner Junge der todesmutig auf den fremden Mann zumarschiert und ihm gegens Schienbein tritt.

Kurz danach ergreift er die Flucht und rennt als würde es um sein Leben gehen. Faith hat das Ganze nicht mitbekommen. Ihre Augen kreisten über den Schnee und die Ohren wurden taub für ihre Umwelt. Einzig Laceys Worte rauschten wie ein Meer durch sie hindurch. Aber Wut erzeugt nur weitere Wut, hatte ihr ihre Mutter beigebracht, wir sind keine Vigilanten sondern Menschen. Es muss immer ein gesundes Maß an Einhalt und Selbstkontrolle geben, sonst sinkt man. Entschlossen nickt Faith als hätte etwas Unsichtbares zu ihr gesprochen. In Wahrheit aber bestätigt ihr Kopf nur physisch was psychisch in ihr vorgegangen war.

Und so steht sie auf. Die Arme krampfhaft nach unten gestreckt um die Kontrolle zu behalten. Wütend zu sein ist ganz offensichtlich ein ungewohntes Gefühl für sie. Ihre klobig pelzigen Winterstiefel knarzen durch den Schnee und bleiben vor ihm stehen. Entschlossen starrt sie dem Mann in die Augen und zieht ihm die Zigarette aus dem Mund. Anschließend schnellt ihre von weichem Stoff umschützte Hand hervor und verpasst ihm eine Ohrfeige. Sie knallte nicht, womöglich tat sie auch nicht sonderlich weh. Aber das sollte auch nicht der gewünschte Effekt sein. Faith wartet einen Augenblick um den Schlag wirken zu lassen und hält diesen ungewohnt ernsten Blick von ihr aufrecht bis die Augen des Fremden wieder auf sie gerichtet sind. Dann zerbricht sie die Zigarette in zwei Hälften und lässt sie in den Schnee neben das angekokelte Foto fallen.

»Die Ohrfeige hast du verdient!«, schnaubt sie ihm entgegen, »Und deine Zigarette hat ein vorzeitiges Ende gefunden!«

Nachdem sie ihn zurechtgewiesen, und den Zorn in ihre Worte verpackt hatte, trat sie einen zögerlichen Schritt zurück denn plötzlich fühlte sie sich besser und die Wut war verschwunden. Teilweise geschockt über sich selbst hält sie sich an den Solarplexus und atmet tief durch. Hat sie das eben wirklich gemacht? In ihrem Hinterkopf bauen Selbstvorwürfe ein kleines Nest und stoßen ihre Küken hinaus damit sie fliegen lernen. Aber Faiths Seil ist gerissen und es ist keine Lacey da, die sie auffängt. Hat sie richtig gehandelt? Nein, sie hatte jemanden geschlagen, das kann nicht richtig sein!

»Was hast du dir dabei gedacht?!«, zischt sie friedlos und trotz abgebauter Wut ähnlich zornig wie zuvor. Als hätte sie sich die Frage selbst entgegen geworfen, obwohl ihr Blick in seine Richtung drehte.

Thema: Me, against the World
Faith Lehaine

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07.12.2010 23:54 Forum: Sonstige

Achja, diese Winterzeit ist so herrlich und süß, dass man am liebsten den ganzen Tag im Freien verbringen möchte. Man will sich in einen dicken Mantel packen und den nächsten Schneehügel herunterrollen um sich an der folgenden Übelkeit, dem Verlust der Gleichgewichtssinne, dem Orientierungsproblem und dem eingeseiften Gesicht zu erheitern. Und das völlig ohne jeglichen Schmerz, immerhin federt der Schnee einiges ab. Ausser natürlich man ist so ein bulliger großer Typ der schon von Natur aus in einer weißen Jacke gezwängt an einen runden wandelnden Schneeball erinnert. Diese Typen würden den Hügel sofort kaputt machen.

Wie so oft in der letzten Zeit, verbrachte das wandelnde Lila Laune Bärchen namens Faith Lehaine ihre freien Momente in der Freiheit. Die Briese war angenehm erfrischend, der Duft des kühlen Schnees lag in der Luft und die Musik wurde von Kindern, Senioren und Erwachsenen gespielt. Getuschel, Gekicher und der Seitenhieb eines Scherzes war an jeder Ecke zu finden den man im Sommer zum Beispiel nicht sehen würde. Oder hat jemand von euch mal jemandem mit einem Dreckball beworfen? Nein! Weil den lässt man auf dem Boden liegen. Ganz im Gegensatz zum Schneeball, der nur dafür geschaffen wurde um sie jemand anderem schadenfroh ins Gesicht zu werfen und sich über seinen erschrockenen Ausdruck zu amüsieren.

Wiedermal war Faith kreativ tätig geworden. Nachdem sie schon eine Schneeburg mit Greed gebaut hatte und mit einem gewissen Strong auf Gummibärenjagd war, sah sie sich nun in der Pflicht das zu machen, was man im Winter eben noch so macht. Nein, nicht mit Sexy Star streiten. Und nein, auch nicht auf den Weihnachtsmarkt gehen. Na-ah! Einen Schneemann bauen natürlich!

Sie war mit Mister Cookie spazieren gegangen, beziehungsweise Gassi – denn auch ein Keks muss seine Geschäfte erledigen – als ihr drei kleine Kinder entgegen kamen. Auch wenn Faith Lehaine nicht unbedingt zu den stolzen Aushängeschildern der UPW gehörte, so war sie dennoch recht beliebt. Eine der wenigen Face Starlets, wenn nicht sogar die einzige. Neben Sean O’Haire natürlich. Es wurden Autogramme geschrieben und Fotos gemacht, eine kleine Schneeballschlacht veranstaltet und sogar über Süßigkeiten verhandelt. Das Ende vom Lied war, dass Faiths Taschen ihrer roten Knuffeljacke nun gänzlich leer waren. Ja, sie war einfach zu gütig und musste nun verhungern.

In all der Aufopferung half sie sogar den Kids eine kleine Schneemannfamilie zu bauen. Mann und Frau waren schon fertig, nun mussten drei Ballen für das Kind her. Mit zwei Mädchen war Faith losgezogen um etwas abwärts neuen Schnee zu sammeln und Kugel für Kugel zurückzutragen. Aber als sie zurückkehrte, zerbrach die Welt in tausend kleine Schneesplitter.

»WAS ZUM KÜRBIS~?!«, bellt ihre Stimme die bisher so gänzlich nichts mit negativen Gefühlen am Hut hatte und daher etwas merkwürdig, fast schon schrill verzogen klingt und zwischen den Oktaven orientierungslos hin und her springt

Die zwei Mädchen zu ihrer Flanke schlagen ungläubig ihre Stoffhändchen gegen die Wange. Faith kopiert diesen Ausdruck nahezu synchron und reisst die Augen auf. Mama und Papa sind völlig zerstört worden. Ihre Köpfe liegen auf dem Boden, halb zerbrochen als hätte ein Zyklop sie für eine Marzipankugel gehalten und fallen gelassen, weil ihm einfiel, dass er gar keinen Marzipan mochte. In all seiner barbarischen Wut, die der eines Gummibären gleich gekommen war, zerfetzte er die Familie auf brachialste Art. Das weißpulvrige Blut liegt überall verstreut, na sogar im ganzen Park! In der ganzen Welt würde nun der rote Saft liegen! Und um die Menschheit nicht zu erschrecken, hat er es in Schnee verwandelt! So boshaft ist es!

Dann bemerkt sie den schnaufenden Mann, der ausnahmsweise nicht viel größer ist als sie. Mit den weinenden Kindern als Verstärkung schreitet ihre fassungslose Seelenmutter auf ihn zu und boxt die Fäuste gegen ihre Hüften.

»Sag mal, hast du Watte im Kopf?? Was zum Spargel fällt dir ein diese Schneefamilie zu töten!? Weißt du was es für eine Arbeit gekostet hat, die beiden zusammen zu führen? Was es für eine Arbeit war, sie überhaupt füreinander zu interessieren?! Eins kann ich dir sagen, die Sybille vom dicken Jimmy zu überzeugen hat mich alle meine Candys gekostet!«

Obwohl ihre Worte meilenweit von den gewohnten Schimpfwörtern entfernt ist, prallt der Ernst der Lage sehr wohl durch ihren ernsten Gesichtsausdruck. Das Mondgesicht ist wütend zusammengezogen und die Augenbrauen bis auf wenige Millimeter voneinander verengt. Dies hält an bis sie zu den weißen Klumpen blickt an denen zuvor ein stolzes Pärchen stand die mit viel Schweiß und Mühe sogar glücklich ausgesehen haben. Faith tritt an dem Mann vorbei und fällt vor den beiden Bergen auf die Knie. Der Kopf hängt vorne über. Die Kinder suchen das Weite um sich bei ihren Eltern auszuweinen. Faith würde es ihnen gleich tun wenn... sfz

»Sie sahen so toll zusammen aus... ich hab extra Pflaumen besorgt damit sie einander sehen könnten...«, schluchzt das straßenköterblonde Sugar Crumpet und bebt noch immer fassungslos mit den Schultern. »...warum... warum hast du das nur gemacht...?«

Thema: x.X. Schnee ist doch so schön X.x
Faith Lehaine

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07.12.2010 20:16 Forum: Sonstige

Ohne Sinn und Verstand strich Faith weiter über den pulvrig wirkenden Schnee, pflügte und baggerte wie ein Kran beim Bau eines grundsoliden Hauses, festigte den Boden allerdings ebenso und schaffte damit ein dichtes Fundament aus Wasser und Eiskristallen unter ihren Knien. Nur der Gelatinengott weiß, wie viele Gummibärchen allein dadurch schon begraben wurden um in einem Vierteljahr, wenn der Schnee geschmolzen und Faith schon längst eine neue Tüte Gummibärchen gekauft hätte, von irgendeinem hyperaktiv neugierigen Kleinkind oder einem nimmersatten Hund vernascht zu werden. Ein Märtyrertod dem diese Goldbären mit Freude entgegentreten.

Zuerst, so konzentriert in ihrer Wühlerei, nahm Faith die herannähernde Gestalt nicht wahr. Ihre Augen spähten über den Boden nach Abdrücken, möglicher Gelatinenattentäter, die sich wie Vietcong Soldaten unter dem lockeren Schnee eingebuddelt haben. Selbstverständlich mit Faiths Hilfe, aber wie das nun mal so ist – man selbst ist nie Schuld für den Erfolg seiner Feinde. Und wenn doch, dann... war es eben eine höhere Macht die den Feind in kaltschmeckend und wässrige Camouflage getaucht hat. Böse, böse! Eben ein ganz gemeines Volk diese Gummibären!

Als der Fremde zu reden beginnt, spitzt Faith hasenartig die Ohren unter ihrer Bommelmütze. Für einen Moment klang es so, dass eines der Gummibärchen selbst gesprochen hatte. Aber als ihr nussiger Blick zur Seite wandert und den Fremden anschaut, verfliegt der Gedanke eines selbstmörderischen Kamikazebären. Ein wenig gefrustet über das bisher so dürftige Ergebnis lässt sich das Sugar Crumpet zurück auf ihren flauschigen Bobbes plumpsen. Die Beine werden eingeknickt und schief angezogen bis sich die Knie berühren, was ihrer Position von der Draufschicht ein pfeilartiges Aussehen gibt. Ihre Schultern fallen hinab und ein dicht benebelter Seufzer kämpft sich durch ihren schalbedeckten Mund.

»Hallouh!«, sagt sie eher beiläufig und lässt ihre ferngläsrigen Augen über das Dünenmeer von vermintem Schnee wandern, doch die Begrüßung ist nunmal eine notwendige Form der Freundlichkeit. Sie zuckt einmal auf, hoppst schon fast in ihrem Sitz und sackt wieder zusammen. »Ich weiß nich... die ärgern mich...«

Ein wenig genervt klingt sie, aber noch immer schwingt der zuckersüße Eifer in ihrem schwachen Schauspiel von apathischer Belanglosigkeit mit. Immerhin will sie die Bärchen umgehend vernichten, damit sie ihrem Gelatinengott nicht von Faiths typischer Schusseligkeit berichten können. Andererseits gleicht die Suche der Reise von dem Heu im Nadelhaufen. Oder war es die nadelige Suche von Reiskörnern im Heuhaufen? Ach irgendwie so war das doch.

Mit einem neuen Schwall an Motivation beugt sich Faith nach vorne auf alle Vieren und glubscht über den Schal hinweg auf den verriebenen Schnee um die von ihr unbeabsichtigt verschlossenen Spuren zu suchen. Nachdenklich, schon fast grüblerisch fährt sie einen ihrer Fäustlinge zum Mund und spitzt die Augen.

»Irgendwo da… ich habs gesehen... da irgendwo, ganz bestimmt! Überall eigentlich... Aber da ganz sicher!«, theorisiert sie vor sich hin und deutet mit dem Finger einen kleinen Umkreis vor sich bei denen sie die kleinen Bären vermutet. Natürlich ohne zu sagen, was genau sie sucht oder die Antwort des Mannes formgemäß zu beantworten. Wie soll man das auch mit leerem... halbvollen... überfütterten... also ehm. Vollem Magen aber dem eisernen Willen diese essigverdammten Gummibären zu vernichten! Ist das jetzt so richtig? Glaub schon, mhm.

Thema: x.X. Schnee ist doch so schön X.x
Faith Lehaine

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x.X. Schnee ist doch so schön X.x 06.12.2010 04:08 Forum: Sonstige

Seit der erste Schnee liegt ist Faith kaum noch in der Halle zu halten. Auf Matches wird stur verzichtet, das ohnehin kaum vorhandene Training rodelt lieber einen schneeweißen Berg hinunter und Promos...? Tjahahaha, wer will schon Promos von Faith Lehaine sehen wenn es andere doch viel besser können. Zwar hatte Lacey ihrer Freundin etwas Mut zugesprochen, aber dieses mutige Karamell ist schon wieder verflossen. Es gibt da draussen doch so viel tollere Dinge als sich zu prügeln und höchstwahrscheinlich irgendwessen Stolz, Ehre, Würde und wer weiß was sonst noch zu verletzen. Nein nein, das ruft nur unnötige Feindseeligkeiten herbei. Da verbringt das Sugar Crumpet doch lieber ihre Zeit draussen.

Es ist ein heller wunderschöner Wintertag. Der Himmel gleicht einem graublauen Schlumpfeis mit paar Zuckerwattenwolken darüber gelegt. Das schokoladige Holz der Bäume ist nackig. Tzihi, *nackig*... Ihre Marzipanblätter sind längst zu getrockneten Kokosnusssplitter geworden und zu Boden gefallen. Irgendwo unter dem dichten Schnee sind sie vergraben. Irgendwo ist ein gutes Stichwort, denn irgendwo in diesem riesigen Park tummelt sich bestimmt unsere sympathische Keksvernarrte. Aber alles was man sieht sind weiße Hügel, groß bis klein. Dazwischen ein paar Trampelpfade mit rotem gesalzenen Kopfsteinpflaster das ein wenig an den Zauberer von Oz erinnert. Menschen laufen hin und her, genießen spazierend den schönen Tag, Pärchen turteln in stiller Romantik, ältere Menschen sitzen auf den Bänken und tun sich an der jungen Freude der anderen gütlich. Achja, Kinder gibt es auch! Und nein – Faith ist nicht darunter! Sie liefern sich eine wilde Schneeballschlacht und sind schon völlig durchnässt von den vielen Treffern. Aber das hält sie nicht davon ab weiterzumachen, obwohl ihre Eltern mehr oder minder schon zu meckern beginnen.

Etwas entfernt davon, auf einem kleinen Berg wo es etwas stiller ist, ragt ein blauer Knäul hervor. Kaum mehr als ein Wuschel. Ein zu klein geratenes Michelinmännchen im pinken winterlichen Overall, das dick gepolstert und wohl mit unzähligen Hosen und Pullovern verstärkt wurde um nicht zu frieren. Eine blaue Bommelmütze befindet sich auf dem Kopf des kleinen Männchens das munter im Schnee herumwühlt und etwas zu suchen scheint. Die Kamera tritt näher, doch man kann diese Person nur von hinten sehen. Plötzlich bäumt sie sich auf und hält etwas winzig kleines in ihren blauen Fäustlingen.

»Ein Gummibär!«, quikt das Mädchen freudestrahlend und wirft es in ihren Mund.

Gewisse Fans wissen instinktiv um wen es sich handelt. Für die weniger Wissenden wird es etwas klarer als die Kamera umschwenkt und die kleine Frau von vorne zeigt. Schon der Hello Kitty Aufkleber an ihrem Overall verrät es. In krackeliger Schrift wurd „Faith“ darauf verzeichnet. Und ja, hinter ihrem dicken roten Schal versteckt sich das hübsche Mondgesicht das begierig weiter im Schnee wühlt. Warum? Nun diese Frage klärt sich schnell wenn man einen Blick neben ihre wolligen Stiefel wirft. Dort liegt eine quer aufgerissene Gummibärchenpackung. Sherlock Holmes hätte sich das ganze kurz angesehen und käme schnell zu dem Entschluss: Eine kleine Frau ging spazieren, sie bekam Hunger und holte eine Packung Gummibärchen heraus. Da sie Fäustlinge trug und eine Neigung zur Tollpatschigkeit hat, ist sie gestolpert und riss die Packung inzwei. Die Gummibärchen flogen im hohen Bogen von ihr weg und landeten im Schnee. Panisch pflug sie mit ihren Fingern herum und verwischte in ihrer Hysterie sämtliche Spuren um problemlos jeden einzelnen Bär wiederfinden zu können. Aber da Sherlock Holmes nicht da ist, habt ihr das alles hier nicht gelesen!

»Putt Putt Putt! Kommt her meine Bärchen, ich will euch doch nichts böses«, fleht Faith zurückhaltend und wühlt weiter im Schnee herum wobei sie wohl unbeabsichtigt einen ganzen Berg mit weißem Sand anhäufte


Eirfrig krabbelt sie durch den Schnee der ihr in der knienden Position bis zur Mitte des Oberschenkels reichte. Eine Traummasse an angefrorenem Wasser wenn man beabsichtigt einen Schneemann zu bauen. Oder eine Burg wie sie es vor ein paar Tagen getan hat und dabei von diesem erstaunlich netten Greed unterstützt wurde. Aber momentan war ihr weniger nach einer schicken Burg sondern mehr nach etwas zu Futtern. Zwar hatte sie schon einige Toasts verputzt, sowie eine Packung geröstete Mandeln, eine halbe Schüssel Popcorn, zwei Packungen Oreos, eine Viertel Prinzenrolle, eine Tafel Schokolade, einige Marshmellows, eine Schüssel Kellocks und einen Wackelpudding. Aber für Gummibärchen ist da immernoch Platz in ihrem kleinen Bäuchlein.

Frustriert setzt sich Faith nach einer Weile auf ihre Waden und schaut sich den Schnee ihrer nächsten Umgebung an. Sie würde niemals alle 60 Bärchen finden. Sie benötigt Hilfe. Und wer wäre dafür besser geeignet als.... tadaa! Mister Cookie! Tada dada da dadadaaaa! TATA TA TAAAAA! Stellt euch einfach ein infernales Trompetensolo vor das theatralischer und kitschiger nicht sein kann...

Sie greift in ihre Brusttasche. Durch ihre Fäustlinge ist es schwieriger als gedacht, den kleinen amerikanischen Schokosplitter Keks aus seinem stoffigen Gefängnis zu befreien. Aber mit angestrengt herausgepresster Zunge und einem ganz konzentrierem Blick sollte es zu schaffen sein. Tja, und was schreibe ich? Zufälligerweise funktioniert es dann auch. Wie Link, der Held aus Zelda, seine komischen Amulette in die Luft hält, so hält Faith nun auch ihren Mister Cookie in die matte Sonne. Achja, stellt euch bitte nochmal das Trompetenzeug vor oder sucht auf Youtube nach dem Jingle. Kein Bock hier noch die Arbeit für euch zu mach... ehhh stimmt, ich schweife ab, sorry!

Behutsam wird der kleine mächtige Keks auf ihren Oberschenkel gelegt während die zierliche Blondine im Michelinanzug den angesammelten Schneehügel festklopft. Er soll als Spähberg für Mister Cookie dienen, damit er sich besser umsehen und Faith gegebenenfalls Bescheid geben kann, wenn er eines seiner verfeindeten Gummibärchen entdeckt. Immerhin weiß jedes Kind, dass Gummibärchen ein ganz gemeines und arrogantes Völkchen sind, seit ihre Verpackung einen goldenen Rahmen bekommen haben. Nachdem der Berg zurecht geklopft ist, wird Mister Cookie darauf befestigt. Immerhin sind seine stengeligen schwarzen Beine von minimaler Größe, ebenso seine Arme. Also dürfte es ihm, logischerweise, schwer fallen das Gleichgewicht zu halten wenn eine Windböe kommen würde.

»Sag mir sofort Bescheid, ja? Dann schneider ich dir noch ein putziges Wintermützchen. Wenn du willst, kriegst du so eine wie ich eine hab. Nur eben ein bisschen kleiner natürlich«, schmunzelt das Sugar Crumpet und gibt ihm einen Kuss aufs Schokoplätzchen um sich anschließend wieder auf die Suche zu machen.



(-.(-.-).-)
Während Faith sich auf der Jagd nach dem gemeinen Gummibärenvolk macht, fährt ein junges Ehepaar mit dem Auto um den Park herum:
Er: Ehm, Schatz? Könntest du mal mitgucken? Ich such nen Parkplatz.*
Sie: Tue ich doch, Hase. Aber die hier sind alle BESETZT!*

Thema: x.X. Automatikgetriebe X.x
Faith Lehaine

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06.12.2010 03:28 Forum: Backstage

Mit neugierig gehobenen Augenbrauen beobachtete sie den Mann als sich auf ein Neues entfernte um sich auf einen entfernten Stuhl zu setzen. Ganz dressiert wie ein Hündchen das fein auf sein Leckerli wartete setzte er sich nieder. Oder wie ein gaukelnder Zuschauer der sich zu fein war für seine Unterhaltung zu zahlen. Diese Art von Leuten kennt die kleine Zirkusartistin zu genüge, nur waren es oftmals Jünglinge die durch die Absperrung schlüpften um sich unter der Tribüne gemütlich zu machen. Manchmal ist dann zufällig ein Tier befreit worden das sie dann dort weggejagt hat. Natürlich nicht wirklich *gejagt*. Es war mehr ein begrüßendes Krabbeln und die Sehnsucht nach Streicheleinheiten die zwischen zehn bis zwanzig Bisamratten auf einen zurennen ließen. Aber davon wussten die gemeinen Zuschauern natürlich nichts, was dem verärgerten Personal selbstverständlich umso mehr Freude bereitet hatte.

In abwartender Haltung, spricht verschränkten Armen und blubbernden Lippen, wartete Faith auf die Antwort ihrer Frage die er noch immer nicht beantwortet hatte. Und auch diesmal soll ihre Neugier unerfüllt bleiben was die kleine Blondine ein wenig verärgerte. Ihre Lippe schürzte sich und kurz darauf schlug sie sich die Pfandflasche gegen die Stirn um sie langsam über ihr Gesicht bis zum Kinn schleifen zu lassen. Mit jedem Aufschlag gibt es so ein lustiges plumpes *Dümm* Geräusch das sie so unterhaltsam fand, dass sie wieder auflächeln musste wie ein Honigkuchenpferd während der Verzierung mit Zuckerguss und bunten Kügelchen.


Kurzerhand wird die Flasche unter die Achsel geklemmt während Faith sich mit vorsichtigen Schritten dem Fremden nähert. Behutsam setzt sie einen Fuß vor den nächsten. Dabei wirkt ihre Haltung etwas steif, denn jede Beugung wird mit einem leichen bis starken Ziehen in ihrem Magen bestraft.

»Sooo, du willst also wissen wer Nica is? Hm hm hm! Höchst interessant...!«, murmelt sie in normaler Lautstärke vor sich hin und faltet in höchster Montgomery Burns Manier ihre Hände und tippt die Fingerspitzen verschwörerisch aneinander. Dazu werden die Augen gespitzt und die Lippen zu kleinen Schlitzen zusammengepresst während ihre Kastanienaugen nachdenklich von links nach rechts wandern.

»Du bist nich der Hausmeister...«, stellt sie mit oberschlauem Fingerzeig fest und schnallzt selbstgefällig mit der Zunge. »Der Hausmeister kennt Nica. Er hat ihr die Besenkammer gezeigt. Seitdem findet er seinen Stock nichmehr, der arme entschlumpfte Oberschlumpf...«

Als würde er nichtmehr unter den Lebenden weilen schüttelt Faith langsam den Kopf und kratzt sich nachdenklich am Kinn. Wenn er Nica nicht kennt, muss er neu sein. Bisher hat sie hier mehr Kopfkissen zu sehen bekommen als ein Hotelplätzchen, um nicht zu sagen, dass sie ein regelrechter Flutschfinger ist. Dabei automatisch die Dinge auf Faith umzumünzen wäre ein fataler Fehler. Sie ist einfach nur übermäßig freundlich und vielleicht ein wenig hüppdi düppdi. Den Fremden weiter über Nica aufzuklären ist nicht nötig. Immerhin hat er nicht vor länger hier zu bleiben, also gibt es lediglich eine Reihe von Kurzfassungen für ihn. Das Letzte was in Faiths Interesse liegt ist, jemandem im Weg zu stehen. Ausser natürlich, er hat ein Tablett voller Süßigkeiten dabei, bedeckt das Buffett oder tut regelmäßig dumme Dinge. Nicht auf tollpatschige Art wie es Faith so gerne vormacht, sondern wirklich dumme Dinge.

»Ich war vor einer Woche mal beim Arzt. Er meinte, dass man sich gegen die Grippe impfen sollte. Is immerhin recht kalt da draussen. Dieser ständige Wechsel vom Warmen ins Kalte zu rennen, und umgekehrt, is nicht gut für das Immunsystem. Vorallem als Starlet oder Wrestler. Immerhin werden wir hier pro Auftritt bezahlt. Da habt ihrs besser, mit festem Lohn und einer genössigen Versicherung. Habts euch auch verdient. Man sieht euch zwar nur rumlaufen, aber zu Unfällen oder technischen Fehlern kommt es echt selten. Meine Bewunderung«, lächelt das kleine Crumpet, welche inzwischen wieder zu den verschränkten Armen übergegangen ist.

Zwar wirkt es wie eine arrogante Haltung, doch in ihren Worten und dem Blick ist nichts dergleichen zu erkennen. Es war ein sachlicher Dialog über alltägliche Dinge ohne etwas zu beschönigen oder herunterzuspielen. Faith gehört zu den raren Persönlichkeiten die sich nicht über andere stellen, sich etwas auf ihre Erfolge einbilden oder auf den Schwächen anderer herumreitet um sich gut zu fühlen. Nö nö, sowas machen nur Piepmätze die sofort in den Süden fliegen wenn es kälter wird. Noch einmal mustert sie den Mann, diesmal mit einem leicht schiefen Blick. Für einen simplen Mitarbeiter wirkt er einen Tick zu jung. Oder er gehört zum Schreiberteam. Könnte natürlich auch jemand aus dem Office sein. Ein Sekretär der gerade neuen Kaffee geholt hat oder so

»Hm, du magst mir nich sagen wer du bist, ne? Magst mir dann wenigstens sagen wie du heisst? Sonst weiß ich gar nich wem ich diese tolle Flasche zu verdanken hab«, da ist der leichte Zynismus und das freche Grinsen wieder als sie die Flasche unter den Achseln hervorzieht und ihm demonstrativ präsentiert. Der kommende Streich an Nica soll schließlich nicht nur auf Faiths Konto gehen. Etwas Ehre würde ihm gebühren. Natürlich im stillen Schweigen. Die zerzauste Blondine hatte nicht vor, ihn einem bösartigen Sukkubbus zu überlassen

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Faith Lehaine

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06.12.2010 01:29 Forum: Backstage

Faith hatte den fremden Mann zuerst lediglich im Augenwinkel wahrgenommen. Da sie ihn nicht kannte, fixierte sie ihre nussbraunen Augen sofort auf den Fremden und begann mit seiner Tasche zu liebäugeln. Ein neuer Zupfkuchen hatte also seinen Weg in dieses Lebkuchenlabyrinth gefunden. Und der Kerl hatte sogar so ein ähnliches quadratisches Mondköpfchen wie sie! Oha! Aber das bemerkte der süße Zucker in ihren Rehäuglein nicht. Zu sehr überlegte ihr Wattekopf was man wohl in dieser Tasche finden könnte. Stiefel vielleicht? Oder einen Putzlumpen? Eine Kochschürze? Vielleicht sogar Süßigkeiten?! Ohhh Süßigkeitennnnnn!

Hibbelnd reagierte sie auf die ersten Bewegungen des Mannes. Sie spürte zwar, dass er sie anstarrte, aber das taten irgendwie alle und benötigte daher kaum weitere Aufmerksamkeit. Aufgeregt beobachtete sie seine Hand wie sie eine Wasserflasche herausholte um davon etwas in den Mund zu schütten. Der Rest landete in der Tonne, danach drehte der Mann sich weg. Für einen Augenblick sah sie ihm nach, dann war er nichtmehr wichtig. Immerhin konnte man ihn weder essen noch trinken. Also glubschte Faith in den Mülleimer hinein und sah darin Bananenschalen herumschwimmen und benutzte Kaffeefilter, feuchtes Papier das auseinander pröckelte und irgendwelchen anderen Krims Krams. Für manche vielleicht nur eine stinkende Tonne mit Abfall. Aber irgendwie erinnerte es Faith an ein Aquarium mit lauter lustigen kleinen Fischen drin.

»Wuah, da is Nemo! Ich hab ihn gefunden!«, fiepte sie und deutete auf eine abgerissene Mandarinenschale die unter einer Packung Zigaretten an der Oberfläche schwamm.

Kurzerhand hebt sie die Schale aus dem Eimer und mustert ihn von beiden Seiten. Jeder hätte bemerkt, dass es kein Fisch ist. Vielleicht etwas abgeriebene Hornhaut eines alten Samoaners, aber kein Fisch! Faith war keine Ärztin, aber auch sie merkte, dass der Fisch tot war. Aber vielleicht könnte man ihn wieder zum Leben erwecken. Nur wie? Hm... vielleicht indem man walisch mit ihm spricht?

»Hallouuhhh Fischliiii? Löööbst duuuhhh nooooch?«

Natürlich ahmte Faith die grotesk verworrenen, diffizil und rigoros verzerrten kognitive Dissonanz des Schreibers nach. Welch Überraschung, ole ole. Alte Nachmacherin!

Nachdem sie merkte, dass der Fisch unwiederbelebbar war warf sie ihn zurück ins blauplastische *Meer* und als sie ihren Blick wieder nach vorne drückt, lunzt sie auf eine durchsichtige Plastikflasche. Natürlich ist sie leer, denn irgendein Lebensmittelverschwender mit zuviel Geld hat es bis zur Hälfte ausgeschüttet. Es dauert einen kurzen Augenblick bis sie merkt, dass sich mindestens zwei Finger um die Flasche biegen. Dem Arm folgend starrt das Sugar Crumpet in das Gesicht des Fremden Stiefellumpenkochschürzenmannes. Hey, das wäre doch ein cooler Name für eines ihrer Toy Maggots! Nur das passende Plüschtier fehlt noch. Hm, sie müsste mal wieder auf einen Weihnachtsmarkt gehen. Obwohl dort gerüchtenzufolge irgendwelche Vampire seit jüngster Zeit dort ihr Unwesen treiben.

Die Pfandflasche ist also eine Art Geschenk. Wortlos reisst sich Faith keck diese unter den Nagel und beugt sich leicht vor um nach Wasser zu schaufeln. Nicht für sich natürlich... Nica würde es bekommen, muaha! Aber als sie sich so nach vorne bückt, tritt es wieder ein. Diese Schmerzen der angeknacksten Rippen und verschobenen Innereien ihres Bauchs, der trotz exzessiven Süßigkeitenverzehrs so makellos scheint wie der eines Topmodels. Ächzend klemmt sie die Finger auf die millimeterdicke Kante des Eimers und buchsiert sich stöhnend wieder in die Senkrechte. Ihr Rücken wird gestreckt als hätte sie stundenlang gekrümmt an einem Schreibtisch gesessen, um einen ihrer unzähligen verrückten Geschichten zu Blatte zu tragen. Erleichert seufzt sie aus. Als sie erkennt, dass sie durch das Aufrichten ausversehen ihre geschenkte Flasche geleert hat, bläst sie ihre Wangen zu gefüllten Eichhörnchenbäckchen auf und grübelt. Dann müsste sie wohl doch zur Cafeteria gehen und die sadistische Nica würde doch noch etwas ordentliches zu trinken bekommen, obwohl sie Faith die ganzen Stunden zuvor durch die Hölle gejagt hat! Das geht gar nicht. Ein Ersatzplan muss her. Aber ehe der kommt, dringen zwei Worte in ihr Ohr. Sag mal... sprach der Mann zu ihrer Rechten. Präventiv reagiert das Sugar Crumpet mit ihren Hamsterbäckchen

»"Mal"!«, sagt sie triezig wodurch sich ihre Wangen lockern nur um sich mit einem amüsierten Schmunzeln in die Breite zu ziehen. »Danke für die Flasche. Gefüllt wäre sie mir persönlich lieber. Aber für Nica reichts.«

In ihrem Wort klang ein wenig Gift mit. Den schwach pulsierenden Hohn eines bitteren Spargels in seinen anfänglichen Worten hatte sie nicht überhört. Und wenn sie eins nicht leiden kann, dann ist es Spargel! Oder Rotkohl! Oder alles in dem das Wort Kohl eben vorkommt! Karotten sind okay, oder Kartoffeln. Auch über Mais und Zuchini lässt sich reden. Aber Spargel?! NEVER!

»Bist du der neue Hausmeister?« Ihre Stimme kam klar und frei von irgendwelchem tiefsitzenden Gedanken hervor, demzufolge klang der süßliche Gesang der Gummibären in ihren Worten. »Hier stand mal ein Automat. Wo isn der hin? Weißt du das?«

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Faith Lehaine

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x.X. Automatikgetriebe X.x 24.11.2010 22:03 Forum: Backstage

*Prolog*

Was passiert, wenn jemand wütend wird? Richtig! Er hüpft total verborsten aus seiner Pfanne, kugelt auf dem Boden herum und der leckere Sauerrahmteig sammelt sämtlichen Schmutz am Boden auf, wodurch er mehr als nur ungenießbar wird. Nicht einmal mehr gut genug für eine Mikrowelle, sondern reif für den Kompost! Tjaha. Wütende Menschen sind unachtsam, blind in ihrem Zorn und riechen nach Spargel um nicht zu sagen, dass sie anderen weh tun. Nicht selten, dass sich darunter Menschen befinden, die ihren Zorn eigentlich gar nicht verdient haben...

»AARGGHHH! ... AUUAAAA!!! … BSSSST DU VERRÜCKT?!! .... ARRRRR~!!!«

Quitschige Schreie hallen durch die Flure und ziehen die Aufmerksamkeit der näheren Mitarbeiter auf sich. Ihre Blicke, von bitzelnder Neugierde und gemüseartiger Abscheu vermischt, fokussieren sich auf eine einzelne verschlossene Tür hinter sich, wer weiß was abspielt! Seit einer Viertelstunde geht das schon so und manche sind schon dazu geneigt, einem der Offiziellen Bescheid zu geben, der dann der Polizei Bescheid geben würde, damit sie herkommen und den Menschen in dieser Kabine Bescheid geben, dass die Anderen sich durch die Lautstärke zu einem Bröselchen gestört fühlen.

»MÖÖÖRRP!! Hör endlich auf da rumzudrücken oder~! AHHHHH!!! DAS TUT WEH VERDAMMMMMMMMWAHHHH!!!«

Wie durch ein Zufall wechselt die Kameraperspektive und schaltet um auf eine versteckte kleine Cam im Innenraum des Zimmers. Versteckt in einem kleinen Obstkorb, denn das Office und die Fans wollen frische Äpfel sehen. Auf der Couch liegt die Person aus der jener quälende Geschrei entspringt. Ihr angestrengter Kopf inzwischen so rot wie eine Tomate und das Gesicht krampfhaft zusammengezogen während Veronica sich an ihrem Bauch zu schaffen machte. Faith’s weißes Tank Top ist etwas nach oben aufgerollt und gibt freien Einblick auf die angedeuteten Wellen ihrer eleganten Rippen und dem makellosen Bauch der mit einem hässlichen bläulich roten Erguss gezeichnet ist. Die Folgen der vergangenen Show waren schwerwiegender als gedacht. Lacey hatte die bewusstlose Faith in ihre Kabine gebracht, eine warme Kompresse auf ihren Bauch gelegt und sie dann ruhen lassen. Das blonde Gummibärchen hat keine Ahnung was passiert war und wurde rabiat von Veronicas unvorsichtiger Pflege aus der Regeneration gerissen.

»Er hat dich ganz schön böse erwischt...«, spricht Veronica und betupft den feinen Bauch ihres kleinen Crumpets mit einem feuchten, weißen Handtuch. »Vielleicht sollte sich das mal ein Doktor ansehen.«

»Ja vielleicht. Aber ich bin stark! Und das war nich Greed... Ich... hab nur was schlechtes gegessen. Ich bin nämlich nich so ein Weichei wie manche, AUAAAAAA!!!«, kreischt Faith auf ein neues als Veronica unvorsichtiger wurde und fester drückte als beabsichtigt. Reaktionsartig setzt sich ihr Körper auf, wird aber bestimmend von der schwarzhaarigen Burlesktänzerin zurückgedrückt.

»Überdramatisiere doch nicht so«
»Das tut aber verdammt nochmal weh!«
»Wenn du heiratest wird alles wieder gut!«
»Haha! Ja, weil es bis dahin Roboter gibt die meinen Körper durch Genmanipulation in einen Schwan verwandeln!«

Eingeschnappt blickt Faith zur Seite und verschränkt die Arme. Eine Tätigkeit die mit einem stechenden Ziehen aus der Magengegend bestraft wird. Statt erneut so theatralisch zu schreien, wie eine schlecht gecastete Schauspielerin in einem SAW Film, oder einem Muffin der gerade im Ofen verbrennt, zischt das Sugar Crumpet nur noch verbissen. Vorsichtig löst sie ihre Arme voneinander und seufzt aus.

»Diese Lacey… ich mag ihre Art nicht. Irgendetwas ist unheimlich an ihr«, murmelt Veronica und tastet sich somit vorsichtig in die Gedanken ihrer Freundin an. In ihren Augen war Faiths Eingriff blanker Unsinn. Zwar ist das nicht sonderlich verwunderlich für die sonstigen Tätigkeiten des Sugar Crumpets, aber dies brachte weder Spaß noch Zufriedenheit. Oder?

»Du kennst sie nicht, Nica. Ich tue es auch nicht, aber ich will ihr helfen. Hast du sie mal Lächeln sehn? Ich schon, und es ist bezaubernd. Es ist frech, aber erfrischend. Irgendwann will ich sie lachen hören. Und dieser Greed scheint ihr nicht gut zu tun.«

Mit einer Hand gegen den Bauch gedrückt um den Schmerzen entgegenzuwirken setzt sich Faith zischend auf und setzt sich, soweit es ihr möglich ist, ordentlich auf die Couch und klappt vorsichtig das Top herunter. Veronica’s schwarze Augenbrauen verschieben sich skeptisch. Ihre Lippen pressen sich zusammen als würde sie einen Protest einlegen wollen. Aber sie kennt Faith. Wenn sie sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, folgt sie diesem Weg bis sie etwas entdeckt das sie mehr verzaubert. Bleibt zu hoffen, dass das sehr bald der Fall ist.

»Du musst mich nicht verstehen, Nica. Aber ich denke, dass es richtig ist. Für Suicide bin ich ein heller Stern in seiner dunklen Welt. Ein Punkt an dem er sich orientieren kann, dem er zuwinken kann und der ihm auch zurückwinkt. Das will ich auch für Lacey sein. Hoffnung, Nica. Das Gewissen, dass sie nicht alleine sind und dass jemand immer für sie da ist wenn etwas ist. So wie du für mich, selbst wenn du mir manchmal auf den Keks gehst. Aber so ist das eben, nicht wahr? Und ich bin dir dankbar dafür.«

Ihr Lächeln wirkt hart erkämpft, denn ein Schmunzeln weckte die immer wieder einschlafenden Schmerzen wenn sie sich nicht bewegt. Dennoch schafft sie es Nica’s Nase zu tuten und akzeptiert die Schmerzen für diese Spaßschenkende Geste. Dafür wird sie mit knappen Nicken der Schwarzhaarigen belohnt.

»Ich weiß… aber pass trotzdem auf dich auf, ja? Das Ganze ist mir nicht Geheuer.«
»Nichts zwingt eine Captain Maggot auf die Knie!«
»Nichts?«
»Rein gar nichts!«
»Sicher?«
»So sicher wie das Ypsilon im Pony!«

Veronica grinst und kann einfach nicht anders als Faith in den Bauch zu pieken. Krampfhaft und ächzend sackt die soeben aufstehende Faith wieder zurück auf die Couch und wirft ihrer Gegenüber einen grimmigen Blick zu. Sie wollte gerade aufstehen und etwas zu trinken holen, aber die Reinlichkeit von Nicas Getränk scheint immer mehr gefährdet.

»Lass das, sonst beisse ich dir in die Nase!«

Nicht zum ersten Mal würde das geschehen also versteckt Veronica ihr Schmunzeln hinter einer Barrikade ihrer Hand.

*badabäng!*

Grummelnd nickt Faith ihrer Freundin zu und rutscht derweil an das Kopfende der Couch ehe sie vorsichtig aufsteht und stets darauf bedacht ist, ausserhalb der Reichweite dieses frechen Biests zu sein. Schließlich verlässt Faith die Kabine und findet sich auf den endlosen Korridoren wieder wo ihr einige neugierige Blicke zugeworfen werden. Skeptisch drückt Faith ihre Augen zusammen und schaut über die Schulter zur Tür hinter sich. War da irgendein Monster oder so? Vielleicht hätte sie sich eine Jacke anziehen sollen, es ist kalt.

»Was denn?«, fragt sie mit leicht vorwurfsvollem Ton in ihren Worten und zuckt mit den Schultern. Argh, böser Fehler!

Die nächsten Schritte lenken sie durch die beobachtenden Augen der Meute, wie ein Keks der von einer Reihe Gummibärchen belächelt wird. Ihre Blicke lenken sich fast ununterbrochen von links nach rechts, starrte zurück in die Gesichter der Leute von denen sie sogar einen Großteil erkannte. Sie ist beliebt bei den Mitarbeitern, daher ist es wohl mehr Mitleid mit dem sie stillschweigend überschüttet wurde. Ein ungewohntes Gefühl.

Nach wenigen Minuten durch die Gänge und die Meute längst hinter sich gelassen gelangt Faith an einen Mülleimer. Tja, eine merkwürdige Haltestelle, nicht wahr? Und genau dieser Gedanke kommt der Straßenköterblonden ebenfalls als sie verwirrt auf den Eimer hinunterblickt. Irgendwas ist anders... irgendwas war hier mal, sonst wäre sie doch nicht hier her gekommen. Dann erinnert sich Faith an das gesuchte Objekt, dem Gestell für alternativen Flüssigkeitenverkauf

»Hey! Wer von euch hat den Getränkeautomaten geklaut!? Wer war es?!«, ihr Blick wandert durch die Gegend und weilt kurzzeitig auf jeden der an ihr vorbeiläuft.

*free4all*
*korrektur folgt nachher*

Thema: UPW Breaking Wheel 2010
Faith Lehaine

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24.11.2010 20:31 Forum: Card

dürfte für "Beliebig" stehen. Ergo darf der Sieger um einen Titel seiner Wahl antreten

Ich hoffe so sehr dass Morrison gewinnt und in der Starlet Region mitmischt großes Grinsen

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