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Faith Lehaine Faith Lehaine ist weiblich
x.p.Y.r.o. C.r.u.m.p.e.t.x




Dabei seit: 21.03.2010
Beiträge: 703

x.X Mission: Shelly Martinez X.x Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Es ist nichtmehr lang bis zum UPW Pay Per View den man fein säuberlich New Blood Rising getauft hatte. Knallermatches wurden angekündigt darunter der Opener und bla bla bla. Das wichtigste Match von allen wird selbstverständlich das Starlet Championship Titelmatch zwischen der alteingesessenen Shelly Martinez und dem new blood Faith Lehaine. Zwei Welten prallen aufeinander wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Auf der einen Seite wird die Frau mit dem Gold in der Hüfte stehen. Elegant, bissig und hinterhältig, die Creme de la Creme die den Ruf einer Starlet meilenweit voraus ist, Shelly Martinez. Auf der anderen Seite steht... ehm, nunja... der orangefarbene verfressene Flummi aus dem Asylum. Zwei Siege konnte Faith LeHaine schon für sich verbuchen, doch wird sie die Meisterdame persönlich aufs Kreuz legen können um sich die neue Starlet Championesse nennen zu dürfen? Kritiker und Eingeweihte, Marks und Smartmarks, Wissenschaftler und Psychologen, Freunde und Familienmitglieder, Töchter und Enkel beider Seiten werden ihre Zweifel haben. Aber das ist egal! Faith lässt sich nicht unterkriegen und tat deshalb etwas, was sie sonst nie tat. Sie beschäftigte sich mit dem Match und bereitete sich vor.

Mit Veronica im Gepäck und einem Rucksack voller raschelnder Utensilien war sie zu einem abgelegenen Ort gereist, mitten in ein Industriegebiet. Eine leere Lagerhalle mit einem schweren Lastaufzug. Jedoch war weit und breit keine erste Etage zu sehen, wohin konnte der Aufzug also führen? Richtig! Nach unten in den Keller. Gemeinsam mit ihrer Freundin, Sekretärin, Mitarbeiterin und was auch immer Veronica sonst noch war, stieg sie auf den Lastaufzug und drückte den grünen Knopf des kleinen Pults am Rande der Plattform. Nach einem zischenden Pfeifen bewegte er sich hinunter in die Katakomben

»Ehm, Captain Maggot. Was machen wir hier?«, fragte Veronica neugierig und wirkte etwas verängstigt durch das knarrende Geräusch des Zugs.

Aber Faith blieb locker und schnallte ihren rosanen Hello Kittie Music Rucksack von den Schultern. Mit einer lässigen Handbewegung öffnete sie ihn und holte eine Tüte Chips heraus. Nicht irgendwelche Chips! Fettarme mit einem ganz bestimmten Geschmack, um nicht voreilig die Onion Rings zu spoilern. Ebenso lässig zog Faith die Schnalle wieder zu und warf den Rucksack über ihren Rücken während der Aufzug Millimeter um Millimeter hinabfuhr

»Wir besuchen einen alten Freund. Er ist Experimentierer und half uns im Zirkus bei einigen Tricks. Er arbeitet auch für bekannte Illusionisten wie... ehm...«, da schien Faith all die Namen zu entfallen die von Wichtigkeit waren. Um das zu überspielen war sie ehrlich zu ihrer Freundin und erklärte ihr schonend die hohe Priorität, die sie zu diesem Besuch bei dem alten Freund bewogen hatte. »Ach, die kennst du eh nicht...«

Dann öffnete Maggot die Tüte Chips und begann die kleinen Zwiebelringe in sich hineinzustopfen. Veronica verstand nicht völlig, ließ das Thema aber fallen um auf ein anderes zu sprechen zu kommen

»Was ist los, Captain? Keine Kekse heute?«
»Nein, ich bin auf Diät! Keith meinte, ich soll nun ganz viel Onion Rings essen, weil da Knoblauch drin ist...«, murmelte Maggot ohne nach hinten zu Veronica zu sehen sondern stattdessen die gesunden und vollkommenen Zwiebelringe aus dem Meer von kaputtenen aus der Tüte zu fischen. Dabei ging sie nicht so sachte vor wie sonst mit ihren Lieblingskeksen, die sie für gewöhnlich Krümel für Krümel verspeiste. Dieses Schauspiel hier gleichte mehr einer Massenvernichtung von Onion Rings in möglichst kurzer Zeit.

»Ehm, da ist aber kein Knoblauch drin. Und wer ist Keith?«, fragte Veronica skeptisch, aber eine Antwort blieb ihr verwehrt

Der Aufzug blieb stehen, denn sie waren angekommen. Mit einem Hopps sprang Faith über die gefährlich, beschattete Spalte zwischen Boden und Plattform und tänzelte zu einem der Tische. Veronica kam aus dem Staunen kaum noch heraus. Der Raum der sich ihr eröffnete war riesig, wenn nicht sogar größer als die leere Halle im Erdgeschoss. Es gleichte einem riesigen Hobbykeller, das Paradies für jeden Bastler. Überall erstreckten sich diverse Maschinen und schwere Werkzeuge den Wänden entlang, kleiner Schrott war in Kisten in Regalen angesammelt, unzählige Tische mit Lampen und üblichem Handwerkzeug ausgestattet und kleinen Experimenten an denen offenbar jemand arbeitete. Mitten im Raum stand eine Art Kommandostation. Ein Beamer stand darauf der ein leeres Bild an einen weißen, heruntergelassenen Rollo projizierte. Ebenso wie ein paar Computer, Mikroskope und diverse Halterungen und Klemmen.

»ROSETTIIIII??? MISTER ROSETTII?!?«, brüllte Maggot laut herum und machte sich auf die Suche nach der gesuchten Person.

Veronica war neugierig und näherte sich einem der Tische. Die Lampe war eingeschaltet, eine Klemme an der Kante fixierte eine kleine Konstruktur welche wie eine Libelle aussah. Ihr Rücken war aufgeschnitten und die Innereien durch elektronischen Krims Krams ersetzt. Sie kämpfte sehr damit es nicht anzufassen und schaute sich nervös um. Dann tat sie es. Mit der Fingerspitze berührte sie einen der Fühler als die Libelle plötzlich zu flattern begann und versuchte sich aus der Klemme zu kämpfen. Veronica schreckte zurück und fasste sich an den Brustkorb um ihr Herz davon abzuhalten nicht in die Hose zu rutschen. Dabei quikte sie so lustig wie ein kleines Meerschweinchen.

»Lass Labello in Ruhe!«, beorderte Faith ihr aus dem Hintergrund. Sie hatte den gesuchten Mann gefunden. Ein alter Mann mit weißen Haaren, der Veronica irgendwie an Albert Einstein erinnerte vom äußerlichen her.

»Das ist kein Labello, das nennt man eine Libelle!«, wusste Veronica besser. Faith jedoch schmollte und verschränkte eingeschnappt die Arme ineinander.
»Tut man gaaaar niiiiicht!«

»Es ist eine Libelle, da hast du Recht.«, bestätigte der alte Mann ihr mit einem Kopfnicken, »Faith hat sie Labello getauft, also hat auch sie Recht. Hab etwas Nachsicht mit Leuten die nicht eingeweiht sind, Faith. Und warum riechst du so nach Zwiebeln?«

Eine Frage die an Faith ging. Aber sie zuckte nur mit den Schultern und grinste rechthaberisch zu Veronica rüber, welche immernoch fasziniert die zappelnde Libelle betrachtete. Ein weiterer Mann kam aus einem Hinterzimmer hinzu. Ein junger Mann, groß und dürr war er. Er setzte sich an die Kommando Station und fuhr die Computer hoch.

»Darf ich vorstellen? Das ist der alte Rosetti und die Bohnenstange ist Keith«, eine Vorstellung die eher halbherzig und beiläufig klang, denn zu sehr war Faith damit beschäftigt ihren Rucksack zu holen um sie nahe der Station zu stellen. Die Packung mit den Zwiebelringen war schon leer, also holte sie eine weitere aus dem Rucksack. Grinsend sprang sie auf einen der Tische und warf einen Blick zum Beamerscreen

»Also Keith, was hast du für mich?«

»Eine Sekunde... der Rechner muss nur noch booten und der Kontakt zum Beamer steht gleich.«, informierte Keith sie während er wild an der Tastatur herumdrückte, »Übrigens Faith, wann haben wir denn unser Date?«

»Ach weißt du...«, nervös kratzte Faith sich durch die Haare. Offenbar war es ihr unangenehm und hatte dem Mann ein Date für seine Arbeit versprochen. »... das klären wir gleich. Sag mir erst mit wem ich es zu tun habe, ok?«

Keith nickt und lenkt die Blicke der drei auf die Projektion des Beamers. Dort wurde ein Bild von Shelly Martinez gezeigt, sowie ein paar Randnotizen über sie.


»Oha!«, platzte es aus dem orangehaarigen Mädchen heraus. Offenbar hat das Bild sie so überrascht, dass sie das Kauen und schlucken vergaß

»Es gibt eine handvoll nachgewiesener Fakten und ein bodenloses Fass voller Gerüchte über sie. Offiziell hört sie auf den Namen Shelly Martinez, ist am 9.Februar 1980 in Chino, Kalifornien geboren und arbeitet neben dem Wrestling auch als Model. Derzeit ist sie mit einem Christian Cage liiert und hatte schon das ein oder andere Problem mit dem Gesetz. Vor kurzem wurde ihr eine Therapie auferlegt, welcher sie sogar nachkam. In ihren letzten beiden Matches besiegte sie Sexy Star, die ehemalige Vorreiterin der Starlet Bewegung. Beide Male konnte Shelly ihren Titel nahezu problemlos verteidigen. Soviel zu dem was der Computer offiziell ausspuckt«, erklärte Keith, wobei er das meißte wohl nur vorgelesen hatte... was für ein Genie er doch ist...

»Die Gerüchte hingegen spucken das übliche aus, was man über Models redet. Alles Schlampen, alle auf Drogen, alle magersüchtig und bla bla bla. Das einzige interessante ist, dass sie über so gut wie keine kämpferische oder athletische Talente besitzt, was sie mit ihrem Benehmen und ihrer Gestik wieder wett macht. Der Grund für ihr Erfolg könnte auch surrealer Natur sein. Man munkelt, dass sie ein Vampir sei und somit im Zweikampf förmlich unbesiegbar. Aber ich weiß nicht so recht...«

»MOMENT! MOMENT!«, rief Faith mit vollem Mund und hob einreichend die Hand. Der Schock stand ihr immernoch ins Gesicht geschrieben. Aber warum? Hatte sie nun Angst bekommen, nachdem sie erfuhr, dass Shelly angeblich ein Vamp Girl war? »Du willst mir nicht ernsthaft weis machen, dass sie erst 30 ist oder? Die sieht locker aus wie 40! Sieh dir ihre delligen Wangenknochen an, da wurde doch sicher was gemacht!«

Keith seufzte. Irgendwie war ihm wohl klar, dass etwas völlig anderes Faith beschäftigte als man erwarten würde. Veronica zog ihre Augenbrauen hoch und der alte Mann hingegen grinste während er Maggot amüsiert auf die Schulter klopfte. Aber Faith war verwirrt, warum man so auf ihr Kommentar reagierte. Keith tippte daraufhin irgendwelches Zeug ein woraufhin das Bild verschwand und ein neues Foto von Shelly projeziert wurde



»Besser?«

Als er sich umdrehte um sich nach Faith's Gemüt zu erkundigen glaubte er seinen Augen nicht. Herzchen und Glitzer standen Faith förmlich in den Augen. Um das ganze noch abzurunden, müssten noch kleine Herze über ihrem Kopf wie wilde Engel herumspringen.

»Ohhh, diese Haare sehen so todschick aus und der Pony ist irgendwie süß«, schwärmte Faith und fuhr sich dabei mit ihren brösligen fettigen Fingern durch ihre eigenen. »Hast du noch etwas für mich, Keith?«

»Im Moment nicht, nein. Aber es verwundert mich, dass du so angetan von ihr bist. Auf mich hat sie keinerlei Wirkung«, zuckte er belanglos mit den Schultern. Faith schenkte ihm einen bösen Blick und winkte anschließend ab.

»Du bist ein Nerd, Keith, und schaust Pornos im Internet. Du hast keinen Geschmack also halt einfach die Klappe.« Anschließend warf sie sich noch ein paar Zwiebelringe in den Mund und drehte sich zu Rosetti, dem alten Mann während Keith eingeschnappt auf seine Monitoren starrte.. »Und, Rosetti? Was hast du für mich?«

»Warum nennt man Sie Rosetti?«, fragte Veronica neugierig und schlich sich unauffällig näher in die Gruppe.

»Das ist eine interessante Geschichte, junge Dame. Also ich hatte da mal einen Zaubertrick mit einer Ananas im Kopf...«, versuchte der alte Mann munter zu erklären als ihm Faith mit scharfer Geste das Wort abschnitt

»Nix da! Lass uns mit deinen Ferkeleien in Ruhe! Sag mir lieber, wie ich einen Vampir besiegen soll!«

Keith legte die Füße hoch und beobachtete die drei wie sie an einen der Tische gingen. Wie sollte es auch anders sein? Dort lag eine Menge Zeug die weder Faith noch ihre Freundin identifizieren konnte. Nunja, eine Sache war dabei das sie kannten.

»Uii! Ein Kaugummi!«, jubelte Faith und wollte das nach Kaugummi aussehende Stück soeben in den Mund stopfen als Rosetti sie am Handgelenk packte und den Kopf schüttelte

»Nein, nicht essen! Böse Maggie! Der ist mit Methan gefüllt!«, schimpfte Rosetti woraufhin Faith erschrocken zurücksprang und emotional leicht verwundet zum Rucksack trabte, denn die zweite Tüte Onion Rings war in der Nervosität vernichtet worden. Es raschelte und knisterte, dann zog sie eine Knoblauchknolle heraus, schälte sie und aß sie Zehe für Zehe.

»Ehm, Faith? Warum hast du unaufhörlich Onion Rings in dich hineingestopft?«, fragte Keith beiläufig als Faith in seiner Nähe war um die Knolle zu holen

»Weil du es mir gesagt hast?«
»Nein, ich sagte, du sollst Knoblauch essen. Vampire kümmern sich nicht um Zwiebeln«
»In Onion Rings ist auch Knoblauch drin!«
»Nein, da ist kein Knoblauch drin!«
»Ist da wohl drin!«
»NEIN! Nur Knoblauch ist gegen Vampire wirkungsvoll!«

»RUHE IHR ZWEI!«, mischte sich der Alte ein und beendete die sinnlose Diskussion. »Es gibt keine Vampire! Das ist ein Mythos!«

»Ja... aber weiß Shelly das auch?«, stocherte Faith neugierig nach während sie konzentriert ihre Knoblauchzehe zerbiss.

Ruhe kehrte ein. Alle vier dachten nach wie Faith vorgehen sollte. Rosetti hatte etwas Spielzeug für Faith zusammengezimmert, war aber noch nicht bereit darauf aufmerksam zu machen. Zuerst musste eine Taktik her, dann konnte man sich mit den Utensilien beschäftigen. Dann bekam Faith eine Idee und schluckte ihre Zehe unter ehe sie sie kund tat!

»Ich könnte das gleiche anziehen wie sie! Dann wäre sie verwirrt und wüsste nicht wen sie angreifen soll!«
»Hä? Wo ist die Logik, Captain?«
»Na überleg doch mal. Wenn ich exakt so aussehe wie Shelly, dann wüsste sie nicht wer die Echte ist und vielleicht verprügelt sie sich dann selbst vor lauter Verwirrung!«
»Ehm... Nein. Pass auf, Maggie... Um dich herum wirkt alles Third Person. Aber du selbst siehst es in der Ego Perspektive. Shelly ist Shelly und muss nur sehen wie sich ihre Arme bewegen, wenn sie will, damit sie weiß, wer die Echte ist.«
»Hmpf... okay... der Plan ist noch nicht ganz ausgereift... Mist....«

Eine weitere Weile der Stille verging und das Surren der zappelnden Libelle drang durch den Raum. Maggot nahm sich die nächste Knoblauchzehe und biss sie fein säuberlich in kleine Stücke. Die Säure betäubte ihre Zunge aber wenn sie sich dadurch einen Vorteil gegen die angeblich Unbesiegbare erlangen würde, war es nur ein geringes Opfer.

»Was ist mit Kruzifixen und Pflöcke?«, schlug Veronica nach kurzer Zeit vor
»Ich kann sie doch nicht umbringen! Denk dochmal nach bevor du etwas sagst!«
»Bor, Captain, atme in eine andere Richtung bitte. Der Gestank ist ja widerlich!«

Veronica drehte sich von Maggot weg und fächerte sich frische Luft zu. Eine förmliche Dunstwolke zog über Maggot herüber und verpestete die Luft mit stickiger Energie. Sie kaute jedoch munter weiter auf ihrer Zehe. Da schienen sowohl Faith als auch Keith auf eine Idee zu kommen.

»Knoblauch!«, sagten sie beide nahezu gleichzeitig und schauten sich danach wütend an, als habe einer die Idee des anderen klauen wollen um den Ruhm zu kassieren. Maggot's kindlicher Blick und der aufstaubende Geruch jedoch gewann, sodass sie triumphierend zu Rosetti rüberschaute um zu sehen, was er von dem Vorschlag hielt.

»Aber wenn Vampire ein Mythos sind, ist Knoblauch es als Waffe doch auch, oder nicht?«

»Vampire könnten ein Mythos sein. Knoblauch als Waffe gegen Vampire aber nicht, weil Knoblauch existiert wirklich!«, sprach Maggot stolz als läge sie dabei vollkommen richtig. Etwas das Keith wieder völlig zerstörte

»Was ist real und was nicht? War Jesus real? Und wenn nein, wird er es nicht durch unseren Glauben? Oder beim Nikolaus. Der echte existiert auch nicht, aber dadurch, dass wir seine Klone Nikolaus nennen, gibt es ihn dann doch. Nur eben anders als wir es uns vorstellen. So könnte es doch auch bei Vampiren der Fall sein, oder nicht?«
»Lass uns mit deiner Nightmare On Elm Street Theorie in Ruhe, Keith!«, winkte Faith ab und wartete immernoch auf die Reaktion des alten Mannes

»Dafür, dass du dein Leben im Zirkus ohne Fernseher verbracht hast, weißt du aber ganz schön Bescheid«, warf Keith skeptisch ein und verschränkte die Arme hinter dem Kopf

»Halt den Mund! Wir hatten... Fernsehzeitschriften... das reichte aus...«

Der alte Mann war insgeheim in den Hintergrund getreten um eine Kiste aus einer Abstellkammer zu holen. Darin befand sich eine Art Gummianzug und kleinere Objekte. Als er wiederkam war er das Zentrum der Aufmerksamkeit. Alle waren neugierig was er da anschleppte. Vorallem Faith, da sie schließlich diejenige war, die gegen eine 40jährige Vampirbraut antreten musste.

»Was hastn mir da mitgebracht, hmmm?«, fragte sie und lunzte Rosetti neugierig über die Schulter. Als sie den Gummianzug verzog sie angewiedert das Gesicht und entfernte sich ein paar Schritte, so wie es dem alten Mann wohl erging als er die Knoblauchfahne des Pyratengirls bemerkte. Aber Maggot hatte nur Augen für den komischen Gummianzug. »Perversling! Ich mache deinen Ananastrick auf keinen Fall!«

»Ruhig Blut, Faith. Der Anzug besteht aus dünnem gummiartigem Material mit zwei Lederschichten. Wir hatten ihn immer getragen wenn wir die besonders hungrigen Tiere füttern mussten. Es ist reissfest und so konnte keines der Tiere einen beissen...«, erklärte der Mann und rollte mit den Augen, »nunja... die Knochen waren trotzdem futsch aber das Material blieb immerhin stabil.«

»Und ich soll das anziehen wenn ich gegen Shelly antrete?« Faith's misstrauischer Gesichtsausdruck war immernoch präsent während sie sich eine neue Knoblauchzehe nachschob. Sie hob den Anzug an und drückte ihn an ihren Körper. Er sah unglaublich hässlich aus in braun und schwarztönen, extrem dicker Naht an den Umschlägen und mit merkwürdigen Flecken von oben bis unten übersäht. »Kannste knicken, mein Freund! Da lass ich mich lieber beissen. Hast du nicht so einen Anzug wie Batman aus Dark Knight? Dann ist man nicht so eingeschränkt«

»Fernsehzeitschrift?«, fragte Keith zwischendurch
»Nein... Kino!...«

»Alternativ hätte ich noch einen Kaugummi mit Knoblauchgeschmack anzubieten, wenn du es als nötig empfindest.«, zuckte der Mann mit den Schultern. Faith grinste und eilte zu ihrem Rucksack welchen sie auf den Tisch des Kommandopultes schlug. Sie öffnete die Lasche und kramte eine Waffe nach der anderen aus dem Rucksack

»Also ich zeig' euch mal was ich mir so besorgt hab'. Da hätte ich ein paar Tüten Onion Rings MIT KNOBLAUCHGESCHMACK!«
»Da ist kein Knoblauch drin, Maggie«
»BSSSS!!! Lass mich machen!«, keifte sie wie eine Biene in Keith's Richtung und setzte fort

»Hab Knoblauchbaguette, Knoblauchknollen, ein gesegnetes Kruzifix vom hiesigen Pfarrer, etwas Weihwasser mit dem ich mich vor dem Match einreiben werde, etwas Alkohol damit sie mich nicht beisst, eine Wasserpistole mit Weihwasser gefüllt, etwas Zahnseide... AHH... KARIES!«, da schaltete sich eine neue imaginäre Glühbirne über Maggot's Kopf ein. »Wie soll ein Vampir Blut saugen wenn er von Karies befallen ist? Ich werde Shelly ganz viele Süßigkeiten schenken und ihre Zahnbürste verstecken! Ganz viele Gummibärchen und Windbeutel, tonnenweise Kuchen und Kekse, literweise Schokolade und Marzipan!! Wahhhh!«

»Als ob du Süßigkeiten verschenken würdest damit sie jemand anderes isst... es würde mich schon wundern, wenn es nur die leere Verpackung bis zu Shelly schafft«, merkte Keith grinsend an welches sofort verschwand als der Maggot's grummligen Gesichtsausdruck erkannte, »... jaja, halt die Klappe, ich weiß schon...«

»Richtöög!«, nickte Faith und packte dann ihre Sachen wieder zusammen.

»Was ist mit Sonnenlicht?«, warf Veronica ein und schaute Maggot fragend an. Aber nicht der orangene Zottelbär war derjenige der antwortete, sondern der alte Rosetti in form von gehetztem Gang zurück zur Abstellkammer. Als er wiederkam hielt er jeweils zwei Lampen in den Händen und drückte sie Veronica in die Hände

»Das sind Blumenlampen die dem Sonnenlicht sehr nahe kommen. Faith könnte sie an allen vier Ringecken positionieren. Egal ob Vampir oder nicht, es wird deine Gegnerin verunsichern.«, sprach er mit einem frechen Grinsen auf seinem runzligen Gesicht. Faith war es gewohnt andere zu verunsichern, oftmals völlig unbeabsichtigt.

»Also gut, dann bin ich ja gerüstet. Vielen Dank Leute. Wir sehen uns.«

Gemeinsam mit der vollbepackten Veronica und dem Rucksack auf der Schulter ging sie zurück zum Aufzug und drückte den grünen Knopf welcher sie daraufhin zurück ins Erdgeschoss brachte

»Hey Maggie! Was ist mit unserem Date?«, rief Keith verzweifelt hinterher
»Nein, wenn du sagst in Onion Rings ist kein Knoblauch hast du kein Date verdient. Du hast mich schwer enttäuscht«
»MAGGIE!!!«

Grinsend fuhren die beiden Mädels nach oben. Aber Veronica blickte Maggot ständig an, versuchte aus ihren Emotionen zu lesen und die Beweggründe zu erfahren. Sonst wollte Maggot es allen immer Recht machen, aber heute?

»Er ist so doof.«, grinste Faith mit strammen Blick zum Erdgeschoss hinauf während sie in Erinnerungen schwelgte. Veronica beließ es vorerst dabei und folgte ihrer Chefin.

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» If the rum is gone, have some tea «
» Ich stehe mit beiden Beinen fest in den Wolken! «

» 13 Gegessen ~ 0 Geteilt ~ 0 Verschenkt «
» Arrive. Eat Cookies. Leave. «

15.04.2010 22:21 Faith Lehaine ist offline Email an Faith Lehaine senden Homepage von Faith Lehaine Beiträge von Faith Lehaine suchen Nehmen Sie Faith Lehaine in Ihre Freundesliste auf Füge Faith Lehaine in deine Contact-Liste ein
 
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